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pray

63, Weiblich

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Beiträge: 1015

Re: Das Leben nach dem Tod

von pray am 19.02.2022 14:35

Ich habe heute ein bisschen Basics gelesen.

 

Woher kommt der Begriff Gehenna (Hölle?) in NT:

Er kommt von Gei Hinnom (Tal von Hinnom). Das war ein tatsächlich existierender Ort (Jos. 15,8;18,16, Neh. 11,30, Jer. 19,2)

Ahas und Manasse verbrannten dort Söhne und Töchter auf den Höhen des Tofets (= Plätze, wo verbrannt wurde). Dem Baal wurden auch diese Höhen gebaut und dort Menschenopfer verbrannt. (Jer. 7.31-32,; 32,35; 2. Chr. 28,3; 33,6)

Wo in der Offenbarung die Rede vom feurigen Pfuhl (Feuersee) ist, steht nicht gehenna! Lt Off. 19,20 wurden das sogenannte Tier und der falsche Prophet in den feurigen Pfuhl (Feuersee)  geworfen. Der Teufel kommt zunächst mal in den Abgrund für die Zeit des 1000-jährigen Friedensreiches (Off. 20,3) Anschließend wird der Teufel noch einmal eine kleine Zeitlang freigelassen, um ihm Gelegenheit zu geben, alle Völker zu verführen (Off. 20,8) Danach wird auch er in den Pfuhl von Feuer und Schwefel (Feuersee) geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren und sie werden gequält werden Tag und Nacht und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Somit ist zunächst mal belegt, dass es im Feuersee für die Genannten keine sofortige Vernichtung gibt, dann das Tier und der falsche Prophet sind nach den 1000 Jahren, wenn der Teufel dazugesellt wird ja noch da und sie (Mehrzahl= also die drei) werden gequält.

 

Nun könnte jemand auf die Idee kommen, Mitleid mit dem Widersacher und dem Mensch des Verderbens, den die Bibel sogar "Tier" nennt zu haben und dessen Propheten zu haben, der sogar macht, dass alle das Tier (Off. 13) - und nicht Gott anbeten. Ich glaube, wenn die Bibel einen Menschen Tier nennt, so sagt das u.a. aus, dass dieser Mensch kein menschliches Herz und kein Gewissen mehr hat.

Als ich neu Christ war, hatte ich auch etwas Mitleid mit der vorprogrammierten Strafe des Teufels. Aber je länger ich Christ war, umso mehr habe ich verstanden,  w a s  der Teufel alles bei den Menschen Schlimmes anrichtet und die Bibel ihn Mörder nennt. Aus dem Herzen der Menschen kommen böse Dinge sagt Jesus (Mt. 15,18) , aber ich glaube, der Teufel forciert das auch noch. Als Judas zum Verräter Jesu' wurde, fuhr der Teufel in ihn (Lk. 22,3). Der Teufel macht, dass sich Menschen schlagen (Mk. 5,5), sich etwas antun (Mk. 9,22), dass sich Tiere den Abhang hinunterstürzen (Mt. 8,32), dass Menschen krank werden (Lk. 13,11) .

Von daher und weil der Teufel sich sogar Gott gleich machen und sich anbeten lassen will (Mt. 4,9), habe ich nun kein Mitleid mehr mit der Konsequenz.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2022 14:48.

Leah
Gelöschter Benutzer

Prüft Euch selbst, ob Jesus Christus in Euch wohnt. 2 Kor. 13,5

von Leah am 19.02.2022 12:53

Ihr Lieben, 
1 Kor 13,5 Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wäret ihr ja unecht.

Das ist eine Herausforderung. Wer von Euch hat sich dem schon gestellt und wie habt ihr es geprüft und was habt ihr dabei mit Gott erlebt?
Leah

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (16) Ich will dem HERRN Singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin

von Burgen am 19.02.2022 09:14



Seid nicht halsstarrig, sondern gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum.   2.Chronik 30,8  

Einer, der mit zu Tisch saß, sprach zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes!   Lukas 14,15 


Kl: 1.Korinther 1,26-31 
Bl: Epheser     4,11-16   


Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht bringe ich vor dich. 
Wandle sie in Weite: Herr, erbarme dich.     (BG: Eugen Eckert)     




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Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2472

Re: Projekt Bibel 2022

von Merciful am 18.02.2022 15:11

Wir lesen heute, am 18. Februar 2022, im Buch des Propheten Jesaja 37,21 - 37,38.
 
