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cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist "christliche Demut"?
von cipher am 29.08.2014 19:04
Re: Was ist "christliche Demut"?
von solana am 29.08.2014 17:09Hallo
Vielleicht hilft es auch ein wenig, statt des Substantivs die verwendete Verbform anzusehen, die ist im Textzusammenhang oft aussagekräftiger.
Im AT kommt häufig vor "jemanden demütigen" und "sich demütigen".
Auch im NT:
Jak 4,10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.
1Petr 5,6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
Hier wird auch deutlich, dass Demut kein "Selbstzweck" ist, keine "Tugend", mit der jemand besondere Verdienste erwerben kann und vor anderen damit glänzen.
Wenn jemand aus diesem Grund (um dadurch vor anderen gut dazustehen) "demütig" ist, wird das als "falsche Demut" bezeichnet:
Kol 2,18 Lasst euch den Siegespreis von niemandem nehmen, der sich gefällt in falscher Demut und Verehrung der Engel und sich dessen rühmt, was er geschaut hat, und ist ohne Grund aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn
19 und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken.
20 Wenn ihr nun mit Christus den Mächten der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt:
21 Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren?
Kol 2,23 die zwar einen Schein von Weisheit haben durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, dass sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch.
Dh "echte Demut" hält sich für "gestorben" - mit Christus den Mächten der Welt.
Aber nicht gestorben, um nun "tot" zu bleiben.
Gal 2,19 Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. 20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. 21 Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.
Der "Tod" ist die Durchgangsstation ins neue Leben, zur christlichen Demut gehört auch, sich unverdienterweise erhöhen zu lassen und nicht das "in Staub und Asche liegen" zu einem Verdienst hochstilisieren.
Röm 5,10 Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.
Röm 5,17 Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
NorderMole
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist "christliche Demut"?
von NorderMole am 29.08.2014 16:45Demut (diomuoti=althochdeutsch) bedeutet dienstwillig.
Luther übersetzte damit die Begriffe tapeinophrosyne(griechisch)
und humilitas(latainisch).
Bezeichnet wird damit im christlichen Kontext die Haltung
des Geschöpfes zum Schöpfer.
Allgemein ist damit die Tugend gemeint im Hinblick des
unendlichen Zurückbleibens hinter der erstrebten Vollkommenheit.
NorderMole
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist "christliche Demut"?
von NorderMole am 29.08.2014 16:37Demut (diomuoti=althochdeutsch) bedeutet dienstwillig.
Luther
NorderMole
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist "christliche Demut"?
von NorderMole am 29.08.2014 16:36Demut ( diomouti=althochdeutsch) bedeutet
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist "christliche Demut"?
von Wintergruen am 29.08.2014 15:44Cipher schreibt:
sorry , aber mit so einem Satz kann ich nicht eins werden ... Demut hat NICHTS mit Erfahrung anderer zu tun .Dadurch erlangt man sie keineswegs.
LG
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist "christliche Demut"?
von Wintergruen am 29.08.2014 15:30Hallo ihr Lieben
cleo schreibt:
von Selbsthass sprach ich nicht.
Wenn ich mich tadele und kritisiere mein Tun und mein Handeln, so hat das mit Hass nichts zu tun .. Auch wenn ich mich erniedrige und mich als die größte Sünderin ansehe, so hat das ebenfalls nichts mit Hass zu tun ..eher erniedrigt sich der Mensch und gleicht dem Vers:
Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan. Lukas 17, 10
Selbsthass ist eine ganz schlimme Sache. Wer sich hasst, sagt nichts anderes , als das er mit dem Leben welches Gott ihm gab nicht zufrieden ist . Er wäre am liebsten gar nicht da...
LG
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Mein Alltag...
von Rapp am 29.08.2014 15:00Der heutige Tag begann eigentlich komisch: beide PC's, die ich am Netz habe sind heute früh abgestürzt. Alle Bemühungen, die Maschinen wieder in Gang zu bringen halfen vorerst nicht. Nun habe ich die Dinger für etliche Stunden einfach stehen lassen und siehe da, eine hat sich wohl wieder eingefangen...
Nun, ich bin nicht abhängig und kann gut mal ohne PC auskommen. So lange die Verbindung zu Vater klappt komme ich auch ohne Netz zurecht.
Aber jetzt werde ich mich auf den Weg zu einem Fachgeschäft machen, denn ich denke, ich sollte eine robuste Maschine haben. Mal sehen, was Vater für mich bereit hält...
vielleicht denkt noch jemand betend anmich: das Wetter schlägt Kapriolen und meine Knochen gehen da mit! Ein sehr schmerzhafter Tanz...
Willy
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet es, Gott zu lieben?
von Henoch am 29.08.2014 11:34Hallo Solana,
schön, wie Du das immer in Worte fassen kannst. Ja, das unterschreibe ich.
In meinem Fall war es so, dass ich sehr hochmütig war, irgendwie genug zu leisten, um Gott meine Liebe zu beweisen.
Er zeigte mir anhand unerträglicher Lebensumstände, dass ich das niemals schaffe. So lernte ich Demut und verstand, dass ich nur durch IHN seine Werke tun und seine Liebe ungetrübt annehmen kann.
Heute ist es so, dass er mir seine Angelegenheiten zu einem intensiven Herzenswunsch werden lässt. Ich weiß dann, wann ich angesprochen bin, habe zugleich eine positive Motivation und das Vertrauen, dass der Herr mich mit allem Erforderlichen ausstatten wird, und dann kann ich ganz natürlich von innen heraus in den Werken wandeln, die er zuvor bereitet hat.
Wir leben aber vom Vaterherzen aus das Leben, das er uns vorsieht. Wenn ich in knechtischer Gesinnung "WERKE TUE", dann bedrückt das und das wirkt trennend, es sei denn, ich erfreue mich daran, wie toll ich war und plumps falle ich auf der Stolz-Seite vom Pferd
. Denn wo bleibt das Rühmen, es ist ausgeschlossen (Röm 3,27). Wenn ich aber meinem Herzenswunsch ganz natürlich folge, und dann die Nähe und Hilfe Gottes spüre, dann habe ich das Bedürfnis, ihm zu danken und bin selig über seine Liebe. Und dann brennt mein Herz für IHN und seine Güte.
Henoch
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Kann nur noch im Zitatefeld schreiben.
von cipher am 29.08.2014 11:14Ja, man kann nicht ganz umhin festzustellen, dass die Software dieses Forums einige Eigenheiten birgt, die ich so auch noch nicht erlebt habe. Weder in meinem eigenen Forum noch in den anderen, in denen ich noch aktiv bin, erlebe ich solche "Korken", wie hier zuweilen. Dieser "komische Kasten", der immer unter meinen Beitragen erscheint erscheint einzig und allein hier. Das mit dem Zitieren ist mir auch schon widerfahren. Darum gewöhne ich mir an, immer häufiger meine Beiträge erst in einem einfachen BB-Editor zu vefassen und dann mit copy & paste hier einzufügen. Nur begreift dieser Editor dann wieder die einzelnen commands nicht wie {quote="tralala",Das ist Text"}. Muss man halt mit leben...

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