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geli
Gelöschter Benutzer
Re: Die "liebe Obrigkeit" - Römer 13,1-7 : Thema Unterordnung unter die Obrigkeit ...
von geli am 08.11.2019 12:44Ich will hier mal ein Beispiel von "falscher" Unterordnung erwähnen - vor vielen Jahren, als ich neu im Glauben war, selbst erlebt.
Da arbeitete ich in einer Bäckerei, und der Chef backte oft zuviel Brot. Deshalb verlangte er, dass man die Brote vom Vortag unter die frischen, warmen Brote legen sollten, und sie dann, wenn sie ein bisschen warm geworden waren, als "frisch" verkaufen sollte.
Ich fand das eigentlich nicht richtig, aber meine damalige "Seelsorgerin" und "Beraterin" in Glaubensdingen sagte mir, dass der Mann mein Chef sei und dass Gott wollte, dass ich mich hier "unterordnen" müßte.
Da ich das aber trotzdem nicht ganz einsehen konnte, machte ich einen "Kompromiss" - ich legte die Brote zwar unter die warmen Brote, verkaufte aber nur die frischen Brote. (Was mir, wenn die Sache vor die Seelsorgerin gekommen wäre, wiederum den Vorwurf "Ungehorsam" eingebracht hätte).
Da ich nur vormittags arbeitete, blieben die "alten Brote" dann für die Kollegin, die am Nachmittag kam.
Die war dann irgendwann stinksauer auf mich...
- weil das Ganze dann an ihr hängen blieb.
Durch die falsche Lehre von der "Unterordnung" kam ich also echt in eine Zwickmühle.
Heute würde ich meinem Chef ganz klar sagen, dass ich diese Sache nicht machen würde.
Bei einer Kündigung allerdings hätte ich nicht vor ein Arbeitsgericht gehen können, weil mein damaliger Chef (leider) auch Christ war und ich in derselben Gemeinde wie er war.
Die Sache hätte dann eigentlich, so wie ich die Bibel verstehe, vor der Gemeinde geklärt werden müssen.
Wie das dann wohl ausgegangen wäre...
- wahrscheinlich hätte man mich "ermahnt", mich doch unterzuordnen 
Re: Die "liebe Obrigkeit" - Römer 13,1-7 : Thema Unterordnung unter die Obrigkeit ...
von Weateyd am 08.11.2019 12:36Man müsste Wissen, an wen Paulus diese Worte gerichtet hat, um es besser beurteilen zu können. Die Geschichte spricht da oft eine andere Sprache.
Wurde Jesus nicht sogar gestraft wegen Gotteslästerung gegenüber der Hohenpriester?
Hat Daniel sich nicht auch der Obrigkeit verweigert und wurde deshalb in den Ofen geworfen usw.?
Und hat nicht sogar Mose schon den Pharao widersprochen (auf Gottes Anweisung)?
...
Und auch auf heute gemünzt:
Ist der zweite Weltkrieg erst nicht dadurch entstanden, dass sich zuviele Menschen der Obrigkeit gefügt haben?
Und selbst das Landesgesetz, dass von Menschen ist, muss nicht dem des Gesetz Gottes entsprechen. Vor ein paar Tagen wurde erst das Hartz 4 Gesetz mit Sanktionen geändert, weil es der "Würde des Menschen" nicht entsprachen.
Die wenigsten von uns sind selbst Obrigkeit, es wird immer jemand geben der "Befehl" auf uns hat.
Trotzdem müssen wir als Mensch und Gottes Nachfolger immer selbst denken, beurteilen und entscheiden wie wir handeln. Wir sind keine Marionetten. Und ich würde sogar sagen, die blinde Unterordnung ist auch nicht im Sinne Gottes.
Die oben beschriebenen Beispiele sind große Ereignisse. Doch fängt es schon bei kleinen Sachen an. Und ja, manche Handlungen führen zu ärger und unfrieden. Das ist der Preis.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Die "liebe Obrigkeit" - Römer 13,1-7 : Thema Unterordnung unter die Obrigkeit ...
von geli am 08.11.2019 12:31Da hast Du ja wirklich starke Sachen erlebt - und am Ende hat Gott auf Deiner Seite gestanden

Ja, das Thema "Unterordnung" ist ein weites Thema, und so, wie es oft gelehrt wird, stimmt es einfach nicht.
Auch Paulus hat sich nicht alles "gefallen" lassen - wie man in ApG. 16,22 ff liest.
Paulus und Silas wurden zu Unrecht geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Am nächsten Tag kamen die Aufseher und wollten die Beiden einfach so freilassen.
Paulus dagegen sagte dann: "Sie haben uns ohne Recht und Urteil öffentlich geschlagen, die wir doch römische Bürger sind, und in das Gefängnis geworfen, und sollten unsnun heimlich fortschicken? Nein! Sie sollen selbst kommen und uns hinausführen!
Die Stadtrichter fürchteten sich nun, da sie hörten, dass sie römische Bürger seien, und kamen und redeten ihnen zu, führten sieheraus und baten sie, die Stadt zu verlassen."
