Rettungsschiff MS Jesus.
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Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von nusskeks am 02.07.2026 08:19Ich kann diese Video-Reihe nur empfehlen. Habe sie mir bereits angeschaut.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 02.07.2026 09:00Hallo Burgen.
Also, meine persönliche Überzeugung ist, um Jesus zu verstehen reicht eine deutsche Übersetzung erstmal aus.
Bestimmt kennt jeder das: Öhm, über was reden die im Augenblick?
Johannes 4, 11 ff
Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief. Woher hast du denn das lebendige Wasser? 12 Du bist doch nicht größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank daraus und seine Söhne und sein Vieh?
Um etwas mehr Verständnis zu bekommen schlägt Guido 4 Punkte vor:
Der Blick in unser Herz: Was ist mein Vorverständnis?
Der Blick in die jüdischen Quellen: Was sagen die Texte von damals?
Der Blick zurück in den Text: Was steht wirklich da und was lese ich hinein?
Der Blick in unser Leben: Was sollen wir aus diesem Text lernen?
Zum Punkt zwei, was jüdische Quellen sagen, oder unsere Tradition.
Ich habe in meiner Unterweisung folgendes dazu gelernt.
Nach der jüdischen Tradition stieg das Wasser bei Jakob am Brunnen von alleine an. (In Bereschit Rabba steht diese Begebenheit exakt in Kapitel 70, Abschnitt 11-12).
Gut möglich, dass sowohl Jesus als auch die Frau diese mündliche Überlieferung schon kannten, Jakob musste das Wasser nicht schöpfen, sondern es stieg an.
Vielleicht kann man den Textabschnitt auch so lesen:
Wenn die samaritanische Frau Jesus fragt:
Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben hat?
Schwingt in Worten im Kontext genau diese Tradition mit.
Vielleicht könnte man es so formulieren:
Für unseren Vater Jakob stieg das Wasser damals von alleine hoch. Wer bist du, dass du behauptest, mir lebendiges Wasser zu geben, ohne ein Schöpfgefäß zu haben?
Jetzt widerspreche ich mir selbst, einerseits reicht die deutsche Übersetzung und andererseits kann es kompliziert werden.
Viele Prediger legen den Fokus auf, ein Rabbi würde nie mit einer Frau sprechen. Juden und Samaritaner sind Feinde usw, was kommt dann als Evangelium raus?
Am Ende wird vergessen, dass die Frau am Brunnen erkennt, das ist der Messias, das ist unser Messias, an der wir glauben und hoffen. Ja, er ist größer wie unser Vater Jakob.
Shalom.
PS Wem ist das jemals aufgefallen, die samaritanische Frau benutzt das Wort unser und nicht euer bezüglich Jakob.
PS Wem ist das jemals aufgefallen, die samaritanische Frau benutzt das Wort unser und nicht euer bezüglich Jakob.
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 07.10.2026 07:05Hallo und Ahoi von der MS Jesus.
Bestimmt kennen einige den alten Film Ben Hur.
In diesem Film gibt es das Tal der Aussätzigen. Die Aussätzigen leben in Höhlen vor den Toren Jerusalems.
Bekannt oder?
Bis heute prägt der Film die Ansicht über die damaligen Aussätzigen und die jüdische Bevölkerung und Tradition.
Es spiegelt sich in Predigten wieder.
Und im Gegensatz dazu ein kleiner Blick durch die jüdische Brille.
Wie ausgegrenzt lebten Aussätzige in Israel tatsächlich?
Ein Text der Mischna aus dem Traktat Negaim 13,12, der das jüdische Recht bezüglich des Zugangs von Menschen mit Tzaraat („Aussätzigen“) zu gemeinschaftlichen Räumen regelt.
Negaim 13,12
Wenn er [der von Tzaraat Betroffene] eine Synagoge betritt, macht man für ihn eine Trennwand, die zehn Handbreit [ca. 80–100 cm] hoch und vier Ellen [ca. 2 Meter] breit ist. Er soll als Erster eintreten und als Letzter herausgehen. Und jedes Gefäß, das sich innerhalb dieser Trennwand befindet, wird unrein.
Ein weiterer Gegensatz ist die Ursache von Aussatz. In der jüdischen Tradition ist nicht ein Bakterium oder Virus die Ursache, sondern Lashon Hara, die böse oder schlechte Zunge.
Shalom Pausenclown.


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