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Re: Tageslese (27) Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, --- 3.Mose 19,33
von Burgen am 18.05.2025 08:36
4. Sonntag nach Ostern - Kantate :
Singt dem HERRN ein neues Lied! Ps 98,1
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Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Ps 98,1
Wochenlied 302
Ev: Lukas 19,37-40 Ep: Kolosser 3,12-17
AT: 1.Samuel 16,14-23
Pr: Apostelgeschichte 16,23-34 Psalm 30: Ich will dich erheben, oHERR ...
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Der HERR kennt die Gedanken der Menschen:
Sie sind nur ein Hauch! Ps 94,11
[jedoch mit großer Wirkung oftmals]
[bitte hilf deine Gedanken denken]
Niemand betrüge sich selbst.
Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr,
dass er weise werde.
Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. 1.Korinther 3,18-19
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 17.05.2025 10:37Re: Impulse
von nusskeks am 17.05.2025 10:02Vom Schatten zum Licht – Die Heilung des Blinden von Betsaida
Markus 8,22-26
Die Heilung des Blinden von Betsaida ist einzigartig: Jesus berührt den Mann nicht nur einmal, sondern zweimal, bis er wieder völlig klar sieht. Diese Szene ist mehr als eine wundersame Heilung – sie ist ein lebendiges Gleichnis für das, was Gott mit uns Menschen tun will.
1. Der Weg vom Dunkel ins Licht
Zuerst sieht der Geheilte „Menschen wie Bäume umhergehen". Es ist, als könnte er das Leben nur verschwommen erfassen, als würde Licht zwar ins Auge fallen, aber noch nicht richtig ins Herz. Genau das ist der Zustand vieler Menschen – und auch von uns Christen auf unserem Glaubensweg. Wir wissen von Jesus, wir haben schon Wunder erlebt, aber manches bleibt unscharf, Fragen bleiben offen, Zweifel verdunkeln den Blick. Jesus gibt sich damit nicht zufrieden. Er nimmt den Mann an die Hand, führt ihn aus dem Dorf – weg von Menschen, von Ablenkung, hin zu einer persönlichen Begegnung. Dort, im direkten Kontakt, heilt er – so lange, bis der Mann wirklich klar sieht.
2. Mehr als eine äußere Heilung
Im jüdischen Denken war Blindheit nicht nur ein körperliches Problem, sondern galt auch als Bild für geistliche Blindheit, für Unfähigkeit, Gottes Wirklichkeit wahrzunehmen (vgl. Jesaja 35,5). Die Propheten verheißen, dass der Messias die Augen der Blinden öffnen wird. Jesus erfüllt hier diese Verheißung – und tut es nicht spektakulär vor einer großen Menge, sondern ganz persönlich, diskret, in Beziehung. Er zeigt damit: Gott sieht das einzelne Herz, er begegnet jedem auf dem Weg, der für ihn richtig ist. Die jüdische Welt erwartete solche Zeichen vom Messias; Jesus erweist sich durch dieses Wunder als der verheißene Heiland.
3. Die Lektion für die Jünger – und für uns
Kurz zuvor hatte Jesus seine Jünger getadelt: „Habt ihr Augen und seht nicht?" (Markus 8,18). Sie waren Zeugen seiner Macht, und doch blieb ihr Verständnis verschwommen. Die zweistufige Heilung spiegelt genau ihren Zustand wider – sie sehen schon ein Stück weit, aber vieles bleibt ihnen verborgen, bis Jesus ihr Herz immer mehr öffnet. Erst nach Ostern werden sie „alles klar" erkennen.
Auch unser Glaube wächst oft schrittweise. Wir erleben Gottes Wirken, verstehen manches – doch vieles bleibt schemenhaft, besonders wenn Zweifel, Traditionen oder alte Denkmuster uns den Blick verstellen. Jesus aber bleibt an unserer Seite, berührt uns immer wieder durch sein Wort, seinen Geist, seine Liebe, bis unser Blick klar und unser Herz offen wird.
