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geli
Gelöschter Benutzer

Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke

von geli am 26.09.2019 19:37

pray: jemanden persönlich etwas von Evangelium zu erzählen, vielleicht noch etwas zum Lesen zu schenken und auf jeden Fall das Ganze dann noch ins Gebet zu bringen, dass Gott nun durch seinen Geist weitermacht und das Gehörte und zu Lesende segnet oder ob ich einen Flyer - weil ich ja noch sooo viele davon habe - einfach in den nächsten leeren Einkaufswagen werfe. Ist sowas gemeint?

Ich glaube, auch beim "Werfen" in den nächsten Einkaufswagen kommt es auf das Motiv an - man kann ja auch diesen Flyer im Einkaufswagen mit Gebet begleiten.

Wenn man so einen Flyer nur deshalb in einen Einkaufswagen legt, weil man so viele davon hat und weil man sie "loswerden" will, ist das Motiv zumindest in meinen Augen fraglich...  

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke

von geli am 26.09.2019 19:33

pray: sondern lediglich d i e W e r k e werden durchs Feuer geprüft.

Ja, genau - die Werke werden daraufhin untersucht, ob sie vor Gott tauglich sind oder nicht.

Als ich heute unterwegs war und über das "Feuer" nachgedacht habe, kam mir die Stelle aus der Offenbarung in den Sinn, wo es in 1,14 über Jesus heißt: "...und seine Augen wie eine Feuerflamme".

Gott wird all das, was wir im Leben getan haben, mit "Augen wie eine Feuerflamme" prüfen - und vor diesen Augen wird nichts unbemerkt bleiben. Diese Augen sehen, wenn Dinge ohne Liebe getan wurden, wenn Dinge aus falschen Motiven heraus getan wurden, vielleicht, um selbst Anerkennung bei Menschen zu bekommen, um selbst "gut" dazustehen, wenn wir Dinge vielleicht auch nur deshalb getan haben, weil andere es von uns verlangten, oder auch, weil wir Dinge getan haben, die Gott eigentlich gar nicht aufgetragen hat. Gründe, die vor diesen Augen offenbar werden und die unsere "Werke" verbrennen lassen, gibt es viele.

Deshalb ist es auch gut, wenn wir ihn jetzt schon darum bitten, dass er uns durchforscht und prüft, und dass er uns schon jetzt, noch in diesem Leben, Dinge erkennen läßt, die unsere "Werke" untauglich machen.

Das waren nun so meine eigenen Gedanken dazu, die Lutherbibel erklärt schreibt dazu:
"Ihm kann man nichts vormachen, er durchschaut alles."

Und McDonald schreibt dazu:
"Augen wie eine Feuerflamme künden von vollkommener Erkenntnis, tiefer Einsicht und unbestechlicher Genauigkeit."

Ich glaube aber nicht, dass es sich um "echtes" Feuer handelt - denn die Werke, die wir getan haben, sind ja nicht "materiell", so dass sie verbrannt werden könnten. 

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pray

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Beiträge: 1015

Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke

von pray am 26.09.2019 18:11

Also auf jeden Fall ist es nicht womöglich das Fegefeuer, denn die kath. Kirche benutzt diese Stelle als Beleg für Fegefeuer.

 

Aber in der Bibelstelle steht nicht, dass ein Mensch gereinigt oder geläutert wird, sondern lediglich d i e W e r k e werden durchs Feuer geprüft.

Feuer hier nicht Gericht, sondern als Sinnbild für Prüfung.

Ich bin bespannt, geli, was du herausgefunden hast mit der Beschaffenheit der Werke. Wir sind ja viel unterwegs und erzählen von Jesus. Ich sehe da schon einen Unterschied, ob ich mit gern die Zeit nehme, jemanden persönlich etwas von Evangelium zu erzählen, vielleicht noch etwas zum Lesen zu schenken und auf jeden Fall das Ganze dann noch ins Gebet zu bringen, dass Gott nun durch seinen Geist weitermacht und das Gehörte und zu Lesende segnet oder ob ich einen Flyer - weil ich ja noch sooo viele davon habe - einfach in den nächsten leeren Einkaufswagen werfe. Ist sowas gemeint?