Darum spricht der HERR über den König von Assyrien:
 
Er soll nicht in diese Stadt kommen und soll auch keinen Pfeil hineinschießen
und mit keinem Schild gegen sie vorrücken und soll keinen Wall gegen sie aufschütten,
 
sondern auf dem Wege, den er gekommen ist, soll er zurückkehren
und nicht in diese Stadt kommen, spricht der HERR.
 
Denn ich will diese Stadt beschirmen, dass ich sie errette
um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
 
(Jesaja 37,33-35; Lutherbibel 2017)
 
Merciful

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Das Leben nach dem Tod

von Leah am 18.02.2022 14:24

Jetzt bin ich in dem Gedankengang geblieben mit dem Ergebnis, dass der Mensch in der Hölle ewige Qual erleidet, weil Gott nichts mehr für ihn tut. 
Ohne Gottes Einwirken entfaltet sich das Böse ungebremst in seinem ganzen Ausmaß. 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2022 14:25.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Das Leben nach dem Tod

von Leah am 18.02.2022 09:05

Nochmal zum Thema Hölle.
LinaMa stellte sich die Frage, wie ein liebender Gott Menschen ewig in der Hölle quälen kann.
Mein Gedanke dazu war, dass er das nicht tut, sondern die Menschen ihre eigenen Wege gehen lässt.

Wie komme ich darauf? Ich denke, die Prinzipien, die uns die Schrift aufzeigt, gelten weiterhin. Gott ändert sich nicht.
Uns ist gesagt, dass Gott am Ende den wegnehmen wird, der den Bösen zurückhält. Er mischt sich also nicht mehr zum Guten hin in die irdischen Ereignisse ein.  Danach beginnen furchtbare Kriege und entsetzliche Naturkatastrophen und die Menschen bringen sich gegenseitig um oder werden schwer krank. Und dann heißt es, dass keiner überleben würde, wenn Gott die Tage nicht begrenzen und eingreifen würde.

So denke ich ist es in der Hölle. Gottes begrenzendes  Wirken zum Guten fehlt. Und weil alles Gute von Gott gegeben werden muss, fehlt auch alles Gute. Vermutlich unterschiedlich ausgeprägt, je nach Grad der Finsternis ( der Gottesferne). 

Ich würde mich nicht wundern, wenn das ewige Feuer in der Hölle das schlimmste verhindert. Wenn Gott etwas tut, dann immer zum Besseren, nie zum Schlechteren.
Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2022 09:46.

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5446

Re: Das Leben nach dem Tod

von Cleopatra am 18.02.2022 07:25

Guten Morgen, 


Burgen: Hallöchen , gerade frage mich: Was 'bingt' es mir, mich derart mit dem Jenseits, Feuer, und so zu beschäftigen? Und wie seht ihr dies Thema, unabhängig von dem, was andere Menschen erarbeitet haben für sich und andere? Also anders gefragt: Die meisten Dikussionsteilnehmer sind ja schon länger mit Jesus oder zumindest mit Gott an der Seite unterwegs? Wie wirkt sich Wissen aus? Was sind die Konsequenzen? Das interessiert mich wirklich und würde helfen, zu verstehen, was ihr hier schreibt. ;) LG Burgen


Mir zeigt dieses Thema nochmal sso ganz neu aus, vor was mich Gott bewahrt.
Und das lässt mich nochmal viel dankbarer, aber auch demütiger sein.

Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen.

Liebe Grüße, Cleo



Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (16) Ich will dem HERRN Singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin

von Burgen am 18.02.2022 07:03



Der HERR sprach zu Mose: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.   2.Mose 33,20  

Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.   1.Johannes 4,9  


Kl: Maleachi 3,13-18 ... sie sollen, spricht der HERR Zebaoth, an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient. ... 

