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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Pal am 23.12.2014 14:16

Henoch:
Das wäre ein Hinweis, dass man evtl. gar nicht Christ ist
Ja, wenn ich keine Wein-frucht habe, bin ich tatsächlich und mit allerletzter Konsequenz, gar kein wirklich Wiedergeborener gewesen.
Das hofft natürlich keiner von uns! -
Aber es läßt sich ja einigermaßen sicher überblicken:
Bin ich meinen Sünden gegenüber sensibel? Trenne ich mich von meinen Bosheiten? Entschuldige ich mich wo es nötig ist? Bringe ich ans Licht, was bei mir dunkel ist? etc.

So kann ich mich doch immer wieder selbst überprüfen!
Du nicht?

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Pal am 23.12.2014 14:11

Henoch:
Ich denke, wer am Weinstock ist und bleibt, der bringt Frucht. Nun kann sich ja die Rebe nicht selbst vom Weinstock trennen. Der Vater, so wird uns berichtet, schneidet sie ab, wenn sie keine Frucht bringt.
Ich verstehe das so. Der heilige Geist bewirkt, dass der Mensch seine Sündhaftigkeit erkennt, dem zustimmt und echte Buße tut. Kommt diese Frucht (Buße) nicht, dann schneidet der Vater als Weingärtner die Rebe irgendwann ab, und zwar endgültig.
Wenn sich also im Leben eines Menschen gar nichts ändert, nicht einmal sein Herz insoweit, dass es erkennt, vor Gott schuldig zu sein und Vergebung zu brauchen, dann war die Bekehrung nicht echt, sondern nur ein Lippenbekenntnis. Und damit war der "Christ" gar kein Christ.

Liebe Henoch, hier schreibst du genau die Problematik.
Ich bin am Weinstock ... fest und sicher gehöre ich dazu ... prima.
Was ich aber nicht so 100% sicher wissen kann ist, ob ich nicht eines Tages, wegen meiner Herzensverhärtung/Unbußfertigkeit unters Winzermesser komme.
Was ist meine Sicherheit, das der liebe Weigärtner mir niemals sein Messer zeigen wird? -

Du sagst es ganz eindeutig: FRUCHT! bzw. Bußfertigkeit wegen Fruchtlosigkeit und dann kommt doch noch: FRUCHT!

Nun leben du und ich heute im Glauben an unsere "Fruchtbarkeit" - Also das wir Weinstock-mäßig "schmecken".
Sollten ich aber keine solchen "Geschmäcker" oder "Düfte" oder "Formen" aufweisen, sondern fortwährende Bitterstoffe, dann gilt es etwas zu überdenken. Dann habe ich, hier und heute, noch eine Möglichkeit mein Christsein zu ändern. Oder nicht? -

Ist das nicht die Idee der Heiligmachung? Immer weniger "Pal", immer mehr von Jesus Christus?
Ist das ein Event oder ein lebenslanger Prozeß.
..ich meine letzteres.

lG

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Henoch am 23.12.2014 13:52

Hallo Pal,

 

Wenn sich nach meiner Bekehrung, in meinem Leben, überhaupt nichts mehr bewegt, sondern alles beim Alten bleibt, - meinst du ich habe dann das "volle Heil" auf irgendeinem Evangelisations-event gebucht und bin von daher nicht mehr in Gefahr? -

Das wäre ein Hinweis, dass man evtl. gar nicht Christ ist. So meinst Du das, oder?

Ich denke, wer am Weinstock ist und bleibt, der bringt Frucht. Nun kann sich ja die Rebe nicht selbst vom Weinstock trennen. Der Vater, so wird uns berichtet, schneidet sie ab, wenn sie keine Frucht bringt.

Ich verstehe das so. Der heilige Geist bewirkt, dass der Mensch seine Sündhaftigkeit erkennt, dem zustimmt und echte Buße tut. Kommt diese Frucht (Buße) nicht, dann schneidet der Vater als Weingärtner die Rebe irgendwann ab, und zwar endgültig. Wenn sich also im Leben eines Menschen gar nichts ändert, nicht einmal sein Herz insoweit, dass es erkennt, vor Gott schuldig zu sein und Vergebung zu brauchen, dann war die Bekehrung nicht echt, sondern nur ein Lippenbekenntnis. Und damit war der "Christ" gar kein Christ.

Deshalb heißt es ja, wir sollen mit dem Herzen glauben und mit den Lippen bekennen.

Henoch 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.12.2014 13:58.

MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von MichaR am 23.12.2014 13:45

ähm....meinen Post von 13:29 hast du wohl nicht gelesen scheinbar...    naja, denke wir sind uns einig. -s.o.

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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Pal am 23.12.2014 13:41

Micha:
Zumal wir ja übereingekommen sind, das Werke - denn den Glauben kann man ja nich zeigen - das Werke eh nicht ins Paradies bringen -

Lieber Micha, ja wir sind uns einig, das ich mir nie, mit meinen Werken, den Himmel verdienen könnte! Das ist ganz logisch, zumal ich selbst, in mir nur ein böse Potential vorweisen kann.... "in meinem Fleisch"...

