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Re: Clownis Welt
von pausenclown am 17.02.2026 12:02Hallo.
Langsam aber sicher nähere ich mich dem 1948 und der Staatsgründung Israels.
Aber zurück ins Jahr 1944, genau gesagt zum 22.7.1944.
An diesem Datum wurde das KZ Majdanek durch die Rote Armee befreit.
Gleichzeitig wurden in Deutschland zahlreiche KZ- und Arbeitslager eröffnet.
Seit dem Sommer gab es immer Häftlinge, die aus dem Osten zurück nach Westen deportiert wurden.
Alleine in Baden Württemberg gab es über 30 KZ Außenlager.
Ab dem Sommer 1944 wurden die letzten Ghettos in Polen aufgelöst und viele der letzten jüdischen Ghettobewohner wurden nach Deutschland gebracht.
Ab Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz befreit und Ende April die Lager in Deutschland.
Ende gut alles gut?
Leider nein, für viele jüdische Häftlinge stellte sich die Frage, wohin?
Für die meisten stellt sich die Frage, in Deutschland bleiben gar nicht, für osteuropäische Juden, wäre ein Zurück, nicht weiter wie der Weg in eine Existenzlosigkeit.
Die erste Antwort wohin, wurde mit der Gründung der Displaced Person Camps (DP) beantwortet.
Schätzungen zufolge lebten zwischen 250.000 und 300.000 jüdische DPs in solchen Lagern in Deutschland, Österreich und Italien. Die Mehrheit befand sich in der US-Besatzungszone.
Es stellt sich die Frage, warum gingen jüdische Überlebende nicht so schnell wie möglich nach Israel nach der Befreiung?
Die britische Mandatsmacht versuchte mit großem militärischem Aufwand, die jüdische Einwanderung nach Palästina zu verhindern, um Unruhen mit der arabischen Bevölkerung zu vermeiden.
Diese Blockadepolitik führte zu dramatischen Ereignissen.
Das Weißbuch von 1939: Dieses Dokument bildete die rechtliche Grundlage. Es begrenzte die jüdische Zuwanderung extrem stark, was dazu führte, dass die meisten Überlebenden nach 1945 als illegale Einwanderer galten.
Die Briten fingen Schiffe mit Flüchtlingen im Mittelmeer ab. Zwischen 1946 und 1949 wurden etwa 52.000 Menschen in britischen Internierungslagern auf Zypern festgehalten – oft unter Bedingungen, die die traumatisierten Überlebenden an die KZ-Haft erinnerten.
Das bekannteste Beispiel ist das Schiff Exodus 1947. Die Briten zwangen das Schiff zur Umkehr und deportierten die über 4.500 Passagiere zurück nach Deutschland in die Lager Pöppendorf und Am Stau bei Lübeck.
Der Holocaust war ein wichtiger Beschleuniger für die Staatsgründung Israels.
Unabhängig von biblischen Prophetien war es an der Zeit, Heimat zu haben, zurück aus der Diaspora, hin zu dem Versprechen, nie wieder. Dem Versprechen, Schutz zu haben.
Millionen von Juden haben seit 1948 ihr Zuhause: Eretz Israel.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 17.02.2026 08:23Hallo.
Jetzt habe ich eine Idee, wie ich das Thema Israel beginne, zurück ins Jahr 1860
Am 2. Mai 1860 wurde Theodor Herzl geboren.
Herzl wuchs als assimilierter Jude in Wien auf, wie viele Juden in dieser Zeit glaubte Herzl, dass der Antisemitismus durch Bildung und Anpassung verschwinden würde. Doch genau um 1880 radikalisierte sich der Judenhass.
Kurz nach 1880 änderte sich die Situation radikal:
Pogrome in Russland: Die Ermordung von Zar Alexander II. im Jahr 1881 löste eine Welle antisemitischer Pogrome im Russischen Kaiserreich aus.
Beginn der Migration: Diese Ereignisse führten 1882 zum Start der Ersten Alija, bei der bis 1903 etwa 25.000 bis 35.000 Juden einwanderten und erste
landwirtschaftliche Siedlungen gründeten.
landwirtschaftliche Siedlungen gründeten.
