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Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 16.02.2016 21:19Fürsten verfolgen mich ohne Grund, doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.
Ich freue mich über deine Verheißung wie einer, der reiche Beute gemacht hat.
Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Greuel, doch deine Weisung habe ich lieb.
Siebenmal am Tag singe ich dein Lob wegen deiner gerechten Entscheide.
Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; es trifft sie kein Unheil.
Herr, ich hoffe auf deine Hilfe und befolge deine Gebote.
Meine Seele beachtet, was du gebietest, und liebt es von Herzen.
Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; denn alle meine Wege (liegen offen) vor dir.
(Psalm 119, 161-168; Einheitsübersetzung)
Merciful
Re: Leben ohne Sünde unmöglich
von Pal am 16.02.2016 21:05Fleischlich gesinnt sein spielt sich auch im Geiste, also in den Gedanken (und daraus resultierenden Worten, Handlungen) ab.
Nein, das denke ich nicht! Doch möchte ich darüber nicht streiten, wo wir Menschen noch nicht einmal genau definieren können, wo der Geist anfängt bzw. aufhört.
Sicher ist, das der innewohnende Christus gar nicht sündigen kann. -
Gedanken, Worte und Handlungen können sowohl aus der süßen Quelle des Geistes oder aus dem bitteren Brunnquell des Fleisches gepeist werden... falls du mich verstehst?
Betrifft dich, liebe J4e, so eine Mahnung/Warnung überhaupt noch, oder hast du mit solchen Gefahren gar nichts mehr zu tun? -
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: Leben ohne Sünde unmöglich
von jesus4ever am 16.02.2016 19:50Lieber Pal
Fleischlich gesinnt sein spielt sich auch im Geiste, also in den Gedanken (und daraus resultierenden Worten, Handlungen) ab. Unser Körper ist aus Fleisch, logisch. Aber in Bezug auf die Gesinnung, ob man auf Gott hört oder den Verführer zur Sünde, da ist man entweder geistlich oder fleischlich gesinnt.
Fleischliche Früchte sind in Galater 5 ebenso beschrieben, wie das Kontraäre, also die geistliche Frucht.
19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, 20 Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, 21 Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. 23 Wider solche ist das Gesetz nicht. 24 Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. 25 So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.
Ich denke, was in der Bibel mit Fleischlich und Geistlich gemeint ist, ist im Galaterbrief vollkommen klar. Zudem heisst es klar:
Du kennst sicher die Verheissungen in der Offenbarung die denen zuteil wird, die überwinden, an Christi Lehren festgehalten haben?
Gruss jesus4ever
Re: Leben ohne Sünde unmöglich
von solana am 16.02.2016 19:38Was meinst du mit: Nicht "unsere". Wir haben von uns aus gar nichts? Dies schriebst Du zu meinen Worten, dass WIR Gott gegenüber unsere Liebe beweisen, indem wir uns an seine Gebote halten.
Nun das steht doch auch in dem Zitat, das du selbst bringst:
Zitat aus j. Joh.4.7 Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennt Gott.
Warum müssen wir Gott "unsere" Liebe beweisen, wenn sie doch von ihm ist? Wenn er sie doch in unser Herz ausgegossen hat (s.o.) und uns den Geist gegeben hat, der ihn in Liebe anruft (s.o.).
Muss ein Kind seinem Vater beweisen, dass es sein Kind ist?
Gal 4, 4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
5 damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.
6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Auch die Galater waren nicht vollkommen, nicht vollkommen sündlos, hatten noch viel Ermahnung nötig.
So sehr, dass Paulus schreibt:
Gal 1, 19 Meine lieben Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne! -
20 Ich wollte aber, dass ich jetzt bei euch wäre und mit andrer Stimme zu euch reden könnte; denn ich bin irre an euch.
Und dennoch schreibt er nicht: "werdet erstmal vollkommen sündlos, damit ihr wiedergeboren werden könnt .... und dann sehen wir weiter!"
Er schreibt vielmehr 6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Aber wenn du Gott etwas von dir beweisen willst, nur zu ....

Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Zoe
Gelöschter Benutzer
Re: Leben ohne Sünde unmöglich
von jesus4ever am 16.02.2016 19:24Liebe Solana
Die Jünger und Apostel Jesus Christus waren auf dem Weg Menschen für die heilsame Lehre Jesu Christi zu gewinnen, das Evangelium zu verbreiten. Dies teils mit Erfolg teil wurden sie verjagt, gesteinigt.
Überall mahnt Paulus diejenigen die ihm zugehört haben, in der Lehre Christi zu bleiben, die er zu ihnen gebracht hat. Petrus wurde zu den Juden geschickt Paulus zu den Griechen und Römern. In den Briefen zeigt er grosse Freude, wenn man das beherzigt hat, was er ihnen beigebracht hat.
Was meinst du mit: Nicht "unsere". Wir haben von uns aus gar nichts? Dies schriebst Du zu meinen Worten, dass WIR Gott gegenüber unsere Liebe beweisen, indem wir uns an seine Gebote halten.
Danke und Gruss, jesus4ever
Re: Leben ohne Sünde unmöglich
von Pal am 16.02.2016 19:04Ich sehe das so:
Das, was in einem Wiedergeborenen absolut nicht mehr sündigen kann, ist sein GEIST.
Der Geist hat die entscheidende Veränderung erfahren. - Dort ist ein Wunder geschehen, wie ein Toten-Auferweckung!
Doch besteht ein Mensch nicht nur allein aus Geist, sondern eben auch noch aus dem verderblichen Fleisch, weshalb auch der Wiedergeborene, Zeit seines Erdenlebens, einen Kampf mit, bzw. gegen, sich selbst zu führen hat. Deshalb bleib auch ein tagtägliches Kreuztragen übrig. (Eben die Selbstverleugnung.)
Wenn mein Selbst wirklich nur noch einzig und allein Christus wäre, dann bräuchte ich kein tagtägliches Kreuztragen... das würde sich dann erübrigen und es gäbe auch keine Notwendigkeit für Bußfertigkeit, Korrekturen aller Art...
Wenn ich nur noch vollkommen im Geist leben könnte, und eben nicht mehr im Fleisch, dann wäre nur noch 100%ige Sündlosigkeit, Heiligkeit und Selbsthingabe angesagt.
Doch nun sehe ich den Tatsachen ins Gesicht:
Ich bin noch (ab und zu) fleischlich gesinnt. Ich muß mich noch vor meiner alten Natur hüten. Ich habe noch ein Spannungspotential wegen frommer "Ego-Lüste". Wenn ich das leugnen würde, dann müßte ich mich selbst belügen.
Wie war es dann möglich, das ein heiliger Paulus einen heiligen Petrus ermahnen mußte, um nicht (aus der altbekannten Menschenfurcht heraus) zu heucheln / zu sündigen? -
Warum mußten dann 5 Sendschreiben zu den heiligen Gemeinden, in der Offenbarung, in der Aufforderung münden: TUT BUßE? -
Das waren doch heilige Gemeinden Jesu! -
Was bedeuten dann all die unzähligen Ermahnungen in der Bibel? An wen sind die gerichtet? Nur an die bösen Gottlosen? - Nein, gerade auch an diejenigen, die bereits den Weg der Heiligung eingeschlagen hatten!
ZB an die wiedergeborenen / heiligen / anundfürsich sündfreien Galater:
Wie konnte so etwas möglich sein? -
Die Antwort auf diese Frage zeigt mir mein eigenes Erdenleben nur zu deutlich!



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