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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5516

Re: Vergebung?

von Cleopatra am 02.03.2017 07:50

Vielen Dank für euree zahlreichen Antworten.

Ich hätte gerne gestern schon geantwortet, aber es ging mir nicht gut.

Lieber marcus, ich glaube, ich kenne die Geschichte, wenn wir beide an das gleiche Ehepaar denken, dann waren sie sogar in den Nachrichten.
Das ist ein Beweis von absoluter Vergebung, ein sehr großes Vorbild, finde ich.

Den Hinweis auf die Liebe finde ich auch sehr wichtig. Wenn wir einander lieben sollen, dann gehört vergebungsbereitschaft auch dazu. Vor allem in der Gemeinschaft einer Gemeinde.

Ich denke aber auch an die heftigen Fälle. Danke für den Hinweis von IS und Hitler.
Genau daran hatte ich nämlich auch gedacht.
Diese Menschen werden (sehr wahrscheinlich) nicht um Vergebung bitten und sind sich zum Teil sogar keiner Schuld bewusst.
Trotzdem haben sie sehr viel Schuld auf sich geladen. Schuld gegen Menschen.

Ich denke, kieiner von uns hier anwesenden hat etwas mit diesen Personen zu tun, aber mir hilft manchmal die Extreme, etwas besser zu verstehen.

Nun, wie ist es hier?
Bedeutet das, dass wir erst, wenn wir so handeln wie dieses Ehepaar, welches ihren Sohn verloren hat, erst richtig vergeben haben?

Liebe geli, bei deinen Worten musste ich an das Buch Neues Leben, neue Identität denken ;-D
Denn dort wird es in einem Kapitel ähnlich beschrieben.

Ich finde den Hinweis auch sehr wichtig, dass Vergebung nicht gleich Vergessen bedeutet.
Aber Vergebung hilft natürlich sehr, zu verarbeiten.
Wenn man aber etwas hoch dramatisches noch nicht verarbeitet hat, bedeutet dies ja nicht, dass man auch nicht vergeben hat.

Vergebung bedeutet auch nicht Verneinen oder Kleinreden einer Schuld oder Sünde. Und Sünde darf und muss ausgesprochen werden.
Wir dürfen auch sagen, wenn uns etwas verletzt hat.

Also woran erkennen wir (an uns selbst), dass wir vergeben haben?
Wenn wir also auf die Person zugehen können?
Und wenn dies nicht möglich ist? Wenn es fehlende Bereitschaft auf der anderen Seite gibt?

Lg Cleo



Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Wir haben hier keine bleibende Stätte... von der Gartenarbeit zum Stadtbewohner

von nennmichdu am 02.03.2017 07:19

sondern die zukünftige suchen wir...

im Blick auf das himmlische Jerusalem wird diese Erde hier nicht unser letztes Zuhause sein - solange wir hier leben, haben wir jedoch die Aufgabe sie zu bewahren --- obwohl darüber auch Gott wachen wird, indem er verheißt, das nach der Sinnflut zu Noahs Zeiten Saat und Ernte, Frost und Hitze nicht mehr aufhören sollen, solange diese Erde besteht. Das heißt, Gott wird nicht wieder alles Leben (bis auf Noah und seine Familie) total auslöschen um einen Neuanfang zu starten.

Der Turmbau zu Babel ist aber für mich kein Beispeil der zunehmenden Dekadenz der Menschen, die Gott dann stoppen musste. Es zeigt zum einen den Versuch des Menschens, sich über ein gemeinsames Bauwerk, über Städte und feste Wohnsitze in ihrer wachsenden Bevölkerungszahl zu unterscheiden, von der Umgebung (der Landbevölkerung), die hier wesentlich stärker mit dem Existenzkampf bei knapper werdenen Ressourcen zu kämpfen hatte, als Stadtbewohner, die besser in der Lage waren, Vorräte anzulegen.

