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Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von solana am 28.07.2014 17:44Zum Thema "Geistestaufe":
Also ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass jemand überhaupt Christ werden kann, ohne dass der Heilige Geist am Wirken war.
Im Römerbrief heisst es eindeutig:
Röm 8,9b Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
Nur "spürt" nicht jeder das von Anfang an, bzw kann das Wirken des Geistes nicht richtig "identifizieren" oder einodnen.
Nicht immer ist das so ein eindeutiges Erlebnis wie bei der Bekehrung des Paulus.
Darüber hinaus muss man ja auch nochmal unterscheiden zwischen dem "Wirken" des Heiligen Geistes, das insbesondere an seinen Früchten erkennbar ist:
Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
- die er in jedem Christen hervorbringt ; um so reicher und "reifer", je mehr wir im Gauben wachsen.
Und "speziellen" Geistesgaben, die nicht jeder bekommt und die nicht jeder Beschenkte im gleichen Mass hat, zB:
1. Kor 12, 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist;
9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem "einen" Geist;
10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
11 Dies alles aber wirkt derselbe "eine" Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
Also wenn man schon nach einem "Kennzeichen" sucht, ob jemand wirklich den heiligen Geist hat oder nicht - dann bestimmt nicht unter der "Geistesgaben", die nicht jeder in der gleichen Weise hat (und die auch nicht jederzeit einfach so "verfügbar sind - auch die Apostel haben bspw nicht alle Kranken geheilt). Eine solche Gabe bleibt halt "unverfügbares Gnadengeschenk".
Sondern - wenn schon - dann doch wohl eher an den Früchten.
Auch hier kann man an den vorhandenen oder nicht vorhandenen Früchten viel erkennen, denke ich.
Und dazu - meine ich - birgt die Überbetonung der Gnadengaben die Gefahr, dass sich besonders reich Beschenkte über die weniger reich Beschenkten (oder mit weniger "spektakulären" Gaben Beschenkten) erheben.
Während die reichlich vorhandenen Geistesfrüchte (insbesondere die Liebe) eher in Demut führen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von Hannalotti am 28.07.2014 17:43Henoch schrieb:
Grüße Hannalotti
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von marjo am 28.07.2014 17:17Hallo StefanS,
bisher wurde überwiegend versucht, anhand der Bibel einige Klärungen zu erlangen. Die von Dir angedeutete Flucht in eine "Freiwild" Opferrolle macht mich traurig. Hoffentlich folgen diesem Aufruf nicht alzuviele. Meine Betonung lag und liegt immer auf der Lehre. Menschen mögen sich von meinen Beiträgen angeriffen fühlen, was mir leid täte, da es nicht in meiner Absicht liegt... daher auch die möglichst sachliche Ebene in allen meinen Beiträgen.
gruß, marjo
tefila
Gelöschter Benutzer
Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von tefila am 28.07.2014 17:04Oh und schon sind wie beim nächsten Thema: Geistestaufe.
Meines Verständnisses wird der Heilige Geist nicht etwas durch Handauflegung oder nachträglich vergeben, sondern Gott ist es, der den Heiligen Geist gibt, wenn wir an Jesus glauben und gehorchen:
ApG 5,32: ...der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
Gal 3,14: damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.
Johannes hat aber in Mt. 3,14 gesagt, dass Jesus uns mit dem Heiligen Geist taufen wird.
Diese Taufe ist keine besondere "Einzeltaufe" mit dem Geist Gottes zur besonderen Erfüllung oder gar zum Zweck des Zungenredens, sondern lt 1. Kor. 12,13 werden wir Christen egal welcher Nationalität zu einem Leib getauft, der dann bestimmte Aufgaben hat:
Und das ist dann die Geistestaufe:
Denn wir sind durch "einen" Geist alle zu "einem" Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit "einem" Geist getränkt.
Die anderen Verse in der Bibel, wo Hände aufgelegt wurden, verstehe ich eher als eine "Einsegnung zu einem Dienst", aber nicht um eine Heilgen-Geist-Verteilung durch einen Menschen.
Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von StefanS am 28.07.2014 16:50Liebe Hannalotti,
eigentlich muss man nur wissen, dass man sich hier in einem evangelikalen Forum bewegt und als Charismatiker gern zum Freiwild erklärt wird, auf das "geschossen" werden darf.
Da gelten schon mal die Forenregeln nicht, dass Einzelpersonen nicht verunglimpft werden dürfen.
Irgendwann wurde in diesem Thread die Zungenrede mit Esoterik in Verbindung gebracht, was schon hanebüchen genug war.
