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Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Cleopatra am 05.09.2018 15:47Da wird- meinst du, bei den Pfingsltern?
Diesen Umkehrschluss lieber Pal finde ich nicht richtig und gut.
Das ich es einmal ausprobiere, damit ich das, was du eben darunter verstehst, einmal erlebe und nun würde mein Horizont erweitert?
Aber wieso sollte er denn wiederkommen, wenn er doch schon da ist?
Kurz der Zusammenhang für alle Mitleser:
Hier ist Jesus nach der Kreuzigung wieder den Jüngern erschienen.
Doch ich lese da etwas "ähnliches" - man hielt die Geisterfüllten für Betrunken.
Apg 2:15 Denn diese sind nicht trunken, wie ihr meinet...
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 05.09.2018 14:51Nun was ist eigentlich eine A.d.HGs? -
Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? Persönlich, allein, in Gemeinschaft? -
Da wird von "Salbung" geredet, von "unter Starkstrom sein", von "neues (Gebets)-feuer erhalten" etc.
Doch wenn man etwas derartiges überhaupt noch nicht selbst, am eigenen Leiibe, erlebt hat, ist es natürlich schwer sich darüber Gedanken zu machen.
Dann kann man hinterfragen: "Aber warum sollte ich so etwas erfahren, wenn ich eh wiedegeboren bin? Dann fehlt mir doch weiter nichts. Ich habe den HG!" - etc.
oder wie du es schreibst, liebe Cleo:
Aber vielleicht wäre so eine Wiedererfüllung durchaus positiv? -
Denn:
=================
Doch ich lese da etwas "ähnliches" - man hielt die Geisterfüllten für Betrunken.
Außenstehende bekamen, bei dem Anblick oder dem Zuhören, spontan den Eindruck eines "Rauschzustandes" - das ist doch beachtenswert!

pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von pausenclown am 05.09.2018 14:31Hi auch,
Sodele, ich lasse heute mal das AT ganz außer Acht und komme gleich zum NT
Markus 16,17:
"Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben,
in neuen Zungen reden..."
In neuen Zungen... griechisch wird für neu:
A. Kainos oder
B. Neos
verwendet.
Hier gebraucht der Schreiber Kainos und was neu nicht als neuartige, neue oder eine nicht vorhandene Sprache meint, das wär
neos, sondern kainos meine für den Sprecher eine neue Sprach, die er nicht gesprochen, erlernt hat.
Apostelgeschichte 2,6-11
>Kurzer Einschub. An Pfingsten gedenken die Juden die Gestzgebung, die Torah. Nach jüdischer Überlieferung hat Gott diese Torah in allen damaligen Sprachen oder in allen Sprachen vom Berg verkündet<
"Als aber dieses Geräusch4 entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder Einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte. 7 Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? 8 Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien5 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als auch Proselyten6, 11 Kreter und Araber - wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?"
Mundart: gr. Dialektos, daher kommt unser Wort Dialekt her.
Apostelgeschichte 2,4:
"Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen3 zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen Auszuprechen"
gr. Apophthengomai, dass bedeutet in Verbindung mit Mundart, eine Sprache die ,mit Koma, Punkt ,Grammatik, klangliche Aspekte der Sprache wiedergibt.
Diese ist weit weg von einem Lallen, oder Brabbeln usw.
1 Korinther 14,14: (Ohne den ganzen Kontext aus Kapitel 14, ohne mein so geschätztes AT ohne nix.)
"...so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer."
Verstand gr. Nous oder Mou, aber die Bedeutung geht weiter: Sinn, Bedeutung, Ausagekraft, Redesinn. Jetzt kann jeder für sich 1 Korinther
14,14, das Wort Sinn, Verstand, Aussagekraft, Bedeutung, Redsinn einfügen wie er will. Doch im ganzen Kontext und was sonst noch darüber geschrieben wurde in der Bibel, machen die Wörter Bedeutung, Aussagekraft, Redesinn usw. am meisten die Sache Rund.
Pausenclown
pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von pausenclown am 05.09.2018 14:29Hallo.
Hab jetzt nicht so die Ahnung was und wie man typisch christlich Pfingsten feiert.
Pfingsten hat seinen Ursprung nicht im Christentum, sondern im Judentum.
Im 3 Buch Mose 23 ff werden die Feiertage und ihre Praktiken beschrieben.
Pfingsten hat verschiedne Namen wie z.B. Shawout, Wochenfest, da es 7 Wochen nach dem Fest der ersten Früchte kommt, oder das Fest der Ernte, oder der Tag der Gestezgebung, nach jüdischer Tradition wurde dem Volk das Gesetz gegeben, aber dazu später mehr.
Das Wort Pfingsten kommt aus dem griechischen Pentecost und bedeutet die Zahl 50.
