Gesetz versu Gnade

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Burgen am 27.09.2016 10:49

Ja, durch Jesus selbst, durch den Heiligen Geist , erst, sind wir in der Lage, Barmherzigkeit durchgängig auszuüben. Wir brauchen niemanden buchstäblich die Lanze in den Bauch rammen. 
Im Gegenteil, Jesus ist ein Vorbild und wir dürfen immer mehr in die Liebe Gottes hineinwachsen.

Das macht auch den Unterschied zu Andersgläubigen deutlich. Beispiel die Christenverfolgungen in den meisten Kontinenten.

Gruss
Burgen


 

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Wintergruen
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Wintergruen am 27.09.2016 10:41

Lieber Pal

 

Irgendwie erinnern mich deine Aussagen ein bischen an Aristoteles Regeln und der früheren Christen die versuchten griechische Philosophie und Lehre des Christentums zu verbinden. (Aristoteles sagte, schwarz ist nicht weiß , heiß ist nicht kalt und oben ist nicht unten) ...Sie (die früheren Christen ) verglichen nun das AT mit den Berichten über Jesus Christus und den Briefen der Apostel und glaubten Gegensätze zu entdecken . Im AT schien ihnen Gott hart und streng zu sein und im NT liebevoll und vergebungsbereit . Aufgrund Aristoteles Regeln glaubten sie also an 2 Götter und bevorzugten den guten gütigen und barmherzigen Gott und lehnten das AT somit auch die Juden ab als alttestamentliches Volk Gottes
Offenbart sich aber Gott nicht in 2.Mose 3,14.. Ich bin ´´ ??? Gott ist also unveränderlich derselbe

Deshalb finden sich im Neuen Testament Texte wie: ..Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen Hebräer 10, 31.. während wir im Alten Testament lesen: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte..Jeremia 31,3 . Die alttestamentlichen Geschichten vom sofortigen Strafgericht haben im Neuen Testament ihre Entsprechung in dem Bericht über Ananias und Saphira  Apostelgeschichte 5,1-11 . Das Gebot von der Nächstenliebe kommt aus dem Alten Testament  3. Mose 19,18.34  und auch die Feindesliebe können wir schon dort finden Sprüche 25,21

Ist es nicht die Vorstellung die wir uns von Gott machen die zu Missverständnissen führt vom gnädigen oder strengen Gott ? Wir gestalten Gott oft nach unseren eigenen Wunschvorstellungen. Wir können nur das über ihn wissen , was er uns offenbart und uns an der Bibel richten .
In ihr wird Gott – sowohl im Neuen als auch im Alten Testament – als liebender Vater beschrieben, der alles einsetzt, um unsere Liebe und unser Vertrauen zu gewinnen. Er ist ein barmherziger und gnädiger Gott, der unsere Schwächen versteht und unsere Schuld vergibt

LG 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.09.2016 10:41.

Lila

-, Weiblich

  fester Bestandteil

Beiträge: 731

Re: Gesetz versu Gnade

von Lila am 27.09.2016 10:32

Jesus zitierte Jesaja in der Synagoge:

 

Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben; und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: 18 «Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen; 19 zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.»
Luk 4,17-19

Ja Jesus verkündete das Reich Gottes, und tat es auch. Er hat die Armen frohe Botschaft verkündet, heilte die zerbrochenen Herzen, die in Sünde gefangen waren, befreite Er, heilte die Blinden und verkündete das angenehme Jahr des Herrn.

