Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

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Burgen

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Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von Burgen am 14.06.2018 10:12


Hallöchen 

die meisten von den Mitglieden, Lesende und Schreibende, kennen die Geschichten von der Versorgung Gottes für seine Menschen. 
Besonders die Erzählung der Speisung während der Wüstenwanderung. 
Das ist nach dem Auszug aus Ägypten bis in das gelobte Land in dem Milch und Honig fliesst . 
Sie bekamen Brot, genannt Manna, welches klein und broeselig war und nach Honik schmeckte. Dieses reichte gerade für einen Tag. 
Zum Sabbat und Passafest erhielt jede Familie gerade soviel, wie die Menschen während der Tage brauchten . 
Sammelten sie zuviel, also mehr als sie brauchten, verdarb das Lebensmittel. 
Die Menschen waren diese stärkenden Nahrungsmittel bald überdrüssig. Also beschenkt Gott sie mit Wachteln. 

Und hier, am See von Galiläa steigt Jesus auf einen Berg um die Menschen zu lehren. 
Drei Tage wären sie da. Er lehrte und heilte die Menschen. 
Was für eine Freude, Lachen und Weinen, Staunen und Begeisterung mag dort geherrscht haben. 
Vermutlich hatte niemand damit gerechnet, dass sie nicht Mal Essen mitgebracht hatten. 
Die Menschen taten Jesus leid. 
Die Schrift sagt nichts über die Verfassung Jesus aus. 
Einzig dass er auf dem Berg war, die Menschen zu Tausenden um ihn herum und sie ihm leid taten. 

Auf Nachfrage erfuhr er, dass es 7 Brote und ein paar Fische gab. 
Diese Lebensmittel würden zu ihm gebracht. Er segnete sie, gab sie an seine Jünger weiter und so konnten ungefähr 
an die 12T Menschen gesättigt werden. 

Das erstaunliche ist dann, dass zum Schluss nichts verdarb, sondern noch 7 Körbe Restbrot eingesammelt werden konnte. 

+++++++++++++

Wir gehen wir gedanklich mit solch einem Text um? Was hat er uns zu sagen? Können wir das als Christen alles so glauben? 
Oder glauben wir es, weil wir gelernt haben es zu glauben? 

Was ist das Manna/Brot für die Generationen vor uns gewesen? Und eben unser heutiges Brot? 

Wir kennen ja inzwischen sehr viele echte Brotsorten, zum Teil hat jedes Volk seine Lieblingsbrotsorten. 
Aus meiner Kinderzeit erinnere ich mich, dass meine Mutter unser Brot für den Urlaub mitnahm. 
Es gab dort am Urlaubsort nicht solch Brot was es bei uns gab. ZB große runde kräftige Brote. 
Wir würden gut satt waehrend der Ferien... 

+++++++ 

Und wir wissen aus der Bibel, dass das Wort Gottes lebendig ist, und uns sättigen kann, und will. 
24 Stunden lang. 
Jesus geht dann eigentlich auch nicht weg, wenn wir satt geworden sind, wie damals. 
Er braucht sich nicht mehr ausruhen und Kraft schöpfen. 
Ganz anders wir. 
Und doch haben wir die Verheißung, dass er uns nicht verlassen wird. 
Es liegt an uns, ob wir uns satt machen lassen oder nicht. 
Was können wir alles zuwege bringen, wenn wir durch Jesus gesättigt worden sind. 
Das begeistert mich, allein schon, dies zu denken.... 



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pray

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von pray am 14.06.2018 18:31

