Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

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Volki

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Re: Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

from Volki on 05/23/2019 07:29 PM

Hallo ,
es erinnert mich an das Johannesevangelium wo Johannes  in den letzten Kapiteln nicht seinen Namen benennt, sondern sich beschreibt als 'den anderen Jünger'(Joh.18,,15+16) oder der 'andere Jünger, den Jesus  lieb hatte' (Joh 21,7)

Grüße  Volki

Reply Edited on 05/23/2019 07:30 PM.

Cleopatra
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Re: Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

from Cleopatra on 05/24/2019 07:42 AM

Also, wenn das in der dritten Form nur am Anfang vorkommt (bisher noch nicht ein weiteres mal gelesen), dann kann das auch so sein, dass man sich so vorstellt.
Wenn ich ein Buch schreibe, schreibe ich auch nach der Inhaltsangabe "ein Drama, geschrieben von Cleo..." oder so ähnlich.
Ich glaube nicht, dass zwei oder drei Personen dieses Buch Jesaja geschrieben haben.
Das würde man eben anhand der persönlichen Handschrift erkennen.
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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Merciful

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Re: Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

from Merciful on 05/24/2019 10:27 PM

Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart?

Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.

Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.

Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.

Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.

Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wen aber kümmert sein Geschick? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat seines Volks geplagt war.

Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.

Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und lange leben, und des HERRN Plan wird durch ihn gelingen.

Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.

Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben dafür, dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

(Buch des Propheten Jesaja 53; Lutherbibel 2017)

1) In diesen Versen vernehmen wir ein 'wir' und ein 'uns'. Wer spricht hier? Und von wem ist hier die Rede? 'Uns' wurde es verkündet. Und 'wir' sahen ihn. Mehrere Personen scheinen hier zurückzublicken auf das Geschick eines Leidenden, das sie miterlebt hatten. Zugleich gedenken sie einer Verkündigung, die ihnen zuteilgeworden war. War es die Verkündigung jenes Zerschlagenen?

2) Die Verse stehen einerseits in der Vergangenheitsform und scheinen eine Person zu beschreiben, die in der Zeit des Propheten gelebt hat. Andererseits denken wir, wenn wir diese Verse lesen, aus der christlichen Perspektive immer auch und insbesondere an das Leiden und Sterben Jesu zur Vergebung der Sünden der Vielen, diesen Gerechtigkeit zu schaffen.

Merciful

Reply Edited on 05/24/2019 10:41 PM.

Cleopatra
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Re: Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

from Cleopatra on 05/25/2019 10:46 AM

Das "wir" kann sich auch auf alle Israeliten beziehen, eben, dass sich Jesaja mit dem Volk sieht.
Im letzten Vers aber steht ein "ich". Das sieht sehr nach Gottes Ausdruck aus.
 
Gerade Jesaja 53 ist ja eben so bekannt, eben als Prophezeiung auf Jesus hin, denn zu ihm passt alles genau.
Das finde ich ja eben auch so genial- Gott ist zeitunabhängig.
Wie kann er durch Jesaja solche Prophezeiungen durchgeben?
 
Für mich ist es ein Beweis der Majestät.
Lg Cleo

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Micro

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Re: Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

from Micro on 05/25/2019 05:13 PM

Ich denke auch, hier sieht sich der Verfasser mit dem Volk eingeschlossen, denn Gott spricht ja nicht allein zu dem Verfasser.
In einer erweiterten Sichtweise über Zeit und Raum, können selbst wir uns in das kollektive 'Wir' und 'Uns' angesprochen fühlen.

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Micro

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Re: Das Buch Jesaja - d a s Geschichtsbuch der Zeit, ---

from Micro on 05/27/2019 10:44 AM

Einen wirklich interesannten und aufschlußreichen Vortrag über Jesaja 53 hat R. Liebi gehalten, den ich hier einmal verlinke.
  
Titel: Jesaja 53 - das verbotene Kapitel
 
Erschütternd fand ich seine Schilderung über die Folter Jesu, über deren Ausmaß ich mir bisher falsche Vorstellungen gemacht hatte. Durch die Schläge mit dem Rohr auf seinen Kopf und der Dornenkrone war er, wie Liebi dies auch schildert, bis zur Unkenntlichkeit entstellt. 
Erst in diesem Zusammenhang wurde mir klar, wie die Verse aus Jesaja 52 richtig zu verstehen sind:
 
Gleichwie sich viele über dich entsetzt haben – so entstellt war sein Aussehen, mehr als irgend eines Mannes, und seine Gestalt, mehr als der Menschenkinder –, 15 ebenso wird er viele Nationen in Staunen setzen, über ihn werden Könige ihren Mund verschließen.

Wer ein ruhiges Stündlein nutzt, um sich diesen Vortrag einmal anzuhören, wird einiges Neues erfahren.

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