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MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von MichaR am 29.12.2014 11:59Dispensationalismus
denke damit überfordern wir nicht nur unsere Leser hier, sondern z.T. auch uns selbst! Denn, ich denke keiner von uns ist ein echter Lehrer was die Schriften betrifft.
Das es Heilszeitalter gibt und geben muss, sollte unumstritten sein, derzeit im Bund der Gnade für die Heidenchristen, im 1000j Reich, das verheissene Reich der Israelis (nicht immer nur der "Juden" sagen, das ist nur 1 Stamm, mal nebenbei !!)
Aber ... ich würde dieses Thema erstmal ausklammern. Es gibt (vor allem derzeit) wichtigere und Heilsentscheidende Themen, etwa wie wir das Evangelium abgrenzen müssen ggü, Fehllehren. Denn dieses allein ist Heilsentscheidend, keine Theologie. (!)
Das darüber hinaus natürlich nicht jeder Vers einfach mal so herausgegriffen werden sollte, wie eine Praline aus einer Wünsch-dir-was-Pralinenschachtel, sollte jedem ernstahaften Christen aber auch klar sein. Es ist tatsächlich so, das nicht jedes Wort für jeden einfach mal so eben in Anspruch genommen werden kann, wie bei einem Orakel oder im Spiritismus. Die Bibel ist kein Orakel.
zum Thema Evangelium will ich mich auch noch äußern, wenn es Zeit ist und der HERR dies will!
Dies ist nämlich keineswegs ein Ponnyhof mit Blümchenwiese!
Wer schon mal Pferde in einem Gatter gesehen hat, das normaler Weise nicht allzugroß ist, der wird wissen, das dies keiner Blümchenwiese gleicht, selbst dort sind in Wahrheit kaum mehr Gräser oder Blümchen zu sehen wie im Bilderbuch, sondern oft nur Matsch und Schlamm und zertretene Erde.
Womit ich nicht sagen will, das es keine Blümchen-Alm mehr gäbe, aber in den meisten Gattern (oder wie sagt man da?) ist alles zertreten, da blühen kaum noch Blümchen.
Doch wir sollen ja Milde sein, drum klingt dies villt wieder nicht so milde - dennoch ist es meist so wenn wir die Welt ansehen: das Evangelium ist kein Streichelzoo, kein weltweiter Frieden, kein "alle werden dich lieben" - "und wir ham' uns alle lieb" - Kein Frieden für alle,- und jeden und nicht jeder der sagt "HERR Herr" wird errettet!
Das Kreuz ist nicht bequem oder ein netter Halsschmuck, oder eine Zierde. Der Kelch ist bitter, der Pfad ist eng - die meisten werden verloren werden. Und in gewissem Sinne wird jeder Christ Verfolgung im näheren oder weitern Sinne erfahren, denn das ist uns verheissen, ebenso Züchtigung, denn es heist nicht, das wer dies nicht erfährt, das der ein Kuschliger ist, sonder die Bibel hat hier härtere Wort parat. (!)
(die ich nun nicht erwähne, weil ich ja so milde bin und "harte" Worte ja nicht liebevoll sind wie es scheint?)
Das Kreuz, das alte Fluchholz ist alles andere als "nett" oder verziehrt, sondern meist recht rau und ein Bild für das "verfl.***" alte Fleisch, das dort zunehmend sein Ende finden soll als Vorbereitung auf die Herrlichkeit bei dem, der herrlich und es wert ist.
Wer dieses Kreuz verblümt und kuschlig macht, oder versilbert und vllt. sogar noch ne Figur dranhängt, obwohl wir uns doch kein Bildniss machen sollen,- der hat mE. das noch nicht verstanden. Und dieses Evangelium wird weltweit verkündigt werden, mit,- oder ohne uns!
Dieses Evangelium gilt es zu verteidigen, wo es verbogen wird, ihr Lieben! wer macht mit? Wer hat keine Menschenfurcht? Wer hat Liebe zum Herrn vor allem?
Um das Kreuz herum, wenn es in Gebrauch ist, ist allermeist BLUT, ihr lieben! Da ist Verendung, sein Leben lassen ... TOD und Fluch...
Da kann man noch so "liebevoll" sein, das Kreuz ist hart und nicht gemütlich.
Die Apostel sind für dieses Evangelim alle gestorben, verachtet, geschmäht, verbannt und geköpft oder gekreuzigt worden... Es wars ihnen wert für die unverfälschte Wahrheit mit sogar ihrem eigenen Leben einzutreten ihr Lieben!
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von marjo am 29.12.2014 11:53Alles Andere würde ja auch zu reinen Mutmaßungen führen. Damit folgst Du lediglich dem, was Du in der Bibel vorfindest. Im NT wird das AT erklärt. Das NT basiert auf dem AT.
gruß, marjo
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von solana am 29.12.2014 11:38Ja, Marjo, da hast du natürlich recht.
