Matthäus 6,33

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Burgen

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Re: Matthäus 6,33

von Burgen am 10.08.2018 19:04

Genau, jovitomama.

In der Zusatzstelle zum Reich Gottes findet sich Römer 14,17 :

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. 18 Wer darin Christus dient,
der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. 19 Darum lässt uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.
20 Zerstöre nicht um der Speise Willen Gottes Werk. ...

Hier geht es dann in der Folge darum, ob die Speise rein oder unrein gilt.
In unserem Zusammenhang könnte es jedoch um unser Denken gehen, insofern, alsdass die Sorgen unterschwellig uns vereinnahmen und das
Vertrauen in Gott beeinträchtigt.
Dieses denkt und schreibt sich natürlich leichter als sein Denken ändern und zu beten um Hilfe.
Dieser Prozess tut oft weh.
Bei all dem brauchen wir keinesfalls allein 1u1 zusammenzählen. Denn der Heilige Geist in uns ist hilfreich und immer bereit.
Jesus hilf, ist ein wirksames Gebet.

LG
Burgen

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

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Bergpredigt
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Re: Matthäus 6,33

von Bergpredigt am 10.08.2018 19:10

Hallo Jovetodimama,

Und Trachten nach dem Reich Gottes heißt: Gottes Zusagen glauben und dann trotz aller vernunftgegebenen Zweifel danach handeln, anstatt in einem ersten Schritt sie anhand dessen, was wir von der Welt vor Augen haben, beurteilen zu wollen, um sie möglicherweise als unzutreffend zu widerlegen.

=》Wahrheit ist in meinen Augen immer wahr. Und Falsch ist immer Falsch. Soll heißen: Gottes Zusagen erfüllen sich in der R E A L I T Ä T. Ich glaube wir Christen dürfen mit offenen Augen durchs Leben gehen - ja sollen das sogar. Allerdings auch in Demut und in dem Bewußtsein unserer Unvollkommenheit. Wenn eine Zusage in der Realität nicht so erfahrbar ist gibt es lt. meiner Meinung mehrere Möglichkeiten:

a.) wir haben die Zusage falsch verstanden/interpretiert. Dann gilt es den Fehler bei sich zu finden im Verständnis. Das ist vermutlich im überwiegenden Teil so. Zumindest bei mir.

b.) Die Zusage ist z.B. falsch übersetzt und hat so gar nicht stattgefunden. Ich vetraue Blind meinem Herrn und Gott Jesus Christus. Aber ich vertraue nicht blind gedrucktem Papier - und wenn es die Bibel ist. Wir könnten jetzt über die Enstehungsgeschichte der Selben sprechen - aber das lassen wir besser. Aber ich gebe ein kleines unverfängliches Beispiel über die Unschärfe von z.B. Übersetzungen an:

"Du sollst nicht töten" oder "Du sollst nicht morden".
"Du sollst Deinem Bruder nicht zürnen" oder "Du sollst Deinem Bruder nicht ohne Grund zürnen".

Gewaltiger Unterschied, oder? Übrigens zwischen Elberfelder und Schlachter. Jetzt stell Dir das mal über die Jahrhunderte vor....

Ich vertraue auch nicht blind Aussagen meiner Geschwistern (nicht den heutigen und nicht den damaligen). Warum wohl? Aus Erfahrung!


Allein die Vorstellung, wir könnten möglicherweise eine Zusage Jesu mittels Gegenbeweisen widerlegen - absurd!

=》 Einer Aussage von Jesus direkt würde ich auch nicht widersprechen. Hat er Dir das persönlich gesagt? Oder hast Du das gelesen? Ich versuche sogar meine Bibel zu überprüfen weil diese durch Menschenhand ging. Und Menschen neigen zu Fehlern. Auch Gläubige. Damals wie Heute.

Jetzt sagt der Schriftgelehrte von Heute: Die Bibel ist mir Heilig und wurde von Gott bewahrt. Ja, schon. Aber welche denn. Die katholische hat z.B ein paar Bücher mehr...usw. usw. Der Urtext ist inspiriert. Hast Du den? Oder sind das auch nur Abschriften.

Nachdenken ist in meinen Augen daher durhaus erlaubt und keine Sünde, solange man sich seiner Unzulänglichkeit bewußt ist.


Wer nicht glaubt, dem wird sich die Wahrheit der Schrift nicht erschließen.
=》 Möchtest Du über mich Richten? Oder wie soll ich dss verstehen?



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Burgen

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Re: Matthäus 6,33

von Burgen am 10.08.2018 20:07

Was ist Wahrheit - das sagte schon Pilatus vor 2000 Jahren.

Jesus sagte zu Natanael : Siehe, ein rechter Israelit, in dem kein Falsch ist. —- Fällt diese Aussage unter Wahrheit?

Fast möchte ich behaupten, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit lebt.

