Wachstum in der Gegenwart Gottes

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nusskeks

56, Männlich

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Beiträge: 812

Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes

von nusskeks am 30.10.2026 10:46

Matthias: Mich würde interessieren: Wie erlebt ihr das?

Irgendwann wurde mir klar, dass Gottesdienst sich nicht im sonntäglichen Besuch der Ortsgemeinde und Lobpreis sich nicht in Gesang erschöpft. Im Gegenteil. Ich lernte aus der Schrift, dass mein ganzes Leben Gottesdienst und ein Lobpreis Gottes Herrlichkeit ist und sein soll (Rö 12,1ff und Eph 1,1ff).

Seitdem habe ich mein Leben dem angepasst. Jesus kann und muss überall dabei sein. Daheim, im Job, auf Reisen und in meiner Freizeit. Natürlich singe ich auch geistliche Lieder, jedoch ist dies aus meiner Sicht keine besondere Lobpreiszeit, zumindest nicht besonderer als der Rest meines Lebens. Denn mir ist klar, dass Gott meinen Gesang nicht sonderlich gut findet, wenn der Rest meines Lebens kein Lobpreis ist, ich den Nächsten nicht ganz praktisdch liebe oder Jesus gar aus Bereichen meines Lebens ganz herauszuhalten suche.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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matthias.h

41, Männlich

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Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes

von matthias.h am 30.10.2026 09:49

Hallo Pausenc.
Danke dir, dass du diesen wichtigen Aspekt ansprichst! Genau darin möchten meine Frau und ich auch noch wachsen und lernen, die Liebe Gottes nicht nur zu empfangen, sondern auch ganz praktisch an unsere Mitmenschen weiterzugeben.

Wir haben beispielsweise begonnen, regelmäßig ein Altenheim zu besuchen. Da eine Freundin meiner Frau dort lebt, haben wir einen wunderbaren Einstieg in diesen Dienst gefunden. Während meine Frau ihre Freundin besucht, geselle ich mich gerne zu den älteren Damen, scherze ein wenig mit ihnen, höre ihnen zu und interessiere mich für ihre Geschichten. Es ist schön zu erleben, wie viel Freude man manchmal schon mit ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit schenken kann.

Dabei denke ich an die Worte Jesu aus Matthäus 25,40: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."

Aber auch im Alten Testament finden wir diesen Gedanken. In Jesaja 58,7 geht es darum, sein Brot mit den Hungrigen zu teilen, Bedürftige aufzunehmen und Menschen in ihrer Not nicht allein zu lassen.

Ich glaube, dass beides zusammengehört: die persönliche Zeit in Gottes Gegenwart, in der wir uns von seiner Liebe erfüllen und verändern lassen, und die gelebte Nächstenliebe, in der wir diese Liebe weitergeben.

Wir stehen da selbst noch am Anfang und möchten weiter darin wachsen. Deshalb danke ich dir für deinen Denkanstoß!

Ahava veShalom! ❤️

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pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 615

Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes

von pausenclown am 30.10.2026 09:24

Hallo Matthias.

In der täglichen Nachfolge Jesu, da hin gehen wo er auch hingegangen ist. Zu den Armen, Kranken, Sündern und Bedürftigen, quasi im Dienst am nächsten und jetzt weniger beim Musik hören.


Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.10.2026 09:24.

matthias.h

41, Männlich

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Wachstum in der Gegenwart Gottes

von matthias.h am 29.10.2026 21:49

Ich möchte gerne eine persönliche Erfahrung mit euch teilen und würde mich freuen, zu erfahren, wie ihr das erlebt.

Früher war es bei mir oft so, dass ich nach fünf bis zehn Minuten im Gebet gar nicht mehr wusste, was ich noch sagen sollte. Dabei hatte ich den Wunsch, mehr Zeit mit Gott zu verbringen, ihm näherzukommen und meine Beziehung zu ihm zu vertiefen.

Irgendwann habe ich mir eine Playlist mit etwa 15 Minuten Lobpreis zusammengestellt. Im Anschluss läuft ein ruhiger, instrumentaler Loop, bei dem ich einfach weiter in Gottes Gegenwart bleiben kann – im Gebet, in der Stille oder einfach mit meinen Gedanken bei ihm.

Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass plötzlich 45 Minuten vergangen waren, ohne dass ich es überhaupt richtig bemerkt hatte.

Ich begann, mir täglich diese Zeit mit Gott zu nehmen. Daraus entwickelte sich nach und nach etwas, worauf ich mich inzwischen jeden Tag freue. Mittlerweile vergeht dabei häufig deutlich mehr als eine Stunde.

Aber das eigentlich Schöne daran ist für mich gar nicht die Zeit. Es ist das, was sich dadurch in mir verändert.

Ich merke, wie meine Liebe zu Jesus wächst und wie ich immer mehr Freude daran finde, einfach bei ihm zu sein. Auch in meinem Denken, meinem Verhalten und meinem Umgang mit anderen Menschen nehme ich positive Veränderungen wahr. Natürlich bin ich noch lange nicht am Ziel, aber ich habe das Gefühl, dass Gott mich Schritt für Schritt verändert.

Ich beginne immer besser zu verstehen, was es bedeutet, seine Lust am Herrn zu haben (Psalm 37,4).

Ich erzähle das nicht, weil ich meine, besonders viel oder richtig zu beten. Es geht mir auch überhaupt nicht darum, wie viele Minuten jemand mit Gott verbringt. Vielmehr begeistert es mich, wie aus einem anfänglichen Wunsch nach mehr Nähe zu Gott eine immer tiefere Freude an seiner Gegenwart werden kann.

Mich würde interessieren: Wie erlebt ihr das?

Habt ihr auch festgestellt, dass regelmäßige Zeiten in Gottes Gegenwart eure Beziehung zu ihm und vielleicht sogar euren Charakter verändern? Wie hat sich euer persönliches Gebetsleben im Laufe der Zeit entwickelt?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Gedanken dazu. 🙂

Matthias

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