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Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von Henoch am 20.01.2016 10:50Hallo Solana,
ich denke, hierin liegt der Schlüssel für alles. Es steht da auch ganz klar, dass unser Herz beschnitten wird, damit wir den Herrn lieben und nicht etwa, damit wir das Gesetz halten. Da sieht man Gottes erste Priorität. Denn ohne die Liebe zu Gott ist unsere Seele unruhig und hungrig. Dazu wurden wir von Gott erschaffen, dass Liebe ist zwischen ihm und uns. Auch das Bibelstudium ist wichtig, klar, denn wer will nicht von Herzen wissen, was der Geliebte mitteilen möchte und wer er ist. Darüber schreibt die Bibel. Aber ich denke, wenn wir uns einfach klar machen, dass wir unsere Liebsten auch nicht dadurch gewinnen, dass wir irgendwelche Zeichen und Rituale einhalten, sondern dadurch, dass wir mit Ihnen reden und ihnen zuhören und sie besser kennenlernen wollen und Zeit mit ihnen verbringen möchten. Auf die gleiche Weise finden wir auch ganz langsam zu unserem Heiland hin, auch wenn wir ihn nicht sehen. Er offenbart sich ja in der Bibel und in unser Herz und mit der Zeit sehen und hören wir ihn daher auch ganz direkt mit dem Herzen.
Ich hoffe, liebe Wintergrün, dass Du Dir jetzt nicht den Kopf schwer machst über die Beschneidung, sondern, dass Dir der Herr alles gibt, was Dich inniger zu ihm bringt.
Da halte ich es mit dem hl. Nikolaus von der Flüe
Mein Herr und mein Gott,
Nimm alles von mir, was mich trennt von Dir.
Mein Herr und mein Gott,
Gib alles mir, was mich hinführt zu Dir.
Mein Herr und mein Gott,
Nimm mich mir und gib mich Dir.
Wobei das ja alles schon gegeben ist durch das Opfer Jesu, aber es dauert, bis wir das erfassen können.
Henoch
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von solana am 20.01.2016 10:24Wir sollten nich vergleichen, was verschieden ist.
Ja, Cleo, da hast du recht.
Vor allem nicht, wenn wir gerade bei dem "Zeichen" anfangen, das jeweils verschieden ist und von daher Gemeinsames suchen.
Es gibt Aussagen in der Bibel, die selbst eine Verbindung ziehen. Und wenn wir uns an die halten, kommen wir weiter, denke ich.
ZB diese hier:
5Mo 30,6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst.
Zeigt, worauf die äusserliche Beschneidung eigentlich hinzielt.
Und darum geht es auch beim Bund mit Mose, das ist auch das Ziel der Gebote:
Mt 22, 37 Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«.
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Und hier ist auch die Kontinuität zum Neuen Bund:
Jesus Christus hat uns ermöglicht, in dieser Liebe zu leben und zu bleiben. Und so das Leben zu leben, das uns bestimmt ist - in der Gemeinschaft mit Gott und unter seinem Segen, ein Leben in der ganzen Fülle.
1 Joh 4, 9 Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.
10 Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
11 Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben.
12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
Röm 5,5 denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Hier ist die Linie, die sich durchzieht, nicht in den "äusseren Zeichen."
Wir können natürlich "Äusseres" betrachten und Vergleiche ziehen - aber dann sollte diese Linie als Grundlage dafür genommen werden, als Hintergrund für den Vergleich.
Vielleicht kommst du so weiter, liebe Wintergruen?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von marjo am 20.01.2016 08:58Da kann ich Henoch nur zustimmen. Anfangs begreift man gar nicht recht, was da einnem vorgeht. Verhaltensweisen und Gedanken ändern sich, ohne das man es geplant hat. Das Gewissen reagiert in Situationen in denen es sonst nicht reagierte und zwar ohne monate- oder jahrelang darauf konditioniert worden zu sein. Der Heilige Geist macht schon Sachen....

Gruß, marjo
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von Henoch am 20.01.2016 08:04Hallo Ihr Lieben,
ich denke, das schönste an der Erlösung ist, dass Gott in uns wohnt und uns gewiss macht. Der heilige Geist gibt uns Gewissheit, dass wir angenommen sind und uns niemand mehr aus der Hand Gottes reißen kann und uns nichts mehr von der Liebe Gottes trennen kann. Und wenn wir sündigen, wissen wir, dass wir einen Fürsprecher und Hohepriester im Himmel haben, der für uns eintritt. Es heißt, dass niemand mehr erfolgreich Klage gegen uns erheben kann. Wir sind völlig gerechtfertigt, weil alle Sünden durch das Blut Christi abgewaschen sind.
