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Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Burgen am 20.03.2018 09:49Hallo ihr Lieben,
möchte nochmal zum Anfang des Buches zurückkehren.
Da steht: Das Buch Hiob (IJOB)
Und das ist doch sehr interessant, wie ich finde. In englisch sprechenden Gebieten könnte jemand es so verstehen:
I (search) Job.
So jedenfalls durchsuchte ein späterer Pastor, der die Gnade Gottes in der inzwischen riesigen Gemeinde in Singapur predigt,
in jungen Jahren das Buch um Anleitung für einen Job.
Und mir fiel ein, dass es früher, vor etwa 200 Jahren einen lebhaften Briefaustausch zwischen Schiller und Goethe gab,
Von daher kann ich neu entdecken, diese Reden jeweils nebeneinander zu stellen.
Sozusagen gibt Hiob in K 1-3 die Einleitung, den Grund für den langanhaltenden Briefwechsel zwischen Hiob und seinen
drei Freunden.
Dies mündet dann zum Ende in den direkten Austausch zwischen Gott und Hiob.
Den wunderbaren Schluss lesen wir ab K 38. Gott fragt und Hiob antwortet.
In K 42 gibt Hiob die letzte Antwort an Gott und ab V 7 rechtfertigt Gott Hiob und stellt ihn ganz zum Schluss,
nachdem Hiob gehorsam Fürbitte für seine drei Freunde tat, wieder her und gibt ihm mehr als das, was er verloren hatte.
Ein wenig kann man dieses ganze Geschehen vielleicht auch vergleichen mit der Zeit des Volkes in Ägypten,
den Auszug aus Ägypten, die 40jährige Wüstenzeit und endlich das Gelobte Land unter Josua mit Kaleb einnehmen.
Aber zurück zu Hiob.
Ich finde es erstaunlich , was die Freunde für ausgefeilte Reden halten und die jeweiligen Antworte des Hiob dazu.
Würde man sie jeweils nebeneinander anstatt untereinander lesen, wäre der persönliche Gewinn und das Erstaunen
evtl. noch größer.
Ja, das fiel mir vorhin so ein und begeistert mich.
Gruss
Burgen
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nennmichdu am 20.03.2018 09:48Guten Morgen Nobse,
Ich denke das wir uns einig darüber sind, das der Christ, der Vergebung seiner Sünden empfangen hat, dadurch das er im Glauben Jesu Opfer am Kreuz für sich in Anspruch genommen hat (kann dieses Geschehen denn, was die Bibel als Wiedergeburt bezeichnet schon in der Säuglingstaufe stattfinden?) nun in Verantwortung steht, aus den individuell für ihn von Gott zugeteilten Gaben/Talenten das Beste zu machen.
Das er aber überhaupt erst etwas draus machen kann, macht eine Verbindung zu Gott, durch den heiligen Geist, nötig. Und die habe ich nun, oder ich habe sie nicht. Ich kann sie nicht mehr oder weniger haben. Nicht näher an Gott stehen oder weiter entfernt sein. Deswegen verdeutlicht die Rebe am Weinstock uns, das wir entweder nur mit Gott verbunden sein können, oder wir sind es nicht.
Und dort wo wir aus der Verbindung mit dem Weinstock dann Frucht bringen, wird Gott uns reinigen, das wir noch mehr Frucht bringen. Das wir dann zu Gott umkehren können , wo wir in Schuld gefallen sind, ist auch wider nur Gottes Güte zu verdanken, der uns zur Umkehr leitet.Und auch den Glauben können wir nicht aus uns selbst erzeugen, er ist Gottes Geschenk.
Wir sind dann zum Gebet aufgefordert, aber nicht die Menge Oder Intensität bestimmt unsere Nähe zu Gott.
Einen lieben Gruß
Thomas
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nobse am 20.03.2018 08:50Hallo Thomas,
Du widersprichst dir aber in der Folge, wenn du sagst:
Beide erwirtschaften nämlich aus eigenem Antrieb. Und derjenige, der sein Talent vergrub, erhielt hinterher gar nichts vom Herrn.
Es ist ein bedauerlicher Irrtum, anzunehmen, dass wir selbst nichts dafür zu tun hätten und auch gar nichts tun könnten, um eine enge Verbindung zu Christus zu erlangen.
Ja. Aber was bedeutet das denn ganz praktisch gesehen?