Gott hat natürlich einen Heilsplan und den kann man auch erkennen (wenigstens "stüickweise", solange wir noch nicht zur vollkommenen Erkenntnis gelangt sind).
Wogegen ich mich sträube, ist ein Interpretationssystem, dass von aussen an die Texte herangetragen wird, um alles, was zu unbequem oder unverständlich oder nicht in mein Verständnis hinein passend erscheint, auszusortieren und zu sagen: "Betrifft mich eh nicht, brauch ich mich gar nicht damit auseinander zu setzen."
Da ich Christin und nich Jüdin bin, ist für mich die Verkündigung Jesu natürlich im Vordergrund. Und ich sehe das AT im Lichte des NT.
Aber - wie gesagt - ich verlange von niemandem, dass er meine Meinung teilen muss.
Und ich fände es auch schön, wenn Vertreter des Dispensationalismus auch nicht meinen, alle anderen müssten das so sehen wie sie, um die Bibel "richtig" zu verstehen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von marjo am 29.12.2014 11:27Hallo Solana,
ich bin mir ziemlich sicher, dass Du diese Aussage nicht so universell meinst, wie Du sie formuliert hast. Das Gott in der Bibel seine fortschreitende Heilsgeschichte offenbart und Du Verse aus dem Gesetz anders liest als Verse aus den Lehrbriefen, setze ich nämlich auch bei Dir voraus. Ein starres System braucht aber tatsächlich niemand.
gruß, marjo
sylvaki
Gelöschter Benutzer
Re: Oase 12 Und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie , ...Lukas 2 ff
von sylvaki am 29.12.2014 11:22
Losung und Lehrtext für Montag, den 29. Dezember 2014
„Fällt euch Reichtum zu,
so hängt euer Herz nicht daran."
(Psalm 62,11)
„Die Weisen taten ihre Schätze auf
und schenkten dem Kindlein Gold, Weihrauch und Myrrhe."
(Matthäus 2,11)
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Weitere Informationen finden Sie hier: www.losungen.de
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von solana am 29.12.2014 11:19Also ich kann da nur von mir aus gehen.
Gott spricht zu mir durch sein Wort - sogar auch durch Worte des AT, auch wenn sie ursprünglich direkt an jemand anderen gerichtet waren.Und auch ganz besonders in den Briefen des NT, die ja auch jeweils an eine ganz bestimmte Gemeinde gerichtet waren und in eine ganz konkrete Situation hinein gesprochen und darauf bezogen.
Am ehesten "auf alle gerichtet, ohne speziellen Adressaten" sind ja noch die Evangelien, die Worte Jesu selbst, das, was er gelehrt hat;
Und gerade das würde ich nicht "von mir weg interpretieren" wollen.
Auch wenn manches "eine harte Rede und schwer zu ertragen" ist - wie auch schon die Jünger damals angemerkt haben.
Das ist es ganz bestimmt - menschlich gesehen sind die darin aufgestellten Forderungen gar nicht zu erfüllen.
Aber Jesus sagt dazu nicht: "Nicht so schlimm, ihr seid halt auch nur Menschen, wartet auf das 100jährige Reich, dann kriegt ihr es schon hin".
Sondern er sagt:
Mt 19,26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.
Ich habe einmal zusammen gestellt, wie oft Lukas (aber auch andere Evangelisten) die Verkündigung Jesu als "(Die Botschaft vom) Reich Gottes" zusammenfasst.
Und dieses "Reich Gottes" ist da Wirklichkeit, wo sich Menschen befreien lassen und "in das Reich seines lieben Sohnes versetzen" lassen. Dort wo Gottes Herrschaft in ihrem Leben Wirklichkeit wird - hier und jetzt, nicht erst im 1000jährigen Reich.
Mir ist der Text, so wie er ist, "verständlich" genug und spricht mich genug an.
Dazu brauche ich kein System, welche Stelle ich welchem Adressaten zuordnen muss.
Deshalb interessiere ich mich mehr für das, was Gottes Wort mir persönlich sagt und suche nicht nach Theorien für die Interpretation.
Womit ich aber niemandem vorschreiben will, wie er die Bibel zu lesen hat.
Wer damit besser klar kommt und das gut findet - warum nicht.
