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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (8) Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ... Mt 6,33

von Burgen am 25.02.2020 06:57




Ich will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin. __ Hesekiel 36,11 

Gott kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, 

damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und 

noch reich seid zu jedem guten Werk. __ 2.Korinther 9,8 


Kl: Lukas 5,33-39                [über das Fasten] 
Bl: 1.Korinther 11,23-26       [die Ordnung beim Abendmahl ==<< der neue Bund, Erinnerung an Jesus ... ] 


Du kannst, o Volk des Herrn, dich glücklich schätzen und 
deines Glaubens Fuß noch fester setzen, 
denn dein siegreicher Held steht dir zur Seiten, 
der durch die ganze Welt dich will geleiten. 
(Anna Dober) 

*** 

aus Hesekiel 36, ... Die Wiederherstellung von Israel ... V 9-12 ... eine Verheißung und damit auch prophetisch *erfüllt* teilweise? 

-Seht, ich komme zu euch und wende mich euch wieder zu. 
Ihr werdet bestellt und besät werden. 

-Ich werde Menschen bei euch zahlreich machen und 
das ganze Volk von Israel vermehren, und 
die Städte sollen wieder bewohnt und
die Ruinen wieder aufgebaut werden. 

-Und ich werde Mensch und Vieh bei euch vermehren, 
sie werden sich vermehren und fruchtbar sein. [tw bis zu 7-13 Kinder] 
Ich werde dafür sorgen, dass ihr wieder bewohnt seid wie früher. 
*Ich will mehr Gutes für euch tun als je zuvor*. 
Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin. 

-Und ich werde Menschen zu euch bringen, 
mein Volk der Israeliten wird euch in Besitz nehmen und
ihr werdet ihr Erbbesitz sein. 
Niemals mehr werdet ihr sie kinderlos machen. ... 

*** 
Erbbesitz - Erbpacht 
darum ging es gerade gestern in der Markt-tv Sendung. Allerdings ziemlich praktisch in der Gegenwart. 
vor etwa 50 Jahren wurde Land an Häuslebauer verpachtet. Bis vor einiger Zeit mit einer ganz kleinen 
Jahrespachtgebühr. Die Menschen konnten in dieser kleinen Reihenhaussiedlung die Jahre bis ins 
Alter ohne Probleme in finanzieller Hinsicht frohgemut in ihr Alter hineinwachsen. 

Inzwischen sind seit einigen Jahren die Preise für das Land jedes Jahr auf über 100 Euro angestiegen. 
Das Land ist also inzwischen wertvoll geworden. Und die "zahlenden" Solidarmitglieder schrumpfen, 
und damit die Einnahmen... 
Und nun soll die jährliche Pachtgebühr von wenig auf über 2T Euro Jahrespacht angehoben werden. 
Es soll von dem Zugewinn Einrichtungen gebaut werden und dann unterhalten. 

Es sieht so aus, dass es wohl keine Einigung zwischen den Parteien  geben wird. 

Ehrlich gesagt, darüber machte ich mir jedenfalls noch nie Gedanken. 
Erinnert mich aber daran, was über Bürgschaft zB in der Spru´üchesammlung steht. 
Und auch Abraham, er ließ sich auch kein Land schenken oder pachten. 
Er kaufte. 

*** 
Und in Hesekiel 36, 22 lässt Gott mitteilen: 

-Deshalb sag zum Volk der Israeliten: 
>So spricht Gott, der HERR: 
Ich mache das nicht euretwegen, Volk der Israeliten, sondern 
für meinen heiligen Namen, den ihr bei den Völkern, 
zu denen ihr gekommen seid, entweiht habt. 

- So werde ich meinem großen Namen, den ihr
bei den Völkern entweiht habt, 
seine Heiligkeit zurückgeben. 
Und wenn ich vor ihren Augen meine Heiligkeit an 
euch offenbare, spricht Gott, der HERR, dann 
werden die Völker erkkennen, dass ich der HERR bin. 

-Denn ich hole euch aus den Völkern und sammle euch 
aus allen Ländern und bringe euch in euer Land zurück. ... 

*** 
als Christ, wenn man dies alles liest, ist der Schmerz fast körperlich spürbar, 
mit welcher Liebe Gott sich kümmert, wirbt und handelt. 