Liebe Burgen,
zu deinen Gedanken eine kleine Rückmeldung.
Ja, die Frage ist, trauen wir das Jesus nach wie vor zu, dass er in der Weise für uns sorgt? Ich habe noch nie Mangel gelitten, habe immer mein Auskommen und sogar noch ein bisschen Luxus dabei (Auto und ein kleiner Urlaub wäre auch noch drin). Aber manchmal mache ich mir dann doch Sorgen über die Rente, oder dass das nächste Auto finanziert werden müsste, oder wenn mal im Alter Zahnersatz fällig wäre, oder dass ich keinem mit meinen Beerdigungskosten zur Last fallen will...so doofe Gedanken eben.
Und wenn ich mich dann  r i c h t i g  auf Gott besinne und an die Zusagen, dass uns das alles zufallen wird, vorausgesetzt, wir trachten zuerst nach Gottes Reich, dann werde ich ruhig und gelassen. Aber nur dann.
Letzte Woche las ich in der Bibel von der armen Witwe, die ihr letztes Geld in den Gotteskasten einlegte. Und Jesus lobte sie und wies darauf hin, dass die Anderen nur von ihrem  Ü b e r f l u s s  einlegten. Manchmal will man nicht mal das tun, vielleicht weil man nicht weiß, wo und wie man das Geld einbringen sollte. Es gäbe 100 Möglichkeiten vom Nächsten bis hin zu BibelTV oder ERF.
Und dann sagte mir dein Bibeltext noch, dass Jesus nicht will, dass wir etwas wegwerfen. Er sagte ja sogar, dass die Reste aufgesammelt werden sollen, damit nichts umkommt. In dieser Weise meine ich, dass wir klug einkaufen müssen - da kann man schon viel mit sparen.

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Burgen

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von Burgen am 14.06.2018 23:51


Liebe pray, 

Freude über deinen Beitrag.

Ja, all diese Gedanken sind nicht unbekannt. Jesus selbst, das lebendige Wort, führt uns in die Wahrheit.
Es macht uns satt und zu - frieden, hoffentlich.
Er greift auch in unser Denken hilfreich ein. Denke da, wie du ansprichst, ebenfalls an die Beerdigungskosten.
Das ist momentan auch ein Thema von mir, welches umgesetzt und angepackt werden will.
Habe schon Erkundigungen eingeholt und entschliesse mich, bei einem Bestatter nachzufragen.
Die Visitenkarte und Webseite habe ich schon. Brauche nur noch den Entschluss einen Termin zu vereinbaren.
Bei der Onlinsache gibt es das Angebot 17 Jahre lang monatlich einen bestimmten Betrag zur Vorsorge einzuzahlen.
Kümmert man sich nicht um dieses Thema werden die Verwandten zu gegebenen Zeit zur Zahlung gebeten.
Das trifft sogar dann zu, wenn man keinen Kontakt zu ihnen hatte.
Will sagen, dass Ordnungsamt oder so tritt nicht automatisch an um die Beerdigungskosten für ein Mitglied seiner
Familie zu übernehmen. Das wäre recht blauäugig dieses zu denken.

Das soll nun niemand in Angst hier versetzen.
Ich hoffe, dass jeder getrost der Führung Jesus vertrauen lernt, auch wenn es unbequem wird und so gar nicht zu seiner
derzeitigen Lebenssituation passend erscheint.
Das Lernen hört ja nie auf und immer sind irgendwelche Entscheidungen zu treffen.

LG
Burgen


 

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Cleopatra
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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von Cleopatra am 15.06.2018 07:36

Ein Kapitel vor dieser Begegnung noch hat Jesus 5Tausend Männer (dazu kommen noch die Frauen und Kinder) ernährt.
Danach hat er die kaanäische Frau geheilt.
Anschließend kamen die viertausen Menschen und Jesus heilte die vielen Kranken Menschen.
Wunder über Wunder.
Mich wundert daher, wie die Jünger reagierten. "Ja, aber wir haben doch garnicht so viel...."
Waren sie nicht Wunder gewohnt....?
Und wie ist es bei uns?

Sehen wir noch die vielen Wunder, die Gott heute noch tut?
In Opendoors wurde mal ein sehr scöner Beitrag geschrieben, ich schreibe aus meinem Gedächtnis sinngemäß:
"Wir müssen uns eine Bibel zerteilen, damit jeder wenigstens einige Seiten hat. Ihr habt mehrere Übersetzungen im Regal.
Wir müssen uns heilmlich treffen, weil wir sonst verhaftet werden. Ihr könnt euch öffentlich treffen und macht sogar Veranstaltungen.
Unsere Pastoren sind in Lebensgefahr, eure Pastoren können im Öffentlichen lernen und lehren.
Wenn wir uns treffen und Gott begegnen- es ist ein Wunder, wenn wir überleben.
Wie kann es sein, dass dies für euch alles selbstverständlich ist? Wenn wir an euch denken, sehen wir viele Wunder."
Sehen wir noch die Wunder, die Gott uns heute schenkt?
Die Freiheit, die Bibel, die Schöpfung, der Alltag, ohne Verfolgung und so weiter...?
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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pray

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von pray am 15.06.2018 17:01

Liebe Burgen,
wegen der Beerdigungssache habe ich dir eine PN geschickt.

