Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
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Kayla
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von Kayla am 21.10.2014 19:45MichaR schrieb:
Ich persönlich würde nie jemanden dafür angreifen, dass er sich an bestimmte Dinge hält. Aber diese Menschen fordern oft von anderen ein, es genauso zu tun und unterstellen denen auch gerne mal, sie seien absichtlich ungehorsam wenn sie es nicht tun. Die Diskussion um Weihnachten war für mich so ein Beispiel. Wenn jemand kein reines Gewissen hat, wenn er Weihnachten feiert, soll er es lassen und damit habe ich überhaupt kein Problem. Aber bei mir ist es, wie ich ausfühlich erklärte, ganz anders und deshalb fände ich es für mich, mit meinen Erfahrungen, falsch wenn ich kein Weihnachten feiern würde. Wenn mir dann jemand sagt (und das kam leider schon vor), dass ich Gott gegenüber absichtlich ungehorsam sei und kein Weihnachten feiern dürfe, wenn ich meinen Glauben ernst nehme, dann verletzt mich das in gewisser Hinsicht und aus Sicht des Anderen scheinen mein Glaube und mein Leben als Christ von dieser einen Sache abhängig zu sein.
Von früher kenne ich das, dass alle möglichen Leute aus der Gemeinde einem Gesetze auferlegten. Der eine sagte, man dürfe sich als Jugendlicher nicht modern kleiden, der Nächste behauptete man müsse jeden Morgen in der Bibel lesen, andere wieder meinten, man dürfe keine Freundschaften mit Menschen haben, die nicht ebenso gläubig sind wie man selbst. Lange habe ich wenig darüber nachgedacht. Man hatte das zu tun, wenn man ein echter Christ war und das war's. Tat man das nicht, dann stimmte wohl etwas nicht.
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von solana am 21.10.2014 19:48also da du es an mich wendest, fühle ich mich klar angesprochen!?
Nein, Micha, auch das habe ich ganz allgemein gemeint; an dich hab ich mich nur gewendet, weil du mich danach gefragt hast - deshalb hab ich dir geantwortet .
Mir liegt auch nicht daran, auf bestimmten Fehlern "rum zu hacken".
Ich will nicht mit dem Finger auf das zeigen, wo etwas in meinen Augen falsch war.
Wenn ich hier "Negatives" beschrieb, dann deshalb, um das "Positive" dagegen abzuheben und deutlich zu machen, worum es mir geht. Auch hier wollte ich keine Fehler aufzeigen, sondern die Perspektive herausarbeiten, wie ich es "gut" und "förderlich" finde.
Und wenn wir uns alle um das "Gute" und "Föderliche" bemühen, dann verschwindet das "Falsche" und "Schlechte" von allein, ohne dass es extra bekämpft werden muss - eben "das Schlechte durch das Gute überwinden", statt gegen Fehler anzukämpfen ...
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von MichaR am 21.10.2014 19:55Dann ists ja gut, und es war mal wieder ein Missveständnis, soll ja vorkommen.
- insgesamt meine ich nicht das das aus Liebe zu ihm gehaltene Wort gesetzlich ist. - sondern Liebe zu ihm, das wollte ich nur sagen.
tefila
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von tefila am 21.10.2014 19:58Ich möchte gern aus Liebe zu Gott und aus Überzeugung, das das richtig ist, die Gebote halten und am allerliebsten würde ich auch den Lehrbriefen entsprechen...das bringt Segen, danach zu tun, oder?
Und ich freue mich an Geschwistern, die "weiter sind" als ich und denke mir dann: "He, dies und das ist doch zu schaffen!" - und nehme die mir gern als Vorbild und lasse mich anspornen, mich auch in noch offenen Bereichen zu verändern.
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von Henoch am 21.10.2014 22:25Hallo Stefan,
ja ich lese deine Beiträge und genau deshalb hab ich das geschrieben.
Wie willst Du denn die Geister unterscheiden? Das geht doch nur, weil die Bibel vollständig ist. Das wird durch u.g. Verse klar.Wir müssen die Bibel also nicht der Zeit anpassen. Zumindest verstehe ich das so. Und wir können uns 100% darauf verlassen. Gottes Wahrheit ist vollkommen, sie ändert sich nicht.
Off 22:
18 Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen.
19 Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.
Deswegen ist für mich ein Gedanke, der Gottes Wort widerspricht, nicht von Gott.
Und das ist nicht gesetzlich, sondern klar. Ich drück Dir das ja nicht auf.
Henoch
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von StefanS am 22.10.2014 08:24Liebe Henoch,
kannst du dich noch an meinen Beitrag erinnern (Seite1)?
Jetzt zementierst du also deine Meinung mit einem Vers und beweist eigentlich, dass du meinen Beitrag nicht gelesen hast.
Oder du tust ihn einfach ab.
Ich habe Beispiele aufgezeigt, wie Christen Gottes Weisungen über den Buchstaben stellten.
Das ist in der Bibel belegt.
Nun kommst du mit dem Buchstaben und beweist mir damit, was Gesetzlichkeit ist.
Für mich ist Gesetzlichkeit keineswegs ein Begriff, wie es @MichaR beschreibt.
So ein Mensch kann nicht errettet sein, weil er sich auf dem Holzweg befindet!
Gesetzlichkeit ist, wenn man den Buchstaben über Gottes Weisung stellt.
Für mich ist Gesetzlichkeit keine Frage von errettet oder nicht.
Ich habe die Frage, ob du Gottes Weisung befolgen würdest, wenn er dich zum Predigtdienst beruft, sehr ernst gemeint!
Kannst du mir bitte nur darauf antworten, ohne auszuweichen?
