Clownis Welt

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 15.02.2026 10:02

Hallo.

Luther nimmt in seinem Schriften auch Bezug auf die seit dem 13. Jahrhundert verbreiteten Legenden von jüdischen Ritualmorden und Hostienfrevel, die zu Gewaltausbrüchen und Pogromen anstachelten.
Ein angeblicher Ritualmord an dem Winzerjungen Werner von Bacharach löst 1287 eine Welle von Pogromen aus wie in weiteren ähnlich gelagerten Fällen.

Jetzt ein Sprung nach Eisenach ins:
Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben.
Das Institut wurde im Jahr 1939 aus der zuvor gegründeten Kirchenpartei Deutsche Christen (DC) gegründet.
Mitgetragen wurde das Institut von elf evangelischen Landeskirchen.

Ich fasse die Ziele grob zusammen:
Theologische „Entjudung“: Tilgung aller Hinweise auf das Judentum aus der Bibel, der Liturgie und dem kirchlichen Leben.
Konstruktion eines „arischen“ Jesus: Verbreitung der pseudowissenschaftlichen These, Jesus sei kein Jude, sondern ein „arischer Galiläer“ gewesen, der gegen das Judentum gekämpft habe.
Revision kirchlicher Texte: Herausgabe einer „entjudeten“ Bibel (das „Volkstestament“) sowie eines Gesangbuchs, aus denen Begriffe wie „Hallelujah“, „Hosianna“ oder „Sion“ entfernt wurden.

Eins der Resultate war das Volkstestament mit dem Titel: Die Botschaft Gottes.
Die meisten, die sich mit der Theologie und Theologen beschäftigt haben, dem wird der Name Walter Grundmann etwas sagen.
Grundmann war die zentrale wissenschaftliche Figur des Eisenacher Instituts.
Noch weitere namhafte Theologen waren darin verstrickt, auch ging ihre kirchliche Karriere nahtlos weiter.

Und alles ist in der Shoa/Holocaust gendet.
Vieles davon hat sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt. 
In meiner Familie herrschte und ich spüre es selbst das Gefühl von nicht auffallen, irgendwie unter dem Radar zu fliegen. Seit dem 7. Oktober betrachte ich mich im Spiegel anders, ich prüfe wie sehr sieht mein Spiegelbild jüdisch aus…..


Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.02.2026 10:14.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 15.02.2026 10:16

Hallo Nusskeks.

Ich habe überhaupt keine Lust auf sowas.
Natürlich ist es mein Fehler, eindeutige Formulierungen falsch zu verstehen.
Dazu ziehen sich solche Aussagen wie ein roter Faden durch.
Ich habe keine Lust mehr, Kontakte für dich herzustellen, am Ende fällt es auf mich zurück.


Bitte lass mich in Ruhe.
Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.02.2026 10:16.

nusskeks

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 15.02.2026 10:22

pausenclown: Natürlich ist es mein Fehler, eindeutige Formulierungen falsch zu verstehen.

Das verstehe ich nicht. Ich hatte doch gerade geschrieben, dass ich das nicht verstanden hatte, was es mit der Abgrenzung zum Begriff "Christ" auf sich hat und das ich um Entschudligung gebeten hatte.

pausenclown: Dazu ziehen sich solche Aussagen wie ein roter Faden durch.

Auch das verstehe ich nicht. Welche Aussagen?

pausenclown: Bitte lass mich in Ruhe.

Das verstehe ich. Ich verstehe nur nicht, weshalb. Ich bin doch auf Deiner Seite.

gruß
nk


Hoditai, Mensch des Weges 
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.02.2026 10:23.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 15.02.2026 10:43

Hallo Nusskeks.

Ich habe kein Problem, Menschen oder dir zu vergeben, was ich längst getan habe.
Shalom 

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nusskeks

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 15.02.2026 11:17

pausenclown: Ich habe kein Problem, Menschen oder dir zu vergeben, was ich längst getan habe.

Dafür bin ich dankbar. Dann liegt das Problem also woanders. Vielleicht meine Art zu schreiben. Nach all den Jahren in denen wir privat Kontakt hatten, stehe ich da vor einem Rätsel. Es war mir nicht klar, dass ich so unangenehm bin.

Puh. Das beschäftigt mich. Aber ich schreibe themenfremd und das gehört nicht in diesen Thread. Entschuldige bitte.

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 15.02.2026 12:56

Hallo.

Eins der ersten positiven Ereignisse nach dem Holocaust.
Dir Ökumenische Marienschwesternschaft aus Darmstadt l.
Diese evangelische Gemeinschaft wurde 1947 in Darmstadt gegründet.
Basilea Schlink und Martyira Madussa gründeten diese Gemeinschaft mit dem Zweck:
Die Gründung war eine direkte Reaktion auf die Schuld der Deutschen während des Nationalsozialismus und des Holocaust.
Sühne und Gebet: Die Gemeinschaft widmet sich seither intensiv der christlich-jüdischen Versöhnung und dem Gebet für Israel. Sie betreiben in Israel das Gästehaus „Abraham’s House“ in Jerusalem als Ort der Begegnung und Versöhnung. 

 Weiter gibt es zahlreiche christliche Organisationen und Werke, die Israel auf unterschiedliche Weise unterstützen von humanitärer Hilfe und Sozialprojekten bis hin zu politischer Solidarität und theologischer Bildungsarbeit.  
Eine möchte ich hervorheben: Die internationale Christliche Botschaft Jerusalem, kurz ICEJ.
Einige werden die regelmäßigen Sendungen, Faszination Israel kennen.
Weniger bekannt ist ihr Einsatz für Mobile Schutzräume in Israel.
Israel wurde ja nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 beschossen.
Bis 2026 hat die ICEJ insgesamt über 230 mobile Bunker in gefährdeten Gebieten platziert. 
Weiter engagieren sie sich für uns im Holocaust Heim, wo Überlebende im Alter ein Zuhause gefunden haben.

