Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

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pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 22.04.2026 07:47

Hallo Nusskeks.

Das die Mishna und die Torah die Grundlage bildet, ist aus jüdischer Perspektive, richtig.
Denkst du die Mehrheit der Christen sehen das auch so?

Und eine Frage die ich oft Stelle ist die, was ändert sich konkret in deinem Leben, nachdem du herausfindenst, das die Mishna eine Rolle spielt, oder das NT jüdisch ist?
Hat es Auswirkungen auf deine Beziehung zu Gott und spiegelt sich in der Beziehung zu deinem nächsten?
Meine persönliche Meinung ist, die Kernpunkte, Säulen oder wie man diese genau bezeichnet, sind auf Deutsch ohne jüdischen Hintergrund zu verstehen.

Ich zitiere jetzt mal aus meinem Unterricht von neulich: 
Das Judentum ist ein Religion des tun und Handelns, wir beschäftigen uns mit der Frage wie können wir Gott heute in dieser Stunde in dieser Minute dienen und nicht wie komme ich in den Himmel.

Es ist die Lehre von Tikkun Olam, das streben nach Gottes Gerechtigkeit in dieser Welt.

Shalom Pausenclown.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.04.2026 07:47.

nusskeks

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von nusskeks am 22.04.2026 08:13

pausenclown: Und eine Frage die ich oft Stelle ist die, was ändert sich konkret in deinem Leben, nachdem du herausfindenst, das die Mishna eine Rolle spielt, oder das NT jüdisch ist?

Eine gute Frage.

-> Nachdem ich die Bücher von Herrn Fruchtenbaum gelesen hatte, stieg mein Vertrauen in die Schrift. Sowohl in das Alte als auch in das Neue Testament.
-> Das gesteigerte Vertrauen in das Wort Gottes wiederum hatte zur Folge, dass auch mein generelles Vertrauen in den Vater und in Jesus gesteigert wurde. Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit, Fürsorge in seine Liebe und in seine Barmherzigkeit.
-> Das wiederum hat Einfluss auf meinen Alltag, auf Entscheidungen die ich treffen muss in Bezug auf Beruf und Familie. Ich werfe meine Sorgen mit größerem Vertrauen auf Gott, kann besser Dinge loslassen, die ich nicht ändern kann und mache dadurch auch Menschen Mut, die dieses veränderte Vertrauen an mir sehen.

-> Dann machen mir solche Erklärungen wie die von Herrn Fruchtenbaum einfach Freude. Mit einer größere Begeisterung lese ich die Schrift, blicke hinter die vielen Details, die mir bisher verschlossen blieben und bin quasi "ansteckend" darin, diese Freude auch anderen Menschen zu vermitteln. Ihnen Mut zu machen, der Schrift mehr zu vertrauen als sie es bisher taten und vielleicht auch mit einer größeren Liebe darin zu lesen und zu forschen.

-> Durch das erhöhte Verständnis der hebräischen-jüdischen und messianisch-jüdischen Lebens- und Denkweise steigert sich mein Verständnis für Israel und die Juden. Vorurteile die ich vielleicht noch hatte, werden und wurden reduziert. Mein Interesse am Land Israel, also das Land in dem das Alte und das Neue testament angesiedelt ist, steigerte sich noch mehr. Damit auch mein Wunsch, es persönlich zu erleben. Dies alles hat wiederum zur Folge, dass ich Nachrichten aus und über Israel besser einordnen kann und meine Solidarität mit und zu Israel gesteigert wurde.

Mehr fällt mir spontan nicht ein.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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pausenclown

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Beiträge: 531

Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 22.04.2026 08:47

Hallo Nusskeks.

Danke für deine Antwort.
Deine aufgeführten Punkte kann ich gut verstehen.
Mir fällt es schwer mich schriftlich zu ausdrücken und hoffe, es kommt nicht so rüber, als möchte ich dich vorführen.
Um meine Frage zu verdeutlichen, schreibe ich das Pauschal.

Daher Pauschal: Es gibt Unterschiede zwischen messianischen Juden und Christen im Verständnis der Auslegung der Schrift.
Allein bei dem Wort: Gerechtigkeit.

In der jüdischen Tradition ist es mit diesem Gedanken verbunden.
Wir sind Partner Gottes und zusammen mit ihm wollen wir die Welt verbessern.
Dahinter steht die Idee, ist es gerecht das mein nächster Hunger hat und ich habe genug?
Es ist meine Part dafür zu sorgen, dass dieser Ungerechtigkeit zu begegnen, auszugleichen und ihm das Brot zu brechen.
Das bedeutet nach unserem Verständnis, nach der Gerechtigkeit Gottes zu trachten. 
Nicht um uns irgendwie was anderes damit zu verdienen, sondern das Gebot Gottes im Alltag anzuwenden und zum Leben. Da es um Gottes Gerechtigkeit in dieser ungerechten Welt geht.
Unsere Tradition sagt: Wir können nur ein Gebot mit Gottes Hilfe erfüllen.
 
Vermutlich wirst du mir zustimmen, nicht unbedingt eine christliche Lehre.
Aber wenn du durch dein Studium raus findest, Moment mal, das zu lesen und zu verstehen, am Ende der Weg zum nächsten führt, dann freut es mich.
Anschließend zwei Dinge.

In den letzten Jahren gibt es unzählige jüdische Neutestamentler, ich meine nicht aus messianischer Ecke.
Diese sind Experten für die Mishna und erkennen in Jesus einen von ihnen. In der Zeit Jesu gab es zwei verschiedene Arten der Auslegung: Midrash, Haggada und Aggada und sie beziehen sich auf die Methode der Auslegung.
Aggada ist erzählerisch und es werden oft Gleichnisse verwendet, mit dem Ziel der Herstellung der sozialen Gerechtigkeit. 

Mein letzter Punkt.
Es gibt Unterschiede zwischen messianischen Juden und Christen meine Überzeugung ist, diese muss man auch nicht überwinden. Es gibt uns akzeptieren der Berufungen und des anders, obwohl wir eins sind. 
Wir leben den jüdischen Weg und ihr euren christlichen Weg, ich persönlich habe damit überhaupt kein Problem 

Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.04.2026 08:47.
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