Ohne diese Gewissheit hätte ich nicht diese Freude an dem Herrrn und dem Vater. Ich wäre mir seiner Liebe nicht sicher. Ich hätte ständig das Gefühl, dass ich jetzt wieder aus seiner Liebe herausgefallen bion, weil ich gesündigt habe. Und ich hätte die Freude nicht, an meinem Herzen zu erkennen, dass er mich wirklich in eine neue Kreatur verändert. Es ist so schön zu sehen, dass er mich nicht nur im Mutterleib bereitet hat, ganz nach seinen Vorstellungen, sondern, dass er mich jetzt auch geistlich neu erschaffen will, auch ganz nach seinen Vorstellungen. Da freue ich mich so über ihn, wenn mir eine Liebestat gelingt, die ich vorher nicht einmal hätte erdenken können.
Wie groß ist das, dass seine Gnade immer größer ist, als mein Versagen, und ich jederzeit zu ihm kommen kann.
So entsteht langsam ein tiefes Vertrauen in seine Liebe und die Vergebung und ich merke, wie auch meine Liebe zu ihm größer werden kann.
Ich lese so gerne die Abschiedsreden Jesu (Johannes 14-17), weil ich da sehen kann, wonach sich das Herz unseres Heilands sehnt. Er will innige Gemeinschaft und dass wir da sind wo er ist. Er will uns eins machen mit sich und dem Vater und er will uns ganz nah sein. Er will, dass wir Freude haben an IHM und unsere Freude vollkommen ist, er will unsere Liebe. Und er verspricht, dass er keinen von uns verlieren wird und für alle eine Wohnung im Himmel vorbereitet, bis er uns zu sich nimmt.
Die Vorstellung, dass Jesus uns als seine Braut bezeichnet, geht mir so ans Herz. Wer schon mal verliebt war, weiß wie groß die Sehnsucht nach der Geliebten ist. Nun sehnt sich der Herr natürlich nicht fleischlich, sondern geistlich und im Herzen nach uns. Es heißt, an anderer Stelle in der Bibel, dass er sich über uns freut mit Jauchzen.
Ja, da lernt man durch sein Wirken im Herzen ganz langsam die Höhe und die Breite und die Tiefe seiner unendlichen und vollkommenen Liebe immer besser kennen. Und das, ohne seine Heiligkeit in Frage stellen zu müssen und ihn damit zu entehren. Es ist möglich zu akzeptieren, dass er so helig ist, dass er nicht die allerkleinste Sünde stehenlassen kann und ihm trotzdem völlig zu vertrauen, dass wir ungetrübt angenommen und geliebt sind. Hätte Jesus nicht alle Sünden abgewaschen, wäre ich verloren. Er hat sie abgewaschen und Gottes Anforderungen völlig erfüllt an meiner Stelle, so dass es nichts mehr gibt, was mich von seiner Liebe trennen kann, außer manchmal Kleingläubigkeit, weil das für mich so schwer zu fassen ist.
Henoch
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von Cleopatra am 20.01.2016 06:58Liebe Wintergrün,
ich hoffe, dass ich das jetzt in richtige Worte fasse, denn es ist nicht böse gemeint:
Meiner Meinung besteht dann ein Problem, wenn man Bibeltexte oder Abschnitte herausnimmt, um die eigene Denkweise zu unterstreichen.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es richtig ist.
Wir sollten die Bibel eher so nehmen, wie sie geschrieben steht.
Ich weiß, dass du das eigentlich so machst. Aber beim Thema Taufe sehe ich das anders.
Ich habe das Thema Kindestaufe angesprochen, du schreibst dazu:
Du verwechselst Taufe mit beschneidung.
Im Alter von 8 Tagen wurden die Kinder beschnitten.
Wo steht, dass Kinder im Alter von 8 Tagen getauft werden?
Hier werden Paralelen gezogen die ich nicht nachvollziehen kann.
Wir sollten nich vergleichen, was verschieden ist.
Die Taufe wurde bei Erwachsenen durchgeführt als sichtbares Zeichen. Beschiedung ist ein ganz anderes Thema
Wenn du die Paralelen richtig ziehen möchtest, dann würde es bedeuten, dass die ganze Gemeinde gestreaft wird.
Denn so war es zur Zeit des alten Testamentes, das ganze Volk war gestraft und man musste zB durch das Los herausfinden, wer gesündigt hatte.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von Wintergruen am 20.01.2016 00:12Ihr Lieben,
danke zunächst einmal für euer aller Antworten.. auch dir liebe Chestnut, Burgen und Christ 90...im Moment hab ich leider ein Black out .. und weiß nicht was ich auf alles antworten soll,, deshalb lasse ich mal alles so stehen..
LG
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von christ90 am 19.01.2016 23:40Die Einheit des alten und des neuen Bundes scheint so eindeutig zu sein, dass wir nicht auf der einen Seite die Beschneidung der Kinder im alten Bund bejahen dem zustimmen und auf der anderen Seite die Taufe von Kindern im neuen Bund zurückweisen können. Wenn nun die Taufe die Beschneidung zu Beginn der Bundesgemeinschaft mit Gott ersetzt, ist dann nicht auch die Kindertaufe selbstverständlich ??
