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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von pray am 20.03.2018 19:33Das ist ein gutes Ende!
Re: Bibelübersetzung
von pray am 20.03.2018 19:29Halli hallo,
ich weiß auch, dass die modernen Übertragungen "zerrissen" werden. Viele übernehmen die negative Einstellung einfach , ohne sie selbst gelesen zu haben.
Als ich anfing, Bibel zu lesen, habe ich zur Luther (später auch Elberfelder u.a.) erst die Gute Nachricht Bibel zur Hilfe genommen und bin dann nach einigem Vergleichen - wenn schon moderne Übertragung - zur Hoffnung für alle Bibel übergegangen.
Bei der gute Nachricht Bibel gefielen mir die ausholenden Texte nicht und dass sie nicht so gut den Sinn trafen, wie die Hoffnung für alle. Die gute Nachricht Bibel könnte ich also nicht weiterempflehlen.
Ich glaube für als leicht verständliche Übertragung ist auch die Genfer Bibel (gibt davon nur NT) nicht schlecht.
Eben habe ich mal einen der wichtigsten Verse verglichen. Joh. 3,3. Überall wird Reich Gottes übersetzt, nur die Gute Nachricht sagt Neue Welt - finde ich sehr schlecht übersetzt.
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Pal am 20.03.2018 19:11@pray, ja deine Art von Antwort Gottes hätte ich auch eher erwartet...! 
Ich denke auch, es wird die Gegenwart Gottes selbst gewesen sein, die viel mehr "redete" als irgend ein "Wort" reden könnte.
Das heilsame Endergebnis war jedoch fantastisch: Das Hiob sich nicht länger ärgerte, sondern umkehrte und zur richtigen Besinnung kam!
Das zählt!
Ich denke, wenn ich in den Himmel komme, bleibt mir vor Gottes Gegenwart auch erst einmal jede "Spucke weg"!

Da wiegt kein Wort mehr, als nur ER selbst! - Hallelujah!
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von pray am 20.03.2018 18:53Ja das stimmt. Ich verstehe Gott hier bis heute nicht. Gott sagt doch selber, dass Hiob total rechtschaffen und fromm ist. Sogar, dass es Seinesgleichen keinen mehr gibt auf der Welt (Hiob 1,8)
Und in Kap. 31 wiederholt Hiob dies ja eigentlich nur, indem er verschiedene Beispiele seines rechtschaffenen Lebens bringt.
Das FINALE und Hiobs FRAGE finden wir dann in Kap. 31,35 (HfA), Da sagt Hiob:
Ach, wenn Gott mich nur anhörte! Hier ist die Unterschrift unter meine Verteidigung! Ich erwarte, dass der Allmächtige mir darauf antwortet! Mein Gegner soll seine Anklagen schriftlich niederlegen!
Aus menschlicher Sicht würde ich dann mit vielleicht so einer Antwort rechnen:
Hiob, ja ich habe doch dein Leben immer gesehen, dass du mir gefallen wolltest und dir ist das gut gelungen. Aber du verkennst mich doch, denn du sieht in Mir deinen Gegner? und deinen Ankläger?
Ich bin Gott! - und so darfst auch du nicht mit mir reden! Dennoch will ich dir sagen, dass dein Leid nicht etwa eine Strafe ist. Du sollst wissen, dass der Satan begehrte, dich zu versuchen. Du weißt ja nichts von dem Kämpfen, die ich und meine Engel mit dem Satan und dessen Engeln führen muss. So ist alles beschlossen. Du wirst bald wieder Licht sehen, ich werde dir alles erstatten, was du verlieren musstest. Sei zuversichtlich und sei nicht traurig.
So in etwa hätte ich eine Antwort verstanden.