Ich habe heute morgen in der Bibel vom Pharao von Ägypten gelesen, der zu Josefs Zeiten Kornspeicher anlegen ließ und in den ersten fetten 7 Jahren des Überflusses dann den fünften Teil des Einkommens der Bevölkerung (durch Josef) eintreiben ließ, um für die danach kommenden 7 mageren Jahren des Hungers gerüstest zu sein, auch im Verkauf von Korn an umliegende hungernde Menschen - siehe Josefs Familie dann.... 




 

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Kowalski

52, Männlich

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Beiträge: 126

Re: AT - Eine Frage habe ich noch..

von Kowalski am 01.03.2017 21:29

2)
Ja ich gebe Pavle Recht. Da ist was dran. Nicht umsonst sagt man ja auch, Landmenschen seien bodenständiger. Aber andererseits Fortschritt ist Fortschritt. Evolution eben. Das hat schliesslich der Herr so in unsere DNA "eingepflanzt". Also MUSS sich der Mensch entwickeln, und Städte bauen gehört nun mal dazu. Und dort sind die meisten Arbeitsplätze, also wächst die Stadt.

Doch denke ich auch, irgendwann wird man das ruhige Landleben wieder mehr zu schätzen wissen. Die saubere Luft. Die Stille. Besinnung. Abschalten. Und die eben daraus resultierende besere Möglichkeit wieder näher mit Gott in Kontakt zu treten.  

Trotzdem, glaubt Ihr wirklich Gott hatte die Entwicklung eines Sodom und Gomorrah befürchtet? (zumal es dann später sowie so soweit gekommen ist). Sollte der Mensch Arrogant und grössenwahnsinnig werden, nur weil er sich auf seinen Turm so viel einbildet? Hmmmm, vielleicht waren die Leute damals einfacher gestrickt.. 

Die Frage ist auch, was wäre eine vergleichbare Botschaft an uns Menschen in der heutigen Zeit? Mit heutigen Worten formuliert.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.03.2017 21:31.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: 2. Korinther 3. Kapitel

von geli am 01.03.2017 20:47

Eigentlich steht die Antwort ja schon einige Verse weiter:

2. Kor. 3,14:
...weil sie (die Decke) nur in Christus abgetan werden wird."

2. Kor. 3,16:
"Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan."

Die "messianischen Juden" haben sich zum Herrn Jesus bekehrt - also ist die Decke abgetan, und sie können mit "aufgedeckten Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel schauen und werden so verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur anderen von dem Herrn, der der Geist ist."

Lg, geli

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Vergebung?

von geli am 01.03.2017 20:41


Mir hilft es, auf dem Weg der Vergebung zuerst einmal, als ersten Schritt,  ehrlich zu sein und meine Wut, meinen Schmerz oder was auch immer ich fühle, vor Gott (und wenn möglich, auch vor einem Menschen) aussprechen zu dürfen, ohne verurteilt zu werden.

Der zweite Schritt ist oft, dass ich erkenne, dass ich nicht fähig bin, zu vergeben - es aber will. Oder auch manchmal: "Es wollen will".
Und zu erkennen, dass ich zur Vergebung Gottes Hilfe brauche.

Weil ich vergeben will, spreche ich im Gebet aus, dass ich vergebe. Auch wenn das keine Gefühle verändert - denn es ist zunächst einmal eine Willententscheidung.

Der Weg bis dahin, dass ich einen Menschen, der mich verletzt hat, wirklich wieder in die Augen sehen kann, oder ihn wieder in den Arm nehmen kann, ist oft lang und kann einige Zeit dauern.

Mir hilft bei diesem Prozess die Vorstellung, dass ich die Schuld des anderen vergebe - in dem Sinn, dass ich sie weggebe - nämlich zu Jesus.
Auf diese Weise ist es nicht mehr eine Schuld, die jemand mir gegenüber hat, sondern diese Schuld liegt nun bei Jesus, er hat sie auf sich genommen.
Somit ist es nicht mehr eine Sache zwischen mir und diesem Menschen, sondern eine Sache zwischen Gott und diesem Menschen.

Es ist nun seine, bzw. Gottes Sache, wie er nun mit diesem Menschen, der an mir schuldig geworden ist, umgeht, wie er auf dessen Schuld reagiert und wie er darauf antwortet.

