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chestnut
Administrator

63, Weiblich

  fester Bestandteil

Chatleitung

Beiträge: 730

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von chestnut am 13.09.2018 21:28

Hallo an alle


Ich möchte hier einfach einen Gedanken einwerfen, der allgemein gilt, nicht nur für dieses Thema: Die Problematik von Glaube und Verstand.

Wenn wir die Bibel ausschliesslich mit dem Verstand lesen, dann ist sie nicht wahr, denn all die Wunder, die da beschrieben sind, können wir mit unserem Verstand nie nachvollziehen (das begrenzt sich ja nicht nur auf die Wunder).
Die Wunder sowohl im AT wie auch die von Jesus akzeptieren wir aber als übernatürlich, sie sind "nicht überprüfbar" mit dem Verstand. Oftmals aber beschränken wir das Wirken des Heiligen Geistes auf das, was "ist" (das was wir verstehen) und keinen Milimeter mehr. Wenn wir das Wirken des Heiligen Geistes auf das "reduzieren", was wir verstehen, dann reduzieren wir seine Macht und Kraft.

Wenn wir - egal was in der Bibel - nur daran festmachen an dem, was wir schon erlebt haben oder nicht erlebt haben, dann sind wir wie Menschen, die über eine Frucht oder ein Gemüse urteilen, das wir noch nie gekostet haben. Wir hören nur von anderen wie sie in ihren "Augen" schmeckt oder nicht schmeckt. Oder wir glauben gar nicht, dass es diese Früchte oder Gemüse überhaupt gibt, geschweige denn, dass sie herrlich schmecken.

Auch ich kannte diese "Frucht" jahrelang nicht, wusste nichts davon (oder nur theoretisch), dass Jesus sehr viel mehr hat, als wir auch nur erahnen können bis ich selbst erlebt habe, dass es wirklich mehr gibt. Das hat meine Sicht auf das Wirken des Heiligen Geistes komplett auf den Kopf gestellt.
Aber ich bin auch nicht nur naiv und glaube, dass alle "gute Stimmung" oder was auch immer, immer von Gott sein muss oder von ihm ist. Manchmal ist da auch eben viel menschliches drin.

Die Apostelgeschichte und die Briefe sind nicht abgeschlossen mit dem, dass sie geschrieben wurden. Es heisst im Hebräer:
Jesus Christus derselbe gestern heute und in alle Ewigkeit. Das heisst, alles was in der Apostelgeschichte und den Briefen beschreiben ist, kann auch heute erlebt werden.
Wenn ich nur schon in den Psalmen lese, wer Gott ist (sein Wesen) und über seine Macht nachdenke und dies wörtlich für mich nehme, dann gibt es bedeutend mehr als wir bisher allgemein kennen.


Ich möchte hier noch das Gebet des Paulus für die Epheser einsetzen: Eph. 1.18:
Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke.


Liebe Grüsse
Chestnut

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Gaby1

-, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 2

Wie geht es euch nach großen charismatischen Gottesdienst-Events?

von Gaby1 am 13.09.2018 21:09

Hallo Ihr,
ich suche Leute zum Erfahrungsaustausch über Wirkungen von Strukturen im christlich-charismatischen Kontext.
Mit „Strukturen" meine ich große charismatische Gottesdienst-Events, also Veranstaltungen mit langanhaltenden Musik-Zeiten („Lobpreis"), oft geleitet von professionellen Musikern, die es schaffen, eine emotional stark berührende Atmosphäre zu erzeugen. Dazu gibt es oft beeindruckende Bühnenshows mit mitreißenden „charismatischen" Rednern, die oft sehr dynamisch und souverän auftreten, und meist auch rhetorisch sehr begabt sind.
Mein Hintergrund ist der, dass ich mehrere Jahre in einer charismatischen Gemeinschaft gelebt habe, wo ich solche Veranstaltungen sehr oft erlebt habe.
Dies hat mich zunächst sehr fasziniert, aber im Nachhinein habe ich bemerkt, dass es mich psychisch sehr belastet und ausgelaugt hat. Auch fühlte ich mich angesichts dieser „vollmächtigen Gesalbten" auf der Bühne immer kleiner und eingeschüchterter, trotz vieler „Proklamationen" meiner „Identität in Christus".
Weil ich damals aber „im Glauben aufstehen" wollte, habe ich mich zu dieser Zeit nicht getraut, darüber mit anderen Leuten zu sprechen, weil ich nicht „ungeistlich" wirken wollte. So habe ich lieber mitgemacht. Das führte schließlich bei mir zu einem psychischen Zusammenbruch, von dem ich mich zwar inzwischen erholt habe, aber mich nun von solchen Strukturen bzw. der charismatischen Szene fernhalte.
Persönlich habe ich diese Strukturen als problematisch und belastend erlebt. Sehr gern würde ich aber erfahren, ob ich hierbei ein Einzelfall bin, oder ob es auch andere gibt, denen es so geht / gegangen ist. Deshalb dieser Foren-Beitrag.
Über Resonanz würde ich mich sehr freuen!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.09.2018 21:09.

