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NorderMole
Gelöschter Benutzer
NorderMole
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Greg am 09.07.2014 13:23Alles sind echte Knechte, Kinder.
Ich bin eine fröhliche Knackwurst!
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von solana am 09.07.2014 12:58Ja, Merciful, damit sind wir dann wieder zurück beim eigentlichen Thema
, danke.
Bis jetzt haben wir ja eher darüber diskutiert, inwiefern wir "Kinder" sind und nicht "Knechte".
Auf der anderen Seite wird auch immer wieder das "Knechtsein" eines Christen betont - nicht "der Sünde Knecht", sondern "Gottes Knecht".
Darin wird uns auch Christus selbst als Vorbild hingestellt, so ist er auch in den Prophezeihungen des AT gekennzeichnet.
Darauf gründet ja eine ganze Tradition:
Gottesknecht ist
- in der Tradition der Hebräischen Bibel und im Judentum der kommende Messias
- in der Tradition des christlichen Neuen Testaments die Bezeichnung für Jesus von Nazareth
- beim biblischen Propheten Jesaja (historisch-kritisch auch Deuterojesaja) die Bezeichnung für einen Menschen, der durch Leid und Todesnot das Volk Israel errettet
- eine Selbstbezeichnung der Päpste, siehe Servus servorum Dei
- ein arabischer Eigenname, siehe Abdallah auch Abdullah, wörtlich für „Knecht Gottes"
So sollen auch wir gesinnt sein:
Phil 2,5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:
6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, ...
Ich denke, das Bild vom "Knecht Gottes" in der Bibel enthält viele Aspekte, es beinhaltet eine demütige, dienende Haltung auf Seiten des Knechtes, der nicht für sich selbst und seinen eigenen Ruhm arbeitet, sondern "im Blick auf seinen Herrn" sein Leben führt, und - von Gottes Seite aus - die "Erhöhung" des Demütigen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Merciful am 09.07.2014 11:27Ja, solana,
das ist klar, es geht mir nicht darum, der Erzählung Jesu eine bestimmte Aussage oder Lehre über die Tagelöhner zu entlocken oder gar eine solche aus dieser Erzählung herauszuquetschen.
Was in dieser Erzählung nicht angelegt ist und nicht beabsichtigt ist, wird man ihr auch nicht überstülpen können. Es geht mir daher im Grunde auch nicht um eine erweiternde Auslegung dieser Erzählung, noch weniger um eine Veränderung der Erzählung.
Es geht mir schlicht darum, die Gruppe der 'Tagelöhner' stärker in den Blick zu nehmen, wohl auch deswegen, weil ich mich selbst auch in gewisser Hinsicht als Tagelöhner sehe.
Merciful
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Merciful am 09.07.2014 11:20Dies ist ein guter Hinweis! In der Tat werden die 'Tagelöhner' in anderen Erzählungen stärker in den Blick genommen.
Merciful
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Sterben als Christ - und dann ?
von Rapp am 09.07.2014 11:15Da ich über die Zeit vom Tod bis zur Auferstehung nur sehr wenig lese habe ich bisher geschwiegen. Erkenntnis bleibt Stückwerk... und wie leicht bläst sie auf!
Ich freue mich, bin ich doch auf dem Heimweg. Da ich keine Lust habe einsam zu werden, will ich noch möglichst viele mit anschleppen. Vater verspricht alles für mich bestens vorzubereiten: eine Wohnung in seinem Haus ... Eines ist ganz sicher: von dem, was mir dort begegnen wird wurde mir nicht die Hälfte gesagt! Vaters Wundertüte wird mich noch sehr lange beschäftigen...
Willy
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von solana am 09.07.2014 10:44Ich gehe nun aber noch einen Schritt weiter und wende mich den Tagelöhnern zu, diese wurden immer nur beiläufig erwähnt, aber auch diese sind ja Menschen mitsamt ihren Sorgen, Sehnsüchten, Hoffnungen.
Hallo Merciful
Meinst du wirklich, dass man alle Details aus einem Gleichnis übertragen kann?
Ist das nicht ein "Überstrapazieren"?
(Ich stelle mir das bei anderen Gleichnissen vor bspw bei dem schon erwähnten Gleichnis von den 10 Jungfrauen - wenn du da fragen wolltest: "Der Bräutigam ist ja klar, aber welche Rolle spielt denn nun die Braut?" Dann kämst du auch in grosse Schwierigkeiten, denn wenn du die Kirche als Braut Christi siehst, gehören die klugen Jungfrauen doch dazu, oder nicht?)
Wenn du die Deutung konsequent auf die Tagelöhner überträgst, würde das bedeuten, das sind Menschen, die nie die Kindschaft besessen haben und auch keine Chance haben, sie jemals zu erlangen. Der Vater bietet ihnen die Kinschaft gar nicht erst an, die Gnade gilt nur dem verlorenen Sohn, der "von Geburt" diesen Stand schon hatte.
Also ich käme da in grosse Schwierigkeiten, wenn ich das mit dem Evangelium in Einklang bringen wollte.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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