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Pal

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Re: Bibelklar

von Pal am 03.04.2018 08:52

Cleo: Wie furchtbar wäre denn das Leben, wenn wir erlöst sind und trotzdem immer wieder verunsichert sind, ob wir am Ende wirklich erlöst sind oder ob wir das Heil verloren hätten. "Ich habe euch nie gekannt" heißt nicht "jetzt kenne ich euch nicht mehr."

Ja und Nein! Ich verstehe was du meinst und ich werde ja auch nicht von einem Hinundherschwanken gequält.
Das wäre wirklich der Hammer, wenn Christen nur in zitternder Ungewißheit dahinvegitieren müßten!
Nein, meine Sicherheit ist Jesus Christus!

Aber doch, muß ich mich selbstkritisch betrachten und kann damit nicht alle möglichen Risikos leugnen!
Da muß ich doch eine gewisse BALANCE halten, um eben nicht vom Pferd zu fallen!

Darum gibt es doch soviele Schriftstellen, die genau dies widerspiegeln. Ua=>

Phi 3:11 damit ich gelange zur Auferstehung der Toten. Phi 3:12 Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Phi 3:13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, was da vorne ist, Phi 3:14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu. Phi 3:15 Wie viele nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnt sein.

War sich Paulus nicht sicher, ob er von den Toten auferstehen wird? -
Mit so einer Unsicherheit hätte er doch alle göttlichen Versprechen vom Tisch gefegt!
Dennoch, war er noch nicht am Ziel, noch nicht vollkommen etc. und somit wurde es ihm zu einer Triebkraft um weiter zu "jagen"!

Genau da sehe ich die gesunde Balance, die mir leider sowohl beim Calvinismus als auch bei den Remonstranten / Arminianismus (der Gegenlehre) fehlt.

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Pal

67, Männlich

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Re: Bibelklar

von Pal am 03.04.2018 08:39

Cleo: Wir können unser Heil nicht mehr verlieren!

Ja, das ist übrigens einer der 5 Grundsätze des Calvinismus! =>

Wikipedia: Die einmal Geretteten werden gerettet bleiben. Es sei unmöglich, Gottes Gnade wieder zu verlieren (Röm 8,38-39, Joh 6,39). Diese „Beharrlichkeit“ wird mit dem Fachbegriff „Perseveranz“ bezeichnet.

Nun stimme ich dem insoweit völlig überein, das mit den Bibelstellen Gottes Perspektive sehr wunderbar deutlich wird. Dem Allwissenden wird niemals ein Schäfchen verloren gehen, das ist 100% sicher!

Doch nun gibt mir die Bibel an sehr vielen Stellen Hinweise darauf, wie ich, MENSCH, mit meiner beschränkten Perspektive mein eigenes Leben zu hantieren habe.
Und da wäre mir die von Nusskeks erwähnte Möglichkeit des "egoistischen Politiker-denkens" sehr naheliegend und schädlich.
Deshalb gibt es noch eine andere Perspektive, wo mir die Bibel sagt:

"Matthias, wache! Paß auf! Halte dich an Gottes Richtlinien! Weiche nicht ab! Falle nicht in Sünde!" etc.

Nusskeks: Keine Ahnung, wer da auf "verlieren" gekommen ist?

Liebe Nusskeks, ich denke diese Begrifflichkeit kommt direkt aus der Bibel =>
Off 3:11 ...halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme!

Kannst du deine Krone verlieren? Kannst du deinen geistlichen Schatz verlieren? Dein ewiges Leben?

Nusskeks: Das Heil ist doch kein Schlüsselbund! Wie stellt man sich das denn vor? Man wacht morgens auf und stellt fest des Heils verlustig gegangen zu sein? "Huups! Es ist weg!" ?? Das liest sich ja schon fast so, als ob einem das aus Versehen passieren könnte und ohne eigenes Zutun!