Falls jemand das Bedürfnis hat, aktiv etwas für Israel zu tun, wendet euch einfach an eine der Organisationen.
Viele Juden sind dankbar, dass es euch da draußen gibt, Danke
Tja, ich tippe und lösche und schreibe und lösche, ich werde etwas über die Gründung des heutigen Staates Israel schreiben, noch fehlen mir die richtigen Worte….

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.02.2026 12:57.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 17.02.2026 08:23

Hallo.

Jetzt habe ich eine Idee, wie ich das Thema Israel beginne, zurück ins Jahr 1860
Am 2. Mai 1860 wurde Theodor Herzl geboren. 
Herzl wuchs als assimilierter Jude in Wien auf, wie viele Juden in dieser Zeit glaubte Herzl, dass der Antisemitismus durch Bildung und Anpassung verschwinden würde. Doch genau um 1880 radikalisierte sich der Judenhass.

Kurz nach 1880 änderte sich die Situation radikal:
Pogrome in Russland: Die Ermordung von Zar Alexander II. im Jahr 1881 löste eine Welle antisemitischer Pogrome im Russischen Kaiserreich aus.
Beginn der Migration: Diese Ereignisse führten 1882 zum Start der Ersten Alija, bei der bis 1903 etwa 25.000 bis 35.000 Juden einwanderten und erste

landwirtschaftliche Siedlungen gründeten. 
Die Situation in Palästina damalig:
Bevölkerung: Man schätzt, dass um 1880 etwa 20.000 bis 23.000 Juden in Palästina lebten. Dies entsprach etwa 5 % der Gesamtbevölkerung, die mehrheitlich aus rund 400.000 Muslimen und 42.000 Christen bestand.
Bevor das falsch verstanden wird, das Gebiet wurde Palästina offiziell verwendet, die dort lebenden Gruppen wurde:
Arabische Palästinenser. 
Christliche Palästinenser 
Jüdische Palästinenser. 
Der Begriff Palästinenser, hat im laufe der Zeit einen Wandel verzogen.

Um die Stellung und Bedeutung von Herzel zu würdigen.
Zitat:
Theodor Herzl gilt als der Vater des modernen politischen Zionismus. Als Visionär legte er den organisatorischen und theoretischen Grundstein für die spätere Gründung des Staates Israel. 

Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.02.2026 08:25.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 17.02.2026 12:02

Hallo.

Langsam aber sicher nähere ich mich dem 1948 und der Staatsgründung Israels.
Aber zurück ins Jahr 1944, genau gesagt zum 22.7.1944.
An diesem Datum wurde das KZ Majdanek durch die Rote Armee befreit.
Gleichzeitig wurden in Deutschland zahlreiche KZ- und Arbeitslager eröffnet.
Seit dem Sommer gab es immer Häftlinge, die aus dem Osten zurück nach Westen deportiert wurden.
Alleine in Baden Württemberg gab es über 30 KZ Außenlager. 
Ab dem Sommer 1944 wurden die letzten Ghettos in Polen aufgelöst und viele der letzten jüdischen Ghettobewohner wurden nach Deutschland gebracht.
Ab Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz befreit und Ende April die Lager in Deutschland.

Ende gut alles gut?
Leider nein, für viele jüdische Häftlinge stellte sich die Frage, wohin?
Für die meisten stellt sich die Frage, in Deutschland bleiben gar nicht, für osteuropäische Juden, wäre ein Zurück, nicht weiter wie der Weg in eine Existenzlosigkeit.

Die erste Antwort wohin, wurde mit der Gründung der Displaced Person Camps (DP) beantwortet.
Schätzungen zufolge lebten zwischen 250.000 und 300.000 jüdische DPs in solchen Lagern in Deutschland, Österreich und Italien. Die Mehrheit befand sich in der US-Besatzungszone.
Es stellt sich die Frage, warum gingen jüdische Überlebende nicht so schnell wie möglich nach Israel nach der Befreiung?
Die britische Mandatsmacht versuchte mit großem militärischem Aufwand, die jüdische Einwanderung nach Palästina zu verhindern, um Unruhen mit der arabischen Bevölkerung zu vermeiden. 

Diese Blockadepolitik führte zu dramatischen Ereignissen.
Das Weißbuch von 1939: Dieses Dokument bildete die rechtliche Grundlage. Es begrenzte die jüdische Zuwanderung extrem stark, was dazu führte, dass die meisten Überlebenden nach 1945 als illegale Einwanderer galten.
Die Briten fingen Schiffe mit Flüchtlingen im Mittelmeer ab. Zwischen 1946 und 1949 wurden etwa 52.000 Menschen in britischen Internierungslagern auf Zypern festgehalten – oft unter Bedingungen, die die traumatisierten Überlebenden an die KZ-Haft erinnerten.
Das bekannteste Beispiel ist das Schiff Exodus 1947. Die Briten zwangen das Schiff zur Umkehr und deportierten die über 4.500 Passagiere zurück nach Deutschland in die Lager Pöppendorf und Am Stau bei Lübeck.

Der Holocaust war ein wichtiger Beschleuniger für die Staatsgründung Israels. 
Unabhängig von biblischen Prophetien war es an der Zeit, Heimat zu haben, zurück aus der Diaspora, hin zu dem Versprechen, nie wieder. Dem Versprechen, Schutz zu haben.
Millionen von Juden haben seit 1948 ihr Zuhause: Eretz Israel.

Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.02.2026 12:03.
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