Auch an anderer Stelle verwies Paulus darauf, dass er römischer Bürger sei - und er berief sich bei seier Gerichtsverhandlung darauf, dass er deshalb das Recht habe, dass seine Sache in Rom vor dem Kaiser behandelt würde - (ApG. 22,24 ff)
Ich glaube, dass es in der Bibel wenige Aussagen gibt, die einfach "generell" gelten - man muss immer den Zusammenhang beachten, und auch die jeweilige, reale Situation, in der man lebt, und danach dann eine Entscheidung treffen, was gerade "dran" ist.
pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Wer kennt einen Glaubensgrundkurs
von pausenclown am 08.11.2019 11:02Ich hoffe das die Userin ihre genaue Vorstellungen, hier postet.
LG
Re: Wer kennt einen Glaubensgrundkurs
von Merciful am 08.11.2019 10:06Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslosung (6) Gott sprach und spricht heute: Ich will mit dir sein ...
von Burgen am 08.11.2019 08:41
Die Israeliten sprachen zu Samuel: Lass nicht ab, für uns zu schreien zu dem HERRN, unserm Gott, dass er uns helfe. __ 1.Samuel 7,8
Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. __ Jakobus 5,16
Johannes 18,28-32
Tobias 13,10-18 (9-22) oder Hiob 42,7-9
Herr, wir brauchen einen Menschen, dem wir sagen können, was uns bedrückt, der uns deine Liebe zusagt.
Wir brauchen eine Freundin, die uns in den Arm nimmt, wenn wir traurig sind.
Wir brauchen einen Freund, der uns nicht im Stich lässt, wenn wir schuldig geworden sind.
Herr, schenke uns Menschen, die für uns beten, und lass uns selbst zu solchen Menschen werden.
(Gebet der Redaktion)
***
Die heutigen Losungsverse stellen eine super Verbindung zueinander her.
Und sie erinnern daran was Gott zuallererst Mose antwortete bevor sie damals den Fluss überquerten um das alte Leben hinter sich zu lassen. Damals war das ganze Volk von Gott durch Mose aus dem Sklavenstand und Götzendienst aus Ägypten herausgerufen worden.
Man stelle sich das einmal vor,
ca 1 Million Menschen, groß und klein, Frauen, Kinder, Väter, Männer. Nicht zu vergessen, Rinder und Schafe sowie Handgepäck.
Sie alle auf der Flucht vor einem Dispoten und seinen Männern in Richtung Jordan-Wüste.
Und dann kamen sie an den Fluss. Unüberquerbar nach menschlichem Ermessen.
Mose und die Schar, wie mochten sie sich gefühlt haben ... Sie schrien zu Mose voller Angst und Verzweiflung ...
Mose selbst schrie zu Gott, weil er in seinem Herzen vielleicht fassungslos war und wie das Volk selbst voller Angst hier in eine Falle getappt zu sein.
Und Gott? Gott spricht zu ihm: Was schreist du !? Was hast du in der Hand?
Einen Stab - vielleicht Hirtenstock. Das war derselbe Stock, der früher schon mal vor dem Pharao/König von Ägypten zur Schlange geworden war und die Schlangen der Wahrsager usw. vertilgte.
Gott trägt ihm auf: Benutze was du hast !
In diesem Fall sollte er den Stab über das Wasser halten. Und Gott tat den Rest.! Sie arbeiteten also zusammen.
Mose hielt den Stab über das Wasser und das Volk konnte trockenen Fußes den Fluss überqueren.
So ähnlich wie wir an der Nordsee Ebbe und Flut samt Priel noch heute erfahren.
Alles geschah rasch und sehr konzentriert.
Moses Arme waren zum Schluss schon so müde geworden, dass andere Männer seine Arme stützen mussten.
Erst als alle Israeliten in Sicherheit waren, durften seine Arme sich ausruhen und erst dann kam das Wasser wieder und wurde zum reißenden Fluss, der die Angreifer vertilgte. Die unmittelbare Gefahr von aussen war vorüber.
Der dann folgenden inneren Gefahr jedoch waren sie 40 Jahre lang ausgesetzt während der Wüstenwanderung, die "eigentlich" nur ca 11 Tage gedauert hätte, wie uns übermittelt worden ist.
Und immer wieder lesen wir in Folge, dass das Volk ins Schreien kam ... So auch bei 1.Samuel 7,8
und auch, anders ausgedrückt, bei Jakobus 5,16.
Das kennen wir sicherlich jeder auch. Und oft verkehrt sich das erste Schreien in eine "Problemlösung", in ein Nachdenken, dem Nachfühlen _ was kann ich tun_ und dann das eigentliche Tun _ vielleicht sogar einfach nur ein Blickwechsel _ weg vom Problem _ , das was man hat entweder lassen oder tun was möglich ist und Gott vertrauen, dass er es gut meint.
Das Alte ist vergangen - Siehe, Neues ist geworden
Den Blick weiten - Gott vertrauen - Schritte wagen
Re: Die "liebe Obrigkeit" - Römer 13,1-7 : Thema Unterordnung unter die Obrigkeit ...
von Cleopatra am 08.11.2019 07:43Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Was genau soll die angestrebte Ökomene auch der Freikirchen werden?
von Cleopatra am 08.11.2019 07:34Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Wer kennt einen Glaubensgrundkurs
von Cleopatra am 07.11.2019 19:40Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Wer kennt einen Glaubensgrundkurs
von geli am 07.11.2019 19:33Ich weiß zwar nicht, ob es erlaubt ist, links weiterzugeben - falls nicht, kannst Du, Cleo, es einfach löschen!
https://www.erf.de/erf-workshops/18000?ref=top&reset=1
Das ist zwar kein Glaubenskurs, aber vielleicht findet Deine Userin ja dort Themen, die sie weiterbringen?

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