Und es ist aber auch ermutigend was wir im Hebräerbrief lesen:

Darum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen (Gläubige aus AT) um uns haben, lasset uns jede Last und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer die Rennbahn durchlaufen, welche vor uns liegt, 2 im Aufblick auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. 3 Achtet auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!
Hebr 12,1-3

Und Apostel Petrus warnt uns:

Darum, Geliebte, weil ihr solches erwartet, so befleißiget euch, daß ihr unbefleckt und tadellos vor ihm in Frieden erfunden werdet! 15 Und die Geduld unsres Herrn achtet für euer Heil, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat, 16 wie auch in allen Briefen, wo er davon spricht, in welchen etliches schwer zu verstehen ist, was die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. 17 Ihr aber, Geliebte, da ihr solches zum voraus wisset, hütet euch, daß ihr nicht durch die Verführung gewissenloser Menschen mitfortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verlieret! 18 Wachset dagegen in der Gnade und Erkenntnis unsres Herrn und Retters Jesus Christus! Sein ist die Herrlichkeit, sowohl jetzt, als für den Tag der Ewigkeit!
2Petr 3,14-18

Ein gesegneter Tag!

Lila

 

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Psalm 119,114 

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Pal

66, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Gesetz versu Gnade

von Pal am 27.09.2016 07:06

Pal:
Deshalb erscheint der Allerhöchste im AT auch oft derart hart und unsagbar konsequent. Gesetz ist Gesetz, Schuld ist Schuld, Strafe muß sein...
Wigrü:
glaubt ihr etwa das es jetzt nicht mehr so ist ?

Liebe Wigrü, genau das ist der Fall!
GOTT selbst muß seinen eigenen Gerechtigkeitsansprüchen volle Genüge tun! ER kann und wird ja gewiß nicht "alle 7 Gerade sein lassen" - Schlleßlich ist ER ja doch der RICHTER aller Welt. (Nebenbei: Nebukadnezar ist dafür ein gutes Beispiel, wo er Daniel in die Löwengrube werfen mußte, was er persönlich gar nicht wollte, aber wozu sein eigenes, unauflösbares Gesetz ihn zwang!)

Nun gab ER sein überaus heiliges, aber auch unsagbar strenges Gesetz.
Dieses Gesetz brauchte seine Erfüllung. Und genau die gab es erst seit Golgatha!!! -

Nicht Gott selbst hat sich verändert - ist ER doch unveränderbar!
Aber Golgatha gab IHM die wunderbare, neue Möglichkeit der Begnadigung ohne das Recht zu brechen!
Also so denke ich es mir.

Im AT wurde das Gesetz mit der allerletzten Konsequenz verfolgt. Dort lesen wir ua die den Satz "Schone nicht!" - (1Sa 15:3 ua)
Das war der Ruf nach unnachgiebiger Unbarmherzigkeit und sicherer Strafe.
Nur so konnte die Heiligkeit Gottes sich unter den bösen Menschen behaupten, um sie eben in Angst und Zittern, von dem Sündigen fern zu halten.

Da gab es logischerweise also wirklich nur eine Gerechtigkeit aus dem Gesetz, wie sie zB Pinehas deutlich machte, in dem er die beiden Sünder, mit seiner Lanze, durchbohrte. Dazu bekam er das höchste Lob Gottes! =>
Psa 106:30 Da stand Pinehas auf und übte Gericht, und der Plage ward gewehrt. Psa 106:31 Und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet von Geschlecht zu Geschlecht bis in Ewigkeit.

So funktionierte das Gesetz ohne Golgatha =>
4Mo 25:6 Und siehe, ein Mann von den Kindern Israel kam und brachte eine Midianitin zu seinen Brüdern, vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, als diese an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft weinten. 4Mo 25:7 Und als Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, es sah, da stand er auf aus der Mitte der Gemeinde und nahm eine Lanze in seine Hand; 4Mo 25:8 und er ging dem israelitischen Manne nach in das Innere des Zeltes und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da ward die Plage von den Kindern Israel abgewehrt.

Das war alles völlig ok und lobenswert, denn Gottes Gebote durften eben nicht verachtet werden ,sondern mußten unbedingt gehalten werden.

Was trieb Pinehas wohl zu solch einer blutigen Tat an? Die ganzherzige Liebe zu seinem Gott! -
Dennoch gab es einfach keinen Raum für Barmherzigkeit oder Gnade!

Ich überlege mir, wenn Jesus an Pinehas Stelle gewesen wäre, wie hätte ER wohl reagiert?