Ganz klares Nein. Wie kannst du eine Parallele ziehen zwischen dem irdisch-nationalen Bund des Volkes Israel und seines verpflichtenden äußeren Zeichens der Beschneidung und der (Geistes)Taufe des neuen Bundes, den Gott allen Menschen freiwillig anbietet? Dies ist in der Tat etwas gänzlich verschiedenes. Ebenso wie die Errettung des Menschen schon damals nicht von seiner Beschneidung abhing, tut sie es heute von einer Wassertaufe.
Des Weiteren stimme ich diesbezüglich überein mit den Beiträgen von Zoe und Henoch.
Die Taufe mit dem hl. Geist erfolgt mit der Umkehr eines Menschen; da gibt es keinen zeitlichen Abstand, schon gar nicht die Erfordernis einer Wassertaufe, die den Geist erst „freimacht".
Die einzige, letztlich entscheidende Voraussetzung um errettet zu werden ist es Gott zu lieben und in seinem Wort zu bleiben:
Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen. (Joh 14,23)
Aber wenn die „Kirche" sich nicht am Evangelium orientiert, ihm sogar widerspricht, dann gibt es ein Problem... Ich finde diesen Ansatz insgesamt problematisch, denn ob es sich um die wahre Kirche handelt, zeigt sich eben daran, inwiefern sie mit dem Evangelium übereinstimmt, sich (allein) an ihm orientiert.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von Burgen am 19.01.2016 22:25Interessant finde ich, dass in dem Kap. 1. Mose 17 steht, dass die Beschneidung ein ewiger Bund sein sollte.
Er reicht also über die jeweilige Gegenwart hinaus.
Sein ganzes Haus, was Knechte und gekaufte, sowie Fremdlinge betraf. Also alle männlichen Menschen,
die sozusagen derzeit unter seinem Dach lebten.
Ein paar Verse weiter bekommt Abraham den Segen für Sara erklärt.
Mc Arthur erklärt, das es darum geht, durch das Organ, durch das der Samen kommt,
die Sünde weggeschnitten wird. Und dass es der Reinlichkeit dient.
Die Frauen bekommen weniger Gebärmutterhals Krebs.
Durch die Beschneidung soll die Verderbnis rückgängig gemacht werden.
Was später durch Jesus vollbracht wurde.
Gruß
Burgen
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von Henoch am 19.01.2016 22:05Hallo Wintergrün,
ich denke, dass es wirklich wichtig ist, die Bundesschlüsse und deren Inhalte zu unterscheiden.
Der Bund mit Abraham war, dass er ein großes Volk werden sollte etc...Die Beschneidung war das Zeugnis, das sichtbare Zeichen der Zugehörigkeit, dafür.
Die Beschneidung hat aber niemanden das ewige Leben gegeben, denn das beiinhaltet die Verheißung aus dem Bund mit Abraham ja gar nicht. Bund heißt Vertrag. Gott versprach Abraham also etwas ganz bestimmtes und das ewige Leben war in diesem Bundesschluss nicht enthalten.
Dass Abraham der Glaube zur Grechtigkeit gerechnet wurde, hat mit dem Bund mit Abraham nichts zu tun. Natürlich erwählt der Herr Gläubige für seine Bundesschlüsse. Alle anderen könnten ja nicht einmal seine Stimme hören, geschweige denn glauben, was er zusagt. Aber der Bund war dennoch auf bestimmte Inhalte beschränkt.
Aber die Tatsache dass Abraham glaubte, bedeutet, dass der neue Bund, also das Sühneopfer Christi, rückwirkend auch für Abraham gilt, der aus Glauben das ewige Leben geerbt hat, weil er durch Glauben vor Gott vollkommen gerechtfertigt ist in Christus. Denn der neuen Bund beinhaltet das Versprechen, dass der, der glaubt, dass Jesus das Sühneopfer erbracht hat und damit die Sünde weggewaschen, das ewige Leben hat. Da dieser Bund ein ewiger Bund ist, gilt er sowohl rückwirkend, als auch für uns, 2000 Jahre nachdem der Bund gegeben wurde.
Henoch
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Abraham und der Bund mit Gott
von Burgen am 19.01.2016 21:50Hallo
ich möchte mal darauf hinweisen, dass der 1. Timotheusbrief ein Brief ist.
Paulus hat ihn an Timotheus geschrieben.
Von einer Kirche, wie wir sie seit dem 3. bis 21. Jahrhundert vorfinden, ist nicht die Rede.
Wir können auch nicht aus dem Text die Gesetze, usw. der katholischen heutigen Kirchen ableiten.
In der Tat ist in der heutigen Zeit hier und da vom abgewandeltem Christentum die Rede.
Paulus hatte in den Absätzen vorher davon gesprochen, welches die Vorraussetzungen im
gemeindlichen Zusammenleben sind und was so als Fundament der Gläubigen gilt.
Das kommt gut in der Elberfelder Bibel herausgearbeitet.
Gruß Burgen

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