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geli

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von geli am 15.06.2018 20:14

Vor vielen Jahren bekam dieses Gleichnis für mich eine ganz eigene, persönliche Bedeutung.

Damals - und auch heute geht es mir manchmal so - dachte ich: Ach, eigentlich mache ich gar nichts wirklich Wichtiges, das, was ich tun kann, ist mangelhaft, oder sogar falsch... Dabei war auch so ein bisschen Vergleichen mit anderen, die im Beruf oder der Gemeinde so richtig "Erfolg" hatten - ich hatte das in meinen Augen überhaupt nicht.

Abends hab ich mit meinen Kindern immer ein Buch, oder eine Geschichte gelesen. An einem Tag war es ein Kinderbuch mit eben diesem Gleichnis mit der Speisung der 4.000. 
Da gab es diesen kleinen Jungen mit seinen 5 Broten und zwei Fischen. Das war natürlich für 4.000 Leute nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber er hat es Jesus gegeben, und Jesus konnte damit alle satt machen.

Am Ende dieses Buches kam mir der Gedanke: Ja, der kleine Junge hat einfach nur das gegeben, was er hatte - für Jesus war das genug. Und auch du musst nicht mehr geben, als du hast. Und wenn es nur 1 % ist - oder sogar noch weniger - für Jesus reicht es. 
Du gibtst, was du hast und was du kannst - und Jesus füllt das auf 100 % auf.


Ja, daran denke ich auch heute noch oft, wenn solche Gedanken kommen wie: Du machst nie was richtig, du solltest alles anders machen, nie gut genug... usw.

LG, geli

Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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Burgen

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von Burgen am 16.06.2018 01:29


Liebe Geli, 

du schreibst mir aus dem Herzen. 
Ich glaube, wenn man realisiert, wer man ist, ... , zur Ruhe kommt und seine Augen das Herz, 
wieder verinnerlicht auf Jesus richtet, 
dann wird man im Glauben und Vertrauen die Gnade Gottes erfahren. 
Das ist der Tiefe Friede, der von Kopf bis zu den Füßen erfahrbar ist. 

Genau das ist das was uns bei Jesus hält. Stimmt man mit ihm wieder überein, kann man getrost weiter gehen. 

Hoffentlich habe ich mich nicht zu kompliziert ausgedrückt. Jedoch ist das meine Erfahrung. 
Als junger Mensch arbeitete ich unter und mit geistig und körperlich behinderten Menschen. 
Sie hatten teilweise ein ganz unkompliziertes Leben mit Jesus. Und waren fröhlich. Und zufrieden. 

LG 
Burgen 


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Cleopatra
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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von Cleopatra am 16.06.2018 09:17

Und auch du musst nicht mehr geben, als du hast. Und wenn es nur 1 % ist - oder sogar noch weniger - für Jesus reicht es. Du gibtst, was du hast und was du kannst - und Jesus füllt das auf 100 % auf.

Liebe geli,
ein wirklich sehr tröstender und ermutigender Gedanke.
Danke dir, Cleo

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solana

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von solana am 16.06.2018 11:47

Im Johannesevangelium wird nach der Brotvermehrung von einer Begebenheit berichtet, die mich sehr nachdenklich gemacht hat.

Dieses Wunder hat ja die Menschen sehr beeindruckt.
Und als Jesus nicht mehr da wr, suchten sie ihn.

Er sagt zu ihnen:

Joh 6,26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid.

Sie hatten das Wunder nicht wirklich als Zeichen genommen, das Glauben bei ihnen wirken sollte.
Ihre Neugierde und ihr Hunger waren gestillt worden - und jetzt verlangten sie nach mehr ....

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird das noch eindeutiger: "Ja, wenn du solche Zeichen tun würdest wie Mose .... dann könnten wir dir vielleicht glauben ...."

30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht (Psalm 78,24): »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.«

Trotz des Wunders, das sie direkt miterlebt hatten, fordern sie neue Zeichen und bessere Beweise.

