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Re: Wie findet man d a s Wort d e n Gedanken aus der Fülle
von pausenclown am 23.01.2026 08:04Hallo.
2. Mo 24,7
Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks.
Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.
Seltsame Reihenfolge.
Wie kann man bitte erst tun und dann darauf hören?
Das hebräische Wort für hören ist Shma,
Shma hat weitere Bedeutungen als hören, sondern auch gehorchen und tun.
Wir haben die Überzeugung, dass Hören alleine nicht ausreicht, sondern aus der Kombination, tun und es hören, zu einem verstehen kommt.
Also, die Idee ist, dass wir durch das tun, lernen wir verstehen.
Das ist unsere Methode wie wir Torah/Bibel lernen
Shalom Pausenclown
Re: Fragen über Fragen :-)
von pausenclown am 20.01.2026 07:59Hallo Cleo.
Dass du ne gute Beobachtung hast, ist mir erst kürzlich rund um die Taufe von Johannes aufgefallen.
Shalom Pausenclown
Fragen über Fragen :-)
von pausenclown am 19.01.2026 08:36Hallo.
Inspiriert vom Thread nebenan ist mir aufgefallen, manchmal habe ich seltsame Fragen an einen Text oder einen Abschnitt aus der Bibel.
Also, Esau und Jakob, weshalb Zwillinge, Einer reicht doch.
Habt ihr auch solche Fragen und Gedanken?
Am Ende bekennen wir Juden: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Bei nächster Gelegenheit muss ich mal in der Gemeinde willkürlich jemanden fragen.
Vermutlich werde ich die jüdische Allzweckantwort bekommen, warum nicht?
Natürlich gibt es jüdische Auslegungen zur meiner Frage, oder Beobachtungen dazu.
Leider habe ich auch ab und an nicht so glorreiche Fragen oder Vorstellungen …
Was haben sich Maria und Josef gedacht, als sie bemerkten, ups, der kleine Yeshu ist weg.
Wie fängt man da ein Gebet an?
Ähm, unser Vater und König, du weißt ja Yeshu der Meshiah, nunja, weißt du zufällig wo er ist?
Oder, wie war das eigentlich, Jakobus, der kleine Bruder von Jesus zu sein?
Vielleicht haben sie öfters David und Goliath nachgespielt. Ne Jesus, heute bin ich mal David.
Die beiden kommen nach Hause und Jesus mit einem riesen Horn über dem Auge.
Was ein Geschrei, Jakobus du weißt, Jesus der Messias!
Falls ich mal Jakobus oben treffen werde , meine erste Frage an ihn: Wie oft musstest du ohne Abendbrot direkt ins Bett gehen?
Vielleicht erahnt man, weshalb ich unsere jüdischen Auslegungen liebe…
Habt ihr nie solche Fragen?
Shalom Pausenclown
P.S. Auf meine Fragen, ob Ernst oder Lustig, benötige ich keine Antworten, es geht mir um die Fragen und ob ihr auch solche habt
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 16.01.2026 07:34Hallo Merciful.
Ich erspare dir rabbinische Sichtweisen dazu.
Das ganze Thema Esau und Jakob begann ja schon im Mutterleib und ging weit über das Leben von Esau und Jakob hinaus.
Psalm 137
HERR, vergiss den Söhnen Edom nicht den Tag Jerusalems, / da sie sagten: »Reißt nieder, reißt nieder bis auf den Grund!«
Hier geht der Psalmist auf die Rolle Edoms, bei der Zerstörung Jerusalems und der Zerstörung des ersten Tempels ein.
Im späteren Verlauf wurden aus den Edomitern die Idumäer, so wurden sie in der griechischen Sprache bezeichnet.
Der nächste unrühmliche Punkt zwischen Israel und Edom:
Unter dem hasmonäischen Herrscher Johannes Hyrcanos I. wurden die Idumäer um 126 v. Chr. unterworfen und zur Konversion zum Judentum gezwungen. Von diesem Zeitpunkt an waren sie rechtlich Teil des jüdischen Volkes. Hyrcanos stellte die Bewohner vor die Wahl: Vertreibung oder Konvertierung zum Judentum einschließlich der Beschneidung und ich glaube, eine Beschneidung bei Erwachsenen ist mäßig lustig. Dies gilt als der erste Fall einer Zwangsbekehrung in der jüdischen Geschichte.
Einer dieser Edomiter/Idumäer wird den meisten bekannt sein: Herodes der Große.
Herodes war verantwortlich für den Ausbau des zweiten Tempels.
