Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Annette

57, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 38

Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von Annette am 11.02.2018 14:40

Der Vers steht in 2.Kor,6.14 Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
Meine Frage ist was bedeutet der Vers heute für mich?Was hat er in den Zeiten der Korinter bedeutet?Wenn ich an einer Kath.Messe teilnehme(im Kirchenchor),habe aber eine andere Erkenntnis was Abendmahl angeht.Sehe Marienverehrung und Heiligenverehrung als Götzendienst an,ziehe ich nicht unter fremden Joch mit den Ungläubigen?Diese Gründe führten mich auch in eine Freikirche. Nur in dem Ort wo ich wohne und aufgewachsen bin, gibt es keine Freikirche.Möchte aber zu den Menschen vor Ort Kontakt haben.Die Menschen kenne ich zu teil noch von Früher.Ich habe eine lange Zeiit wo anderst gelebt.Ich habe es ein bischen extrem formurliert, von wegen Götzendienst!Möchte den Christen in der Katholischen Kirche nicht zu nahe treten!
Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt und frage in die Runde ,wie seht ihr das?

LG Annette

Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen!

Antworten

jovetodimama

45, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 163

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von jovetodimama am 11.02.2018 16:45

Soweit ich es aus Predigten rund um den Korintherbrief weiß, bestand die Gemeinde in Korinth größtenteils aus Menschen, die in ihrem Leben vor der Zugehörigkeit zu dieser jungen christlichen Gemeinde einen sehr ausschweifenden, sündigen Lebensstil gehabt hatten. Einige von ihnen behielten diesen Lebensstil weitgehend oder in Teilen bei. Im folgenden Vers (2. Kor. 7, 1: "Weil wir nun solche Verheißungen haben, ihr Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.") wird ein wenig klarer, um was es geht: "sich von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zu reinigen und die Heiligung zu vollenden."

Wieder wird nicht völlig klar, um was es genau geht, aber auch übertragen in das Deutschland der heutigen Zeit scheint mit die Teilnahme an einer katholischen Messe durch das Mitsingen im Kirchenchor scheint mir definitiv nicht gemeint zu sein. "Befleckung des Fleisches" meint sicher leibliche Sünden, etwa Unzucht, Unreinheit, Trunksucht, Völlerei und dergleichen. "Befleckung des Geistes" meint wohl vor allem Vergnügungen, die den Geist "beflecken", also schmutzige Unterhaltung (von der Erotik-Show im Spätabendprogramm über Fernsehfilme, in denen die Sünde offen gezeigt und vielleicht auch durch die Filmaussage gutgeheißen wird bis hin zur Party-Unterhaltung mittels Witzen, die ein Auslachen bestimmter Personengruppen herausfordern, und Ablästern über abwesende Personen). Die "Heiligung vollenden" bedeutet, immer fähiger zu werden, all diese Dinge - die für die Leute in der Gemeinde in Korinth normal  waren - als Sünde zu erkennen und sich von ihnen abzuwenden.

Der Gedanke, dass Marien- und Heiligenverehrung eigentlich Götzendienst sind, ist dennoch nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich würde daher, sollte z.B. der Chor einmal ein "Ave Maria" singen oder eine ganze Messe einem Heiligen geweiht sein, gewissenhaft überlegen, ob ich evtl. bei diesem bestimmten Lied oder dieser einen Messe nicht mitmache, und eine Entscheidung treffen, die ich mit meinem Gewissen restlos vereinbaren kann. Bei allen anderen Gelegenheiten würde ich mir keine weiteren, tiefschürfenden Gedanken machen. Die katholische Kirche hat ihre Eigenheiten, aber es ist doch derselbe Herr Jesus und dasselbe Evangelium!

Auch in der katholische Kirche gibt es wiedergeborene Christen, und der HERR sieht doch vielmehr ins Herz (also den Glauben) als aufs Äußere (in welcher Konfession wir soziale Kontakt pflegen).

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.02.2018 16:46.