Und ja, Schlachter, Menge, Elberfelder, Gute Nachricht, und was alles der Bibelmarkt hergibt. Nicht zu vergessen die guten englischsprachlichen Bibeln.
Die Septuaginta, griechisch und Hebräisch, lateinisch.

Jede hat ihren eigenen Wahrheitsansatz.
Sehr interessant finde ich die konkordante Bibel. Zwei von ihnen sind zu kaufen. Jedenfalls das NT jeweils.
Da sind die ursprünglichen Wortbedeutungen Wort für Wort mit eingearbeitet, sodass sie beinahe wie ein biblisches Wörterbuch anmuten.

In unserem Sprachraum gibt es jedoch auch sehr viele gute Studienbibeln.
Sie sind teilweise mit einem großen Wortschatz und vielen Kommentaren ausgestattet.

Ich bezweifle, dass irgendjemand von den Mitgliedern so eine Studienbibel von vorne bis hinten sich einverleibt hat.
Das ist beinahe so aufwändig und anstrengend wie sicherlich der Besuch einer Bibelschule über 4 oder 5 Jahre.

Und ja, die Ausrichtung und Einstellung der Übersetzer , die Art der Sprache, das alles fließt mit hinein in einen Kommentar.
Letztlich geht es nicht darum, Wissen anzuhäufen, sondern Jesus mehr Raum im Herzen zu geben, ihn immer besser kennenlernen
und selber aus Glauben leben, wie die Traube 🍇 am Weinstock sein oder werden.

Naja, das geht nun vielleicht über den angesprochenen Mt 6,33 hinaus. Zumindest belebt er, wie wir hier feststellen können ...

Gruß
Burgen

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jovetodimama

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Re: Matthäus 6,33

von jovetodimama am 10.08.2018 21:26

Wer nicht glaubt, dem wird sich die Wahrheit der Schrift nicht erschließen. =》 Möchtest Du über mich Richten?
Nein, wie kommst du darauf?

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

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Leah

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Re: Matthäus 6,33

von Leah am 11.08.2018 00:47

Hallo Bergpredigt,

leider hast Du Dich abgemeldet. Ich hoffe nun, dass Du trotzdem mitliest und noch mehr, dass Du Dich wieder anmeldest.

Du schreibst: " Die Verknüpfung mit "Trachtet erst nach dem Himmelreich" macht die Sache nicht einfacher. Denn ich höre schon förmlich die ersten Gläubigen schreien (wie bei Hiob): Ja, da hast Du wohl nicht genug getrachtet.... "

Ich glaube Du hast mich missverstanden.

Gott hat versprochen uns zu versorgen, ja. Trotzdem gibt es verfolgte Christen, denen alles genommen wird. Die Familie, das Hab und Gut und zuletzt nach Folter das Leben. Da stimmt die Zusage nicht. Da nun Gott nicht lügt, meint er mit diesem Vers etwas anderes. Er meint, dass er uns immer so versorgen wird, dass wir uns nicht sorgen brauchen. Ja, weil, wie Du richtig sagst, Sorgen nicht weiterhelfen.

Er versorgt uns also mit etwas anderem und das ist nicht nur im Blick auf die Ewigkeit das wertvollste, was es gibt, nämlich Gott immer besser zu erkennen und in ihm immer mehr zur Ruhe zu kommen, egal was ist.

Petrus ging unter, als er schaute, was ist und sah, dass er auf dem Meer ging und die Wellen heftig waren. Solange er auf den Herrn sah, konnte er unter widrigen Umständen auf dem Meer gehen.

Das Meer ist in der Schrift ein Bild für die ungestümen Menschen.

Gut. Er mag uns also manchmal alles nehmen, aber nur, um etwas wertvolleres zu geben, nämlich das:https://www.youtube.com/watch?v=oOnDCQ-0k-U

Was wir also zuerst suchen sollen, ist das Reich Gottes. Das Wort, das mit "Reich Gottes" übersetzt wird ist "basileo". Es bedeutet Herrschaftsbereich. Zuletzt geht es also darum vertrauensvoll anzunehmen, was Gott für uns bestimmt hat, auch wenn es schwere Wege sind. So werden wir immer näher zu dem hinwachsen, der das Haupt ist, Christus.

Er gibt uns die Kraft dazu. So werden wir Lichter, die leuchten in dieser Welt ohne Gottvertrauen.

Und bitte, ich bin darin selbst noch wenig reif.....mehr eine qualmende Funzel. Aber der Herr löscht den glimmenden Docht nicht aus. Nein, er facht ihn an.

Darauf hoffe ich.

https://www.youtube.com/watch?v=6Tr3h5Sonhc

Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.08.2018 00:55.

nusskeks

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Re: Matthäus 6,33

von nusskeks am 13.08.2018 08:43

Bei Aussagen wie die in Matthäus 6,33 dachte ich früher, dass da wohl nur Menschen dran glauben können, die mit dem nötigsten versorgt sind. In Matthäus 6,11 steht die leibliche Versorgung als Bitte im Gebet formuliert. Aber dann war ich das erste Mal in Afrika und traf eine viel festere Überzeugung von der Wahrheit in Matthäus 6,33 an. Es beschämte mich zu erkennen, wie Leute ohne gesicherte Versorgung, in Matthäus 6,33 wesentlich mehr Vertrauen schöpfen als wir reichen Europäer.