Die Situation in Palästina damalig:
Bevölkerung: Man schätzt, dass um 1880 etwa 20.000 bis 23.000 Juden in Palästina lebten. Dies entsprach etwa 5 % der Gesamtbevölkerung, die mehrheitlich aus rund 400.000 Muslimen und 42.000 Christen bestand.
Bevor das falsch verstanden wird, das Gebiet wurde Palästina offiziell verwendet, die dort lebenden Gruppen wurde:
Arabische Palästinenser.
Christliche Palästinenser
Jüdische Palästinenser.
Der Begriff Palästinenser, hat im laufe der Zeit einen Wandel verzogen.
Um die Stellung und Bedeutung von Herzel zu würdigen.
Um die Stellung und Bedeutung von Herzel zu würdigen.
Zitat:
Theodor Herzl gilt als der Vater des modernen politischen Zionismus. Als Visionär legte er den organisatorischen und theoretischen Grundstein für die spätere Gründung des Staates Israel.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 12:56Hallo.
Eins der ersten positiven Ereignisse nach dem Holocaust.
Dir Ökumenische Marienschwesternschaft aus Darmstadt l.
Diese evangelische Gemeinschaft wurde 1947 in Darmstadt gegründet.
Basilea Schlink und Martyira Madussa gründeten diese Gemeinschaft mit dem Zweck:
Die Gründung war eine direkte Reaktion auf die Schuld der Deutschen während des Nationalsozialismus und des Holocaust.
Sühne und Gebet: Die Gemeinschaft widmet sich seither intensiv der christlich-jüdischen Versöhnung und dem Gebet für Israel. Sie betreiben in Israel das Gästehaus „Abraham’s House“ in Jerusalem als Ort der Begegnung und Versöhnung.
Weiter gibt es zahlreiche christliche Organisationen und Werke, die Israel auf unterschiedliche Weise unterstützen von humanitärer Hilfe und Sozialprojekten bis hin zu politischer Solidarität und theologischer Bildungsarbeit.
Eine möchte ich hervorheben: Die internationale Christliche Botschaft Jerusalem, kurz ICEJ.
Einige werden die regelmäßigen Sendungen, Faszination Israel kennen.
Weniger bekannt ist ihr Einsatz für Mobile Schutzräume in Israel.
Israel wurde ja nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 beschossen.
Bis 2026 hat die ICEJ insgesamt über 230 mobile Bunker in gefährdeten Gebieten platziert.
Weiter engagieren sie sich für uns im Holocaust Heim, wo Überlebende im Alter ein Zuhause gefunden haben.
Falls jemand das Bedürfnis hat, aktiv etwas für Israel zu tun, wendet euch einfach an eine der Organisationen.
Viele Juden sind dankbar, dass es euch da draußen gibt, Danke
Tja, ich tippe und lösche und schreibe und lösche, ich werde etwas über die Gründung des heutigen Staates Israel schreiben, noch fehlen mir die richtigen Worte….
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 10:43Hallo Nusskeks.
Ich habe kein Problem, Menschen oder dir zu vergeben, was ich längst getan habe.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 10:16Hallo Nusskeks.
Ich habe überhaupt keine Lust auf sowas.
Natürlich ist es mein Fehler, eindeutige Formulierungen falsch zu verstehen.
Dazu ziehen sich solche Aussagen wie ein roter Faden durch.
Ich habe keine Lust mehr, Kontakte für dich herzustellen, am Ende fällt es auf mich zurück.
Bitte lass mich in Ruhe.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 10:02Hallo.
Luther nimmt in seinem Schriften auch Bezug auf die seit dem 13. Jahrhundert verbreiteten Legenden von jüdischen Ritualmorden und Hostienfrevel, die zu Gewaltausbrüchen und Pogromen anstachelten.
Ein angeblicher Ritualmord an dem Winzerjungen Werner von Bacharach löst 1287 eine Welle von Pogromen aus wie in weiteren ähnlich gelagerten Fällen.
Jetzt ein Sprung nach Eisenach ins:
Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben.
Das Institut wurde im Jahr 1939 aus der zuvor gegründeten Kirchenpartei Deutsche Christen (DC) gegründet.