Nur sehe ich keinen biblische Begründung oder Notwendigkeit dafür.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von marjo am 29.12.2014 10:53Beim Stichwort "Land" darf ich hilfreich einwerfen, dass Christus alleine Erbe Abrahams und damit auch des Landes ist (Gal 3,16). Wir wissen ja aus Römer 4,13, dass Abraham Erbe der Welt (hebräisch: Erde, Land) ist. Allerdings möchte ich nicht zu viel Verwirrung stiften. Damit hätte sich der Punkt des "Landes" eigentlich bereits erledigt, zumindest was die Linie der Verheißung angeht. Niemand ist Teil von Gottes Volk weil er bestimmte Vorfahren hat. Das ist eigentlich bereits seit Abraham offensichtlich, bei dessen Nachfahren Gott immer nur Einzelne auswählt und mit ihnen dann weitergeht. Jesus selbst kämpft wehement gegen den Gedanken, dass "Abrahams Kind" zu sein gleichbedeutend mit "Kind der Verheißung" wäre (Joh 8,30ff). In Römer 9 greift Paulus das auf. Ein Kind Abrahams zu sein, bedeutet zunächst einmal nichts. Mit Isaak ging die Heilslinie weiter und nur mit ihm. Paulus betont diesen Punkt auch im Galater und bricht dort grundsätzlich mit jeder biologischen Abstammung. Durch den Heiligen Geist wiedergeborene Menschen, egal ob Jude, Heide oder Samaritaner, sind "Abrahams Kinder" (wörtlich aus Galater 3,7).
Den Kreis schließt Paulus dadurch, in dem er am Ende von Galater 3 auf folgende Aussage kommt: "Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. 28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. 29 Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben." (Gal 3,26-29)
Kein zweiter Heilsweg oder Heilsplan. Womit auch? Ist ja nichts übrig für ein Heil außerhalb von Christus. Kein Land, keine Verheißung, keine Unterscheidung von "himmlichen" und "irdischen" Israel die beide einen unterschiedlichen Heilsplan hätten. Es ist nichts mehr übrig. Das Heil ist allein in Christus. Die Aussagen des Paulus sind derart deutlich, dass es schon viel Phantasie bedarf, um einen zweiten Heilsplan zu konstruieren. Das wäre dann das Stichwort für den Dispensationalismus. Mir ist klar, dass dies nicht ohne Widerspruch bleiben wird. Viel Spaß dabei. :)
gruß, marjo
gruß, marjo
Re: Tut Buße!
von solana am 29.12.2014 10:47Ja, das hast du wunderbar ausgedrückt Pal.
Nicht im Kampf gegen die allumstrickende Sünde um sich schlagen, sonder mit festem Blick auf den Erlöser alles "abfallen" und loslassen.
Hebr 12, 12 Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie
13 und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.
Das ist gerade in solchen Anfechtungssituationen wehr wichtig.
Vom Ziel her Kraft und die richtige Ausrichtung zu empfangen, sonst verzettelt man sich wie ein Boxer, der in die Luft schlägt (denn die Sünde ist gut im Ausweichen beim Schattenboxen
).
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Tut Buße!
von Pal am 29.12.2014 10:38Hier ein Beispiel:
Als ich das erste mal diesen blutigen Film "Passion of Christ" gesehen habe, war ich fix und fertig. Ich mußte nur noch Weinen und nahm es mir innerlich ganz arg vor: "Wenn meine Sünden Jesus solche Schmerzen verursachten, dann möchte ich nie mehr in meinem Leben auch nur die geringste Sünde tun!" - Also so war es das Verlangen meines Geistes. Ich wollte nicht mehr sündigen.
Das ist mittlerweile schon wieder ein paar Jahre her und ich muß zu meiner Schande sagen, ich habe "die leicht umstrickenden Sünden" viel zu oft getan.
Was war die Ursache?
Welches Kräftefeld konnte mich dahin bringen, meinen gutes Vornehmen nicht auszuführen?
Müßte ich dann zumindest 1ma täglich die schrecklichen Szenen aus dem Film sehen, um mich zu hüten?
Wäre das die Lösung?
Sicher nicht!
Heb 12:1 Deshalb nun, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, laßt auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf...
Es gibt für mich immer wieder etwas zum ablegen, etwas zum bereuen, etwas zum Erkennen, etwas zum Durchleiden.
Doch das alles wird von der Liebe zu Jesus getrieben und nicht von mir selbst.
Das entsteht vollautomatisch dort wo ich rufe: "Erlöser, ich brauche dich!"
Re: Tut Buße!
von solana am 29.12.2014 10:37Ja Pal, aus unserem "eigenen Wollen" kann nichts Gutes entstehen.
Das wird so deutilch, wenn man Röm 7 diese Stelle gegenüber stellt:
Phil 2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Nur Gott kann in uns das Wollen und Vollbringen nach seinem Wohlgefallen wirken.
Darum könnte man Busse (so wie ich sie verstehe) auch so ausdrücken:
Ich liefere mein "Wollen" Gott aus, damit er es reinigen und umformen kann. Und ebenso sehe ich das Vollbringen nicht als "meine Leistung", die ich jetzt besser hinkriege als vorher. Sondern als Frucht seines Wirkens in mir.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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