sündigt ein Christ nicht mehr?

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Burgen

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Re: sündigt ein Christ nicht mehr?

von Burgen am 23.05.2026 09:12


Guten Morgen,  

habe mal diesen sehr interessanten Beitrag wieder hervorgeholt.  Von Sept '19 ;)  

In einigen Monaten vorher von heute hatten wir ja auch schon mal um dieses Thema gekreist.  

Morgen nun ist wieder Pfingsten - wie all die vergangenen Jahre auch.  Heißt, wir feiern als Christen die Ausgießung des Heiligen Geistes. Nach dem Kreuzesweg, Kreuzigung, Tod und Auferstehung Jesus. 

Seither hat sich nun fast über 2tausend Jahre die Erde samt Sonnensystem sozusagen weiter gedreht. Was hat uns nicht alle während unseren eigenen Lebensjahren seither bewegt.  ...  Ich sah mal ein Video zu genau diesem Thema der Nachkriegsgenerationen bis heute. Herausgestrichen unter dem Aspekt, welch eine andere Art der Belastung die Menschen, die nun alten Menschen oder älteren Menschen bis heute ausgesetzt waren. Heißt, was die alles 'lernen' mussten, zu lernen hatten bis heute und welche persönlichen und allgemeinen Entwicklungen sie durchgemacht haben. 

Nicht nur, die zB angeblich befreiende Frauenbewegungen.  
Allein schon die Autoindustrie, die Computerindustrie, und nicht nur die Industrien. Besonders kann mich erinnern an die 90iger Jahre. Immer mehr Menschen beschäftigten sich mit Tastaturen, Handbüchern, Installationen von Programmen, Betriebssystemen, bis hin, dass das normale Handschriftliche im öffentlichen Raum kaum noch jemand lesen kann, weil heute fast ausschließlich getippt wird. Bis hin, dass die ausgesprochenen Worte sozusagen automatisch in eine getipptes Sprachbild verwandelt wird - und oftmals dies wiederrum falsch geschrieben wird. Die Schrift, die Aussprache in eine  Kauderwelschart sichtbar wird. Die Kinder in der Grundschule schon werden sozusagen abgehängt, denn Eltern sprechen zuhause eine andere Sprache als das Land in dem sie wohnen.  Und die Eltern können diese Sprache ebenfalls nicht oder kaum. Sogar wenn sie über 30 Jahre hier leben. 

Habe dies selbst in einem Gespräch draußen erfahren. Wie oft musste ich nachfragen, um überhaupt den Sinn verstehen zu können. In dem Beispiel ging es um eine Frau im neuen Rentenalter und die neue Möglichkeit weiter arbeiten zu wollen.  
Sie war im Amt, der Rentenbehörde, hatte die Info, sie solle zum Amt gehen. Niemand hatte ihr gesagt mit schlichten Worten, dass dies nur funktionieren könnte, wenn sie vorher - jetzt die Rente beantragen müsste, dann mit den Daten einreichen und einen neuen Arbeitsvertrag nahtlos erhalten würde. Oder so, weiß es selber nicht wie das alles ablaufen würde. Sie sagte, dass die Rentenversicherung ihrer Stadt alles im Computer hätte. bedankte sich aber für das Gespräch, draußen auf dem Weg. Ihre Tochter aber auf dem Gymnasium war ... . 

Ich glaube solche Dinge sind nicht unbedingt einzigartig sondern oft. 
Und das läuft mMn ebenfalls unter diesem Thema, denn wir leben wohl in einem Umfeld, in dem die meisten Menschen nicht mehr verstehen. Und einer dem anderen nicht mehr helfen kann. Heißt, wir werden vom Kindergarten und Grundschule sofort in die höhere Schule des Lebens katapultiert. Und auf dem Weg nach der Schule des Lebens allein oder fast allein weiterlaufen, leben müssen. 

Bin selbst mal von einer Christin darauf angesprochen worden - wie man als allein lebender Mensch leben könne. 

Und das trifft dann wieder wohl auf den obigen Satz: sündigt ein Christ nicht mehr? 
Man kann doch eigentlich nur das 'weitergeben' und helfen, was man selbst durchstanden, durchlebt hat? 
Und geben wir die eigenen Lernerfahrungen weiter? um anderen zu helfen, die auf ihrem Wege feststecken?  

