Gibt es den "perfekten" Christen?
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Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Pal am 15.11.2016 15:05Lieber Salvato, ich erwarte noch konkrete Antworten auf meine Fragen. Falls es dir möglich ist?
... so wie ich dich lese, kannst du gar nicht mehr zu dieser Gruppe von "armen Schwächlingen" gehören. Habe ich dich so richtig verstanden?
Du brauchst dann wohl auch gar keinen Fürsprecher mehr. Oder? -
Sag ehrlich, wann meinst du, hast du das letzte mal gesündigt? -
Wieder die eine Frage, = Salvato bist du, hier und heute, schon so vollkommen wie der Vater im Himmel? Bist du schon vollendet?
????????
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von solana am 15.11.2016 12:38Salvato, ich habe dir auch viele Bibelstellen genannt - du gehst auf keine ein.
Es trifft eben beides zu. Weil wir die Vollkommenheit nicht aus uns selbst haben, sondern aus Gnade.
So wie du schreibst, kommt es mir vor, als ob du das Wesen der Gnade nicht verstehst und meinst, Gnade und Vergebung sei nur so eine Art Starthilfe.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Pal am 15.11.2016 12:37Ist das falsch zu verstehen?
An dem von dir zitierten Röm6 kann man nichts weiter falsch verstehen.
Aber es bleibt eine Tatsache, das wir unsere eigene Schwäche mit einbeziehen müßten. Denn wenn du nun keine Schwächen mehr hast und schon vollkommen heilig bist, dann ist das ja toll!
Aber für mich gilt:
Du brauchst dann wohl auch gar keinen Fürsprecher mehr. Oder? -
Sag ehrlich, wann meinst du, hast du das letzte mal gesündigt? -
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Salvato am 15.11.2016 12:26Guten Tag solana
Wie kann man denn hier Paulus falsch verstehen? Es war doch er der anordnete man soll den sündigen Menschen ausziehen, aufhören Knecht des Teufels zu sein.
Und wie verstehst Du das hier?
Ist das falsch zu verstehen?
Das sehe ich als sehr wichtig an, kommt auch von Paulus
Wie soll man Licht in dem Herrn sein, wenn man immer wieder mal in die Finsternis zurückfällt?
Jesus Angebot war klar und unmissverständlich. Wer IHM nachfolgt, sein Jünger wird, der wird bald nimmermehr in der Finsternis sein, sondern das Licht des Lebens haben.
Wenn es Christen gibt, die ihr Fleisch -Jesus Opfer zuliebe- noch nicht gekreuzigt haben, dann haben sie es ja noch vor sich. Ist doch schon was.

Gruss Salvato.
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Pal am 15.11.2016 12:11Jesus lehrte: Ihr sollt vollkommen sein, wie der Vater im Himmel. Ja glaubst Du, dass unser Herr Jesus dies gesagt hätte, wenn es unmöglich wäre? -
Ich nicht.
Wieder die eine Frage, = Salvato bist du, hier und heute, schon so vollkommen wie der Vater im Himmel? Bist du schon vollendet?
Jesus selbst sagte von sich :
Warum betonte Jesus das so? Warum ließ er sich selbst nicht das Prädikat "vollkommen gut" anrechnen?
Jesus war doch vollkommen gut!
Aber er war noch nicht vollendet!
Erst nach Blutschweiß und Golgatha konnte Jesus dieses Prädikat "guter Meister" vollkommen auf sich anwenden!
Verstehst du das?
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von solana am 15.11.2016 12:04Ich verurteile keineswegs jene Christen, die Jesus ja offensichtlich noch nicht wirklich die Führung des Lebens übergeben haben. Sind wir doch dazu aufgerufen, solchen, die noch in der Finsternis sind Mut zu machen, aufzuhören dem Widersacher Gottes als Werkzeug zu dienen.
Genauso auch anders herum, Salvato!
Auch wir sehen uns aufgerufen, dich darauf hin zu weisen, wo wir sehen, dass du Paulus falsch verstehst.

Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Salvato am 15.11.2016 11:51Guten Tag solana
Ich verurteile keineswegs jene Christen, die Jesus ja offensichtlich noch nicht wirklich die Führung des Lebens übergeben haben. Sind wir doch dazu aufgerufen, solchen, die noch in der Finsternis sind Mut zu machen, aufzuhören dem Widersacher Gottes als Werkzeug zu dienen.
Mit dem Vater Unser ist es doch so, dass Jesus die Jünger darauf aufmerksam machte, dass Unversöhnlichkeit dazu führt, dass Gott solchen dann nicht vergibt. Unversöhnlichkeit bedeutet ja, noch immer Groll in sich zu haben, es also an der erforderlichen Liebe und Barmherzigkeit ermangeln zu lassen.
Jesus lehrte: Ihr sollt vollkommen sein, wie der Vater im Himmel. Ja glaubst Du, dass unser Herr Jesus dies gesagt hätte, wenn es unmöglich wäre? Ich nicht.
Und in 2. Tim. 3.17 heisst es, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem Guten Werk geschickt. Ist es denn aus Deiner Sicht falsch, wenn man sich in der Bibel an jenen Stellen orientiert die dazu verhelfen, sich so zu verändern, dass man von Gott als Werkzeug seiner Liebe gegenüber Mitmenschen sein kann?
Wer eine geistliche Wiedergeburt erlebte, weiss, wie segensreich es ist, wie das Leben dadurch lebenswerter wird, für andere und für sich. Unsereins will ja nichts anderes, als dass jene, die dies noch nicht erlebt haben, wie es ist Gott nicht mehr um Vergebung bitten zu müssen , sondern ihm vollkommen,also mit ganzem Herzen zu dienen, wo immer er es bewerkstelligt, die Möglichkeit gibt zu zeigen, dass man nach der Bekehrung wahrhaftig die Führung Jesus Chriistus übergeben hat. Warum soll das falsch sein? Ich sehe als Christenpflicht.
Gruss und Gottes Segen, Salvato
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von solana am 15.11.2016 11:24Hallo Salvato
Vielleicht hast du ja tatsächlich schon eine solche Vollkommenheit erreicht, dass du das Vaterunser nicht mehr mitbeten kannst, weil es da ja heisst: "Vergib und unsere Schuld" - denn du sündigst ja nicht mehr ....
Und wenn du diese Vollkommenheit schon erlangt hast, dann bist du ja schon viel weiter als Paulus, der von sich sagte: Phil 3,12 Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.
Ich persönlich kenne niemanden, der so vollkommen ist, dass er nicht mehr nötig hätte, um Vergebung zu bitten.
Aber ich habe schon Christen kennen gelernt, die sich selbst betrügen, indem sie die Augen vor ihrer eigenen sündigen Natur verschliessen und meinen, sie hätten nichts zu bereuen und sich vergeben zu lassen. Die sich so geben wie der Pharisäer in der Geschichte:
Lk 18,11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. ....
Und du weisst, was Jesus dazu sagte.
Aber das ist allein deine Sache, wie du dich selbst siehst und wie du "Vollkommenheit" verstehst und wie du andere Christen be- und verturteilst, die sich nicht anmassen, schon vollkommen zu sein .....

Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Salvato am 15.11.2016 10:54Guten Tag Pal
Ein Prozess ist es sicherlich, bis man das Fleischliche in sich gekreuzigt hat und nurmehr im Geiste wandelt. Wir kennen die Bedinungen im 5. Kapitel des Galaterbriefes. Gott hilft beim Wollen und Vollbringen. Dies ist ein Angebot, dass offenbar viele nicht in Anspruch zu nehmen scheinen.
Gott wünscht sich unter seinen Geschöpfen, insbesondere von solchen, die einst bezeugten Jesus die Führung ihres Lebens übergeben zu wollen/haben Mitarbeiter auf Erden zu finden, die seinem Heiligen Geist gehorchen, wenn es darum geht, die von Gott geschenkten Begabungen zum Wohle von Nächsten einzusetzen.
Das was Du als ein einziges Gottes-Wunder bezeichnest ist für mich die erfolgte Geburt, neu aus Gott, also die einzig wahre, glaubwürdige christliche Widergeburt. Und die sollte ja nicht erst dann erfolgen, wenn Gott uns nicht mehr als seine Werkzeuge einsetzen kann, oder?

Gruss Salvato
Re: Gibt es den "perfekten" Christen?
von Pal am 15.11.2016 10:37Ich kenne "Christen" die sagen, sie würden halt noch solange mal wieder sündigen, bis der Heilige Geist komme und sie von innen her rein mache.
Diese Aussage hat zwei "Gesichter" / Perspektiven.
Wenn diejenigen "Christen", mitsamt ihren Sünden, in der nächsten Minute tod umfallen, dann müßen sie halt zusehen, wie ihr Erdenleben Jesu Liebe und den Glauben repräsentiert oder eben schmäht? -
Auf der einen Seite ist es tatsächlich notwendig, das der Hl.Geist uns unsere Sünde als das offenbart, was sie in Wirklichkeit ist = hassenswert, verabscheuungswürdig!
Wenn das nicht geschieht, werden wir uns immer mit unseren "Lieblingssünden" abquälen und sie immer wieder trotzdem begehen.
Das allergrößte Bosheitspotential enthält dabei das "alte Ego" - kann ich mich selbst vor mir selber erretten?
Nein, eben nicht!
Ich brauche Hilfe!
Was wäre denn die Hilfe? -
Die Liebe Jesus, die stärker ist als meine Ego-Lüste!
Dann kommt der Glaube, der an diese Liebe in mir glaubt. Das ich eines Tages tatsächlich, von ganzem Herzen und mit großer Freude mein "Selbst" fahren lasse. Das ist ein einziges Gottes-Wunder!
Doch dies Ganze geschieht als lebenslanger Prozeß und nicht als Event! - nach mM