4. Ermutigung: Bleib bei Jesus – auch wenn noch nicht alles klar ist!
Die Geschichte macht Mut: Du musst nicht alles auf einmal verstehen. Komm mit deinem Unklaren, deinem Halbglauben, deiner geistlichen „Kurzsichtigkeit" immer wieder zu Jesus. Er geht behutsam mit dir um, begegnet dir individuell und gibt nicht auf, bis du wirklich sehen kannst – bis der Glaube dich vom Schatten ins Licht führt.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Tageslese (27) Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, --- 3.Mose 19,33
von Burgen am 17.05.2025 08:09
Samstag
Die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit
über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit
auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten. Psalm 103,17-18
Weil du mein Wort bewahrt hast, das dir die Kraft gibt,
auszuharren, werde auch ich dich bewahren in der Stunde
der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird,
die Erdbewohner zu versuchen. Offenbarung 3,10
TagesL: Offenbarung 22,1-5 fortlL: Joel 4,1-21
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Impulse
von nusskeks am 16.05.2025 10:31Markus 8,14–21: Sehende Herzen, offener Glaube
Die Jünger sitzen mit Jesus im Boot. Sie haben vergessen, genug Brot mitzunehmen. Kaum spricht Jesus sie an – „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und des Herodes!" – denken sie, er rede über das Brot. Ihre Sorge dreht sich um das Sichtbare, das Alltägliche, das, was vor Augen ist.
Doch Jesus greift tiefer. Immer wieder fragt er sie: „Habt ihr noch nicht verstanden? Ist euer Herz immer noch verhärtet?" (πεπωρωμένην – „verhärtet"; καρδία – das Herz als Sitz von Verstand, Wille und Glauben).
Er erinnert sie an die beiden Brotwunder: Wie viele Brote hattet ihr? Wie viele Körbe blieben übrig? Mit diesen Fragen führt Jesus seine Jünger – und uns – zur entscheidenden Einsicht:
Das eigentliche Problem ist nicht der Mangel an Brot. Das eigentliche Problem ist das Mangelbewusstsein im Herzen.
Der „Sauerteig der Pharisäer" steht für religiöse Blindheit, Heuchelei, für ein Leben, das Gottes Wirken auf menschliche Traditionen und Kontrolle reduziert. Der „Sauerteig des Herodes" steht für ein weltliches Herz, das Sicherheit und Versorgung außerhalb Gottes sucht. Beide Haltungen vergiften das geistliche Leben – langsam, aber durchdringend, wie Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert.
Jesus zeigt: Wer mit ihm unterwegs ist, darf im Vertrauen leben. Er hat aus wenigem Tausende gesättigt, zweimal. Er ist nicht nur der Versorger äußerlicher Bedürfnisse, sondern der Herr über alle Nöte. Die Frage Jesu: „Versteht ihr noch nicht?" ist ein Weckruf. Glauben bedeutet, über das Sichtbare hinauszusehen, Gottes Gegenwart und Fürsorge zu erkennen – gerade im Alltag, gerade dann, wenn Mangel sichtbar ist.
Jesu Appell an seine Jünger ist auch heute hochaktuell:
Hüte dein Herz vor allem, was dein Vertrauen in Gottes Versorgung und Wahrheit untergräbt! Der größte Mangel im geistlichen Leben ist nicht der Mangel an Mitteln, sondern an geistlichem Verständnis und kindlichem Glauben.
Der Grundtext betont, dass „Begreifen" (νοεῖν) mehr ist als Verstandesarbeit – es ist ein Herzensvorgang. Das Herz muss weich und offen bleiben für Gottes Reden. Jesu Wunder und Worte laden ein, den Blick zu heben: von den Sorgen des Alltags zu dem, der auch das Geringste überfließen lassen kann.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der gute Hirte Jesus - sagt: Ich Bin ...
von Burgen am 16.05.2025 09:14
Joh 16,23-24 + 33 + 22
23 "Und mich werdet ihr an jenem Tag über nichts fragen.
Wahrlich! Wahrlich ! Ich sage euch:
Was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, wird er euch geben.
24 Bis jetzt habt ihr nichts erbeten in meinem Namen.
Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude eine völlige sei. (BidV + Schl)
33 Diese Dinge habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt.
In der Welt habt ihr Bedrängnis. Seid jedoch guten Mutes:
Ich habe die Welt überwunden!"
22 Und i h r habt also nun Betrübnis, ja,
aber ich werde euch wieder sehen, und euer Herz wird sich freuen,
und eure Freude nimmt niemand von euch.
:::
Eine starke Verheißung! Die erfahrbar sein kann ... Kap 16, V22.
Ab Kap 17, 1-26 lesen wir, w i e Jesus zu seinem Vater betet.
In V 26 'bündelt' Jesus nochmal alle seine Gebetsgedanken bzw. -äusserungen
indem er vor Gott, seinem Vater, abschließend bekennt:
"[Vater,] ich tat ihnen deinen Namen kund und werde ihn kundtun, damit
die Liebe, mit der du mich liebtest, in ihnen sei und i c h in ihnen."
Allein diese Aussage deutet sprachlich grammatikalisch schon darüber hinaus,
was er auf Erden gerade durchzumachen hat.
