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Re: Clownis Welt
von pausenclown am 23.04.2026 07:04Hallo und willkommen in Clownis Welt.
Jesus versuchte, mit Fragen zu fangen, kennt jemand diese Aussage, aus Predigten?
Aber wer kennt die Begriffe wie: Machloket le-schem schamajim, Pilpul oder Nisajon?
In der jüdischen Streitkultur sind das zentrale Begriffe. Machloket le-schem schamajim , frei übersetzt bedeutet, Streit um der Sache willen. Das Prinzip besagt, dass eine Debatte dann heilig und dauerhaft ist, wenn sie der Wahrheitsfindung dient und nicht dem eigenen Ego oder Machtstreben. Es geht nicht zwangsläufig um Einstimmigkeit.
Es klingt vielleicht seltsam und für westliche Ohren nicht positiv auf die Probe stellen!
Pilpul (Pfeffer): Ist ein jüdisches Konzept den anderen im Gespräch oder in der Debatte auf die Probe zu stellen und seine Argumente herauszufordern.
Kal wa-Chomer (vom leichten zum Schweren): Dies ist die älteste der jüdischen Auslegungsregeln, die bereits zur Zeit Jesu von Gelehrten wie Hillel angewendet wurde. Es ist der Schluss vom Leichten auf das Schwere. Man prüfte ein Argument, indem man zeigte: "Wenn schon das kleine Gebot X gilt, wie viel mehr muss dann das große Gebot Y gelten!"
Zum verdeutlichen Matthäus 7.11.
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Zum Schluss ein Spruch aus unserer Tradition:
Jeder Streit, der um des Himmels willen geführt wird, hat am Ende Bestand. Ein Streit aber, der nicht um des Himmels willen geführt wird, hat am Ende keinen Bestand.“
Dennoch gingen die Diskussionen mit und über Jesus über die übliche Streitkultur hinaus und man suchte nach Gründen, ihn zu verurteilen.
Vielleicht hilft es etwas zum Verständnis, wieso viele Dialoge zwischen Jesus und den Pharisäern so gelaufen sind.
Das sich ständig auf Probe stellen ist ein völlig normaler Vorgang.
Shalom Pausenclown
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 22.04.2026 10:33Hallo Burgen.
Um Himmels Willen, nein! Tut mir leid, dass ich dir widerspreche, ich habe kein anderes Los gezogen als du.
Du hast das selbe Los gezogen, Jesus Christus. Vielleicht gibt es zwei Lostöpfe und trotzdem haben beide Töpfe den gleichen Gewinn.
Shalom Pausenclown
Apostelgeschichte 21
von pausenclown am 22.04.2026 10:07Hallo.
Vielleicht kann jemand daraus einen Link erstellen.
https://www.youtube.com/live/xumt_-SHKW0?is=IkAtKZ-_SUbgXTv
Es ist ein Mitschnitt einer Konferenz von messianischen Juden und Christen.
Der Redner ist einer meiner Helden, Igor Swiderski, Leiter der messianischen Gemeinde in München.
Er legt Apostelgeschichte 21 aus, wo Paulus das letzte mal Jakobos und die Ältesten trifft.
Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, dass du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Mose lehrst und sagst, sie sollen weder die Kinder beschneiden noch nach den Gebräuchen wandeln usw.
Shalom Pausenclown
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 22.04.2026 10:03Hallo Nusskeks.
Verstehe ich diese Frage richtig, weshalb es sich geändert hat und die christliche Gemeinde diesen “jüdischen Weg” verlassen hat?
Falls ja, ist das meine Antwort.
Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Heiden in die Gemeinde. Ab Zeitpunkt X bildeten sie die Mehrheit. Was mit dieser Mehrheit einzog, ist die griechische hellenistische Sichtweise und Verständnis der Welt und der Schrift, diese war eben mehr von der damaligen Philosophie beeinflusst.
Daraus folgte, dass die Gemeinde sich anfing von den Juden abzugrenzen, aus Gründen wie, Juden sind Gottesmörder.
Und Nusskeks, zoome ich mal weit raus, ist es nicht wichtig ob Jude oder Christ.
Sondern wie ich meinen Weg mit meinem Messias gehe und du als Christ mit Christus
Über unsere Herkunft tragen wir keine Verantwortung, aber wie wir leben.