Anne

67, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 69

Re: Gott öffnet Türen

von Anne am 13.09.2018 19:03

Ja Geli, dass kann ich gerne machen. 

Lukas 16,20-31
Offenbarung 21,4

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Pal am 13.09.2018 18:05

Danke, Leah, ein sehr guter Gedanke, das werde ich noch einmal aufgreifen... in der Folge 11, falls es klappt...
==========
Liebe Cleo!
Sorry, wenn ich dir so rüber gekommen bin, wie wenn ich dir anhängen wollte =>
Cleo: als würde ich den großen starken heiligen Geist nur kleinmachen oder begrenzen

Nein, nein niemals, darum geht es gar nie!
Es ist wirklich ein sehr heikles Thema und man kann so leicht mißverstanden werden.
Deshalb braucht es enormes Fingerspitzengefühl, und dafür bin ich eigentlich nicht sehr bekannt...
Bitte behalte aber im Hinterkopf, das ich dich schon einige Jahre lang kenne und als wirklich ernstes, liebenswertes Gotteskind kennen gelernt habe.
Da bin ich mir reichlich sicher, das du den Hl.Geist nicht hindern willst, sondern mit IHM lebst.
Also es geht in keiner Weise, um eine Bewertung von irgendwelchen "Pfingstlern" oder "Anti-pfingstlern"!
Mich würde wirklich deine ganz nüchterne Meinung interessieren, ob du meine Erfahrungen dir jetzt als schwärmerisch, bibelkonträ oder gar gefährlich erscheinen. Oder ob du mit solchen "Erfahrungen" harmonieren könntest, falls du sie einmal selbst erleben würdest? -
Es ist sehr gut wenn du nichts larifari übereilt machst, ... nimm dir Zeit... aber nur wenn der HERR selbst dich darin motiviert.
Wenn das Thema aber damit für dich erledigt ist, dann ist es auch ok so!
Ansonsten lassen wir bitte keine Mißverstimmung zwischen uns einkommen.

Antworten

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5534

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Cleopatra am 13.09.2018 17:24

...liebe Cleo, hast du womöglich Zeit gehabt, den 4.Teil zu hören?

Hallo lieber Pal,
bauen diese Videos nicht aufeinander auf?
Nach der zweiten Minute des zweiten Videos habe ich bisher noch nicht weiter gesehen, weil ich sowas eben nicht so larifari machen wollte, sondern eben bewusst und genau. So habe ich dich verstanden, dass dies auch dein Wunsch war.
Mir fehlt nach der letzten Diskussion ehrlich gesagt nun die Motivation, ich würde mich tatsächlich nochmal hinsetzen und mit der Bibel in der Hand und der Übersetzung prüfen, nur, wenn dann am Ende nach meinen Argumenten einfach nurnoch kommt "du hast es halt nicht erlebt" oder ich mich so fühle, als würde man mich so verstehen, als würde ich den großen starken heiligen Geist nur kleinmachen oder begrenzen, dann verbringe ich meine Zeit ehrlich gesagt lieber anders.
Für mich sind eben Bibelstellen (im richtigen Zusammenhang) Kriterien und keine Erfahrungen.
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.09.2018 17:25.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Leah am 13.09.2018 16:10

Hallo Pal,

zum Thema heiliger Geist fiel mir, als ich die ersten Minuten des 4. Teiles hörte, folgendes ein, was ich zu bedenken geben möchte:

Joh 6,63 Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.

Hier definiert also der Herr selbst, was Geist ist, wenn er lebendig machewn soll. Sein Wort.

2Kor 3,3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln der Herzen.

Offb 2,7 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.

Sein Wort zu hören und zu tun ist Leben.

Der Buchstabe tötet, denn er vermag uns nicht zu helfen, den alten Menschen zu überwinden, aber er vermag uns Einsicht zu geben, was zu tun wäre.

Der Geist aber befähigt uns, auch zu tun, was Gott will. Wir sind frei gemacht worden, den Willen Gottes zu erfahren und zu tun durch die Kraft Gottes im Geist. 

1Petr 2,5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Gal 5, 16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen.

17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.

18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.

19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,

20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,

21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,

23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.

24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.

25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.

 

Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.09.2018 16:11.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von Burgen am 13.09.2018 15:47

Hallo ihr Lieben,

gerade habe ich mal zurück geblättert. Leah hatte einen besonderen Link eingestellt.
Der Lohnt wirklich durchgelesen zu werden.
Und da mir die Seite unbekannt war, kam nun die Home-Seite dran. Dort landete ich dann :
Www.jesus-christus-Evangelium.de
Da geht ein kleiner bunter Vorspann auf. Scrollt man weiter runter, landet man auf eine wirklich wichtigen Zusammenstellung.
Einerseits politische Informationen, in denen ersichtlich wird, wie schwarz der Himmel schon über uns ist.
Andererseits kann man diese kleinen, gut, aber schwer durchzuhaltendes Lesen sehr gut als Gebetsanliegen verwenden.