Aber statt dessen gibt Gott als Antwort eine "Neuauflage des Schöpfungsberichtes" und scheint Hiob etwas zu verhohnepipeln, ob Hiob Ihm, dem Schöpfer da noch folgen könne. Hiob sieht sich dann plötzlich als kleiner Mensch dem allmächtigen Schöpfer alles Lebens gegenüber und wird ganz klein und demütig (Kap. 40,4-5) Aber Gott "donnert" dann noch weiter mit der Großartigkeit seiner Schöpfung...obwohl Hiob es doch schon eingesehen hatte, wie klein er gegenüber Gott ist. In Kap 42,2.5-6 sagt Hiob dann, dass er einsieht, dass Gott alles vermag und er gibt zu, dass er Gott bislang nur vom Hörensagen kannte, nun ihn aber ganz erkannt hat und er sich - wohl wegen seiner Anklagen gegen Gott - schuldig spricht und Buße tut in Staub und Asche.
Ich verstehe das nicht. Hiob diente Gott doch immer in Gottesfurcht. Er diente vor der Krankheit also einem Gott, den er gar nicht richtig kannte und einschätzte? Ihm war die Größe Gottes - die sich in der Weisheit der Schöpfung zeigte - davor nicht klar?
Ich verstehe das nicht. Ich kann Hiob verstehen, wie verzweifelt er gewesen ist, dass er alles verloren hatte und todkrank wurde - ohne den Grund dafür zu kennen. Soweit ich weiß, hat er Gott doch gar nicht angegriffen, sondern nur auf seine Unschuld gepocht, dass ihm alles zu Unrecht widerfahren ist. Ich würde die Antworten Gottes in Hinblick auf das grooooße Leid Hiobs gern besser begreifen können.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von geli am 20.03.2018 18:31Ja, so empfinde ich es auch beim Lesen - Gott scheint überhaupt nicht auf Hiobs Not, auf seine Zweifel, ja, auf seine Verzweiflung (er wollte ja sogar am liebsten gar nicht geboren worden sein) und auf seine Fragen einzugehen.
Mich läßt das an die Stelle in Rö. 9, ab Vers 14 denken: Da geht es um die Frage, dass es nicht um unser Wollen oder Laufen geht, dass Gott sich derer erbarmt, deren er sich erbarmen will, und dass er die verstockt, die er verstocken will. Nun die Frage: "Ja, warum beschuldigt Gott uns dann? Wer kann denn seinem Willen widerstehen? Wenn ich also nicht glaube - dann bin ich doch gar nicht schuld, sondern Gott?
Ja, das sind Fragen, die nach solchen Aussagen "auf der Hand" liegen - und eigentlich nach einer Antwort verlangen.
Aber wie auch bei Hiob ist meiner Meinung nach die Antwort, die Paulus darauf gibt, genauso "am Thema vorbei" (nach menschlichem Ermessen jedenfalls) wie auch die Antwort, die Gott dem Hiob damals gab.
"Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst?" - Eigentlich das Gleiche, was auch Hiob zur Antwort bekommt. Irgendwie eine unbefriedigende Antwort...
Mensch, wer bist du denn? ...
So denke ich, es gibt einfach Dinge, die Gott uns nicht erklärt - vielleicht auch gar nicht erklären kann, weil wir sie sowieso nie verstehen könnten. So wie ich einem dreijährigen Kind auch keine komplexen Zusammenhänge z.B. aus dem Wirtschaftsleben erklären kann.
Ich denke, Hiob hat das richtig verstanden - er hat erfaßt, wie klein er im Vergleich zu Gott ist, er hat Gottes Hoheit und Majestät erfaßt und akzeptiert, dass es Dinge gibt, die er nicht verstehen kann. Wenn wir es dann dennoch versuchen wollen, "verdunkeln" wir den Ratschluss Gottes mit Worten ohne Verstand - wir reden unweise von Dingen, die uns zu hoch sind und die wir nicht verstehen (können) - Hiob 42,3.