Da muß ich dir recht geben, das Heil verliert man nicht so "schwuppsdiwupps" - das ist der Prozeß eines Lebensstils wie sich die Problematik ua in folgendem Gleichnis findet =>

Luk 8:14 Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.

lG

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nusskeks

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Re: Bibelklar

von nusskeks am 03.04.2018 08:07

Die Verlierbarkeit des Heils ist ein großes Thema unter den Christen und wird es vermutlich immer sein. Mir erscheint dieses Thema, und das meine ich nicht böse, als sehr egoistisch. Dabei sind Christen gar nicht zum Egoismus berufen und was ist das dann auch für ein Zeugnis, wenn so viel Mühe investiert wird um das eigene Heil zu sichern? Liest sich ja dann fast wie der Machterhalt von Politikern. Die schauen auch immer wie weit sie gehen können, bevor das Volk sie abwählt.

Und was ist das für eine Wortwahl? Das Heil "verlieren"? Keine Ahnung, wer da auf "verlieren" gekommen ist. Das Heil ist doch kein Schlüsselbund! Wie stellt man sich das denn vor? Man wacht morgens auf und stellt fest des Heils verlustig gegangen zu sein? "Huups! Es ist weg!" ?? Das liest sich ja schon fast so, als ob einem das aus Versehen passieren könnte und ohne eigenes Zutun!

Ich bin der festen Überzeugung, dass die jenigen die tun wozu sie berufen sind, keine Angst davon haben müssen die Ewigkeit in Gottesferne verbringen zu müssen. Diejenigen, die nicht tun wozu sie berufen sind, haben auch keine Angst vor der Gottesferne.

nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Cleopatra
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Re: Bibelklar

von Cleopatra am 03.04.2018 07:46

Lieber Pal, und genau darum geht es mir.
Wenn wir den heiligen Geist haben, wenn wir erlöst sind, dann sind wir frei von jeder Verdammnis.
Wir können unser Heil nicht mehr verlieren.

Danke geli, dass du das nochmal geschrieben hast.

Wenn unsere Sünden vergeben sind, dann sieht uns Gott als sündlos an. Die Sünden sind im tiefsten Meer.

Wir sind seine Kinder.

Wie furchtbar wäre denn das Leben, wenn wir erlöst sind und trotzdem immer wieder verunsichert sind, ob wir am Ende wirklich erlöst sind oder ob wir das Heil verloren hätten.

"Ich habe euch nie gekannt" heißt nicht "jetzt kenne ich euch nicht mehr."

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.04.2018 07:47.

Pal

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Re: Bibelklar

von Pal am 03.04.2018 06:12

Liebe Geli, meinst du die Törichten hatten keinen Hl.Geist? Doch sie hatten Öl - das ist ja gerade das Erstaunliche. Aber eben nur in ihren Lampen und nicht in ihren Gefäßen. (Ich möchte meinen nur auf ihren Lippen, aber nicht in ihren Herzen.)

Geli: Wer aber wiedergeboren ist (die klugen), der ist gerettet und der kann nicht mehr verloren gehen.

Das ist meine große Frage! Könnte ich meine Wiedergeburt verlieren? - Was sagt die Bibel dir darüber?

lG

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geli
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Re: Bibelklar

von geli am 02.04.2018 21:14

Cleopatra: Und in seinem Wort steht man entweder im Buch des Lebens (und wird nicht verloren gehen, ist frei von jeder Verdammnis) oder eben nicht.

Pal: Was ist mit denen, die nicht überwinden?

Ich verstehe es so, dass diejenigen, die überwinden, damit unter Beweis stellen, dass sie den Heiligen Geist (das steht ja auch für "Öl") hatten und wiedergeboren waren.
Die "nicht überwunden" haben, hatten den Geist nie gehabt und waren auch nicht wiedergeboren - auch wenn sie vielleicht einer Kirche angehört hatten oder sich selbst für "Christen" gehalten hatten - solche "Namenschristen" gibt es ja nicht wenige... 

Genauso sehe ich es auch mit den "törichten" und den "klugen" Jungfrauen: Die törichten waren ohne Öl, ohne den Heiligen Geist, sie waren nicht wiedergeboren und deshalb kennt Jesus sie auch am Ende nicht.