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solana

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Re: Matthäus 6,33

von solana am 13.08.2018 09:56

Es gibt eine Bibelstelle in den Psalmen, die fängt so an: "Was nützt es, frühe aufzustehen und dann lange sitzen und essen sein Brot mit Sorgen ...."

Ich finde, das veranschaulicht sehr schön die "Kehrseite" des Sorgens:
Es ist gut und bringt viel, sich um etwas zu kümmern und für etwas/jemanden zu sorgen.

Wenn es aber um "sich darüber Sorgen machen" geht, dann ist eher das Gegenteil der Fall. Sorgen rauben Zeit und Energie und verstellen den Blick, indem sich Befürchtungen ganz gross ins Zentrum stellen und eher weniger Zeit und Energie dafür übrig ist, Lösungen zu finden ...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich oft ganz unerwartet und einfach eine Lösung finden liess, wenn die um Sorgen kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen - eine Lösung, die man vorher einfach nicht sehen konnte...

Und ich sehe diese Matthäus -Stelle eigentlich nicht als Befehl und zusätzliche Anforderung, die wir auch noch zu erfüllen haben - unbedingt alle Sorgen ablegen, sonst verhalten wir uns nicht christlich ...

Sondern als befreiende Zusage: Gott sorgt für euch und wird euch alle Dinge zum besten dienen lassen. Damit ihr befreit und ohne Sorgenlast durchs Leben gehen könnt. In Zuversicht und Freude, im Blick auf ihn und sein Reich ausgerichtet, im Vertrauen, im Empfangen und in Dankbarkeit.

Was für ein schönes Geschenk und was für eine bereichernde und froh machende Lebensperspektive!
Warum sollten wir uns das durch unnötige Sorgen kaputt machen?

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Burgen

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Re: Matthäus 6,33

von Burgen am 13.08.2018 10:04

Ja, ich glaube, in vielen anderen Ländern geht es oft um die nackte Existenz.

Wir hier in unserem Land, ist natürlich auch nicht alles palettier, wie man so sagt.

Dennoch ist es so, dass der Sozialstaat, der er noch ist, das meiste der Versorgung durch ein finanzielles Netz abfedert.

Manche wollen das per Gesetz abschaffen lassen.

Von einem Partnerland wissen wir, dass es ein jahrelanger Kampf zwischen der Politik der einen und der anderen Richtung brauchte,

Um die Menschen mit einer Geseundheiotsversorgung abzusichern. Die meisten Menschen wurden durch die hohen Kosten um Haus und Hof gebracht.

Das ist hier bei uns zum Glück noch nicht so weit.

Allerdings war alles vor noch vor 30 bis 40 Jahren vieles noch wirklich besser in finanzieller Hinsicht.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, dass die Zahnarztbehandlungen getrennt wurden von den anderen Behandlungen der Krankenkassen.

Oder auch die Kuren. Die waren früher meist als Urlaub mit verbunden.

Und heute:
Ich glaube, als Christen ist wichtig in der Gesellschaft sich wieder auf den Ursprung der Bibel mit Jesus Christus bewusst zu werden.
Denn das Reich Gottes ist mehr als Essen und Trinken.

Gott ist derselbe, damals und heute. Gott wirkt oft in vielen kleinen Dingen, die wir oft gar nicht mehr bemerken.
Wie oft sind wir vor Unfall und Gefahr beschützt worden! Jedenfalls ist es bei mir so.
Und was die Finanzen anbelangt. Ich bin dankbar, dass Gott mir geschenkt hat, nicht allen Bedürfnissen und Wünschen nachzugehen und auf sie reinzufallen.

Manchmal entsorge ich Dinge auf der Mülldeponie. Gerne bringe ich es selber dort hin und befördere das in die Container.
Auf dem Weg dorthin findet sich schon etliches an Unrat auf Feld Wald Wiese, in Tüten oder auch einfach so entsorgt _ als private Mülldeponie.
Dort angekommen ist es erstaunlich, was verantwortungsvolle Bürger alles so entsorgen.

Denn, alles musste mal gekauft und bezahlt werden ...
und wer Gott nicht vertraut, ihm nicht glaubt, wird auch bezahlen. Entweder zu Lebzeiten oder nach dem Leben.
Grundsätzlich hat Jesus am Kreuz während der Kreuzigung und dann in der Dunkelheit, bis der Vorhang zerriss alles bezahlt.
„Es ist vollbracht“, waren seine letzten Worte und dann übergab er seinen Geist in Gottes Hände.

Wohl dem, der es zu Lebzeiten für sich in Anspruch nimmt.

Gruss
Burgen

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