Und wir wissen aus der Schrift, dass seine Liebe derart schmerzlich und 
überaus groß war, dass 
jetzt Jesus Christus der Mittelpunkt seines ganzen Wirkens ist. 

Seine Liebe mündet nun in einem "geistlichen" Kampf. 
Jeder Mensch ist davon beeinflusst, ob er es weiß oder nicht. 

Die Frage kann daher sein, wo steht der Mensch? 
Ähnlich der Soldat und der Pharisäer in der Synagoge/Kirche in den Evangelien, 
von dem Jesus berichtet. 





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Cosima
Administrator

85, Weiblich

  fester Bestandteil

Chatadmin

Beiträge: 951

Re: Gemütliches Café

von Cosima am 24.02.2020 20:00

Hallo Ihr lieben Café-Besucher, 
stellt euch vor, gestern habe ich an meinem Erker-Fenster gestanden und hinaus geschaut, 
da sah ich einen Storch fliegen... ich dachte: "Das kann doch nicht sein! Ist viel zu früh, ich 
habe mich verschaut."
Doch dann postete meine Schwiegertochter ein Foto mit genau dem Storch, der sein Nest
mitten in unserer kleinen Stadt auf einem Dach einnahm! Sie war auch ganz überrascht. 


Storchennest_2.jpg Das ist zwar ein Foto vom vorigen Jahr, 
aber dort machen sie es sich jetzt wieder bequem. Jedes Jahr kommt ein Sorchenpaar hierher und die ganze 
Stadt freut sich darüber. Eine Frau hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Störche zu betreuen.  

Nun hoffe ich nur, dass es nicht mehr so sehr kalt wird. Früher gab es ja bis in den April hinein noch Schnee und
Frost. Aber das hat sich sehr verändert in den letzten 20 Jahren. 


Letten.jpg
Als meine Kinder klein waren, sind sie hier - ein paar Minuten hinter der Stadt
Schlitten gefahren an den kleinen Hügeln. Das hat ihnen Spaß gemacht. Das 
ist schon lange nicht mehr möglich, weil kein Schnee liegen bleibt. 

Hallo liebe Cleo, ich war gar nicht im Krankenhaus. Die Operation hat ein Chirurg 
in seiner Praxis gemacht, ein Anästhesist war auch dabei und OP-Schwestern.  Ich 
musste nun jeden 2. Tag zur Kontrolle hin. Heute war ich auch dort. Die Wunde 
heilt gut, zwickt aber immer noch. Ich soll die Hand schonen....hmmm gut gesagt, 
ich versuche es. 

Am Wochenende brauche ich Kuchen, da muss ich backen, hoffe dass es geht 
bis dahin. Habe zwar schon vorgebacken, aber das reicht nicht. 

Liebe Grüße euch allen, eure Cosima.

Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (8) Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ... Mt 6,33

von Burgen am 24.02.2020 09:33





Lasst uns unsere Wege prüfen und erforschen,     und     lasst uns zurückkehren zum HERRN! __ Klagelieder 3,40 

Wer dem Herrn anhängt, der ist  e i n  Geist mit ihm. __ 1.Korinther 6,17 


Kl: Lukas 13,31-35 
Bl: 1.Korinther 11,17-22 


Du schließest mir die Tiefen des eigenen Herzens auf, lehrst mich mein Wesen prüfen und meines Lebens Lauf. 
Dann heißest du mich treten zum offnen Gnadenthron und hilfst mir kräftig beten, bis Schuld und Schmerz entflohn.
(BG: Karl Bernhard Garve)

***
aus Lukas 13,31-35  /  Jesus trauert um Jerusalem

-Etwas später sagten ein paar Pharisäer zu ihm:
"Geh lieber fort von hier, wenn du am Leben bleiben willst.
Herodes Antipas will dich umbringen!"

-Jesus erwiderte:
"Geht und sagt diesem Fuchs,
dass ich heute und ,morgen weiter Dämonen austreiben und
Menschen gesund machen werde;
und am dritten Tag
wird mein WErk vollendet.

-Ja, heute, morgen und auch am Tag darauf muss ich meinen Weg gehen.
Denn es ist nicht möglich, dass ein Prophet
woanders als in Jerusalem getötet wird!