Auch das ist ein ganz bedauerlicher Irrtum. Die Verbindung zu Christus wird schon bei der Taufe hergestellt. Im Laufe des Lebens kann sie enger werden. Wenn der betreffende Mensch das will. Und Reinheit ist bei der Taufe/Bekehrung/Wiedergeburt nicht gegeben. Die wird erst erlangt in einem langen Prozess des Lebens in der Gemeinschaft mit Christus.
Noch ein Irrtum. Wer sein Talent vergräbt, also gar nicht betet, und nur Herr, Herr sagt, zu dem wird Jesus dann sagen: Hinfort mit euch, ich kenne euch nicht.
Du verharmlost die Möglichkeiten, die uns als Menschen gegeben sind, aus eigenem Willen und eigener Verantwortung Gott näher kommen zu können. Ganz sicher geht nichts ohne Gott, aber um zu ihm zurückkehren zu können, braucht es unsere Anstrengung genauso. Das möchten manche Leute nicht wahrhaben, so wie es auch bei dir der Fall zu sein scheint.
Herzlichen Gruß,
Nobse
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von Cleopatra am 20.03.2018 08:06Es ist wirklich schon lange her, dass ich auf einer evangelisierenden Veranstaltung war, aber bei uns in der Umgebung gibt es einige.
Liveline zB wird regelmäßig für Jugendliche organisiert (sehr evangelistisch) und jetzt zu Ostern lädt auch eine große Gemeinde alle zum großen Event Ostergottesdienst ein.
Ich denke, wenn ich als kleine Person nun evangelisiere, sollte ich mir auch Gedanken machen, wie wir es tun.
Ich stelle mir vor, dass man mir vom Fliegen mit dem Flugzeug erzählt.
"Es ist so schön, du fliegst über den Wolken, du siehst die ganze Landschaft von oben... aber natürlich gibt es auch bestimmte Sicherheitshinweise, weil es immer mal zu einem Absturz kommen kann, dann muss man folgendes tun....."
Anders wäre es so: "Wenn du fliegst, dann kannst du immer auch abstürzen und sterben. Aber dafür kannst du mal die Landschaft von oben sehen."
Versteht ihr, was ich damit meine und veranschaulichen will?
Das Leben als Christ gehört unmittelbar mit der Bekehrung zusammen ja. Aber wie jemand anderes schon sagte- das Pferd von hinten aufzäumen bringt auch nichts.
Zuerst muss ein Mensch doh verstehen, wie ekelig die Sünde ist und wozu sie hingeführt hat, dass wir eben von der Vergebung abhängig sind.
Und wenn wir das wirklich verstanden haben- dann wollen wir doch garnicht mehr wirklich sündigen, dann ist uns die Sünde doch auch nicht mehr egal, oder? Dann folgt der richtige Lebenswandel doch autonmatisch, weil wir uns mit Gottes Wort und demnach seinen Wünsche beschäftigen.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (43) Siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit ... Offb 1,18
von Burgen am 20.03.2018 08:03
Losung
Der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Jesaja 52,9
Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8
Hiob 19, 21-27
Johannes 16, 5-15
Wir haben's nicht erworben und, wahrlich, nicht verdient:
wir wären längsr verdorben, wie ein verloren Kind.
Du aber hast in Gnaden tahtäglich uns bewahrt,
hast auf den dunklen Pfaden, als Licht dich offenbart.
(BG: Arno Pötzsch)
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nennmichdu am 19.03.2018 20:21Hallo Hans,
was ich lediglich festgestellt habe und Paulus in Römer 7 am Ende auch nur darstellt, das der natürliche Mensch in sich das Gesetz des alten Adams wahrnimmt, was ihn - solange er noch Knecht der Sünde ist - zwanghaft immer wieder dazu verleitet, etwas zu tun, was seinem moralischen Empfinden eigentlich zu wider geht.
Aber du hast natürlich Recht, Paulus bleibt hier dann nicht stehen, bei dem "das Gute zwar wollen aber nicht vollbringen können", sondern fährt in Römer 8 fort aufzuzeigen, das wir nun als erlöste Christen, die wir die Vergebung unserer Sünden in Anspruch genommen haben, nun durch den heiligen Geist, der uns dann in der Wiedergeburt geschenkt wird, die Fähigkeit haben, die (bösen) Werke des Fleisches im Tode zu halten. Und wenn wir einmal sündigen, hier durch das Bekenntnis unserer Sünden nicht mehr verdammt zu werden.