Shalom Pausenclown
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 14.01.2026 09:36Hallo Burgen.
Danke für deine Rückmeldung.
Bei Themen, die mich interessieren, schreibe ich für mich persönlich ein Referat/Aufsatz darüber.
Was mich nachhaltig beschäftigt, ist der Gedanke: Als Heide, der sich nun dem Götzendienst anwendet, hin zu Jesus…
Allein dieser Fakt hat dich zum Staatsfeind gemacht.
Ich glaube das Thema Götzendienst usw hat im römischen Reich im 4 Jahrhundert aufgehört, durch die Einführung des Christentums als Staatsreligion.
Ende gut, alles gut?
Man ahnt es, dann wurden die Heiden verfolgt, bzw. Nichtchristen.
Shalom Pausenclown
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 14.01.2026 06:46Hallo.
Den meisten Lesern hier ist bekannt, dass Paulus und die Korinther das Thema "Götzenfleisch" hatten.
Mein Lösungsvorschlag war ja, dann gehen wir halt zur Tante Hilde in die Metzgerei…
In den großen Städten der Antike, wie z.B. Rom oder Korinth usw. stammte der Großteil des im Handel verfügbaren Fleisches aus Tempelschlachtungen. Für Stadtbewohner war es daher fast unmöglich, Fleisch zu kaufen, das nicht mit einem Kult in Berührung gekommen war.
Wie lief das jetzt konkret ab?
Das Tier wurde zum Tempel gebracht und geschlachtet.
Dann brachte man den Göttern ihren Anteil dar, meist die Innereien (Eingeweide), Fett und Knochen, die auf dem Altar verbrannt wurden. Dieser Akt galt als die eigentliche spirituelle Hinwendung.
Das restliche Fleisch wurde nach der Schlachtung durch Priester profaniert. Das bedeutet, es wurde rechtlich und rituell vom Status des Eigentums der Gottheit befreit und für Menschen essbar gemacht.
Anschließend wurde das Fleisch auf dem öffentlichen Fleischmarkt verkauft.
Vielleicht versteht man den Konflikt in Korinth mit Fleisch jetzt etwas besser bzw den kulturellen Hintergrund.
Paulus seine Antwort darauf ist eine typische rabbinische Lösung seiner Zeit, was aber ein anderes Thema ist.
Ahoi und Shalom von der M.S. Jesus.
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 13.01.2026 15:20Hallo.
Glaube ist Privatsache, könnte man meinen, oder?
Nicht so in der heidnischen Umwelt oder im römischen Reich.
Das Opfern ist für die Götter keine rein private Angelegenheit, sondern eine grundlegende Bürgerpflicht zur Sicherung des Gemeinwohls.
Diese war klar wird durch die:
Pax Deorum, Friede mit den Göttern: Man glaubte, dass das Wohlergehen des Staates und der Gesellschaft direkt von der Gunst der Götter abhänge. Korrekt ausgeführte Opferrituale sicherten diesen Götterfrieden.
Das einfache Vernachlässigen oder wegbleiben galt als Provokation gegenüber der Götter, die mit Naturkatastrophen, Seuchen oder Niederlagen im Krieg den Zorn über die gesamte Gemeinschaft bringen könnten.
Es gab eine kollektive Verantwortung, um dem sozialen Frieden und Wohlstand zu erhalten.
Besonders im Römischen Reich war die Teilnahme am Kaiserkult ein Zeichen politischer Loyalität. Die Verweigerung des Opfers wurde daher nicht nur als religiöse Verfehlung , sondern als Hochverrat und Gefährdung der öffentlichen Ordnung wahrgenommen.
Das ist so ein Punkt, der mir nicht bewusst war, nicht mehr mitmachen hieß, ich gefährde den sozialen Frieden und Wohlstand, in den Augen der damaligen Mitbürgern. Ein Heide der sich zu Christus bekennt, war in der damaligen Zeit (in der Zeit von Paulus) eine subversive Person.
So ganz neu ist dieser Gedanke nicht, wer nicht für uns ist, ist gegen uns, oder wer nicht mitmacht, gefährdet unser aller…..
Ahoi und Shalom von der M.S. Jesus
P.S. Der Begriff "subversiv" bezeichnet eine Vorgehensweise oder ein Verhalten, das darauf abzielt, gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Ordnungen und Systeme zu untergraben, zu stören oder zu destabilisieren.
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 13.01.2026 13:46Hallo.
Eine kleine Einführung in die paganische Umwelt und nur ein kleiner Auszug.