-Jerusalem, Jerusalem, du Stadt, die Propheten tötet
und die Boten Gottes steinigt!
Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln,
wie eine Henne ihre Kücken unter ihre Flügeln birgt,
aber du wolltest es nicht zulassen.

-Und nun sieh doch:
Ein Haus wird veröden.
Und du wirst mich nicht wieder sehen,
bis du selbst rufst:
>Gepriesen sei,
der da kommt im Namen des Herrn!< (Psalm 118,26)

*Gepriesen sei, der im Namen des HERRN kommt. 
Wir segnen euch, die ihr zum Haus des HERRN gehört. 

*Die ist der Tag, den der HERR gemacht hat. 
lasst uns jubeln und fröhlich sein. 
HERR, errette uns doch. 
Herr, gib doch Gelingen! 
Gepriesen sei, der im Namen des HERRN Kommt. [Jesus Christus] 
Wir segnen euch, die ihr zum Haus des HERRN gehört. 
Der HERR ist Gott, er leuchtet über uns. 
Holt die Opfer herbei 
und legt sie auf dem Altar nieder. (1.Petrus 1,9)
Du bist mein Gott, ich will dir danken! 
Du bist mein Gott, ich will dich loben! 

Danket dem HERRN, denn er ist gut 
und seine Gnade bleibt ewig bestehen. 

*1.Petrus (8) 9 
-Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nie gesehen habt. 
Obwohl ihr ihn nicht seht, glaubt ihr an ihn; 
und schon jetzt seid ihr erfüllt von herrlicher, unaussprechlicher Freude. 
- Ihr erreicht ja das Ziel eures Glaubens, 
nämlich die Rettung eurer Seelen. [oft, scheinbar, wie durchs Feuer hindurch!]  




 

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5480

Re: Gemütliches Café

von Cleopatra am 24.02.2020 08:37

Guten Morgen, ihr lieben,
 
vielen Dank liebe Cosima für den schönen Strauß ;-D
 
Wie geht es deiner Hand heute?
 
Musst du in 8 Tagen zum Fäden ziehen wieder ins Krankenhaus, oder macht das dein Hausarzt?
Und kommst du gut zurecht mit der Hand?
 
Liebe Burgold, wiedermal echt klasse deine Bilder.
 
Ich sehe es schon kommen- bald sitzt das Eichhörnchen auf deiner hand und posiert für die schönsten Bildaufnahmen ;-D
 
Ich finde das Bild soooo goldig und freue mich schon auf die nächsten ;-D
 
Heute wird vielerorts Rosenmontag und Fasching gefeiert, leider habe ich auch schon viele Berichte von Alkohol- und Drogenaufnahmen in den Krankenhäusern gehört.
 
Lasst uns für die Menschen beten, dass sie merken, dass sie Gott brauchen.
 
Liebe Grüße, Cleo
 

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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burgold

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Beiträge: 379

Re: Gemütliches Café

von burgold am 23.02.2020 15:12

Dann will ich mal das trübe Wetter auflockern. das erste Foto ein Haubentaucher - aufgenommen in unserem Naturschutzgebiet.
das 2. Bild nochmals ein Eichhörnchen. Ich mag versuchen das Vertrauen des kleinen Wesens zu gewinnen, indem ich wenn ich es treffe, ihm 1 Nuss mit bringe . Mal sehen ob es sich langfristig bestechen läßt- zu guten Fotos.
DSCN1139.jpgDSCN1126.jpg

Zeph 3, 17 17 Der Herr, dein Gott, ist in deinen Mauern, er ist mächtig und hilft dir. Er hat Freude an dir, er droht dir nicht mehr, denn er liebt dich; er jubelt laut, wenn er dich sieht.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.02.2020 18:32.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (8) Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ... Mt 6,33

von Burgen am 23.02.2020 10:07




Sonntag vor der Passionszeit - Estomini 
(Sei mir ein starker Fels! Psalm 31,3) 

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden,
was geschrieben ist durch die Propheten und von dem Menschensohn. 
[er, der Mensch wurde um unsertwillen, weil Gott Liebe ist!]