Aber wenn mein Glaube immer nur "unsichtbare Denke" bleibt, dann - so kommt es mir vor - stimmt etwas nicht.
Denn am Glauben hängen bekanntlich auch Dinge, wie Veränderung/Reife/Verwandlung/Heiligung etc.
Oder nicht?

Wenn sich nach meiner Bekehrung, in meinem Leben, überhaupt nichts mehr bewegt, sondern alles beim Alten bleibt, - meinst du ich habe dann das "volle Heil" auf irgendeinem Evangelisations-event gebucht und bin von daher nicht mehr in Gefahr? -
Einmal recht, für ewig recht? Einmal gerettet, für ewig gerettet?

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von MichaR am 23.12.2014 13:29

Du hast schon Recht, Pal, ... "indem ihr nicht nur Hörer des Wortes werdet, sondern Täter..." Jakobus - immer bibelkonformer, das ist ein guuutes Zeichen! jup!

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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Pal am 23.12.2014 13:24

Micha:
"Beweis"? für wen, lieber Pal? Für Gott? nein - = unötig, er kennt dich besser als du dich...
Für Menschen? Nein - = Früchte kann man auch halbwegs glaubhaft künstlich herstellen um zu beweisen das was ... ? Also Gott kann man nix vormachen und die Menschen glauben nicht mal wenn sie sehen.
Zumal wir ja übereingekommen sind, das Werke - denn den Glauben kann man ja nich zeigen - das Werke eh nicht ins Paradies bringen - somit ist so ein Unterfangen eher Krampf in m.Augen, als nötig oder?

Ja, du hast recht, Beweise braucht Gott keine!
Auch die Täuschungsmanöver unserer Menschlichkeit sind alles andere als "beweiskräftig".

Für wen oder für was Beweise? -
Ich denke mir solche Beweise sind für meine eigene Person ungeheuer wichtig, um meine eigenes Christentum selbstkritisch zu betrachten.
Oder meinst du, man sollte so einen "Krampf" tunlichst vermeiden?

Da sagt mir unser Lieblingsbuch:
Gal 6:3-4 Denn wenn jemand glaubt, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein eigenes Werk,
2Ko 13:5 Prüfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellet euch selbst auf die Probe! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es müßte denn sein, daß ihr nicht echt wäret!
1Ko 11:31-32 Denn so wir uns selber richten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom HERRN gezüchtigt, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden.
Klg 3:39-40 Wie murren denn die Leute im Leben also? Ein jeglicher murre wider seine Sünde! Und laßt uns erforschen und prüfen unser Wesen und uns zum HERRN bekehren!
Off 3:2-3 Werde wach und stärke das andere, das sterben will; denn ich habe deine Werke nicht völlig erfunden vor Gott. So gedenke nun, wie du empfangen und gehört hast, und halte es und tue Buße. So du nicht wirst wachen, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde ich über dich kommen werde.

Micha: Man merkt bald ob man es mit einem wiedergeborenen zu tun hat, wenn man eine zeitlang mit ihm verbringt. Das genügt mir. Ich brauche da keinen Beweis. Hoffe du stimmst mir da zu, das wir den eigendlich nicht nötig haben

Wenn ich die obigen Bibelverse mit deiner Aussage vergleiche, dann kann ich deiner Meinung nicht zustimmen.

Jeder muß sich eigenverantwortlich selbst den "Beweisen seiner Lebensführung" stellen.
Das mache ich lieber hier und heute, als dann, wenn es zu spät ist, vor Gottes Gnadenthron. Denn hier und heute muß ich mich immer mal wieder intensiver zum Guten wenden. Oder braucht sich der "Wiedergeborene" da keinerlei Sorge mehr machen?

Daraufhin paßt dann immer die Folgelogik:
Hes 18:27-28 Wenn aber ein Gesetzloser umkehrt von seiner Gesetzlosigkeit, die er begangen hat, und Recht und Gerechtigkeit übt: Er wird seine Seele am Leben erhalten. Sieht er es ein und kehrt er um von allen seinen Übertretungen, die er begangen hat, so soll er gewißlich leben, er soll nicht sterben
.

Natürlich bist du und ich kein "Gottloser" mehr! Aber meinst du, diese Verse stehen nicht auch für dich und mich in der Bibel? - Hätten sie nicht auch ihre Gültigkeit für einen Wiedergeborenen um ihn zu ermahnen?
Wenn Judas seine Sünden eingesehen hätte, wenn die törichten Jungfrauen....

Mir scheint, manchmal wollen Christen die Wahrheit über ihr eigenes Zukurzkommen nur mit Scheuklappen, oder gar nur durch eine schwarzen Blindenbrille, betrachten!?
Wobei genau die Selbsterkenntnis der wirkungsvollste Schritt zu meiner Besserung wäre!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.12.2014 13:32.

MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: (Oase11)Math.4:4, Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht

von MichaR am 23.12.2014 13:02

                "Und jeder, der diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich sebst, wie er rein ist."       1.Jo.3,3


"Stellen wir uns eine Familie mit Kindern vor, bei der der Vater von der Reise zurückerwartet wird. Die Mutter wäscht die Kinder und zieht ihnen die besten Kleider an. Dann gehen sie zum Bahnhof, um den Vater abzuholen. Aber er ist noch nicht gekommen. Am nächsten Tag wiederholt sich das Gleiche, vieleicht noch einen dritten Tag. Die Zuversicht der Kindern wird sehr auf die Probe testellt, aber  eine Wirkung  hat das Ganze:
                                                 Die Kinder sind immer frisch gewaschen und sauber angezogen!"


Auszug aus der Bibellese für Dienstag 23. Dezember 2014 aus: "der Herr ist nahe" CSV mit freundlicher Genemigung Brüdergemeinde Hückeswagen 

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Lukas 19, 11-27: Talente

von MichaR am 23.12.2014 12:56

ich verstehe nicht wirklich, was nun der Tod eines Prominenten mit diesem Threadthema zutun hat...- 
- ich rückwirkend auch nicht, sorry -  

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Anbetung

von MichaR am 23.12.2014 12:49

hallo Marjo,

wie Recht du hast! heist es nicht das ER uns in ALLE Wahrheit führen wird?

Mag eine Stilfrage sein, aber ich mag meinen Verstand nicht abschalten beim Singen. Schliesslich ist mein Gott ein Gott der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit, was sich auch beim Gesang nicht ändert. Kommt es in den Liedern dann jedoch zur schlichten Übertreibungen oder Falschaussagen, die ich mir vom Autor oder anderen Christen erst übersetzen lassen muss (Der Autor hat das vielleicht gar nicht so, sondern so und so gemeint), vergeht mir die Anbetung. Kleines Beispiel für Übertreibung: In einem Lied heißt es "Ich preise Dich mit all meinem Sein! Ich preise Dich mit all meiner Kraft!"

 ich kenne das Lied und diese Art von "Lobpreis" auch, und habe so was früher gern mitgesungen, ohne zu überlegen ob das nun WAHR ist - 

Als ich ein Kind warredete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, waskindisch war1. Korinther 13.11
 

fiel mir bei der Sache ein, nicht weil ich überheblich sein will, oder schlaubergerhaft oder sonstwie, sondern weil es schlicht passt, denke ich und der Geist mir das "einfallen lässt" - weil es einfach so ist. (hoffe ich trete damit keinem auf den Schlips)

Heist es nicht auch das wir allesamt "Gegenseitig die Wahrheit reden" sollen? Hat er uns nicht den Geist der Wahrheit gegeben?
Und wird etwas wahrer wenn ich den tw. fragwürdigen Refrain zum 67x wiederholt habe, oder erinnert das dann eher an hypnotische Gesänge?
Da ich aber - zugestanden -  ein sehr emotional fühlender Mensch bin, hat mich das auch alles mal angesprochen, doch mit der Zeit schaut man einfach mehr auf den TEXT - ob der zum einen stimmig ist mit der Schrift und Sinn macht usw. -
Angefangen hat es dann das ich unstimmige PAssagen einfach weglies, etwa zu Rufen gies Ströße lebendigen Wassers aus  -obwohl ich das Lied ansich wunder-wunderbar finde, denn es streichelt meine Sinne und Gefühlsregungen - ein Wonnebad

 
Der Gesangteil wird "Anbetung" und "Lobpreis" genannt. Weshalb der Rest des Lebens nicht, wo der Sinn unseres Lebens doch ein "Lob Gottes" sein soll (Eph 1,12) und unser Gottesdienst nicht am Ausgang der Kirche endet (Römer 12,1) ?
ja, sehr gut! So soll es ein, so wird es werden, so wird es letztlich sein - weil er es gesagt hat!

Danke für eure verschiedenen Fassetten, die alle stimmen und eine Komposition darstellen - mit unterschiedlichen Instrumenten (und gut gestimmt wird dann ggf. ne Sinphonie darus zu seiner Ehre!)

                                             "unser Leben als brauchbare Gefäße hinzugeben sei eurer  - vernünfiger - "Gottes"- Dienst"* Jawohl! 

*und die Wittwen und Waisen nicht zu vergessen!

@Solana:  also bedeutet für dich "Anbetung" das wortwörtliche "beten an Gottes Adresse" 
nun ich wende mich mit Blick auf ihn an ihn und bete ihn an, wie er ist und wie gut und herrlich er ist und so ... , ... hmmm, also ... ja... würde ich sagen. Aber das mag nur eine Fasette sein, es geht sicher auch anders, etwa mit Musik oder im normalen Gebet, dann passiert es aber eher würde ich das definieren. Iwie kann ich mir denken, das es eh von ihm ausgeht, das wir das "können".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.12.2014 21:50.
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