Bl: Epheser   4,7-10 ... der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle. 


Du bist das Bild des Vaters, des Unsichtbaren Sohn. 
Du bist der Erstgeborne vor aller Schöpfung schon. 
Durch dich ist es geschaffen, was man auf Erden sieht 
und was sich uns im Himmel geheimnisvoll entzieht. 
(BG: Detlev Block)



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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Das Leben nach dem Tod

von Burgen am 17.02.2022 23:45


Hallöchen, 

diese Bibelstellen bringen Jesus und seinen Auftrag bezüglich Menschenliebe Gottes zum Ausdruck. Man könnte dies natürlich auch anders sehen. Ich sehe in den Worten auch, dass hier zB V 21: der Vater weckt auf, der Vater macht lebendig. Vermutlich geht es da um die Menschen, die gestorben sind, und in echt ins Leben zurückgekommen sind. 

Jesus hingegen macht Lebendig, wie zB durch die Wiedergeburt.
Wenn die Menschen weiterhin mit ihm leben und nicht in geistlichen Schlaf fallen. 
Dann nämlich haben sie eine Erweckung erfahren und Sünden bekannt, gereinigt worden. 


Es geht in V 24 darum, Gott, dem Vater, zu glauben, sein Wort hören - dann ist mit anderen Worten, der Geist in dem Menschen lebendig, vom Tod ins Leben. Da kommt die Nachfolge Jesus ins Spiel. Immer mehr verbunden mit Glauben der Wahrheit. Derjenige kommt nicht ins Gericht. Das ist eine große Entlastung dies zu glauben und in dem Wissen zu leben, jeden Tag. Das ist keine Einladung zum Sündigen - der Mensch will doch eigentlich gerne mit Jesus zusammen sein, und ihn immer besser kennenlernen. Das ist für mich auch "vom Tod zum Leben hindurchgedrungen". Da fallen mir all die betenden Großmütter und -väter ein. Die schützend ihre Enkel, Kinder und andere Fürbittend umgeben mit dem Frieden Gottes im Herzen. 

V 28 ist interessant.
Da lesen wir, dass die Stunde kommt, dass alle seine Stimme hören werden. Lazarus, der Bruder von Martha und Maria hörte sehr gut seine Stimme. 

V 29 Sie, die in den Gräbern liegen, hören ihn, stehen auf zum Leben . Die anderen zum Gericht. Vermutlich ganz anders als wir denken. 
Und ganz wichtig, Gottes /Jesus Gericht ist gerecht! Da denke ich auch daran, dass zwar, wie in Offenbarung steht, dass es Völker geben wird, es steht nicht, dass die Völker alle Juden und Christen sein werden.
Jedoch niemand in den Tempel kommen darf, der sündigt. Aber - die Blätter der Bäume bringen Heilung. 

Vermutlich ist dies nicht das, was euch zu dem Threadthema anspricht. 

:::::::::::
::::::::::: 

Joh 5,17–30 = Vollmacht des Sohnes - Jesus sieht den Vater in seinem Tun 

21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig,
so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. // 

22 Denn der Vater richtet niemand, // Daniel 7,13.14 
sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, // Apg 10,42 

23 damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. // Phil 2,10.11 
Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. // Joh 2,23 

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat,
der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht,
sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. // Kap 3,16.18 

25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Es kommt die Stunde und ist schon jetzt,
dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes,
und die sie hören werden, die werden leben. // Eph 2,5.6 

26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber,
so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; // Kap 1,1-4 

27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. // Dan 7,13.14 

28 Wundert euch darüber nicht.
Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden

29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, 
die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. // Dan 12,2 ; Mt 25,46 ; 2.Kor 5,10 

30 Ich kann nichts von mir aus tun.
Wie ich höre, so richte ich und mein Gericht ist gerecht;
denn ich suche nicht meinen Willen,
sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. // Kap 6,38 



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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Das Leben nach dem Tod

von Burgen am 17.02.2022 21:17




Danke für eure Überlegungen und das Mitteilen. 
Ich denke, dass jeder Christ sich mit dem Leben, dem Sterben und Tod irgendwann auseinandersetzen wird, ja muss.
Diese Frage kommt spätestens zum Tragen beim zT mehrmaligen Durchlesen der Heiligen Schrift.
Und wie ich schon weiter oben schrieb, glaube ich auch hier, dass erarbeiten einerseits unter Gebet,
eine Momentaufnahme wie ein Licht geht an, ist. Jeweils andere Einsichten zum anderen Zeitpunkt. 
Wer wissenschaftlich die Texte erarbeitet sieht das natürlich anders. 