Ev: Markus 8,31-38 
Ep: 1.Korinther 13,1-13 
AT: Amos 5,21-24 

Predigt: Lukas 18,31-43          Bl: Psalm 31 

*** 
Losung 

Ihre Gemeinde soll vor mir fest gegründet stehen. __ Jeremia 30,20  
[das geistliche Reich steht schon vor ihm - wie im Himmel, so auf Erden]


Durch Jesus Christus wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu
einem heiligen Tempel im Herrn. __ Epheser 2,21 



Gebet 

Herr, unser Gott, lass deine Hand stark werden in unsern Tagen; 
und wenn es schwierig wird und die Zeiten traurig werden, so halte dein Volk
[und uns, und mich] fest in deiner Hand; 
denn wir wollen fest stehen, wir wollen glauben, 
und wenn es noch so übel aussieht auf der Erde. 

Du kannst uns stark machen. Deine Kraft, die Kraft deines Geistes, 
kann uns aufrichten und allezeit munter und fröhlich machen. 
(Christoph Blumhardt) 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.02.2020 10:10.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Glaubenskrise

von Burgen am 23.02.2020 02:13



Liebe Betty, 

die Liebe Cleo hat schon sich viele Gedanken gemacht und sie hier mit uns allen geteilt.

Für mich kommen noch etwas andere Gedanken hinzu ... , sie können vielleicht weh tun.

ZB Mose. Er starb, obwohl es ihm gesundheitlich sehr gut ging.

So liebend gerne wäre er mit seinen Schutzbefohlenen mitgegangen. Doch Gott, unser Schöpfer und HERR des Himmels und auch der Erde, ja des ganzen Kosmus ließ das nicht zu. 

Und dann lesen wir etwas ganz erstaunliches, nämlich nach 30 Tagen Trauerzeit mussten die Menschen sich wieder in Bewegung setzen.
Sie mussten nach 30 Tagen den begonnenen Lebensweg zusammen mit IHM weitergehen.

Das bedeutet, dass die Menschen ganz bewusst die zurückliegende Zeit wirklich hinter sich lassen mußten.
Niemand hätte die Erlaubnis zurück zu bleiben.

Ihre Gedanken mussten sich nach vorn bewegen. Egal wie die Gefühle sie weiterhin dominieren wollten.
Und durch den Mann Josua wurden sie sogar vor die Entscheidung gestellt.
Entweder mit ihm mit Gott ihren Weg und die Einnahme des neuen Landes zu bewerkstelligen oder eben nicht.

Und dies, so meine ich, ist auch uns geboten. Entweder wir gehen  m i t. IHM mit oder bleiben sitzen ; sozusagen im Straßengraben.
Diese Entscheidung kann wirklich nur jeder für sich treffen.

Helfen tut zB immer wieder sich den Psalm 91 einverleiben.
Und immer wieder, vielleicht sogar minütlich Jesus Christus hilf mir rufen.

Sich derart in Trauer, Sorgen und Angst gedanklich und gefühlsmäßig verstricken zu lassen, schnürt Leben ab.
Gerade innerhalb einer Ehe mag es schwer sein, sich nicht gegenseitig zu helfen gute Gedanken zu denken.
Jedoch anders geht es nicht.
Diese gedanklich und gefühlsmäßige Spirale , die nach unten zieht wie in einem Strudel muss unbedingt unterbrochen werden.

Ich kenne das alles auch sehr gut. Wie auch in dem anderen Thread derzeit gibt es keinen anderen Weg der ins Leben zurückführt. Jesus steht bereit. Er will nicht, dass du und dein Mann vor Sorgen, Trauer und Angst  vergehen.
Wie bei einem Alkoholiker: Jeder erste Schluck führt sofort in die krankmachende Sucht zurück.
Daher gibt die Heilige Schrift uns die Hilfestellung: Ändert euer Denken , dann ändern sich auch die Gefühle. 

Und dann kann sich Zuversicht und Frieden ausbreiten.
Vielleicht helfen sogar Depressionsbehandlung durch einen menschlichen Arzt zur Überbrückung.

Das wünsche ich euch.

LG
Burgen



 

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chestnut
Administrator

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Beiträge: 713

Re: Hauskreis-Miteinander aktuell

von chestnut am 22.02.2020 21:50

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!
Phil. 4.7


Frieden ist etwas, das wir uns wohl alle wünschen: In unseren Beziehungen wie der Familie, in Freundschaften, im Haus wo wir wohnen, und natürlich auch in der Welt. Vieles wäre so viel einfacher.