Mitgetragen wurde das Institut von elf evangelischen Landeskirchen.
Ich fasse die Ziele grob zusammen:
Theologische „Entjudung“: Tilgung aller Hinweise auf das Judentum aus der Bibel, der Liturgie und dem kirchlichen Leben.
Konstruktion eines „arischen“ Jesus: Verbreitung der pseudowissenschaftlichen These, Jesus sei kein Jude, sondern ein „arischer Galiläer“ gewesen, der gegen das Judentum gekämpft habe.
Revision kirchlicher Texte: Herausgabe einer „entjudeten“ Bibel (das „Volkstestament“) sowie eines Gesangbuchs, aus denen Begriffe wie „Hallelujah“, „Hosianna“ oder „Sion“ entfernt wurden.
Eins der Resultate war das Volkstestament mit dem Titel: Die Botschaft Gottes.
Die meisten, die sich mit der Theologie und Theologen beschäftigt haben, dem wird der Name Walter Grundmann etwas sagen.
Grundmann war die zentrale wissenschaftliche Figur des Eisenacher Instituts.
Noch weitere namhafte Theologen waren darin verstrickt, auch ging ihre kirchliche Karriere nahtlos weiter.
Und alles ist in der Shoa/Holocaust gendet.
Vieles davon hat sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt.
In meiner Familie herrschte und ich spüre es selbst das Gefühl von nicht auffallen, irgendwie unter dem Radar zu fliegen. Seit dem 7. Oktober betrachte ich mich im Spiegel anders, ich prüfe wie sehr sieht mein Spiegelbild jüdisch aus…..
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 09:37Hallo.
Und Nusskeks.
Ganze Ehrlich? Was willst du eigentlich….
Schau mal, für mich waren viele deiner Worte ein Paradebeispiel.
Du hast vielleicht ne Idee, wie messianische Juden leben und im Grunde weißt du es nicht.
Als ich anfing darüber zu schreiben, war deine Meinung und Urteil, ich sei hier um zu verwirren und weitere wenig nette Dinge in meine Richtung.
Weil ich nicht so bin wie du erhoffst?
Weil messianische Juden einen jüdischen Weg leben, auch in vielen Gemeinden und sich das von einem christlichen Gottesdienst unterscheidet.
Und das ist etwas der Subtext von meinem Thread, weil wir nicht sind, wie ihr hofft und beurteilt, was ihr nicht kennt.
Kleines Beispiel. Letztes Jahr schrieb ich an Pessach, ich war an einer KZ-Gedenkveranstaltung. In meiner Kindheit lernte ich einen Überlebenden aus diesem KZ.
Ich habe letztes Jahr viel Zeit damit verbracht, etwas Licht in meine Familiengeschichte zu bringen. Ein Onkel meines Vaters wurde fast zur gleichen Zeit aus einem KZ befreit.
Dein Kommentar fasse ich zusammen: Ist Jesus nicht dein Messias? Ernsthaft?
Generell eine Frage, die ich von dir öfters gelesen habe.
Mehrfach habe ich dir das Angebot gemacht, hey, ich stell dir Kontakte zu anderen messianischen Juden her, du hast es nicht angenommen.
Von meiner Seite aus ist es, wie es ist, wann immer jemand Fragen hat und ich Zeit habe, Versuche, diese zu beantworten.
Was ich nicht möchte, sind Fragen, die als Türöffner genutzt werden, um seine Sicht der Dinge darzulegen und zu belehren.
Dafür habe ich keine Zeit und Lust.
Wie ich es davor geschrieben habe, in Ruhe dies oder jenes…..
Wie auch immer Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 07:05Hallo.
Ja, ein sehr verstörender Thread, oder?
Trotzdem dienen diese Fakten, um den Juden Hass heute zu verstehen.
Viertes Laterankonzil (1215)
von Papst Innozenz III. einberufen, schrieb Juden bestimmte Kleidungsvorschriften vor, damit sie in der Öffentlichkeit als Juden erkannt und gemieden werden konnten.
In der Folgezeit wurden in europäischen Ländern den Juden ein gelber Fleck oder ein Ring aus Stoff vorgeschrieben, der deutlich sichtbar zu tragen war. Die Farbe „Gelb" symbolisiert Neid, Missgunst und Bösartigkeit.