Im 3 Buch Mose 23ff wird das Wort Fest gebraucht, was aber etwas unglücklich ist, da es auf hebräisch mo'ed heisst und eine andere Bedeutung hat.
Mo´ed meinst einen Zeitpunkt, so wir uns zur einer Zeit verabreden. So gibt es 7 Zeitpunkte, mit diese Feste verbunden die einen prophetischen Charakter haben. 4 dieser Feste, Zeitpunkte haben sich mit dem ersten kommen Jesu erfüllt.
In der Apostelgeschichte steht als der Pfingsttag gekommen war.
Für Juden war es geboten an diesem Fest in Jerusalem teil zunehmen und so kamen auch viele Juden aus der Diaspora.
Nach der jüdischen Überlieferung hat Gott nicht nur Mose das Gesetz und die Tafeln geben sondern hat auch das Gesetz mündlich in allen Sprachen verkündigt.
Jetzt auf einmal hötren die Juden an Pfingsten, ein jeder die Predigt in seiner Sprache und mit Sicherheit wussten sie von der jüdischen Überlieferung und sind erschrocken.
Aber was hat sich an Pfingsten den erfüllt?
Mose hat geboten das 2 gesäuerte Brote verbrannt werden und diese 2 Brote symbolisieren einmal die Juden-Christen und einmal die Heiden-Christen und zusammen stellen sie den Leib Christi dar.
Paulus nennet die Gemeinde in Kolosser1, 18 den Leib Christi, so ist die Gemeinde der wahre Leib Christi, aber wie kommt man in diesen Leib?
1 Korinther 12,12ff
12 Denn wie der Leib "einer" ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch "ein" Leib sind: so auch Christus.
13 Denn wir sind durch "einen" Geist alle zu "einem" Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit "einem" Geist getränkt.
Pfingsten war der Startschuss für die Gemeinde, die aus Juden und Heiden besteht, die zusammen einen Leib bilden und durch den Geist rein getauft werden.
In der Apostelgeschichte beschreibt Petrus im Kapitel 11,16 was an Pfingsten geschah,
Dieser Zeitpunkt (Fest) hat sich an Pfingsten erfüllt und ist ein Meilenstein in Gottes Heilsplan. Heiden wurde die Anteil an dem Heil ermöglicht und durch den Geist mit in den Leib Christi getauft.
Pausenclown
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Cleopatra am 05.09.2018 14:10bitte sei so gut und mache dies dann auch immer deutlich. Für User, die später ins Gespräch einsteigen ist es sonst schwer.
Also diese Aussage hat mich ehrlich gesagt erschrocken.
Deshalb können wir heute nicht behaupten oder darüber spekulieren, in wem der heilige Geist außerdem war, wenn dies nicht so in der Bibel steht.
Und was bedeutet das? Das zwischendurch das Pfand weg war....? UNd wären wir dann gestorben- pech gehabt, der heilige Geist hat sich noch auf die nächste Ausschüttung vorbereitet und war noch nicht wieder in dir...?
Lieber Pal, ich besitze den heiligen Geist doch schon. Er muss mir nicht neu ausgegossen werden.
Lieber Pal, den heiligen Geist haben sie dann ja auch bekommen. Am Tag Pfingsten, an dem sie sich sowieso versammelt hatten.
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Wieso wäre das ein Unding? Sie hatten doch Jesus, sie waren doch selbst bei ihm.
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 05.09.2018 13:41Liebe Burgen, ich gebrauche diesen Ausdruck (zB in meinen Videos über die Zungenrede) in keinem Augenblick als herabsetzend oder entwertend.
(Ich weiß gar nicht ob du meine Videos darüber sehen / hören konntest?)
Ich weiß einfach keinen besseren Ausdruck.
"Stammeln" wäre vielleicht noch ein Wort... aber das hört sich für mich so nach stottern an.
Also ich hoffe nicht mißverstanden zu werden.
da bin ich ganz deiner Meiinung!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Burgen am 05.09.2018 13:34Ich empfinde es als respektlos das Sprachengebet als ein Brabbeln zu bezeichnen.
Mit eben diesem Gebet wird sozusagen das Schwert des Geistes gezogen, Gott verherrlicht. angebetet und Ketten gesprengt. Auch wird es oft Zuhilfenahme genommen, wenn zB der Betende nicht weiß, was er oder wie er für sein Gegenüber, den um Gebet bittenden, beten sollte.
Und ja, derjenige, für den das Sprachengebet nichts bedrohliches oder so ist, kann es gezielt an und abstellen. Ganz wie er will. Diese Sprache entzieht sich unserer Kontrolle, ist jedoch direkter Zugang zu Gott.
Das ist für jeden Christen zugänglich, wenn er Gott darum bittet. Eventuell durch einen geistgetauften anderen Christen bitten lasse.