Die Staatsgötter : Allen voran Jupiter, Juno und Minerva. Ihnen wurde bei öffentlichen Festen für den Schutz des Reiches geopfert.
Der Kaiserkult: Zur Zeit Jesu war es üblich, dem Genius des Kaisers (der göttlichen Wirkkraft des Herrschers) zu opfern. Dies galt als Beweis politischer Loyalität.
Haus- und Naturgötter: Im privaten Bereich opferte man Laren und Penaten, sowie Vesta, der Göttin des Herdfeuers.
Aus für mich leicht verwirrte, bzw. die Frage, wie sah eine übliche Tür in dieser Zeit aus?
Dazu, welche Gottheiten bzw Götzen könnte es geben?
Habt ihr schon mal was von:
Janus, er ist der bekannteste Gott der Tore, Türen und Schwellen. Er wird meist mit zwei Gesichtern dargestellt, eines blickt nach draußen, eines nach drinnen, eines in die Vergangenheit und eines in die Zukunft. Ihm wurde bei jedem Vorhaben zuerst geopfert, da er den Übergang vom Anfang zum Erfolg symbolisierte.
Aber Janus reicht noch nicht, dazu kommt noch Limentinus, der explizit die Türschwelle schützt.
Cardea: Die Göttin der Türangeln, die zusammen mit Janus und Limentinus den Eingangsbereich des Hauses vor bösen Geistern bewahrte.
Das ist und war eine komplexe Angelegenheit, der Götzendienst war in das öffentliche und häusliche Umfeld unterteilt.
In meiner naiven Vorstellung, blieb man halt dem ganzen fern, schraubte das Zeug ab und diente dem neuen Gott, dem Gott Israels.
Vielleicht fragte mal der Nachbar, was ist los, wo warst du und was ist mit deiner Tür passiert?
Eine kleine christliche Botschaft. Der Nachbar sagt, cool und verstehe und fertig.
Dem war leider nicht so.
Ahoi und Shalom von der M.S. Jesus.
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 13.01.2026 11:10Hallo Merciful.
Natürlich ist dein Misstrauen angebracht.
Auch wenn es nicht zum Thema gehört.
Erstmal, innerhalb des Judentums gibt es reichlich viele Strömungen. Für die einen steht der Psaht im Vordergrund, für die anderen Sod.
Bei uns ist eine gegenteilige Meinung kein Widerspruch. Es ist eine weitere Perspektive.
Oder Streitgespräch um die Wahrheit Willen.
Weiß nicht, wie ich das besser verdeutlichen kann, vermutlich sind die unterschiedlichen Traditionen, Umgang mit Bibel und Auslegung von Texten unterschiedlich und am Ende selbst wird der Begriff “Wahrheit” unterschiedlich verstanden .
Sorry, das führt weit weg von deinem Thema.
Shalom Pausenclown
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 13.01.2026 09:30Ahoi von der M.S. Jesus
Die jüdische Umwelt, zur Zeit Jesu, ist eins meiner bevorzugten Themen.
Aber wie sah eigentlich die heidnische Umwelt für die ersten Christen z.B. in Korinth aus?
Ehrlich gesagt habe ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, klar, viele Götzen und Götter. Vor längerer Zeit hörte ich einen Vortrag, wo es um die pagane Umwelt im römischen Reich ging.
Dieser Gedanke, bzw davon keine Ahnung zu haben, hat mich nicht losgelassen und habe angefangen zu recherchieren.
Der Start oder Ausgangspunkt ist Paulus mit der Heidenmission. Paulus als Diaspora Jude und römischer Bürger war mit Sicherheit mit dieser Umwelt vertraut.
Shma Israel, das jüdische Bekenntnis, dass Gott eins oder einer ist, taucht in den Briefen von Paulus öfter vor.
Ok, ein Gott gegenüber dutzende Götter, klarer Downgrade, alles klar, ab heute nur noch ein Gott, der Gott Israels.
Der Fall ist geschlossen und alle gehen glücklich Heim, so oder so ähnlich naiv war meine Vorstellung.
Im nächsten Posting , gehe ich erstmal auf diese Götter und Götzen ein.
Dann folgt das Thema Pax Deorum, Friede mit den Göttern, daraus ergibt sich ein riesiges Konfliktpotential und zum Abschluss, Opferfleisch, oder ich gehe einfach zur Tante Hilde und Metzgerei, oder woher kam eigentlich das Fleisch für den Verzehr.
Shalom von der M.S. Jesus


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