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (6) Gott sprach und spricht heute: Ich will mit dir sein ...

von Burgen am 26.09.2019 08:10



Wer den HERRN fürchtet, hat eine sichere Festung. __ Sprüche 14,26 

Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist. __ 2.Timotheus 1,12 


1.Chronik 29,9-18 
Matthäus 18,15-20 


Dich, Herr, meine Stärke, hab ich herzlich lieb, der bei jedem Werke Fels und Burg mir blieb. 
Du bist mein Erretter, bist mein Gott und Schild, der in Sturm und Wetter mich mit Schutz umhüllt. 
(BG: Johann Christoph Blumhardt) 


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Cleopatra
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Beiträge: 5532

Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke

von Cleopatra am 26.09.2019 07:28

Nun, ich denke nicht, dass es etwas mit dem Feuer auf der Erde zutun hat, denn es steht ja "Am Tage des Gerichts".
 
In Jesaja finden wir auch ein wunderschönes Bild davon, wie Gott uns formt  (das Bild vom Töpfer), aber das steht in Jesaja und ist denke ich auch nicht hier gemeint.
 
Ich finde, wir müssen natürlich Bibelstellen dort so stehen lassen, wo sie stehen und nicht verallgemeinern (ist hier noch nicht passiert, ist nur ein allgemeiner Gedanke dazu).
 
Ganz naiv gesehen würde ich es eben so verstehen, dass wir am Tage des Gerichtes sehen werden, ob es "Sinn", bzw wieviel Wert es hatte, was wir getan haben.
 
Was tun wir denn am Tag und hat es Bestand?
 
Es hat nichts mit der Errettung zutun, sondern eben dem daneben, dem zusätzlichen.
 
Ich denke einfach, dass nachgeschaut wird, ob etwas einfach nur oberflächlich gemacht wurde oder eben festen, wertvollen Bestand hatte.
 
Liebe Grüße, Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke

von Burgen am 26.09.2019 00:17


Ganz schnell noch, weil das Bett ruft 😏 noch zum Feuer. 

Ich verstehe dies als ganz reales Feuer. 

Letztens war eine Prophetie einer 90 jährigen zu hören. Diese war in den 60zigern des vergangenen Jahrhunderts. Sie sprach ua von dem dritten Weltkrieg, der ausgelöst wird von überraschender Seite. 

Und wenn ich so die Nachrichten verfolge und die Atomdebatten höre, kann ich mir dies gut vorstellen. 

Die Schrift selber gibt Zeugnis vom Feuer in der kommenden Zeit. 
Durch die vermehrten Waldbrände der letzten Jahre und speziell jetzt in diesem Jahr, ist das durchaus vorstellbar. 

Gruß 
Burgen 



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geli
Gelöschter Benutzer

1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke

von geli am 25.09.2019 21:07

Im Nachbarthread wurde die Stelle in 1. Kor. 3,12 angeschnitten, ich schreibe den Vers hier mal rein, ab Vers 11:

"Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wirds klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen."

Das ist eine Stelle, die mich schon öfters beschäftigt hat, aber so richtig finde ich eigentlich keine Antwort darauf, was z.B. das "Feuer" sein wird?
Und auch das: Was sind die Werke aus Gold, Silber, Edelstein, Holz, Heu, Stroh?

Natürlich habe ich auch schon mal im Kommentar von McDonald nachgeschaut , und auch in der Lutherbibel erklärt . Aber ich will nicht vorgreifen und würde mich freuen über einen guten Austausch!

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Können Menschen auch nach dem Tod noch durch Jesus gerettet werden?

von geli am 25.09.2019 20:49

 Burgen: meine Gedanken „drehten“ sich um die Böcke.