Shalom Pausenclown
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 22.04.2026 08:47Hallo Nusskeks.
Danke für deine Antwort.
Deine aufgeführten Punkte kann ich gut verstehen.
Mir fällt es schwer mich schriftlich zu ausdrücken und hoffe, es kommt nicht so rüber, als möchte ich dich vorführen.
Um meine Frage zu verdeutlichen, schreibe ich das Pauschal.
Daher Pauschal: Es gibt Unterschiede zwischen messianischen Juden und Christen im Verständnis der Auslegung der Schrift.
Allein bei dem Wort: Gerechtigkeit.
In der jüdischen Tradition ist es mit diesem Gedanken verbunden.
Wir sind Partner Gottes und zusammen mit ihm wollen wir die Welt verbessern.
Dahinter steht die Idee, ist es gerecht das mein nächster Hunger hat und ich habe genug?
Es ist meine Part dafür zu sorgen, dass dieser Ungerechtigkeit zu begegnen, auszugleichen und ihm das Brot zu brechen.
Das bedeutet nach unserem Verständnis, nach der Gerechtigkeit Gottes zu trachten.
Nicht um uns irgendwie was anderes damit zu verdienen, sondern das Gebot Gottes im Alltag anzuwenden und zum Leben. Da es um Gottes Gerechtigkeit in dieser ungerechten Welt geht.
Unsere Tradition sagt: Wir können nur ein Gebot mit Gottes Hilfe erfüllen.
Vermutlich wirst du mir zustimmen, nicht unbedingt eine christliche Lehre.
Aber wenn du durch dein Studium raus findest, Moment mal, das zu lesen und zu verstehen, am Ende der Weg zum nächsten führt, dann freut es mich.
Anschließend zwei Dinge.
In den letzten Jahren gibt es unzählige jüdische Neutestamentler, ich meine nicht aus messianischer Ecke.
Diese sind Experten für die Mishna und erkennen in Jesus einen von ihnen. In der Zeit Jesu gab es zwei verschiedene Arten der Auslegung: Midrash, Haggada und Aggada und sie beziehen sich auf die Methode der Auslegung.
Aggada ist erzählerisch und es werden oft Gleichnisse verwendet, mit dem Ziel der Herstellung der sozialen Gerechtigkeit.
Mein letzter Punkt.
Es gibt Unterschiede zwischen messianischen Juden und Christen meine Überzeugung ist, diese muss man auch nicht überwinden. Es gibt uns akzeptieren der Berufungen und des anders, obwohl wir eins sind.
Wir leben den jüdischen Weg und ihr euren christlichen Weg, ich persönlich habe damit überhaupt kein Problem
Shalom Pausenclown
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 22.04.2026 07:47Hallo Nusskeks.
Das die Mishna und die Torah die Grundlage bildet, ist aus jüdischer Perspektive, richtig.
Denkst du die Mehrheit der Christen sehen das auch so?
Und eine Frage die ich oft Stelle ist die, was ändert sich konkret in deinem Leben, nachdem du herausfindenst, das die Mishna eine Rolle spielt, oder das NT jüdisch ist?
Hat es Auswirkungen auf deine Beziehung zu Gott und spiegelt sich in der Beziehung zu deinem nächsten?
Meine persönliche Meinung ist, die Kernpunkte, Säulen oder wie man diese genau bezeichnet, sind auf Deutsch ohne jüdischen Hintergrund zu verstehen.
Ich zitiere jetzt mal aus meinem Unterricht von neulich:
Das Judentum ist ein Religion des tun und Handelns, wir beschäftigen uns mit der Frage wie können wir Gott heute in dieser Stunde in dieser Minute dienen und nicht wie komme ich in den Himmel.
Es ist die Lehre von Tikkun Olam, das streben nach Gottes Gerechtigkeit in dieser Welt.
Shalom Pausenclown.
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 22.04.2026 06:55Ach Argo , ach Argo.
Bisher hast du es gut versteckt, dass du Juden als seine Freunde sieht und an unserer Seite steht… klang nicht so…
Und zurück zu Fakten…
Mir fällt spontan kein Ostern ein, an dem Juden ein Lamm geopfert haben. Was richtig ist, an Pessah. Da sind wir wieder beim Thema Unterschiede.