Mir gefällt die Erklärung in der Luther-Bibel: "Hiob übt aufrichtige Reue und Einkehr: auch sein unüberlegtes, unpassendes Denken und Reden über Gott wurde in den Tod gegeben. Sein Hader löst sich auf hinein in den Frieden: "Meine Seele ist stille zu Gott. Er ist jetzt "umsonst gottesfürchtig (Vers 1,9 - das war ja, was Satan anzweifelte), ohne Glück, Gesundheit, Erfolg und andere Vorteile davon zu erwarten."
So geht es meiner Meinung nach gar nicht um eine "befriedigende" Antwort - eine Antwort, die in unser Denken paßt und die wir verstehen können.
Es geht darum, Gott in allem zu vertrauen, auch wenn es Dinge sind, die für uns zu hoch sind.
"Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn so wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken" - Jes. 55,8.
LG, geli
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nobse am 20.03.2018 17:47Lieber Thomas,
Hier gehen unsere Meinungen auseinander. Es macht definitiv einen Unterschied, ob man viel oder wenig betet.
Du fragtest auch, ob bei einer Taufe im Säuglingsalter denn bereits der heilige Geist einströmen könne.
Ja, das kann er. Aber es ist sozusagen nur ein Same, der in die Seele des Säuglings gelegt wird. Durch eigenes Bemühen des Menschen kann der Same dann Gelegenheit zum Wachsen erlangen.
Das Ganze hängt auch mit der Reinheit der Seele zusammen. Je unreiner die Seele ist, desto weniger kann der heilige Geist in der Seele wirken und desto weniger Geist Gottes ist in der Seele präsent. Es ist ein geistiges Gesetz, dass durch Anrufung Gottes der Geist Gottes in die Seele des rufenden einströmt. Der Strom, der dabei in die Seele kommt, ist aber am Anfang sehr schwach und er wird erst stärker, wenn die Anrufung immer wieder wiederholt wird. Es ist ungefähr so, als ob die Seele mit jeder Anrufung ein kleines Drähtchen zu Gott spinnen würde (oder Gott spinnt es zu der Seele). Durch Wiederholung wird jedesmal ein neues Drähtchen gesponnen. Zusammengenommen ergibt sich nach Jahrzehnten des Gebets ein dicker Draht, durch den auch ein sehr starker Strom fliessen kann.
Wer dagegen niemals oder nur sehr selten das Gebet und die Anrufung Gottes praktiziert, wird dies nicht erleben. In seine Seele tröpfeln nur ein paar Tropfen des lebendigen Wassers, aber es fliesst kein Strom.
Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich so verhält. Möchtest du nun behaupten, dass sowohl Menschen die zwar getauft sind, aber sonst nicht beten als auch Menschen, die täglich ihr Herz durch Anrufung Gottes auf Gott ausrichten Gott in gleicher Weise nahestehen?
Das wäre Wunschdenken.
Einen Menschen, der durch einen dicken Draht mit Gott verbunden ist, kann Gott für ganz andere Aufgaben heranziehen, als einen Menschen, der zwar getauft ist, sich aber ansonsten nicht um Gott kümmert.
Vielleicht siehst du es trotz meiner Ausführungen so, dass es keine Unterschiede zwischen Christen gibt. Dann kann ich nur sagen, dass dir die Augen irgendwann aufgehen werden.
Herzlichen Gruß,
Nobse
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Pal am 20.03.2018 17:35Was mich besonders erstaunt sind Gottes Anworten an Hiob. Denn die gehen mE so sehr weit an der menschlichen Perspektive vorbei. Denn Gott bringt mit den Beschreibungen seiner Wunderschöpfung eine völlig "übermenschliche" Perspektive, die so überhaupt nicht auf Hiobs Fragen einzugehen scheint...
Oder?
Bibelübersetzung
von Burg1 am 20.03.2018 14:08Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren, welche Bibelübersetzung ihr für euch bevorzugt?
Ich für meinen Teil benutze fast immer die Gute Naricht Bibel, obwohl diese von einigen evangelikalen "Bibelexperten" zerrissen wird.