LG Stefan
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von solana am 22.10.2014 10:13Guten Morgen
Ich möchte gerne noch einen Punkt in die Diskussion einbringen, ein "Unterscheidungskriterium", das vielleicht ein bisschen Klarheit bringt:
Christen sind aufgefordert "am Weinstock zu bleiben und Frucht zu bringen".
Dh ihre "Werke" nicht als ihre eigene Leistung anzusehen, sondern als Frucht des Weinstocks.
Deshalb ist auch ihr Bestreben darauf gerichtet, am Weinstock zu bleiben - nicht auf "Fruchtproduktion" selbst, ja aufpassen, dass es nicht aus Versehen Nüsse werden statt Trauben - dafür steht der Weinstock ein.
Desgleichen wissen sie, dass sie auch beim anderen Christen nicht erreichen können, dass er eine bestimmte Art Frucht in einer bestimmten Art und Weise bringt und können ihm beim "Fruchtbringen" direkt gar nicht helfen.
Sie können ihn nur dazu ermutigen und bestärken, sich an den Weinstock zu halten, ihn wirken zu lassen.
Deshalb ist dort, wo "Werke" im Vordergrund stehen, "Gesetzlichkeit" der Antrieb.
Dort wo "Fruchtbringen " im Vordergrund steht, das Wirken des Herrn durch uns, nicht unser eigenes.
Phil 2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Und dieses Wollen vollbringt er in uns, wenn wir uns an ihn halten - und er vollbringt das in Geschwistern, wenn sie sich an ihn halten, nicht an unsere "Argumente mit biblischen Belegstellen", an unsere Logik. Und dieses Wissen sollte sich auch im Umgang miteinander ausdrücken.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von Henoch am 22.10.2014 10:22Hallo Stefan,
ich habe Deinen Beitrag gelesen. Du fragtest mich, was ich tun würde, wenn Gott mich in den Predtigtdienst beruft. Ich antwortete, dass ich nichts tun würde, weil es dem Wort Gottes widerspricht.
Es gibt es keinen Predigtdienst in dem Sinne, dass ein bestimmter dazu berufen wäre, sondern predigen darf jeder gläubige Mann in der Gemeinde, der vom Geist geleitet wird zu predigen.
Deshalb gibt es immer dann Probleme, wenn nur einer oder zwei zum Predigen im "Amt" sind. Da kann es dann schon sein, dass der eine oder die beiden dann überlastet sind.
Wenn ich mir die "modernen" Gemeindestrukturen ansehe, dann geht da viel Potential verloren. Einer predigt, der Rest (die Frauen und die Männer!!!)schweigt. Bei uns predigen im Wechsel etwa 30 verschiedene Männer, sie stehen einfach auf, wenn sie sich im Geist gerufen fühlen, gehen nach vorne und predigen. So haben wir 2-3 kurze Predigten vor der Pause und eine lange Predigt nach der Pause (die vorbereitet ist, wie es der Geist eingibt). Das Thema ist nicht abgesprochen, es ist aber ein einheitliches Therma. So stark wirkt bei uns der Geist. ER gestaltet den Inhalt der Predigten in der Versammlung und bestimmt für die Kurzpredigten während der Versammlung, wer was predigt.
Wenn wir Frauen Frauenrüsttage machen, dann lehren eine oder mehrere Frauen von uns. Wie Du siehst, tragen in unserer Gemeinde Frauen und Männer Verantwortung für den Lehrdienst. Stärker als in Gemeinden, in denen die Frauen während der Versammlung reden (was reden die eigentlich, während Lobpreis und Predigt!????!), aber im Grunde nur einer predigt, und der ganze Rest schweigt, Männer und Frauen....
Und nochmal, weil es dauernd verwechselt wird: Frauen schweigen währernd der Versammlung und nicht generell in der Gemeinde!!!!!!!!
Deshalb ist es nicht gesetzlich, sich ans Wort zu halten, statt irrwitzigen Gedanken oder Visionen nachzugeben und sich als Frau in den Predigtdienst "berufen" zu lassen, von wem dann wohl?
Henoch
Edit: kleine Ergänzung
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von StefanS am 22.10.2014 11:02Hallo Henoch,
Du fragtest mich, was ich tun würde, wenn Gott mich in den Predtigtdienst beruft.
Ich antwortete, dass ich nichts tun würde, weil es dem Wort Gottes widerspricht.
Danke für die Antwort.
Und glaub mir Henoch, ich würde Deine Handlungsweise keinesfalls verurteilen, weil es eine ganz bestimmte (und bei den meisten) erkennbare Handlungsweise ist.
Im Übrigen finde ich sie auch nachvollziehbar.
Sie ist auf jeden Fall einfacher und klar strukturiert.
Redet Gott mit mir, dann schaue ich in die Bibel, ob das konform ist. Wenn nicht, dann kann es nicht Gott sein, der da redet.
Da könnten tausend vollmächtige Christen kommen und sagen, dass Gott auch zu ihnen gesprochen hat, ich würde es nicht glauben.
An dieser Stelle sei nochmal gesagt, dass die Bibel Beispiele beinhaltet, wo Christen sich über das geschriebene Wort hinwegsetzten und dem Ruf Gottes gefolgt sind.
Kann es heute noch sein, dass Gott spricht und wir es nicht in der Bibel finden? Oder gar (nach unserem Verständnis) Gegenteiliges zu lesen ist?
Ich denke ja!
LG Stefan
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Re: Was ist denn unter gesetzlichen Christen gemeint?
von Greg am 22.10.2014 11:09Ich bin eine fröhliche Knackwurst!