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Re: Wenn du willst, so kannst du!
von pausenclown am 08.10.2026 17:20Hallo.
Meine Beobachtungen und Gedanken dazu.
Ich glaube an Gottes Souveränität. Ich wüsste nicht, wie Gottes Handeln beeinflussen könnte.
Soll ich 10 Vater unser beten oder xy 1000 Euro spenden und Gott und dafür heilst du mich?
Lukas 9
Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist’s erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu verderben? .
Der Mann mit der verdorrten Hand ist der Hintergrund.
Jesus fragt ja nicht, ob es erlaubt ist zu heilen, sondern zu retten.
Diese Einschränkung damals und heute ist ein großer Unterschied.
Viele Erkrankungen waren damals eben tödlich und heute behandelbar. Man denke zB an eine Blinddarmentzündung.
Viele der Wunder Jesu geschahen im Rahmen der Verkündigung und Sündenvergebung. Das setzt sich in der Apostelgeschichte fort.
Naja, nur nicht bei Paulus, der würde blind.
Und daraus eine Frage, wer ist heute noch als Gemeinde aktiv an den Hecken und Zäunen?
Meine letzte Beobachtung, Lazarus wird von den Toten auferweckt, welchen Anteil hatte jetzt sein Glauben daran?
Shalom Pausenclown.
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 08.10.2026 09:13Hallo.
Nebenan wird das Thema Heilung und Glaube diskutiert.
Ich schreibe hier etwas darüber, natürlich mit aus einer anderen Perspektive und da ich nicht nerven möchte, kann man ab hier lesen oder aufhören zu lesen.
Ich glaube, du glaubst, wir glauben, was bedeutet eigentlich glauben?
In der jüdischen Tradition bedeutet der Glaube Emuna. Das Neuen Testament verwendet das Wort Pistis für Glaube.
Aus meiner Erfahrung und Beobachtung wird das Wort Glaube in christlichen Kreisen mit einem Fürwahrhalten definiert. Richtig Glauben, dass richtige Glauben und oft ein Anhäufen von Wissen. Glaube, eine intellektuelle Leistung.
Der Zweifel ist der Gegensatz zum Glauben und befindet sich im Wettstreit.
Du wurdest nicht geheilt, weil dir Glaube fehlt, oder du zweifelst zu sehr, kein Wunder wirst du nicht geheilt….
Das hebräische Wort Emuna, ist mehr ein Konzept.
2.Mose 17.12
Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn hin, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging
Die meisten Bibeln übersetzen mit: „...so blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging.“ Eine präzisere Übersetzung lautet jedoch: „...und seine Hände waren Glaube (Emuna) bis zum Untergang der Sonne.“
Es geht nicht darum, sich im Kopf krampfhaft anzustrengen, eine biblische Formel ganz fest für wahr zu halten, damit das Wunder oder die Heilung passiert.
Emuna bedeutet stattdessen, sich trotz der sichtbaren Umstände und Ängste fest in Gott zu verankern,wie die gestützten Arme von Mose und die Treue zu ihm zu halten – unabhängig davon, wie die Situation im Moment aussieht.
Vielleicht kann man es so ausdrücken: Aus dem Kopf hin zu taten.
Emuna und Zweifel.
Zweifel im Kopf und Emuna in den Füßen, eine Zusammenfassung rabbinischer Theologie.
Da Emuna eine Handlung ist, zeigt sie sich nicht darin, was du gerade fühlst oder denkst, sondern darin, was du tust.
Markus 9, 24
Ein Vater, dessen Kind schwer krank ist bzw. besessen, geht zu Jesus. Seine Gedanken sind voller Angst und Zweifel. Er schreit: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
Wir wissen nicht was und welche Zweifel er im Kopf hatte konkret, aber Emuna hat ihn in Bewegung gebracht, er brachte das Kind zu Jesus, trotz Zweifel oder Unglaube im Kopf.
Emuna braucht Gemeinschaft und Unterstützung.
So wie Moses seine Arme gestützt wurden, brauchen wir diese Unterstützung aus der Gemeinschaft.
Emuna braucht Training.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen… kennt jeder.
Erst Lehrling, dann Geselle (Handwerker) dann die Meisterprüfung. Das Hebräische Wort Handwerker und Emuna haben dieselbe Wurzel. Der Handwerker Uman.
Emuna ist wie der Seelenmuskel der trainiert wird.
Emuna ist die Kraft, in der Wartezeit nicht umzukippen.
Natürlich kann ich dafür beten, Emuna zu empfangen.
Zum Schluss ein Zitat von Rabbi Nachmann.
"Die ganze Welt ist eine sehr schmale Brücke, und das Wichtigste ist, sich überhaupt nicht zu fürchten.“ Das bedeutet praktisch: Die Füße gehen voran, auch wenn der Kopf zittert.
Shalom Pausenclown
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 07.10.2026 08:53Hallo Burgen.
Ich verstehe deinen Gedanken mit Herz, auch als Quelle.
Es gibt Gründe, weshalb Zunge als Zunge verstanden wird.
Zum einem Sprachlich: Wer ein Metzora (ein Aussätziger) ist, ist im Sinne des Wortes ein Herausbringer eines schlechten Namens.
Zum anderen Biblische: Denk mal an die Schlange im Paradies und wie sie über Gott gesprochen hat.
4. Mose 12.
Mirjam und ihr Bruder Aaron sprachen abfällig über Moses Frau. Unmittelbar nach diesem Gespräch schritt Gott ein: Die Wolke der göttlichen Gegenwart zog ab, „und siehe, Miriam war aussätzig wie Schnee“.