Manchmal greife ich auch auf Elberfelder oder Schlachter 2000 zurück.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Burgen am 20.03.2018 09:49Hallo ihr Lieben,
möchte nochmal zum Anfang des Buches zurückkehren.
Da steht: Das Buch Hiob (IJOB)
Und das ist doch sehr interessant, wie ich finde. In englisch sprechenden Gebieten könnte jemand es so verstehen:
I (search) Job.
So jedenfalls durchsuchte ein späterer Pastor, der die Gnade Gottes in der inzwischen riesigen Gemeinde in Singapur predigt,
in jungen Jahren das Buch um Anleitung für einen Job.
Und mir fiel ein, dass es früher, vor etwa 200 Jahren einen lebhaften Briefaustausch zwischen Schiller und Goethe gab,
Von daher kann ich neu entdecken, diese Reden jeweils nebeneinander zu stellen.
Sozusagen gibt Hiob in K 1-3 die Einleitung, den Grund für den langanhaltenden Briefwechsel zwischen Hiob und seinen
drei Freunden.
Dies mündet dann zum Ende in den direkten Austausch zwischen Gott und Hiob.
Den wunderbaren Schluss lesen wir ab K 38. Gott fragt und Hiob antwortet.
In K 42 gibt Hiob die letzte Antwort an Gott und ab V 7 rechtfertigt Gott Hiob und stellt ihn ganz zum Schluss,
nachdem Hiob gehorsam Fürbitte für seine drei Freunde tat, wieder her und gibt ihm mehr als das, was er verloren hatte.
Ein wenig kann man dieses ganze Geschehen vielleicht auch vergleichen mit der Zeit des Volkes in Ägypten,
den Auszug aus Ägypten, die 40jährige Wüstenzeit und endlich das Gelobte Land unter Josua mit Kaleb einnehmen.
Aber zurück zu Hiob.
Ich finde es erstaunlich , was die Freunde für ausgefeilte Reden halten und die jeweiligen Antworte des Hiob dazu.
Würde man sie jeweils nebeneinander anstatt untereinander lesen, wäre der persönliche Gewinn und das Erstaunen
evtl. noch größer.
Ja, das fiel mir vorhin so ein und begeistert mich.
Gruss
Burgen
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nennmichdu am 20.03.2018 09:48Guten Morgen Nobse,
Ich denke das wir uns einig darüber sind, das der Christ, der Vergebung seiner Sünden empfangen hat, dadurch das er im Glauben Jesu Opfer am Kreuz für sich in Anspruch genommen hat (kann dieses Geschehen denn, was die Bibel als Wiedergeburt bezeichnet schon in der Säuglingstaufe stattfinden?) nun in Verantwortung steht, aus den individuell für ihn von Gott zugeteilten Gaben/Talenten das Beste zu machen.
Das er aber überhaupt erst etwas draus machen kann, macht eine Verbindung zu Gott, durch den heiligen Geist, nötig. Und die habe ich nun, oder ich habe sie nicht. Ich kann sie nicht mehr oder weniger haben. Nicht näher an Gott stehen oder weiter entfernt sein. Deswegen verdeutlicht die Rebe am Weinstock uns, das wir entweder nur mit Gott verbunden sein können, oder wir sind es nicht.
Und dort wo wir aus der Verbindung mit dem Weinstock dann Frucht bringen, wird Gott uns reinigen, das wir noch mehr Frucht bringen. Das wir dann zu Gott umkehren können , wo wir in Schuld gefallen sind, ist auch wider nur Gottes Güte zu verdanken, der uns zur Umkehr leitet.Und auch den Glauben können wir nicht aus uns selbst erzeugen, er ist Gottes Geschenk.
Wir sind dann zum Gebet aufgefordert, aber nicht die Menge Oder Intensität bestimmt unsere Nähe zu Gott.
Einen lieben Gruß
Thomas


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