Wenn ich mir dann vorstelle, dass dieser Mensch einmal vor Gott stehen wird, ohne dass er vorher zur Umkehr gelangt ist - und wenn ich mir vorstelle, dass dieser Mensch dann von Gott gerichtet werden wird, dann fällt es mir leicht, für ihn um Gnade zu bitten, dass Gott ihn noch rechtzeitig zur Umkehr bringen kann.

Denn schließlich will ich nicht, dass jemand verloren geht.

Lg, geli



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angel121

60, Weiblich

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Beiträge: 154

Re: 2. Korinther 3. Kapitel

von angel121 am 01.03.2017 20:19

Hallo Burgen, danke

Es waren keine Einschübe, ich wollte nur mit blauer Farbe markieren, was insbesondere zu diskutieren gab. Nun habe ich den Text einfach fetter schwarz hervorgehoben.  Glaubst Du, dass es je so sein wird, dass die Decke weggenommen wird? Wie wird das wahrgenommen werden? Weisst Du wie die heutige Lage ist? Es gibt ja Messianische Juden.

gby angel121

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Umkehr/Bekehrung - Wiedergeburt - Heiligung

von geli am 01.03.2017 20:08

Die Einnahme von Jericho mit dem Fall der Mauern

Zu diesem Ereignis habe ich vor einiger Zeit eine Erklärung gelesen, die mich persönlich sehr angesprochen hat:

Gott ordnete an, dass die Kriegsleute und die Priester, die vor der Bundeslade hergingen, um die Stadt laufen sollten. Gott wollte also nicht die Kraft und die Stärke  des Volkes und der Kriegsleute, sondern der wollte ihr Vertrauen.

Lg, geli

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Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2518

Re: Vergebung?

von Merciful am 01.03.2017 17:20

Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab.
Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.

(Evangelium nach Johannes 3, 16; Gute Nachricht Bibel)

Ich denke, klar ist, dass Gott aus Liebe vergibt und Versöhnung ermöglicht. Das Ziel der Vergebung ist die Wiederherstellung der Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch. Gottes Liebe hat die Liebe zum Ziel. Als Vater hat Gott seine Kinder lieb. Gott sagt nicht: Ich vergebe dir zwar, aber Gemeinschaft mit dir möchte ich nicht, zu sehr hast du mich verletzt.

Denken wir an jenen Vater in der Erzählung Jesu. Als der Sohn heimkehrte, schloss der Vater ihn voller Freude in die Arme. Der Vater sagte nicht: Okay, du bist wieder hier. Du kannst hier wieder leben, dich auf dem Hof aufhalten und mit den Knechten arbeiten. Aber komm' mir nicht zu nahe, zu sehr hast du mich verletzt, als du mich verließest.

Klar ist auch, dass die Liebe der Geschwister einer Gemeinde diese Liebe Gottes abbilden soll. Die Versöhnung, die Gott ermöglicht und schenkt, wirkt sich in der Gemeinschaft der Gemeinde aus.

Merciful

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: 2. Korinther 3. Kapitel

von Burgen am 01.03.2017 14:17

Hallo angel

herzlich Willkommen hier.

Deine blauen Einschübe erschweren mir leider das Lesen und hindern mich.

Dabei finde ich nicht, dass Paulus verächtlich rüberkommt.

***
Ja, die Decke liegt solange, bis sie Jesus Christus und sein Evangelium erkennen und annehmen.

Moses Angesicht leuchtete nach jedem Zusammensein mit Gott. Das konnten die Menschen damals nicht  aushalten.

Ihre Beziehung zu Gott war nicht so eng und hingegeben.

Gruß
Burgen
 

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MarcusO
Gelöschter Benutzer

Re: Auftanken !

von MarcusO am 01.03.2017 11:26

Herr, dein Wort ist meine Anleitung fürs Leben. Voll Kraft und Freude für meinen Geist! Du erquickst mich und stärkst mich. Du hilfst mir immer wieder auf. Dein Wort hat Gültigkeit für immer und ewig! Amen!

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