Und reicht bis in unsere heuteige Gegenwart hinein.
Nämlich Kap 3,3:
Jesus antwortet dem Pharisäer Nikodemus:
"Wahrlich! Wahrlich! - [unterstreicht nochmal die Wichtigkeit,]
ich sage dir:
Es sei denn, dass jemand von Neuem geboren wird,
kann er das Königreich Gottes nicht sehen."
Leiden die meisten Menschen nicht gerade darunter, nicht sehen zu können?
Und das, obwohl der Verstand ihnen dies schon logisch erscheinen lässt?
Nikodemus hatte ja überwältigt von den Aussagen Jesu gefragt:
wie kann ein erwachsener, schon lange geborener Mensch, doch
nicht zurück in die Gebärmutter können?
Kap 17:
Jesus ist schon einen Schritt weiter. Er betet:
1 Und Jesus hob seine Augen auf zum Himmel und sagte:
"Vater, die Stunde ist gekommen.
Verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich auch verherrliche,
2 so wie du ihm Vollmacht gabst über alles Fleisch, damit
er ihnen ewiges Leben gebe, allem, was du ihm gegeben hast.
3 Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahrhaftigen Gott,
kennen möchten und den, den du sandtest, Jesus Christus.
~~~
Unsere heutigen eigenen Gebete könnten, vielleicht sollten? auf diesen
kurzen intensiven JesusWorten aufbauen können ... gelernt werden?
Manche Mission Zentren, oder Hilfsorganisationen haben oder hatten
diese Gebetsform als Grundlage gehabt.
Ihre Augen und Herzen waren auf Jesus gerichtet und offen ...
Genauso auch einzelne Personen - denn Gott kennt jeden von allen -
und freut sich sogar über stammelnde Herzensgebete, die im Denken
und Herzen bewegt werden und durch den Mund herauskommen. ;)
Auch hier: Vertrauen und Anbetung und mehr
~~~
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Tageslese (27) Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, --- 3.Mose 19,33
von Burgen am 16.05.2025 08:21
Freitag
Ich will hoffen auf den HERRN, der sein Antlitz verborgen hat
vor dem Hause Jakob. Jesaja 8,17
Römer 9,4
Sie sind doch Israel, das von Gott erwählte Volk.
Ihnen gehört das Vorrecht, Kinder Gottes zu sein.
Ihnen offenbarte er seine Herrlichkeit.
Mit ihnen hat er ein Gesetz gegeben und die Ordnungen
für den Opferdienst zu seiner Verehrung.
Ihnen hat er das künftige Heil versprochen.
(Du, unser Vater, Jüdische Gebete für Christen, : ...
Die Gottesfürchtigen aus den Völkern haben Teil an der
kommenden Welt.
(Tosefta Sanhedin - ausgewählt und übersetzt von P.Nave
(c) 1975 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br.)
TagesL: Johannes 19,1-7 Geißelung, Verspottung, Verurteilung
fortlL: Joel 3,1-5 Ps 45
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Eine Frage zu den derzeitigen Besucherzahlen oben rechts
von Burgen am 16.05.2025 08:06
Hallo Cleo,
die Zahlen der Seitenaufrufe und Besucher sind wieder seit einigen Tagen so hoch wie nie - über 6000. Wird gerade im Hintergrund vom 'Betreuer' der Webseite am System gearbeitet?
Müsste von über 6000 eigentlich vielleicht 60 oder so es heißen?
Fragender Gruß
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Tageslese (27) Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, --- 3.Mose 19,33
von Burgen am 15.05.2025 07:40
Donnerstag
Ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Psalm 51,19
Lukas 18,13-14
Jesus sprach: Der Zöllner stand ferne, wollte auch die augen nicht aufheben
zum Himmel, sondern schlug sich an seine Brust und sprach:
Gott, sei mir Sünder gnaädig!
Ich sage euch: Dieser gin gerechtfertigt hinab in sein Haus.
Lied: 106,5
Drum wollen wir auch fröhlich sein, das Halleluja singen fein
und loben dich, Herr Jesu Christ;
zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja.
(Nikolaus Herman)
TagesL: Römer 8,7-11
7 Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwirft; denn es vermag's auch nicht.
8 Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.
9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
12 So sind wir nun, liebe Brüder und Schwestern, nicht dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben.
13 Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
[kann es sein, dass, wenn jemand diese Abschnitte oder den Brief noch nie gelesen hat,
dennoch in seinem Geist und seinen Gedanken von ähnlichen Fragen getrieben wird, die
eine Antwort für sein eigenes Glaubensleben sucht, beinahe quälend sucht?]