Interessanterweise redet der Vers
1) von GOTTES Friede
2) er soll unsere Herzen und Gedanken bewahren (nicht irgendwie oder irgendwo, sondern in Christus)


Über diesen göttlichen Frieden wollen wir morgen im Hauskreis miteinander nachdenken.

Sonntag, 22. Februar 2020,  20.30 Uhr, Raum Hauskreis-miteinander



Herzliche Einladung
Cosima und Chestnut

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Cleopatra
Administrator

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Beiträge: 5480

Re: Glaubenskrise

von Cleopatra am 22.02.2020 21:47

Liebe bettyb,
 
ich habe lange gebraucht, bis ich dir schreibe, ich habe viel gebetet, weil ich eben auch denke, bei einem solch sensiblen Thema ist es ganz wichtig, selbst auch sensibel zu antworten.
Und du merkst ja auch an allen Antworten, dass wir mit dir leiden und es uns total leid tut, dass es dir so schlecht geht.
 
Wie wir lesen können- wenn ein Glied leidet, leiden auch wir mit.
 
Ja, wie gerne hätte ich jetzt eine Antwort auf dich, wieso du so viel erleben und ertragen musst.
Ich glaube, niemand wird mitfühlen können, der noch kein eigenes Kind zu Grabe getragen hat.
 
Wieso lässt Gott das zu?
 
Nun, diese Frage bewegt dich gerade, beziehungsweise- diese Frage quält deine Gefühle.
Denn wie oft lesen wir in der Bibel, wie Gott Wunder vollbracht hat, Krankheiten geheilt hat und Menschen aus schwierirgen Situationen herausgeholfen hat?
 
Und auch hier, in christlichen Kreisen, hören und erleben wir Heilungen, Wunder, Führung.
Wieso- also fragt sich das Gefühl- wieso dann nicht auch bei dir?
 
Ich musste auch (wie geli schon schrieb) an Hiob denken.
 
Was ist ihm alles Schlimmes geschehen?
 
Ich denke auch an eine Frau in meinem Bekanntenkreis, die vor eineinhalb Jahren ihren Ehemann zu Grabe tragen musste nach langem Kampf und Fasten gegen den Krebs..... Vor einem Jahr dann den Sohn, ganz plötzlich und unerwartet.
Ich kenne viele Menschen, die ihr Leben lang teilweise schon mit schlimmen Krankheiten kämpfen.
 Wie mag es wohl Paulus ergangen sein, der die ganze Zeit verfolgt wurde, verprügelt, ins Gefängnis gebracht, Ungerechtigkeit ertragen hat und am Ende sogar diesen "Dorn im Fleisch" hatte- obwohl er doch für Gott nur Gutes tat..?
 
Ich erinnere mich an mich, als ich nach dem Unfall so viel verlor und in eine gewisse "Trauerphase" kam (Gott sei Dank kannte ich die Stadien und konnte diese so bewusst nutzen).
 
Und weißt du was? Ich glaube, alle genannten Personen haben eines gemeinsam- sie brauchen Trost und sie brauchen Gebet.
Aber wie du schreibst, "wirken" die Anteilnahme erstmal nicht sehr viel.
Auf der Sachebene nehmen wir es wahr, ja, und es ist ja auch total nett.
 
Aber deine Gefühlswelt ist zur Zeit einfach nur völlig erschöpft und enttäuscht.
 
Was könnte also in Wirklichkeit helfen?
 
Nun, ich denke, neben dem Gebet deiner Geschwister, die für dich vor Gott stehen, auch, wenn du es nicht siehst, können dir alle sagen, wie sehr Gott dich liebt und so weiter, es wird eben höchstens deine Sachebene erreichen.
 
Bei Hiob hat kein Freund helfen können. Auch keine Schuldzuweisung.
 
Währest du nun in unserer Position, würdest du vielleicht theologisch und selbstverständlich biblisch korrekt antworten:
Ich wurde oft gefragt "Wenn es Gott gibt- wieso lässt Gott dann Krieg zu?" ich sagte dann "Wieso ist Gott Schuld, wenn der Mensch die böse Entscheidung trifft?"
oder "Wenn es Gott gibt, wieso gibt es dann die Krankheit?" worauf ich (und du würdest es sicher auch so machen) darauf hinweise, dass die Krankheit die Folge der Sünde ist und wir in dieser sündigen, bösen, krankheitbehafteten Welt leben müssen- erst bei Gott sind wir davon wirklich befreit. 
 