Nebenbei wurde eine ebenso unsägliche "Brandrede" gehalten, alles mit dem Ziel, die charismatische Bewegung als Irrlehre zu brandmarken.
Soll man da nun als Charismatiker traurig, ärgerlich oder sogar wütend werden?
Nein, denn der Austausch mit den Geschwistern ist gut. Letztendlich sitzen wir doch alle in einem Boot (auch wenn das manche anders sehen).
Ich persönlich beteilige mich an solchen Themen halt nicht mehr.
Danke auch an @Pal, der mit größtmöglicher Geduld die Bananenrepublik propagiert hat

LG Stefan
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Re: Gabenträger mit Schattenseite - Salomo
von jonas.sw am 28.07.2014 16:06Hallo Solana,
ganz richtig, denn es steht ja auch geschrieben "du sollst Gott nicht versuchen"
Grüße Jonas
Re: Gabenträger mit Schattenseite - Salomo
von solana am 28.07.2014 16:02Ja, Jonas, ich finde das hast du sehr gut auf den Punkt gebracht.
Es geht ums "dranbleiben im Dialog" - nicht einfach "danke" sagen und dann mache ich damit, was ich will ...
Und je "problematische" eine Gabe ist, je leichter sie missbraucht werden kann (und vielleicht auch schon von einigen oder vielen aktuell missbraucht wird), um so wichtiger ist das dranbleiben - und immer wieder prüfen.
Und auch die Frage: "Ist es wirklich richtig für mich, diese Gabe in Anspruch zu nehmen, wenn ich mir selbst ncht so ganz sicher bin, das n der richtigen (gefahrlosen) Weise tun zu können?"
Und natürlich die Frage: "Bringe ich durch meinen "selbstsicheren" Umgang damit vielleich schwächere Geschwister in Versuchung, die dadurch zu falschem Umgang mit der Gabe verführt werden könnten?"
Sexualität ist ein gutes Anschauungsbeispiel.
Aber auch Alkohol und andere "Genussmittel" - alles kann "süchtig", machen (auch Geld /"Mammon", Macht oder Bewunderung ....).
Wenn ich nun weiss, dass ich Alkohol nicht leicht widerstehen kann bzw einmal angefangen, mir der "vernünftige" Umgang damit shwer fällt, sollte ich ihn doch lieber meiden - auch wenn er eine gute Gabe Gottes ist (und Paulus dem Timotheus sogar rät, seinen kranken Magen damit zu kurieren.
Und noch weniger käme ich auf die Idee, eine Party mit alkoholischen Getränken zu veranstalten mit trockenen Alkoholikern unter meinen Gästen ...
Im Prinzip dürfte uns ja gar nichts schaden, wenn wir genügend Glauben haben.
Als die 72 im Namen Jesu unterwegs waren, sagte er zu ihnen:
Lk 10,19 Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.
Und die Verheissung:
Mk 16,17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden,
18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden.
ist allgemein formuliert - "Zeichen, die folgen werden denen, die da glauben"
Trotzdem versuche ich nicht, Schlangen aufzuheben oder etwas Tödliches zu trinken; und ich habe auch nicht den Eindruck, dass ich das unbedingt tun sollte
.
Nur so als Ergänzung ein paar Gedanken dazu ....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von marjo am 28.07.2014 15:56Hallo Burgen,
nur um sicher zu gehen: Du sagst Christ geworden zu sein bevor Du den Heiligen Geist bekommen hattest? Oder möchtest Du sagen, dass Du Christ wurdest, vom Heiligen Geist jedoch nichts gemerkt hast und eine Art "Erfüllung" oder "Auffüllung" erbeten oder erlebt hast? Bin gerade etwas verwirrt
Vielleicht sollte ich klarstellen, was laut Bibel ein Christ ist:. Ein Christ ist ein Mensch, der durch den Heiligen Geist wiedergeboren wurde, nachdem er durch den Vater im Himmel in das Reich seines Sohnes Jesus Christus zur Vergebung der Sünden gezogen wurde.
viele grüße, marjo
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Esoterik und Christentum, warum scheidet das die Geister?
von Burgen am 28.07.2014 15:54ja, Marjo, das ist natürlich wahr.
Bei mir war es so, dass ich mit Freude und Kraft ausgeruestet wurde.
Doch das bemerkte ich erst sehr viel später, da hatte ich Jesus schon lange mein Leben uebergeben gehabt.
Das Leben ist ein Prozess . Manche haben eben das Gluck, moechte ich mal sagen,
dass sie auch solche aehnlichen Begegnungen und Erlebnisse haben, wie von Paulus beschrieben.
Bei mir war es halt nicht so.
Grüße
Burgen


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