5. Mose 24,8-9 warnt die Tora das Volk Israel Jahrzehnte später ausdrücklich bei der Handhabung von Aussatzplagen: „Gedenke dessen, was der Ewige, dein Gott, an Miriam tat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zogt.“
Für die Rabbiner war das der unumstößliche Beweis: Aussatz folgt auf schlechtes Reden.
3.Mose 13.45
Wer nun aussätzig ist, soll zerrissene Kleider tragen und das Haar lose und den Bart verhüllt und soll rufen: Unrein, unrein!
Ein Siegel oder ein Maulkorb.
Wer aufmerksam ist, findet heraus, Frauen tragen keine Bärte, auch nicht im antiken Israel.
Als ich das geschrieben habe, habe ich überhaupt nicht an Lepra gedacht.
Wie soft an folgende Sätze wie: die Juden damals usw. oder wie im Film Ben Hur die Situation dargestellt wird, ist es extrem falsch.
Shalom Pausenclown
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 07.10.2026 07:05Hallo und Ahoi von der MS Jesus.
Bestimmt kennen einige den alten Film Ben Hur.
In diesem Film gibt es das Tal der Aussätzigen. Die Aussätzigen leben in Höhlen vor den Toren Jerusalems.
Bekannt oder?
Bis heute prägt der Film die Ansicht über die damaligen Aussätzigen und die jüdische Bevölkerung und Tradition.
Es spiegelt sich in Predigten wieder.
Und im Gegensatz dazu ein kleiner Blick durch die jüdische Brille.
Wie ausgegrenzt lebten Aussätzige in Israel tatsächlich?
Ein Text der Mischna aus dem Traktat Negaim 13,12, der das jüdische Recht bezüglich des Zugangs von Menschen mit Tzaraat („Aussätzigen“) zu gemeinschaftlichen Räumen regelt.
Negaim 13,12
Wenn er [der von Tzaraat Betroffene] eine Synagoge betritt, macht man für ihn eine Trennwand, die zehn Handbreit [ca. 80–100 cm] hoch und vier Ellen [ca. 2 Meter] breit ist. Er soll als Erster eintreten und als Letzter herausgehen. Und jedes Gefäß, das sich innerhalb dieser Trennwand befindet, wird unrein.
Ein weiterer Gegensatz ist die Ursache von Aussatz. In der jüdischen Tradition ist nicht ein Bakterium oder Virus die Ursache, sondern Lashon Hara, die böse oder schlechte Zunge.
Shalom Pausenclown.
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 07.10.2026 06:51Hallo.
Ich weiß noch genau wo ich am 9.11.1989 war, als die Mauer fiel.
Ebenfalls wo ich am 11.9. 2001 war und am 7.10. 2023.
Ich war mit meiner Frau Rennradfahren und ich bekomme auf meinem Radcomputer Push Meldungen ohne Ende.
Ich erinnere mich genau, irgendwann hielten wir an und ich schaute auf mein Smartphone.
Terror-Anschlag auf Israel und erste Bilder.
Die Meldungen und Bilder passten nicht in meinen Kopf, Bilder von Paragleiter, Raketen…
Geht doch gar nicht, wie, die greifen Israel an, hä, wo ist die Armee und Irondom?
Der Rest ist Geschichte…..
Den restlichen Tag verbrachte ich in einem Zustand von, ich verstehe das nicht und wie geht's meinen Freunden und Bekannten….
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 06.10.2026 10:15Hallo.
Im Sommer habe ich unerwartet eine Mail von mir bis dahin unbekannte Frau, mit der Bitte um Hilfe.
Meine Mail-Adresse hat sie über eine gemeinsame Freundin aus Israel bekommen.
Sie möchte mit ihrem Mann und Sohn nach Deutschland kommen und das KZ brauchen, in dem ihr Vater am Ende befreit wurde.
In dieser Gedenkstätte war ich einmal Mitarbeiter und so bin ich dabei, diese Reise und Führung zu organisieren.
Was mich betroffen hat, war die Bitte um jede Information über ihren Vater zu suchen.
Sie hat mit ihrem Vater nie darüber gesprochen und ist mittlerweile verstorben.
Sie möchte gerne sehen, was er gesehen hat… hat sie geschrieben.
Mittlerweile bin ich auf diesem Gebiet ziemlich geübt, Nachforschungen anzustellen, ich weiß welche Archive ich anschreiben und besuchen kann, um Informationen zu finden.
Es macht mir immer seltsame Gefühle, diese zu lesen.
Oft steht als Haftgrund nur ein Wort: Jude.
Aber ich kann ihren Wunsch nach Antworten über ihren Vater zu finden gut verstehen.
Vielleicht fühlt sich jemand berufen, dafür zu beten. Das Treffen und die Führung ist am 27.10. statt.
Shalom Pausenclown
Re: Siehe, deine Mutter!
von pausenclown am 05.10.2026 07:28Hallo Sterntaler.
Klar, kenne ich diese Ansichten, Jesus hat damit Maria zur Mutter aller Gläubigen gemacht usw.
Meiner Ansicht nach, hat Jesus nach den Geboten und im Rahmen der damaligen Gepflogenheiten gehandelt, wie z.B. Vater und Mutter ehren.
Der Punkt, dass eine Gemeinde wie "Familie" ist, ist ein Teilbereich davon. Würde ich jetzt weitere Aspekte hinzufügen, verlässt es das Thema.
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Shalom Pausenclown
Re: Siehe, deine Mutter!
von pausenclown am 04.10.2026 20:10Hallo Sterntaler.
Ich denke, das würde vermutlich das Thema hier sehr verfremden, vielleicht ein andermal zum richtigen Thema.
Shalom Pausenclown


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