5. Mose 31,24-27
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5. Mose 31,24-27
von Merciful am 27.06.2026 16:05Re: 5. Mose 31,24-27
von nusskeks am 27.06.2026 19:42Mir gefallen solche Überlegungen auch immer sehr. Wenn man sich mit solchen Themen befasst, finde ich es wichtig im Hinterkopf zu haben, dass weder Jesus noch die Apostel irgendeinen Zweifel daran erkennen lassen, dass die Tora göttlichen Ursprung und mosaische Autorität besitzt.
Sie sprechen selbstverständlich von „Mose", vom „Gesetz des Mose", von dem, was „Mose geschrieben" oder „gesagt" hat, und behandeln diese Schriften zugleich als verbindliches Wort Gottes.
Mögliche Fragen nach Rahmung, Überlieferung oder Abschlussnotizen ändern daran nichts. Nach dem biblischen Selbstzeugnis ist der Pentateuch seinem Ursprung, seiner Autorität und seinem Zeugnis nach Gottes Wort durch Mose.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: 5. Mose 31,24-27
von Burgen am 27.06.2026 21:27
Habe mal gelesen, dass die fünf Bücher Mose nicht nur durch Mose geschrieben wurde. Ähnlich wie bei Jesaje und Johannes. Denke, der eigentliche Autor ist ja Gott selbst ...
Für mich liest sich die obige Bibelstelle bündig.
Es geht schlüssig über zu Josua. Wissenschaftler haben vielleicht andere Erkärungen 'herausgearbeitet' .
Interessante Beobachtungen, jedenfalls ;)
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: 5. Mose 31,24-27
von nusskeks am 28.06.2026 06:23Dabei handelt es sich meist um Aussagen von liberalen Theologen, also von Menschen, die weit davon entfernt sich der Bibel irgendeinene besondere Vertrauenswürdigkeit oder gar göttliche Inspiration zuzumessen. Es kann jeder Theologie studieren, egal ob er Jesus lieb hat oder Atheist ist. Daher würde ich immer schauen, wer solche Aussagen macht.
Die Theologie die an deutschen Universitäten gelehrt wird, baut auf atheistischen Grundannahmen auf. Das bedeutet, dass man keinen Gott braucht, um diese Theologie zu betreiben. Dieser Punkt ist wichtig, da Theologie schon lange darum kämpft, von anderen Studiengängen überhaupt als "Wissenschaft" anerkannt zu werden und damit eine Berechtigung zu haben, an allgemeinen Hochschulen einen Platz haben zu dürfen. Hinzu kommt natürlich, dass es sehr einflussreiche Theologen gegeben hat, die der Bibel jeglichen übernatürlichen Mehrwert absprechen.
Wer als bekennender Jesusnachfolger an einer deutschen Uni Theologie studiert muss also eher aufpassen, sein Vertrauen in Gott und Bibel nicht zu verlieren als er darin gestärkt und weiterentwickelt wird.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: 5. Mose 31,24-27
von Merciful am 28.06.2026 12:21Re: 5. Mose 31,24-27
von nusskeks am 28.06.2026 20:30Da halte ich doch lieber daran fest, wie Jesus und die Apostel mit den Schriften umgingen. Sie betrachten und zitierten die Schriften als das Wort Gottes und zwar teilweise selbst dann, wenn der Ewige in der zitierten Stelle gar nicht als wörtliche Rede vorkommt. Das setzt sich auch bereits innerhalb des Neuen Testamens fort.
Gott hat durch Menschen gesprochen, nicht an ihnen vorbei. Die biblischen Autoren waren keine willenlosen Werkzeuge, sondern echte Menschen in ihrer Zeit. Das gehört zum Wesen der Schrift.
Aber ich würde daraus nicht folgern, dass wir mit Irrtum in Gottes Wort rechnen sollten. Nach dem biblischen Selbstzeugnis ist die Schrift gerade in ihrer menschlichen Gestalt Gottes verlässliches Reden.
Wie gesagt: Jesus und die Apostel lassen keinen Zweifel daran, dass die Schrift verbindliche göttliche Autorität besitzt. In Allem. Menschliche Begrenztheit erklärt die geschichtliche, sprachliche und persönliche Gestalt der Bibel — sie begründet aber nicht ihre Fehlbarkeit.
Die Bibel ist nicht vollkommen, weil ihre menschlichen Autoren allwissend waren. Sie ist zuverlässig, weil Gott durch diese begrenzten Menschen zuverlässig geredet hat.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: 5. Mose 31,24-27
von Merciful am 30.06.2026 08:36Jesus und die Apostel lassen keinen Zweifel daran, dass die Schrift verbindliche göttliche Autorität besitzt. In Allem.
Re: 5. Mose 31,24-27
von nusskeks am 30.06.2026 13:12Hallo Merciful,
mir ist nicht ganz klar, worauf Du hinauswillst. Da Du lediglich eine bestimmte Aussage aus meinem Beitrag zitierst, vermute ich, dass Du meiner Aussage widersprechen möchtest, Jesus und die Apostel ließen keinen Zweifel daran, dass die Schrift in allem verbindliche göttliche Autorität besitzt. Falls das so ist, sehe ich den Zusammenhang zu Deiner Erwiderung noch nicht richtig.
Denn ja, Jesus differenziert hier tatsächlich. Aber diese Differenzierung spricht nicht gegen die göttliche Autorität der Schrift, sondern zeigt, wie sorgfältig Jesus die Schrift auslegt. Weder wird die Schöpfungsordnung aufgehoben, noch war der Scheidebrief falsch. Beides gehört zusammen.
Jesus stellt Mose nicht gegen Gott, als hätte Mose eigenmächtig eine menschliche Sondermeinung in Gottes Gesetz eingebracht. Er unterscheidet vielmehr zwischen Gottes ursprünglicher Schöpfungsordnung und einer Regelung, die wegen der Herzenshärtigkeit Israels gegeben wurde. Eine solche Regelung ist nicht deshalb falsch oder ungöttlich. Sie hat nur eine andere Funktion: Sie offenbart nicht Gottes ursprüngliches Ideal, sondern ordnet und begrenzt das Leben gefallener Menschen.
Gerade darin zeigt sich die Weisheit Gottes in der Tora. Die Schrift enthält nicht nur Schöpfungsordnung, sondern auch Gebote, Gerichtsordnungen, Schutzbestimmungen, Zugeständnisse und heilsgeschichtliche Übergangsregelungen. Nicht alles ist in derselben Weise und für jeden normativ, aber alles ist zuverlässig und mit göttlicher Autorität gegeben.
Jesus relativiert also nicht die Schrift. Er korrigiert eine falsche Anwendung der Schrift durch die Schrift selbst. Die Scheidungsregelung aus Mose durfte nicht gegen Gottes ursprünglichen Willen aus Genesis ausgespielt werden. Genau das ist für mich kein Argument gegen das biblische Selbstzeugnis, sondern ein starkes Beispiel dafür, wie Jesus die Tora als Gottes Wort ernst nimmt und richtig ordnet.
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