 
Und wenn dann noch jemand argumentieren würde, dass Gott schließlich den Nachbarn geheilt hat, wieso denn dann nicht meinen Bruder- dann hättest du vielleicht auch das Gleichnis von den Arbeitern am Weinberg im Hinterkopf, wo der Chef selbst entscheidet, wem er was gibt und die Arbeiter zugesagt haben.
 
Nun, sicher würdest du jetzt nicht unbedingt den leidenen Gegenüber darüber informieren, dass wir alle Gottes Geschöpfe sind und er in seiner Erhabenheit, Treue und Güte weiß, was er tut und alles im Blick hat. Du würdest jetzt nicht vom großen Puzzle der Welt reden, bei dem wir nur ein kleines Puzzlestück sind, welches wir nur sehen können. 
Denn dies wäre ja vielleicht natürlich richtig- aber die Gefühle sperren sich dagegen, einfach, weil es weh tut. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll, es ist schon so ernst gemeint.
 
 
Es ist auch so schwer zu verstehen, wieso Gott bei dem einen sein Geschenk der Gnade an dieser Heilung zum Beispiel macht und nicht bei jedem- oder doch wenigstens diesmal bei dir. Wieso hat er sich so entschieden? Haben wir ein Anrecht drauf?
Auch das wollen wir dann nicht hören, weil wir es anders hören wollen!
 
Wieso tut es weh und wieso ist es unangenehm? Weil du in Trauer bist, liebe betty.
 
Und in der Trauer gibt es (sorry, wieder Sachebene) unterschiedliche Phasen. Eine der Phasen schimpft sich "Zorn", eine Phase heißt "Verhandeln", es gibt aber auch die Phase, die sich "Depression" nennt.
 
Und diese Phase ist sehr unangenehm, sie kann lähmen, sie schaut zurück und sie leidet enorm.
 
Und diese Phase dauert bei jedem unterschiedlich.
 
Kein einziger Mensch, der außenstehend ist, und sei sie noch so liebevoll und so nah- keiner kann sie dir verkürzen.
 
Diese Phase ist für die Psyche die langfristige Medizin, solange man irgendwann aus dieser Phase herauskommt.
 
Wann es soweit ist, das kannst ganz alleine nur du entscheiden.
 
- Damals habe ich mir die Zeit der "Trauer" bewusst genommen und bin in eine Essstörung gerutscht.
Als mein Arzt mir bei den extrem miesen Blutergebnissen den Marsch geblasen hat, habe ich mir ganz bewusst in den Hintern getreten, habe ganz bewusst (und anstrengend) gesagt, dass diese Zeit nun vorbei ist und ich nach vorne sehe und mich zwinge, wieder regelmäßig zu essen.
Und es fiel mir nicht leicht, ich brauchte auch hier Gottes Hilfe und ganz viel Gebet. Aber kein mensch hätte mich dazu bringen können- die Entscheidung musste ich selbst treffen.
 
- Hiob hat irgendwann verstanden, wie Gott wirklich tickt, was seine Stellung ist und dass er derjenige war, der trotz allem zu ihm stand, ihm immer zuhörte, sogar Antwort gab und bei ihm blieb und ihm zeigte, was wichtiger ist als äußerliche Güter oder der Körper. Kein Freund konnte ihm diesen Blickwinkel geben.
- Meine Bekannte hat im Herzen Gott bewahrt, weil sie die Gebete gespürt hat, Gottes Anwesenheit und Trost ganz nah war und er ihr bei ganz vielen Dingen geholfen hat. Kein Verwandter konnte ihr das abnehmen.
- Freunde, die so schwer erkrankt sind, lächeln mich an und sind mir große Vorbilder, wenn es mir schlecht geht, zu sehen, wie sie auf Gott schauen und erkennen, wie wichtig die Seele ist und die Beziehung zu Gott.
 
Nun, vielleicht wirst du irgendwann jemanden genau die richtigen Worte geben können, wenn er/sie in einer Glaubenskriese ist, eben, weil du weißt, wie schlimm das ist.
 
Und es ist auch verständlich, wenn man sich dann eben zurückziehen möchte und auch das viele "ich bete für dich" und "Gott ist so lieb" nicht hören möchte, eben, weil die Gefühle noch etwas anderes sagen.
 