Und seit der Zerstörung des Tempels, opfern wir keine Lämmer mehr. Allerdings opfern die Samaritaner noch an Pessah.
Wer auch immer “er” ist und es für das fähigste Volk hält.
Öhm, nö.
5 Mose
Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern.
Dabei bezieht sich Klein nicht auf die Anzahl.
Auf ein offenes Wort Argo. Ich kann es nachvollziehen, dass es dich ärgert, dass ich gegen deine Sichtweisen und Meinungen Fakten liefere.
Tut mir leid, ich bleibe gerne bei Fakten.
Falls mich das zu einem Egoisten macht oder zu keinem Teamplayer, dann ist es halt so.
LG
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 21.04.2026 13:45Hallo und herzlich Willkommen in Clownis Welt.
Wenn Israel nur zwei Sabbate hintereinander vorschriftsmäßig halten würde, würde es sofort erlöst werden.
Das ist einer der Ziele der Pharisäer, mit erlöst bezieht sich, auf die Ankunft des Messias.
Die theologische Idee und die Umsetzung geht auf Getreu dem Prinzip „Ein Königreich von Priestern“ (Exodus 19,6) zielten sie darauf ab, ethische und rituelle Reinheit in jede Handlung des täglichen Lebens zu integrieren, nicht nur im Tempel.
Generell kam es zur Verschiebung weg vom Tempel hin zur Synagoge und zum Heim.
Ein Mittel zur Umsetzung war die Mishna und die Auslegung der Gebote, diese sollten lebbar und praxisorientiert sein.
Eine Lesart dazu ist, sie haben bewusst und aus Boshaftigkeit dem Volk Lasten auferlegt.
Eine weitere, gut gedacht und schlecht gemacht.
Ein weiterer Säule der Pharisäer und ihre Ziele war:
Pikuah Nefesh, frei übersetzt: Schutz des Lebens, das besagt, dass die Rettung eines Menschenlebens fast alle anderen religiösen Gebote außer Kraft setzt. Es leitet sich aus der Überzeugung ab, dass das Leben heilig ist.
Dieses Prinzip leitet sich von 3 Mose 18,5 ab.
Ihr sollt meine Gesetze und Rechtsvorschriften halten. Der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben.
Bestimmt habt ihr das Bild im Kopf, wo die Schriftgelehrten die Ehebrecherin zu Jesus brachten.
Steinigen?
Hier ein Zitat:
Ein Sanhedrin (Gerichtshof), der einmal in sieben Jahren einen Menschen hinrichtet, wird als ‚mörderisch‘ (oder zerstörerisch) bezeichnet.
Rabbi Elazar ben Asarja sagt: Sogar einmal in siebzig Jahren.
Rabbi Tarfon und Rabbi Akiva sagen: Hätten wir im Sanhedrin gesessen, wäre niemals ein Mensch hingerichtet worden.“
Shalom Pausenclown
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 21.04.2026 11:33Ach Argo, Argo.
Für mich ist immer etwas verstörend, wenn Menschen wie du das Wort “ wir” benutzen, Zitat: Wir brauchen das nicht.
Woher kommt dein Bedürfnis für die Allgemeinheit zu sprechen?
Wie oft ich mich im Jahr an meine toten Brüdern und Schwestern erinnere, lass ich mir nicht vorschreiben.
Du gehst weder auf Nusskeks Einwände noch auf meine ein, Stichwort Chrysostomos…
Es folgt Trick 17, die Moralkeule.
Ach Argo, ach Argo….
Tatsächlich besitze ich die Fähigkeit zu unterscheiden zwischen Christen die Versöhnung wollen und die, die keine Versöhnung möchten.
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von pausenclown am 21.04.2026 08:25Hallo Burgen.
Da ich mit dem Smartphone hier schreibe, bekomme ich mit Links nicht wirklich hin.
Deshalb kannst du die 613 Gebote einfach selber googlen und kommt zu dem entsprechenden Artikel und auch mit Bibelstellen dazu.
Auf Sermon-online findet man viele Fruchtenbaum Vorträge von ihm, ebenfalls das Leben von Jesus aus jüdischer Perspektive. Die Vorträge sind auf englisch und auf deutsch übersetzt.
Shalom Pausenclown


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