Neues Theologisches Wörtetbuch: 
Jenseits ist eine volkstümliche, um 1800 aufgekommene Bezeichnung für Gott u. seine Wirklichkeit, vor allem aber für das Leben u. den Zustand der Menschen nach ihrem Tod »auf jener Seite«. Die Redeweise ist aus archaischen räumlichen Vorstellungen entstanden. Bestimmte Indizien aus den Bestattungsarten vor- u. frühgeschichtlicher Menschen weisen auf den Glauben an ein Fortleben nach dem Tod hin. In den Hochkulturen entstanden Zeugnisse, die das 🡕Weltbild mit dem J. in zeitgenössischen Auffassungen rekonstruieren lassen 

Das AT u. das frühjüdische Schrifttum bezeugen zunächst den Glauben an das schattenhafte Fortexistieren der Verstorbenen in der 🡕Scheol, dann die Ausgestaltung der Unterwelt zur Straf- 🡕Hölle, während für Gerechte zuerst an die Entrückung in den 🡕Himmel, später auch an die Aufbewahrung in gesonderten Kammern gedacht wurde. 

Im biblischen Glauben stand die Erwartung einer 🡕Auferstehung der Toten bzw. in der 🡕Apokalyptik die Ansage eines 🡕Gerichts u. die Umgestaltung der Erde in immer stärkerem Gegensatz zu räumlichen Vorstellungen des J. Jesus teilte die Auferweckungshoffnungen weiter Teile des damaligen Judentums; er setzte die Redeweisen von Hölle u. Himmel in seiner Verkündigung ein u. unterstützte räumliche Ideen in seiner Erzählung vom jenseitigen »Schoß Abrahams« (Lk 16,19–31).

In das NT drangen auch hellenistische Gedanken zum Überleben des Todes durch die 🡕Seele ein. Weite Texte des NT verzichten auf räumliche Redeweisen vom J., sie konzentrieren sich auf die Rettung zu Gott, auf die personale Begegnung mit Jesus u. den Erwerb des Lebens in Fülle; zum Teil veranschaulichen sie den transzendenten Hintergrund mit Bildern u. Symbolen.

Im Vergleich zu den J.-Vorstellungen des antiken Mittelmeerraums u. sonstigen nahen Ostens sind die biblischen Materialien zum J. spärlich. Dieses »Vakuum« füllten im frühjüdischen u. christlichen Schrifttum vom 2. Jh. n. Chr. an Berichte von »Jenseitsreisen« u. Visionen phantasievoll aus, die im Christentum bis ins 20. Jh. anhalten.

Räumliche u. physikalische Vorstellungen (»arme Seelen« im Fegfeuer, Höllenfeuer usw.) überdauerten in Verkündigung u. Volksglauben ebenfalls bis ins 20. Jh. Die Theologie der Gegenwart sucht die »diesseitige« Dimension des Kommenden in dem Gedanken beizubehalten, daß die 🡕Vollendung (der Schöpfung u. der Menschheitsgeschichte) der neue, verwandelte Zustand dieser Welt ist, in dem ihre ganze Geschichte »aufgehoben« bleibt.