Burgen

-, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1182

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von Burgen am 11.02.2018 16:48

Hallo Annette, 

In meiner Zürcher Bibel steht 2.Korinther 6, 14-18 / das gehört zusammen, erleuchtet den Hintergrund deiner Fragen

14  Lasst euch nicht mit Ungläubigen zusammen unter ein fremdes Joch spannen!
      (zB einen Ochsen zusammen mit einem Esel einspannen)
      Denn was verbindet die Gerechtigkeit mit der Missachtung des Gesetzes,
      was hat das Licht mit der Finsternis zu tun?
15 Wie könnte Christus im Einklang sein mit Beliar (aus dem Hebräischen "bely'al",
      was soviel heisst wie "wertlos, ohne Vorteil", was unehrbare Menschen beschreibt)
      was hat der Gläubige mit den Ungläu igen zu schaffen?  
16  Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit den nichtigen Göttern?
       Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat:
      Ich werde bei ihnen wohnen und unter ihnen wandeln,
      und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.
17  Darum: Zieht weg aus ihrer Mitte und sondert euch ab, spricht der Herr,
      und habt keine Berührung mit dem Unreinen; so werde ich euch aufnehmen,
18  und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein,
      spricht der Herr, der Herrscher über das All.

Ist es nicht so, dass deine Fragen zu dem ersten Satz von V14  etwas relativiert werden? 

Singst du im Chor mit als Chormitglied?
Ich weiss nicht wie es ist, wenn jemand konvertiert ist.
Allerdings kenne ich Gottesdienstbesuch in kath. Kirche.
Weder Kreuzzeichen im Gang noch Schlange stehen um die Oblate zu erhalten.
Blieb einfach ganz ruhig sitzen.

Deine Fragen zu beantworten aus evangelisch geprägter Sicht - da müsste jeder
einzelne Punkt durchgearbeitet werden, angefangen bei Beginn der Mitgliedschaft
über Taufe und alles nachfolgende.
Das ist nicht mein Interesse, sicherlich werden dir etliche andere aufzeigen, wie
du dies für dich entscheiden könntest. Und was für dich stimmig sein könnte.

Gruss
Burgen


 

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

Antworten

nennmichdu

53, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 699

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von nennmichdu am 11.02.2018 18:51

Hallo Birgit,



Befleckung des Geistes sprachst du an....

2. Kor. 7

1 Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.

2 Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir haben niemand zugrunde gerichtet, wir haben niemand übervorteilt.
3 Nicht um zu verurteilen, rede

ich; denn ich habe vorhin gesagt, dass ihr in unseren Herzen seid, um mitzusterben und mitzuleben.


Man könnte sagen, das alles was wir hören und wo andere Leute Einfluß auf uns haben, wir auch mit diesen Inhalten - wenn wir sie bewegen - unseren Geist entweder beschweren können --- ja teils auch beflecken können wenn wir uns auf Bestrebungen und Gedankengüter von anderne Menschen einlassen, die nicht vom heiligen Geist getrieben nur ihren Begierden frönen und leben.


Paulus wünscht sich hier, das sich seine Leserschaft den Gedanken hingibt, die er einmal dort geprägt und gesagt hat.  Um sie vor Irrlehrer, unnützem Gerede, üblen Gesinnungen  - sprich Befleckungen des heiligen Geistes - den sie ja als Kinder Gottes mal empfangen haben - gereinigt werden können.

Antworten

nennmichdu

53, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 699

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von nennmichdu am 11.02.2018 18:53

sorry
nicht gereinigt werden können   


sondern zu bewahren-.

muss mich bemühen nicht mehr so flüchtig und konpliziert vom satzbau her zu schreiben    

Antworten

Burgen

-, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1182

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von Burgen am 11.02.2018 19:48


Interessant finde ich, welchen Raum Paulus gegenüber seiner Gemeinde aufspannt. 

K 6, 14 bis 18 zeigt er auf, was die Gläubigen unterscheidet im Leben mit den Menschen der Welt.
Bemerkenswert ist eben der Blick auf das Gesetz ohne gesetzlich zu werden.
Dabei wird den Menschen der ersten Gemeinde einfach die Wahrheit vor Augen geführt.