Da ist offenkundig, wie das Christentum zumindest in Europa bisher versagt hat. Das ist kaum auszuhalten.
Also ich bin wirklich mehr als erschrocken über das, was dort in geballter Ladung zu lesen ist.
Vom Hörensagen ist das eine oder andere vielleicht schon auch euch Lesern untergekommen.
Doch dieses im ganzen Klartext vor Augen geführt zu bekommen - wir sind wirklich in der Endzeit !
Rein menschlich gesehen, wird das Ruder nie wieder zurückgeführt werden. Leider im Gegenteil.

Ja, jetzt kann ich zumindest viel besser dieses Threadthema verstehen. Es macht Angst, jedoch im gleichen Atemzug auch Hoffnung.
Hoffnung auf die Entrückung. Hoffnung darauf, dass noch viele Menschen in dieser Zeit sich aufrütteln lassen.
Und Hoffnung, dass die Kirchen Klartext reden. Aber so, dass die Menschen ihre falsche Sicht an den Nagel hängen und Jesus lieben lernen.
Sünde ist Sünde, gerade auch der ganze sogenannte Gender - Wahn. Auf der Seite sind furchtbare Abschnitte zu lesen.

Aber auch, dass Menschen verhindert haben große Moscheen mit weitreichenden Folgen zu bauen.
Da gehört menschlicher Mut zu.

Naja, und noch einiges mehr. Schon die Punkte von Januar bis jetzt nachzulesen macht betroffen.
Doch gehört das wohl alles vor Jesus, Gott, gebracht.

PAL sagte ja oft, dass die Menschen. nur das zu hören bekommen, wonach ihre Ohren jucken. So steht es wohl in der Bibel für die Endzeit.

Seid gesegnet
Burgen

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Gott öffnet Türen

von geli am 13.09.2018 14:53

Ja, ich bin gespannt, wie Gott Dich weiter führt! Vielleicht läßt Du uns ja ab und zu lesen, wie es Dir auf Deiner neuen Arbeitsstelle geht?

LG, geli

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Anne

67, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 69

Re: Gott öffnet Türen

von Anne am 13.09.2018 13:43

Danke, Geli. 

Ich habe natürlich schon versucht, mich körperlich durch Sport fit zu halten, und geistig mit PC-arbeiten. Aber privat am PC ist eben doch etwas anderes, als auf der Arbeit. Hatte die letzten Jahre neben Bewerbungen auf Vollzeitstellen auch immer nach Minijobs geschaut, um nicht ganz raus zu kommen. Aber bislang wollte mich keiner.

Durch meinen Glauben glaube ich auch, dass alles sein Gutes für mich hat. Die Zeit der Arbeitslosigkeit sollte vielleicht so sein, dass ich Zeit zum Wachsen hatte (die ich auch genutzt habe). Und das es jetzt "nur" eine Teilzeitstelle ist, ist zum rein kommen ins Arbeitsleben in meinem Alter bestimmt auch besser, als direkt Vollzeit. Wer weiß, vielleicht ergeben sich ja noch mehr Stunden.

LG.

Anne

Lukas 16,20-31
Offenbarung 21,4

Antworten

Anne

67, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 69

Re: Wie kann man anderen Menschen klar machen, dass Jesus der Weg ist?

von Anne am 13.09.2018 13:12

Hallo Leah,

ja, ich habe eine Gemeinde, aber der "Draht" ist nicht so, dass ich einen Gebetskreis organisieren könnte.

Hallo Geli,

ja danke, es hilft mir und ich habe es verstanden. Ähnlich hatte ich es ja auch in meinem 1. Beitrag geschrieben. Aber es anhand von Bibelstellen/Bibelgeschichten gezeigt bekommen, dringt doch tiefer ein.

Hallo Cleo,

auch dir danke ich für deine Worte, womit ich auch einiges anfangen kann.

Hallo Solana,

auch ein super Beispiel. Danke schön. 
Ja, vielleicht habe ich doch manchmal den Gedanken, nicht genug "geleistet" zu haben, obwohl ich mir sagte, dass das mein Denken ist, und nicht Gottes denken.

Hallo Geli - noch mal,

in der Zwischenzeit (wo ich am Schreiben bin) hast du noch mal einen schönen Beitrag verfasst, in dem ich mich - jedenfalls zum Teil - wieder finde. Mich beruhigt immer, wenn ich merke, dass andere Menschen auch zweifeln. 

LG.

Anne


Lukas 16,20-31
Offenbarung 21,4

Antworten
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