Kleine Anmerkung: Der Vorläufer des gelben Davidsterns.
Es Folgen die Vertreibung der Juden aus Spanien (1492) und Portugal (1496/97) war ein zentrales Ereignis der frühen Neuzeit.
Mit dem Aufkommen der Pest 1348/49 wurde Juden der Vorwurf der „Brunnenvergifter" gemacht und sie damit als verantwortlich für Seuchen hingestellt.
Die Geburtsstunde der Verschwörungserzählungen, die Juden sind schuld. Der Sündenbock-Mechanismus.
Antijudaismus und Antisemitismus in der Neuzeit: Martin Luther
Von anfänglich freundlichen Äußerungen zu Juden positionierte sich Luther im Laufe seines Lebens zunehmend judenfeindlich.
Seine Schrift „Von den Juden und ihren Lügen" (1543)
Zitat:
„Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke und, was nicht verbrennen wil, mit erden uber heuffe und beschuette, das kein Mensch ein stein oder schlacke davon sehe ewiglich. Und solchs sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien und solch oeffentlich liegen, fluchen und lestern seines Sones und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilliget haben."
(Martin Luther, WA 53, 523)
Kleine Anmerkung:
Es ist ziemlich erschreckend, wie viel davon eingetroffen ist.
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 14.02.2026 18:23Hallo Argo.
Ich fasse hier die Geschichte des Antijudaismus etwas zusammen, dein Posting hat was damit zu tun?
Deine Meinung in allen Ehren, sie ersetzen nicht Fakten.
Meinungen, die wiederholt werden, bleiben, was sie sind, Meinungen.
Deshalb fällt es mir schwer, einen Dialog zu führen, Fakten vs. Meinung.
Wir haben hier Meinungsfreiheit, du kannst sie unabhängig vom Thema schreiben, das ich mich an Fakten halte und nicht deiner Meinung bin, bin ich deshalb ein schlechter Mensch, oder ich bin für Krieg?
Du schreibst:
Der Glaubens-Dialog zwischen Christen und Juden besteht seit Entstehung,
Die Geschichte widerspricht deiner Meinung.
Die Geschichte widerspricht deiner Meinung.
Aber wie immer Argo, es ist unser Fehler , wir sind nicht Kompromissbereit, nicht Dialogbereit usw, natürlich unser Fehler.
Weißt du, was die meisten Juden eigentlich wollten und wollen?
In Ruhe leben, in Ruhe lieben, in Ruhe Familien gründen, in Ruhe ein Zuhause/Heimat haben, in Ruhe in die Synagoge…
Für meine Familie: nicht vertrieben zu werden, immer und immer werden, nicht verfolgt, keine Shoa.
Die Zeit für Dialogbereitschaft war selten vorhanden und an keinem Punkt der Geschichte hätte Verfolgung und Vertreibung und Tod, hätte Dialog uns gerettet.
LG
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 13.02.2026 11:42Hallo.
Mal ein kleines Zwischenfazit von mir.
Ich weiß nicht, wie es euch mit den Postings geht.
In zahlreichen Diskussionen, in denen ich verwickelt war, kamen reflexartig Sätze wie: Haja, gerade die Kreuzzüge, waren keine richtigen Christen. Ich kann diesen Reflex verstehen, aber ich finde das nicht zu Ende gedacht.
Es impliziert die Frage: Was ist ein richtiger Christ und wurde es in jeder Epoche anders verstanden und definiert?
Wo die Reise hingeht, wird immer deutlicher.
Im Laufe der Zeit wurde der theologische Rahmen verlassen und die Aspekte Gewalt, Verfolgung und Tod kamen dazu.
Und ehrlich, ich kann das nachvollziehen, was es nicht bedeutet, zu tolerieren.
Wenn die Identitätsbildung des Christentums in Abgrenzung zum Jüdischen passierte und zum Fundament dazugehört.
Dieses Fundament wurde ja über die Jahre verfestigt.
Bevor ich falsch verstanden werde, ist die Abgrenzung als Merkmal ein Teil der Identitätsbildung.
Shalom Pausenclown


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