Wir nachfolgenden Gläubigen sind uns vielleicht  ebenso bewusst, dass wir der Tempel 
Gottes durch innewohnenden Heiligen Geistes ist. Und den wollen wir nicht betrüben.

Bedeutet, wie sie damals, so auch heute, uns in echt fernhalten von dem, was uns zu fremden Göttern
führen will. Den Einfluss auf einen selbst zu entfliehen.
So wie damals Josef vor der Frau des Potifars floh.
Aber leider ist es auch wahr, dass oft ein unerklärlich großer Reiz von Versuchungen ausgeht.

Das führt zu K 7,1 wo die Verbindung zu den Verheissungen gezogen wird.
Vermutlich sind die Verheissungen in 6,18 eingebettet.
Gott verspricht, dass er unser Vater sein will. Dabei lässt die Schrift die Größe Gottes aufleuchten.

Darin liegt der Ansporn uns reinigen zu lassen von jeder Art der Befleckung des Geistes und des Fleisches.
Das betrifft unser Denken, Gefühle wie Begierden und Habgier usw. (Gal 5)
Unser Denken beschäftigt sich mit dem Geschenk der vollkommenden Heiligung in der (Ehr-)Furcht Gottes.  

Wir können das alles nicht selber machen, sind völlig auf die Gnade Gottes angewiesen.
Wie können wir aber diese Reinigung erfahren? Was ist unser Part?
Ich denke Bibellesen inklusive nachsinnen und die Bilder betrachten, die uns die Schrift liefert.
Dazu Gebet, Hinwendung zu Gott im Gebet wie Medotation.
Gott lobpreisen, ihn anbeten. Ihm sagen, wer er ist und ihm dafür danken.

Da ist hilfreich und Licht anschaltend die drei kleinen Büchlein
von Maria Emilia Baptista de Oliveira.
Anbetung
ist ihr Lebensstil geworden. Selbst ihr Ehemann wurde vom Tod ins Leben geschenkt.
Bete Gott an und lebe im Sieg
Anbetung - Die höchste Ebene geistlichen Kampfes
Gott antwortet - wenn wir anbeten.

Nach wie vor erfreut es mich zu lesen, wie Paulus sich darüber freut,
dass die Menschen, die Gott lieben, einen festen Platz in den Herzen der Mitarbeiter des Paulus haben.
Sie sind miteinander im Herzen verbunden, ob sie sterben oder ob sie leben.
Wobei Paulus die meiste Zeit in Verfolgung und in Gefangenschaft lebte.

Das zu wissen baut ungemein auf.
V4 Groß ist mein Freimut euch gegenüber, groß ist mein Stolz auf euch;
     ganz getröstet bin ich und voll überschäumender Freude in all unseren Bedrängnissen.



Gruß
Burgen

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.02.2018 19:49.

Annette

57, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 38

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von Annette am 11.02.2018 19:52

Danke für die Antworten!
Zur Info:Ich bin in dem kath.Kirchenchor.Ich mache nicht das Kreuzzeichen mit.In der Regel gehe ich auch nicht zur Kommunion.Ich habe Jesus in der kath,Kirche kennen gelernt.Bin in einem Beichtstuhl wiedergeboren worden.Und Ja, es gibt auch wiedergeborene Christen in der Kath.Kirche.ich bekenne mich zu meinem Glauben an Jesus in der Unterhaltung und wenn ich gefragt werde!
LG Annette

Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen!

Antworten

jovetodimama

45, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 163

Re: Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen.

von jovetodimama am 11.02.2018 20:40

Beim schnellen Überfliegen las ich zuerst: "Bin in einem Beichtstuhl geboren worden." (Ich dachte gleich an die Geburt meiner jüngsten Tochter, die zu Hause stattfand, im Esszimmer, im Stehen... - doch dann las ich noch einmal sorgfältig. )

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

Antworten

« zurück zum Forum