Das Verlangen danach zu haben, ausstrecken mehr vom Heiligen Geist zu bekommen, ist legitim und ich bin mir sicher, dass Gott gerne dieses Gebet erhört, sofern das Gebet aufrichtig ist.
Geht es euch nicht auch so, dass Gebetsworte schon nach weniger Zeit versiegen? Wohingehend Sprachengebet Gott ein Wohlgeruch zu sein scheint.
Vielleicht kann man aber auch Gebet in all seinen Facetten genauso unterscheiden wie Zungenrede und Sprachengebet?!
Denn bei der Ausgießung damals, wurde die Sprachverwirrung aus der babylonischen Turmbauzeit, ja wie soll ich mal ausdrücken, wieder geheilt, wiederhergestellt. Die Menschen konnten plötzlich in ihrer jeweiligen Sprache, Zunge, Gottes Botschaft verstehen.
In der zu erwartenden Ewigkeit werden wir dann alle in derselben Zunge Gott anbeten und miteinander sprechen, so wie es ursprünglich gewesen war.
Gruß
Burgen
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 05.09.2018 12:18Nein, das ist gerade das Entscheidene "Streit-kriterium". -
Ich hatte (in meinem Video) ein Erlebnis, mit einem Bruder aus einer Pfingstgemeinde beschrieben, der eben nicht in Zungen "brabbeln" konnte / wollte und daraufhin "geistlos" hingestellt wurde.
Das ist mE eine große Gefahr, um diese Dinge dann derart zu verwenden und geistlichen Druck aufzubauen.
Davon war ja auch in meinem Video, im 2 Teil, die Rede, wo ich ein christliches Lied (Gott ist anders als du denkst) zitierte.
====
Wie war das denn womöglich bei den Jüngern?
Hatten sie keinen Hl.Geist vor der AdHG? -
Oder was geschah denn, vor Pfingsten, an dieser Stelle? =>
Als die Jünger hier von Jesus angehaucht wurden, was geschah da wohl? Verwirklichte sich da irgend etwas besonderes?
Wenn nicht, für was war dieses Anhauchen überhaupt notwendig? -
===========
Oder war dann (noch) gar kein Gottes Geist in den Jüngern, in den Jahren vor der Kreuzigung? Das wäre ja auch ein Unding. Oder? -
-- War ihre treue Gefolgschaft nur ein Menschenwerk oder war es Gottes Wirken in ihnen?
Meines Erachtens wirkte Gottes Geist schon all die Jahrtausend (im AT etc) das viele Vorbildliche in den Personen, die sich für Gott öffneten.
Nimm mal all die Bibelhelden, zB Ruth etc.... Waren die etwa "geistlos" unterwegs? -
Ich denke nicht!
Nur war der "Geist Jesu" - der Hl.Geist, eben noch nicht in der Weise "zur Verfügung" vor Jesu Vollendung.
Doch der Geist Gottes war bereits vor der Schöpfung über dem Tohuwabohu.
Dann will ich nicht erst von den 7 Geistern Gottes reden, die wir ja auch in der Bibel finden.
Ich denke unser Horizont ist dafür einfach zu eng...
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von solana am 05.09.2018 11:57Hallo Pal
Mal anders herum gefragt: Glaubst du, dass das Empfangen des Heiligen Geistes notwendigerweise immer mit einem Pfingsterlebnis verbunden sein muss?
Oder - im Umkehrschluss - dass ein Christ ohne so ein spezielles Pfingsterlebnis nicht den Heiligen Geist haben kann?
Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen das heutzutage genauso erleben können wie damals, warum auch nicht?
Aber ich denke, das ist kein "muss", um den Heiligen Geist zu haben.
Ja, tiefe Gefühlserlebnisse gibt es durch den Heiligen Geist.
Immer wieder.
Ob das beim Empfang des Heiligen Geistes immer so sein muss, denke ich nicht.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 05.09.2018 10:42Ja, genau. Wenn ich hier im weiteren von "Pfingsten" rede, meine ich nicht das Pfingstfest, sondern die Ausgießung des HGs.
Da ist es nun die große Frage: War die Ausgießung nur auf die Apg. beschränkt, wo ja 4 mal, an verschiedenen Orten, davon Zeugnis gegeben wird.
Oder ist diese Ausgießung eine sich immer mal wiederholende Angelegenheit, durch all die Jahrhunderte hindurch, bis in unsere heutige Zeit.
Hier gehen die Meinungen bereits sehr stark auseinander.
Die "Pfingsterl", wie könnte es anders sein, betonen eine noch heute passierende, besondere Ausgießung.
Wie wäre es dann "mit so einem Ding", mit einer Ausgießung des HGs - also einem ganz besonderen Durchleben - in deinem Leben?
Wäre so etwas, für dich persönlich, überhaupt wünschenswert oder eben nicht? -
und die Frage stellle ich natürlich nicht nur Cleo! -



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