Eine Frau, jetzt etwa kurz über 80 sagte, sie war mal in einer psychosomatischen Klinik. Sie selbst kam aus einem kath Elternhaus. Ihre Mutter kam von einer Landwirtschaft und ist natürlicherweise lange schon gestorben. 
Also die Frau war in dieser Klinik, lernte dort ihren zweiten Mann, ihren Kurschatten kennen. Sie meinte, die meisten Gespräche in der Einrichtung und der Gruppen hatte Thema Beziehungsprobleme. 
Rückblickend ar sie selbst ein Kind der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Und hatte Kindergärtnerin als Beruf damals erlernt. Und noch heute mit 80 liebt sie Kinder.  

Aber - frage ich mich, die wir eine christliche Vergangenheit, einschließlich zwei Weltkriege erlebt und durchlebten, wie sprechen wir nun heute die ganzen Probleme unter dem Gesichtspunkt "sündigt ein Christ nicht mehr?". 

Sind unsere Augen nicht mehr oder weniger überschattet von dem, was wir am Tag leben? Genau wie Jesus versucht wurde 40 Tage in der Wüste bevor er in und durch Gottes Kraft mit innewohnendem Heiligen Geist 3 Jahr überleben konnte?  

Das sind doch genau auch unsere Angriffspunkte. 







Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

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Re: sündigt ein Christ nicht mehr?

von Burgen am 23.05.2026 10:10



11 Christus aber ist gekommen als Hoher Priester der zukünftigen[9] Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt – das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist – 
12 und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat ⟨uns⟩ eine ewige Erlösung erworben[10]. 
13 Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, 
14 wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist ⟨als Opfer⟩ ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer[11] Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient[12]! 
15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen. 
16 – Denn wo ein Testament[13] ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. 
17 Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist[14], weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat. – 

18 Daher ist auch der erste ⟨Bund⟩ nicht ohne Blut eingeweiht worden. 
19 Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk mitgeteilt war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop[15] und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk 
20 und sprach: »Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat.« 
21 Aber auch das Zelt und alle Gefäße des Dienstes besprengte er ebenso mit dem Blut; 
22 und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung. 
23 ⟨Es ist⟩ nun nötig, dass die Abbilder der in den Himmeln ⟨befindliche Dinge⟩ hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. 

24 Denn Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Abbild des wahren ⟨Heiligtums⟩, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen, 
25 auch nicht, um sich selbst oftmals zu opfern, wie der Hohe Priester alljährlich mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht 
26 – sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an –; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter[16] offenbar geworden, um durch sein Opfer[17] die Sünde aufzuheben. 
27 Und wie es den Menschen bestimmt[18] ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, 
28 so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Male ohne ⟨Beziehung zur⟩ Sünde[19] denen zum Heil[20] erscheinen, die ihn erwarten. 

Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen 
bibleserver (c) 


Ich finde, diese Verse, diese Zusammenstellung, diese Aussage sind äusserst wichtig, um überhaupt dies ganze Thema der Sünde zu verstehen.  

Es geht ja, wie immer, um Jesus allein, der uns rettet - und uns die Kraft verleiht, als Kinder seines und unseres Vater in IHM überhaupt zu überleben in dieser gefallenen Welt. 
Wer den Tag, jeden Tag mit IHM zusammen lebt, wird sicherlich manchmal innehalten und sich wieder neu justieren um nicht in Versuchung zu geraten. Er ist unser Helfer, unser Heiland und möchte, dass noch viele verlorene Seelen das erhalten, was nur ER uns schenken kann. Nämlich Neues Leben. Er ist niemals 'veraltet' und nutzt sich auch niemals ab. Im Gegenteil. Alle Tage ist er da und wartet darauf, dass wir, jeder einzelne, ihn bitten, anrufen um Hilfe und danken dafür, dass er da ist. 

Sogar oder auch dann, wenn das Herz gerade schwer ist. Wie aufgezeigt den Anfang dieses Threads. Es geht um ihn, auch wenn niemand anders versteht, was jemand vielleicht gerade, menschlich gesehen, durchmachen muss. ER ist da. Ohne doppelten Boden. 


Gruß  
Burgen 






Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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