Herbert Vorgrimler, „Jenseits", Neues Theologisches Wörterbuch (Freiburg; Basel; Wien: Herder, 2008), 320,321  

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Calwer Bibellexikon: 
Paradies als Ursitz der Menschen s. Eden, und zu den vier P.-Flüssen auch Euphrat.
Jesus verheißt Lu. 23, 43 dem neben ihm Gekreuzigten: er werde heute, also gleich im Anschluß an seinen Tod, mit ihm im P. sein. Hier ist P. der Name für den Ort, an den die, die im Frieden Gottes sterben, versammelt werden. Ganz ebenso sprachen die Lehrer Palästinas vom „Garten Eden" als dem Ort, wohin die Gerechten nach dem Tode gelangen. Der Name knüpft an 1 Mo. 2 an, an den Ort, an dem die von Gott geschaffenen Menschen noch ohne Sünde in seiner Gemeinschaft lebten. Dieser Anfang bestimmt auch das Ziel, zu dem die gelangen, die in Gottes Frieden scheiden. 

Damit war nicht notwendig eine Vorstellung über die Lage des P. verbunden, weder dessen, in dem die Menschheit ihren Anfang nahm, noch dessen, in dem die Toten Gottes reiche Gnade erleben, und die an den Gekreuzigten gerichtete Verheißung Jesu hat vollends nicht den Zweck, ihm eine Offenbarung über die Lage des P. mitzuteilen. In jenem Augenblick bestand die Gabe Jesu an den Sterbenden darin, daß er ihn in den Frieden Gottes setzte und ihm die Gewißheit des ewigen Lebens gab. Dies tat mit dem tiefen und schönen Ausdruck „Paradies", den damals jeder Jude verstand. 

Als Paulus den Korinthern einige Andeutungen über die ihm gewährten Offenbarungen gab, hat er von zwei Erlebnissen gesprochen, von einer Entrückung in den dritten Himmel und von einer solchen in das P., 2 Kor. 12, 4. Der Schluß, Paulus habe das P. in den dritten Himmel verlegt, hat keinen Grund; vielmehr ist auch hier beim P. an den Ort der abgeschiedenen Frommen zu denken. Mit beiden Sätzen drückt Paulus die Größe der ihm zuteil gewordenen Begnadigung aus; in den dritten Himmel wurde er getragen, d. h. an den Ort der herrlichen himmlischen Geister, und in das P., d. h. an den Ort der vollendeten Gerechten, die drüben beim Herrn sind. 

An den Lebensbaum im P. schließt sich die Verheißung Off. 2, 7 an; der Christus reicht denen, die überwunden haben, die Frucht vom Lebensbaum im P. Hier ist nicht nur an den Zustand nach dem Tod gedacht, sondern ohne Verteilung auf die verschiedenen Zeiten einheitlich das Ziel der Vollendung bezeichnet, zu dem der Christus seine Gemeinde führt. Sie wird durch ihn vom Tod erlöst und in den Besitz des Lebens gesetzt. Das wird daran sichtbar, daß nach dem letzten Gesicht der Off., das die ewige Vollendung der Gemeinde beschreibt, die Lebensbäume zum neuen Jerusalem gehören, Off. 22, 4.

Auch in der Judenschaft ist 1 Mo. 2 u. 3 oft mit der Erwägung gelesen worden, daß das P. und sein Lebensbaum nicht verschwunden sein könne, sondern nur für die Gegenwart der Menschheit verschlossen sei. Daraus ergaben sich mancherlei Vermutungen über seine Lage; bald wird es im Himmel gesucht, bald neben die Erde gesetzt, etwa durch den Ozean von ihr getrennt. Aber keine dieser Vorstellungen erhielt in der jüdischen Gemeinde die Bedeutung einer befestigten Lehre, und das N. T. hat vollends keine Spekulationen über solche Dinge in seine Verkündigung eingemengt, sondern den Rückblick auf die erste Heimat des Menschen nur dazu benützt, um uns das Ziel zu zeigen, zu dem uns die uns Erlösung bereitende Gnade führt.
[Das Wort P. selbst (im A.T. nur Hohel. 4, 13; Pr. 2, 5 u. Ne. 2, 8 in der Bedeutung Park) ist pers. Ursprungs, kommt aber auch schon im späteren Babylonisch als pardêsu vor.]

A. Schlatter, „Paradies", ed. Paul Zeller, Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch illustriert (Calw; Stuttgart: Verlag der Vereinsbuchhandlung, 1912), 543. 


Vielleicht bringen die beiden Lexika auch ein wenig Licht ins Dunkel ;) 

LG
Burgen 



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