Und das, worauf Jesus mit dem Zeichen hinaus wollte, das nehmen sie gar nicht an:

27 Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Dies wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht (Psalm 78,24): »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« 32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33 Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. 35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. 36 Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. 37 Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich's auferwecke am Jüngsten Tage. 40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. 41 Da murrten die Juden über ihn, weil er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist, 42 und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel gekommen? 43 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander. 44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. 45 Es steht geschrieben in den Propheten (Jesaja 54,13): »Sie werden alle von Gott gelehrt sein.« Wer es vom Vater hört und lernt, der kommt zu mir. 46 Nicht dass jemand den Vater gesehen hätte; nur der, der von Gott ist, der hat den Vater gesehen. 47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. 59 Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.
60 Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören?

Und ich habe mich gefragt: Wie gehen wir mit Gottes Wundern in unserem Leben um?
Brauchen wir immer wieder neue Zeichen und Beweise, damit wir überhaupt glauben können?
Hören wir auf das, was Gott uns durch Zeichen sagen will oder reicht es uns, wenn wir einfach nur satt werden, unsere momentane Not gestillt wurde?

Diesen Denkanstoss möchte ich euch auch gerne weiter geben.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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geli

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Re: Jesus macht mehr als 4T Menschen satt _ Mat 15, 29-39

von geli am 16.06.2018 13:09

Solana:
Und ich habe mich gefragt: Wie gehen wir mit Gottes Wundern in unserem Leben um?

Ich denke, für die Menschen damals hatten die Zeichen und Wunder eine andere Bedeutung als für uns heute.
Sie hatten die Erwartung eines von Gott verheißenen Erlösers, und das AT gab (gibt) eine Beschreibung dessen, wie sich dieser Erlöser auszeichnen würde. Dazu gehörten auch Zeichen und Wunder - diese waren eigentlich die "Beglaubigung", durch die Gott Jesus als den von ihm angekündigten Messias ausgewiesen hatte.

Eigentlich glaube ich, dass man ihn deshalb sehr wohl als den erwarteten Messias erkennen konnte - wenn man das denn auch wollte.

Mir kommt es so vor, als "wollten" die Leute gar nicht so recht glauben - denn gerade hatten sie ein grandioses Wunder gesehen, und gleich darauf verlangten sie von Jesus ein neues Wunder, damit sie "sehen und glauben" könnten.

Als Jesus ihnen anhand vom Manna in der Wüste näheres erklären wollte, war ihre einzige Antwort "Murren" gegen das, was er versuchte, ihnen zu erklären.

Für die Menschen damals waren die Zeichen und Wunder die Beglaubigung, dass Jesus wirklich der Messias war - dadurch sollten die Menschen zum Glauben an ihn finden.

Für uns, die wir ja schon glauben, haben Wunder eine andere Bedeutung, finde ich.
Normalerweise erleben wir ja auch nicht dauernd Wunder - die sind eher selten. Jedenfalls in meinem Leben.
Was ich allerdings auch auch gläubiger Mensch immer wieder brauche, ist die Ermutigung durch Gott. Ermutigung, dass ich ihn in meinem Leben und auch im Leben von anderen Menschen am Wirken sehen darf. Ermutigung, dass er immer wieder durch sein Wort zu mir ganz persönlich spricht. Oder auch Ermutigung, dass ich immer wieder geleitet werde, sein Wort ein bisschen besser zu verstehen und immer wieder neue Zusammehänge erkennen darf.

Zwar gibt es schon Zeiten, in denen diese Ermutigung ausbleibt, oder zumindest sehr wenig sind - aber das ist immer nur eine kurze "Wüstenzeit" - die aber letzten Endes mir auch "zum Besten" dienen müssen.

Glaube ist eine persönliche Beziehung zu Gott - deshalb dürfen wir auch erwarten, dass er zu uns spricht und wir an dem, was wir täglich erleben, erkennen können, dass er da ist und unser Glaube dadurch immer wieder neu gestärkt, bestätigt und getragen wird.

Brauchen wir immer wieder neue Zeichen und Beweise, damit wir überhaupt glauben können?

Vielleicht ist hier das Motiv entscheidend?
Nicht nach dem Motto: "Gott, wenn ich jetzt kein Wunder erlebe, glaube ich nicht mehr an dich" - sondern: "Danke, Vater, dass du mir täglich deine Nähe schenkst, dass ich immer wieder dein Wort hören und verstehen kann".

LG, geli

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