Aber vielleicht möchtet ihr dazu eure Vermutung schreiben? -

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Burgen am 27.09.2016 01:07

Hallöchen,

gerade fand ich eine gute Website, die vliele Fragen an den Christlichen Glauben bearbeitet.
Sie findet man unter folgender Adesse:
http://www.gotquestions.org/Deutsch/was-wir-glauben.html
 
Mein Ausgangspunkt war die Suche nach den Namen Gottes und ihre Wortbedeutung.
Es gefiel und deshalb teile ich die Adresse.

LG
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Burgen am 27.09.2016 00:24

Hallo ihr Lieben,

wir alle werden einmal gerichtet werden, zur Rechenschaft gezogen, gerichtet.

Die einen so, und wir? Haben wir den leisesten Schimmer einer Vorstellung von dem Gericht?

Sicher, dankbar, unendlich dankbar darf jeder von uns sein, der gewiss ist, dass Tod und Teufel nicht das letzte Wort haben.

Doch eine ehrfürchtige Furcht ist sicherlich angebracht, um nicht einmal die Worte hören zu müssen:
Ich kenne dich nicht, geh weg von mir.

Wir dürfen wissen, dass wir geliebte Kinder Gottes sind.
Doch wir selbst? Jeder muss lernen zu lieben und in der Liebe zu bleiben, trotz der manchmal unbequemen Tagesabläufe und den ganz eigenen seelischen Zuständen.

Naja, seid gegrüsst
Burgen

 

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Lila

-, Weiblich

  fester Bestandteil

Beiträge: 731

Re: Gesetz versu Gnade

von Lila am 26.09.2016 22:22

glaubt ihr etwa das es jetzt nicht mehr so ist ?

 

Liebe Wintergrün, das ist eine seeehr berechtigte Frage...

Kann man auch Fragen: Ändert sich Gott? War damals nicht genauso barmherzig wie Heut'?

Wurden die Kinder Gottes im AT nicht durch Jesus Blut erlöst?

Gilt etwa nicht was wir im Hebräerbrief lesen?

Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig, 27 sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird. 28 Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben, 29 wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? 30 Denn wir kennen den, der da sagt: «Die Rache ist mein; ich will vergelten!» und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten». 31 Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!
Hebr 10 26-29

 

LG

Lila

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Wintergruen
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Wintergruen am 26.09.2016 22:02

Liebe Henoch ..

ja die vollkommene Liebe , treibt die Furcht aus.. Aber wann hat man denn diese vollkommene Liebe um keine Furcht zu haben ? Meinst du das man diese zu Beginn des Glaubens schon hat ? ....Ich bin mir gewiss das es nicht so ist ...

gibt es einen Unterschied wenn man gezüchtigt wird oder bestraft wird im irdischen Dasein ? Wie will man das unterscheiden ?  

Wer allerdings ungläubig ist, auf dem bleibt der Zorn Gottes und auf ihn wartet das Gericht.

naja das wird wohl nach dem Tode so sein.. aber im irdischen Dasein, waltet doch die Gnade.. Oder etwa nicht?

LG 

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Henoch am 26.09.2016 21:43

Hallo Wintergrün,

für ein Kind Gottes ist es nicht mehr so: 1Joh 4,18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Wir werden gezüchtigt, aber nicht mehr bestraft. Der Unterschied ist, dass Gott jetzt unser Vater und nicht mehr unser Richter ist.

Wer allerdings ungläubig ist, auf dem bleibt der Zorn Gottes und auf ihn wartet das Gericht.

Henoch

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Wintergruen
Gelöschter Benutzer

Re: Gesetz versu Gnade

von Wintergruen am 26.09.2016 21:35

Deshalb erscheint der Allerhöchste im AT auch oft derart hart und unsagbar konsequent. Gesetz ist Gesetz, Schuld ist Schuld, Strafe muß sein


glaubt ihr etwa das es jetzt nicht mehr so ist ? 

LG 

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