Daher hoffe und (entschuldige) bete ich auch dafür, dass du aus diesen schweren Gefühlen herauskommst, dass du Gott siehst und erkennst als den, der er ist, der trotzdem bei dir ist, mit dir leidet, dir all deinen Frust, deine Trauer, deine Enttäuschung anhört. Und ich hoffe und bete, dasss dies zur richtigen zeit geschieht und du diese Entscheidung irgendwann treffen kannst- wenn es für dich richtig ist und du es für dich entscheidest.
 
Er weiß ja, wie es dir geht. Und ich selbst wünschte auch, dass es diese doofe Sünde mit all ihren "Folgeerkrankungen" nicht geben würde. Dass natürlich immer jemand da wäre, der unsere Schmerzen und Krankheiten sofort wegnimmt und es uns immer gut gehen würde. Ja, so war es ja auch damals vorgesehen.
 
Noch ein kleiens Wort zum Thema Vertrauen:
Du meinst vielleicht, du kannst Gott nicht vertrauen, eben, weil du enttäuscht bist.
Vertrauen baut sich auf, Vertrauen ist aber auch eine Entscheidung.
 
Gott muss sich dein Vertrauen nicht verdienen.
 
Je mehr Erfahrungen wir mit Gott machen, umso mehr wird der Glaube und auch das Vertrauen wachsen.
Aber alles beginnt mit einem Anfang- und der beginnt mit der Entscheidung, diesen Schritt des Vertrauens zu gehen.
 
Und wenn du diesen Schritt, diese Entscheidung noch nicht gehen möchtest, dann fühle dich auch nicht gedrängt dazu.
Wir beten im Hintergrund und du kannst auch Gott gegenüber wie David in den Psalmen deine Gefühle so rauslassen, du kannst ihm auch sagen, was du denkst und was du von ihm erwartest, was du möchtest und was deiner Meinung nach richtig wäre.
 
Und dann sei aufmerksam, wenn Gott antwortet
 
Ja liebe betty, viele Worte, ich wollte mir aber gerne diese Zeit nehmen.
Ich hoffe, dass du dich nicht irgendwo gekrängt fühlst oder so, nein, ich wollte wirklich sensibel sein, aber auch keine Wahrheit auslassen.
Selbst, wenn sie manchmal unangenehm und doof klingt ändert es ja nichts daran, dass sie stimmt.
 
Und ich glaube, dass wir alle eben ahnen, was für eine schwere Zeit du durchmachst, und vor allem, wenn diese schon was länger anhällt.
 
Ich finde burgolds Vorschlag auch total gut, wenn du einfach mal quastschen möchtest, oder einfach mal die Gemeinschaft mit anderen Christen haben möchtest- dann melde dich. IM Chat geht es natürlich zeitlich immer am Besten, weil du dann sofort Antwort bekommst.
 
Aber auch hier- es gibt kein "vorjammern" oder so, nein, ich bin wirklich froh, dass du so ehrlich bist und uns teilhaben lässt an deiner schweren Situation, denn so können wir wirklich ganz gezielt für dich beten. Und wir wollen dir gerne zur Seite stehen, so gut, wie es eben geht.
 
Ich nehme dich mal gedanklich ganz dolle in den Arm.
 
Möge Gott dir eine ruhige Nacht schenken , ja, und dir auch das Gefühl der Geborgenheit geben, ,damit du spürst, dass du nicht alleine bist und Gott mit dir leidet und dir beisteht- immer, eben auch in schweren Zeiten.
 
Ganz liebe Grüße, Cleo
 

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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Cosima
Administrator

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Beiträge: 951

Re: Gemütliches Café

von Cosima am 22.02.2020 21:16

Strauss.jpg ...mal einen Rosenstrauß auf den Café-Tisch stelle...

Kaffe oder Tee kann ich dazu bieten, aber Kuchenbacken geht zur Zeit noch nicht, da die Wunde an meiner
Hand mit acht Stichen genäht wurde, also noch Schonzeit braucht. Muss auch mit dem Schreiben etwas 
sparsam umgehen, sonst tut es weh.  
Ich wünsche euch einen schönen und gesegneten Sonntag morgen. 
Herzliche Grüße von Cosima.

Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB

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