Wer aber wiedergeboren ist (die klugen), der ist gerettet und der kann nicht mehr verloren gehen. Christus lebt durch seinen Geist in ihnen - und Jesus sagt ja: "Niemand kann sie aus meiner Hand reißen".

LG, geli

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Pal

67, Männlich

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Re: Bibelklar

von Pal am 02.04.2018 20:40

Ja, liebe Cleo, da gibt es immer die beiden Seiten von Pferd fallen -
Und beidesmal mischt dann der Feind mit...

Off 3:5 Wer überwindet soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens,

Was ist mit denen, die nicht überwinden? - Bleiben ihre Namen unaustilgbar?
Das gilt es mE auch in Betracht zu ziehen,,, eben beide Seiten!

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Cleopatra
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Re: Bibelklar

von Cleopatra am 02.04.2018 19:56

Wenn wir Gleichnisse und so sehen, müssen wir eben meiner Meinung nach die ganze Bibel im Blick haben.
Gott wiederspricht sich in seinem Wort nicht. Und in seinem Wort steht man entweder im Buch des Lebens (und wird nicht verloren gehen, ist frei von jeder Verdammnis) oder eben nicht.

Ich finde gerade in den Evangelien so viele Hinweise, die unsere Heilsgewissheit stärken, aber eben nicht schwächen.
Ich denke, die Schwäche ist eher Satans Werk, um uns zu verunsichern und "mundtot" zu machen.

Hier müssen wir eben immer sehen-gottss Wort wiederspricht sich nicht.

LG Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.04.2018 19:57.

Pal

67, Männlich

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Re: Bibelklar

von Pal am 02.04.2018 14:18

Ja, liebe Geli, ich stimme völlig mit dir überein!

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Bibelklar

von geli am 02.04.2018 13:46

Pal: Somit, was ist (aus dem Gleichnis) eindeutig "klar" für dich?

Ja, vielleicht kam das nicht gut rüber - eindeutig klar ist für mich, dass es "törichte" und "kluge" Christen gibt, und eindeutig klar ist auch, was mit den "törichten" am Ende geschehen wird: Jesus sagt zu ihnen, "Ich kenne euch nicht".
Die Tür ist zu, das Hochzeitsfest wird drinnen stattfinden, und die "törichten" werden draußen stehen.

Dass es so sein wird, ist allgemein klar - aber nicht klar ist für mich, bzw. ich kann/darf darüber kein Urteil abgeben, wer das im Einzelnen sein wird, bzw. wer das innerhalb der Gemeinde heute schon ist.
Mein Herz auf diese allgemeine Wahrheit hin prüfen - bzw. von Gott prüfen lassen - das kann/darf/muss ich nur für mich alleine tun, nicht aber für andere. 
Jeder ist hier für sich selbst vor Gott verantwortlich.

Dass Jesus hier Menschen anderen Glaubens anspricht, wie es vorher zitiert wurde - das glaube ich auch nicht. 
Jesus spricht von Menschen, die "ihrem Bräutigam" entgegengehen - "Bräutigam" ist er nur für Menschen, die seiner Gemeinde angehören. Das ist ein Bild, das ich eigentlich noch nie von Angehörigen einer anderen Religion gehört habe. 
Außerdem sprachen die "törichten" am Ende: "Herr, Herr, tu uns auf" - Menschen aus anderen Religionen nennen Jesus in der Regel nicht "Herr".
Er ist dort ein "guter Mensch", ein "Vorbild", ein "Prophet", ein "Wunderheiler", vielleicht auch noch ein "weiser Guru", aber nicht "Herr".

Jesus geht es in diesem Gleichnis darum, dass wir Christen uns selbst prüfen, bzw. Gott darum bitten, dass er es tut und uns zeigt, wenn wir auf falschem Weg sind.

Ich hoffe, es ist nun klarer geworden?  

LG, geli

 

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