Ok - ja, nur kam das für mich nicht so deutlich zum Ausdruck, und ich habe einfach auf das geantwortet, was Du geschrieben hattest!

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Können Menschen auch nach dem Tod noch durch Jesus gerettet werden?

von Burgen am 25.09.2019 19:18

Hallo Geli,

meine Gedanken „drehten“ sich um die Böcke. Also eigentlich um die Menschen, von denen wir uns hier die ganze Zeit „unterhalten“.

LG
Burgen

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Können Menschen auch nach dem Tod noch durch Jesus gerettet werden?

von geli am 25.09.2019 15:23

Burgen:
Gold und Silber werden durchs Feuer gereinigt, sodass Schlacken, also "Unrat" im Feuer verbrennen.
Ähnliches geschieht es im Leben eines jeden Christen. Denn wir alle werden vor dem Richterstuhl Christi erscheinen.

Hier muss man aufpassen, dass es keine Verwechslungen gibt.
Wer bereits von Jesus gereinigt und gerettet wurde, der kommt nicht mehr ins Gericht, sondern er ist bereits vom Tod zum Leben hindurchgedrungen:
Joh. 5,24:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Natürlich will Gott uns im Laufe unseres Lebens verändern, damit wir dem Bilde seines Sohnes immer mehr gleichgestaltet werden - das nennt die Bibel "Heiligung". Am Ende unseres Lebens werden wir wohl beurteilt - jedoch hat das nichts mit Gericht zu tun, bei dem es darum geht, ob jemand gerettet oder verloren sein wird.
Hier geht es dann um den Lohn, je nachdem, wie jemand in seinem Leben auf seine Errettung durch Christus aufgebaut hat.
Auch wenn jemandes "Werke" aus "Stroh oder Heu" bestehen (wo im Feuer der Überprüfung nichts übrigbleiben wird), derjenige ist aber trotzdem errettet - die Errettung können wir nicht verlieren, weil wir "schlecht" gebaut haben.

Das drückt Paulus auch in 1. Kor. 4,8 und 3,5 aus:

So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere. Jeder aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.

Wir sind Diener Christi und Haushalter Gottes, von denen man nichts weiter als Treue erwartet:

Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen.
Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden.

Gold und Silber werden durchs Feuer gereinigt, sodass Schlacken, also "Unrat" im Feuer verbrennen.

Ich verstehe diese "Reinigung" so, dass sie schon in diesem Leben passiert. Gott "reinigt" seine "Reben", damit sie mehr Frucht bringen. 
Diese "Reinigung" hat meiner Meinung nach nichts mit Gericht zu tun, oder mit Sünde - diesen "Unrat" unseres Lebens hat ja Jesus mit ans Kreuz genommen.

Vielleicht kann man es mit der Aussage des Johannes vergleichen:
Er sagte, dass die "Axt schon an die Wurzel der Bäume gelegt ist, und dass jeder Baum, der nicht Frucht bringt, abgehauen und ins Feuer geworfen werden wird. Hier ist, denke ich, mit "Frucht" an "Busse" gedacht - Matth. 3,8: Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! 
Wer nicht umkehrt und glaubt, der wird umgehauen - wird also verloren gehen.

Anders dagegen verstehe ich die "Reinigung der Reben", von der Jesus in Joh. 15 spricht:
Hier geht es nicht ums "Umhauen", also darum, dass man verlorengeht.
Hier geht es darum, dass diejenigen, die gerettet sind, in Jesus bleiben und sich von ihm reinigen lassen, damit sie (mehr) Frucht bringen können.

Jesus ist hier der Gärtner, der liebevoll seine Pflanzung hegt und pflegt, damit sie wächst, gedeiht und Frucht bringt.
Das bringt natürlich auch mit sich, dass er manche Triebe beschneiden muss.

Johannes spricht in Matth. 3 dagegen davon, dass derjenige, der nicht bereit ist, Busse zu tun und umzukehren, "abgehauen" werden wird, also verlorengehen wird.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.09.2019 15:29.
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