Nikodemus

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pausenclown

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 27.03.2026 07:14

Hallo.

Des Öfteren frage ich mich, wie es in der Zeit kurz vor dem Auszug aus Ägypten war.
Versetze Ich mich in die Zeit, dass alles hätte mir Angst gemacht.
Ich weiß nicht, ob ich bis zum 14 Nisan gewartet hätte, um mit dem Blut die Türpfosten zu bestreichen, damit der Todesengel worüber geht, auf Hebräisch Pessah.
Die Frage, wohin Mose uns geführt hätte, war ja auch bekannt: So spricht der Herr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit es mir ein Fest in der Wüste feiere!“ 
So starben die Erstgeborenen aus Ägypten, und er ließ Mose und Aaron rufen in der Nacht und sprach: Macht euch auf und zieht weg aus meinem Volk, sowohl ihr als auch die Israeliten; geht hin und dient dem Herrn, wie ihr gesagt habt!“ 
Das erste Pessah in Verbindung mit der Flucht und den Umständen…. Hat nicht viel mit der Pessahfeier in meiner Zeit zu tun.
Wenn wir heute Pessah feiern gedenken wir an die Zeit in Ägypten und wie Gott uns aus der Sklaverei befreit hat.
Bis bald Shalom

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pausenclown

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Beiträge: 499

Re: Nikodemus

von pausenclown am 29.03.2026 12:46

Hallo.


Bevor ich darüber schreibe, wie wir Juden zur des zweiten Tempels feiern, schreibe ich mein traurigstes Pessah.
Jesus ist vor seiner Kreuzigung am 10. Nisan auf einem Esel nach Jerusalem geritten.
Wie ich schon geschrieben habe, wurden am 10 die Lämmer ins Haus geholt und wie geschrieben steht:
Sacharja 9,9: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel.

Die Volksmenge empfing Jesus mit Palmzweigen und dem großen Hallel auf dem Psalm 118.
O Herr, hilf doch! O Herr, lass es wohl gelingen!" Das hebräische Wort für "Hilf doch!" ist Hoshi'a na.
Diese Elemente gehören eigentlich zum Laubhüttenfest (Sukkot) und damit wird die Ankunft des Messias gefeiert, hier vermischen sich Pessah und Sukkot.
So wie die Lämmer geprüft werden zwischen dem 10 und 14 Nisan, wurde auch Jesus geprüft und der, der ohne Fehler war, wurde am Ende verurteilt und gekreuzigt.

So wurde aus dem kleinen Jeshu, das wahre Lamm Gottes.
Einige haben als Kind mit ihm gespielt und viele kennen ihn, als er offensichtlich mit seinen Jünger durchs Land zog. Seine Wunder, seine Predigten, sein Ruf zur Umkehr und das, das Himmelreich nahe sei….

 
Es ist ja nicht so, als gäbe es eine Willkür und keine Gesetze, um jemanden zu schützen….
Jesus hatte kein faires Verfahren vor dem Hohen Rat und dem Sanhedrin.
In unserer Tradition gibt es strenge Regeln in einem Strafprozess und diese wurden an vielen Punkten gebrochen.
Verbot von Nachtsitzungen: Strafprozesse durften nur tagsüber verhandelt werden. Das Urteil musste ebenfalls bei Tageslicht verkündet werden. Jesus wurde jedoch in der Nacht verhaftet und verhört.

Verbot an Festabenden: Es durfte kein Prozess am Vorabend eines Sabbats oder eines hohen Feiertags (wie Pessah) beginnen, da ein Todesurteil erst nach einer eintägigen Bedenkzeit vollstreckt werden durfte und Hinrichtungen an Feiertagen verboten waren.


Keine Selbstbezichtigung: Ein Geständnis allein reichte nicht für eine Verurteilung aus; es mussten mindestens zwei übereinstimmende Zeugen vorhanden sein. Bei Jesus wurde sein eigenes Wort („Du sagst es“) als Hauptgrund für die Verurteilung wegen Blasphemie genutzt.
Wartefrist für Todesurteile: Ein Freispruch durfte sofort verkündet werden, aber ein Schuldspruch, der zum Tode führte, musste um einen Tag verschoben werden, um den Richtern Zeit zum Fasten und Überdenken zu geben. Jesus wurde noch am selben Tag verurteilt und hingerichtet.

Einstimmigkeits-Regel: Wenn alle Richter sofort und einstimmig für „schuldig“ stimmten, galt dies ironischerweise als Zeichen für ein Komplott oder Voreingenommenheit, und der Angeklagte musste freigelassen werden. Im Fall Jesu gab es eine sofortige, geschlossene Verurteilung. 
Usw….

Als Mitglied des Sanhedrins konnte ich seine Verurteilung nicht verhindern, was folgte ist bekannt…..

Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.03.2026 12:48.
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