[gestern war auf meinem Handy ein Video von Prof. Werner Gitt von den Brudermedien.
dieses zu hören hat mich sehr zum Staunen gebracht. er beschrieb, dass Gott Jesus, der
alles geschaffen hat, selbst die Sterne vieler anderer Galaxien - jeden Stern mit Namen kennt. !!!
Wieviel mehr dann wohl alle Menschen, ? Besonders die Menschen, die ihn suchen, und die,
mit denen er in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft viel vorhaben wird.
Und dieses nicht zum Selbstzweck des Menschen, sondern vorbehaltlich für den Frieden,
indem eigentlich jeder leben sollte - im Mittelpunkt des Herzen Gottes - denke mir.
Manchmal , besonders die Organisationen, die sich für Tiere, Umwelt, ethnische Gruppen, (er-Forschung) usw.
einsetzen - da kann man schier am Menschen, seinen Beweggründen und Taten verzweifeln.
Gott hat unendlich Geduld, so scheint es - dennoch sollten noch viele Menschen über ihren
eigenen Tellerrand hinausschauen und allein Jesus sehen, bei allem Denken-Fühlen-Tun.
Es war mal gängig vor Jahren - zu fragen, was würde Jesus tun?
Und sich daran ausrichten. Da braucht es die Verheissungen Gottes zu kennen,
verinnerlicht haben, und bewegen.]
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Impulse
von nusskeks am 14.05.2025 13:04Was Gott wirklich sieht – Ein Impuls zu Markus 7,1–23
Es ist eine der schärfsten Auseinandersetzungen, die Jesus mit den religiösen Leitern seiner Zeit führt. Die Szene beginnt mit einer scheinbar harmlosen Beobachtung: Einige Jünger Jesu essen ohne das vorgeschriebene Händewaschen. Was auf den ersten Blick wie eine Nebensächlichkeit erscheint, entlarvt Jesus als Symptom einer viel tieferliegenden Krankheit – einer Religion, die das Äußere wichtiger nimmt als das Innere.
Die „Überlieferung der Ältesten" (παράδοσις τῶν πρεσβυτέρων) ist hier der Kern des Streits. Diese Überlieferung meint nicht die Tora, Gottes offenbarte Weisung, sondern die rabbinischen Auslegungen und Zusatzregeln, die im Laufe der Zeit zu einem eigenen System gewachsen waren – dem, was später in der Mischna und im Talmud schriftlich festgehalten wurde. Die Pharisäer glaubten, durch diese Regeln Gott näher zu kommen. Doch Jesus deckt auf: Sie haben durch ihre Tradition das Wort Gottes selbst unwirksam gemacht (V. 13).
Jesus geht noch tiefer. Er zeigt, dass Reinheit niemals von außen nach innen kommt. Nicht das Berühren unreiner Dinge oder das Vernachlässigen äußerer Rituale verunreinigt den Menschen. Es ist das, was aus dem Herzen hervorgeht – „böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord..." (V. 21-22). Im griechischen Text steht hier das Wort καρδία (kardia) – das Herz. Im biblischen Denken ist das Herz nicht nur der Sitz der Gefühle, sondern das Zentrum von Wille, Denken und Motivation. Hier entscheidet sich, wer wir wirklich sind.
Das revolutionäre an Jesu Lehre ist nicht, dass er die Tora verwirft – im Gegenteil, er erfüllt sie in ihrer wahren Tiefe. Er zeigt, dass Gott nie an bloßen Äußerlichkeiten interessiert war. Schon Mose sagte: „So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens" (5Mo 10,16). Der Prophet Jesaja klagte: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir" (Jes 29,13, zitiert in V. 6). Jesus stellt das Herz wieder in den Mittelpunkt.
Der Konflikt zwischen Tora und Talmud ist also nicht der zwischen Gesetz und Evangelium, sondern zwischen Gottes Wort und menschlichen Ergänzungen, die Gottes Wort verdunkeln. Das bleibt bis heute aktuell. Auch wir sind in Gefahr, Traditionen, Formen und menschliche Frömmigkeit über das zu stellen, was Gott wirklich wichtig ist: Ein reines Herz.
Jesus ruft uns zur Umkehr – nicht zu einer äußerlichen Korrektur, sondern zu einer Erneuerung des Herzens. Nur er kann das schaffen. Er ist gekommen, um das Gesetz nicht nur zu lehren, sondern es auch für uns zu erfüllen und uns durch seinen Geist ein neues Herz zu geben.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel


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