Gruss
Thomas
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nennmichdu am 19.03.2018 20:13Hallo Nobse,
wenn ich davon sprach, das es nur darum gehen kann - dann auch als Rebe am Weinstock - mit Christus verbunden zu sein, dann liegt es nun weiterhin nicht an der mehr oder weniger intensiven Anstrengung der Rebe, ob und wieviel sie Frucht bringt, sondern es liegt allein daran, ob sie überhaupt vom Saft des Weinstockes - den heiligen Geist - versorgt und erreicht wird. Die einzige Aufgabe der Rebe, des Christen, ist dann nur noch in Jesus Christus zu bleiben. Am Weinstock zu bleiben. Wieviel Frucht dabei heraus kommt, liegt aber nicht in ihrem Vermögen. So wie dem einen Menschen in einem anderen Gleichnis zwei Talente gegeben sind, aus denen er vier Talente erwirtschaftete und dem anderen Menschen fünf Talente gegeben wurden, aus denen er weitere fünf dazu erwirtschaftete. Und so bringt der eine auch dreißig fältig, der andere siebzigfältig und der andere hundertfältig. Das liegt aber dann nicht an der eigenen Anstrengung, wieviel ich nun aus dem mache, was Gott indivuell mir an Gaben mit auf den Weg gibt. Nur das ich überhaupt etwas daraus mache, mit dem Weinstock dann als Rebe verbunden bleibe, liegt in meiner Verantwortung. Meine Talente nicht zu vergraben.
Die Verbindung mit Gott entsteht dann dort, wo ich überhaupt erstmal mit der Bekehrung/Wiedergeburt Vergebung meiner Sünden empfangen tue. Dort bin ich dann ganz rein. Ganz mit Gott verbunden. Und bedarf fortan nur noch der Fußwäsche, der Vergebung der täglichen Fehltritte.
Wenn ich weiterhin davon sprach sein selbstbestimmtes Leben aufzugeben, in der Buße, in der Hinwendung zu Gott, dann heißt dies nicht, das ich nun als Christ eine Marionette bin die von Gott ferngesteuert bin. Ich bin weiterhin mit meinem Willen gefragt in das einzustimmen, was ich - nun durch meine erneuerten Sinne im Wissen um Gut und Böse - jetzt - im Einklang mit Gottes Willen - für gut heißen tue.
Der Unterschied besteht nur darin, das ich als nichterlöster Mensch nicht anders kann und um nichts anderes weiß, als vorangig meine Bedürfnisse zu befriedigen und meinen Begierden zu folgen. Die den alten Adam in mir nun mal ausmachen. Das verstand ich unter dem selbstbestimmten Leben als Nichtchrist, der halt erstmal nur auf seinen Weg schaut.
Du schreibst weiter von einem immerwährenden Gebet, was in die Verbindung mit Christus und Gott führt. Hier aber führt uns kein Gebet hin, sondern nur Gott selbst. Wir können nichts dazu tun, überhaupt errettet zu werden, überhaupt die Verbindung mit Gott zu bekommen. Das ist allein sein Werk und seiner Gnade zu verdanken. Das wir ihn erkennen dürfen. Er beugt sich zu uns hinunter. Wir selbst können aus unserem Vermögen und unserer Anstrengung heraus nicht die verlorenen gegangene Beziehung zu Gott wiederherstellen.
Herzlichen Gruß,
Thomas
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias
von SMart am 19.03.2018 19:45Na, die liebe geli wies schon deutlich auf den gemeinsamen Versöhnungsauftrag der beiden Propheten hin.
Man könnte es dramatisieren:
Elia am Karmel stellte die Menschen vor die Entscheidung, sich zu Gott zu bekehren. Gottes Ruf galt dem ganzen Volk.
Johannes wies auf Jesus hin, was genau so dramatisch ist bzw. endet, wenn wir uns ihm nicht zuwenden. Auch sein Ruf meinte das ganze Volk, die Heiden inklusive.
Die Verbindung der beiden Gesellen wird in Lk1 noch deutlicher.
Die beiden Propheten jedenfalls sahen sich selbst nicht so groß, aber ihr Auftritt und ihr Auftrag waren es dafür umso mehr.
Re: Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias
von pray am 19.03.2018 19:10Halli hallo,
wollte euch eine Antwort von einer anderen Christin mitteilen.
Sie brachte auf den Gedanken, dass Johannes ja der Größte unter den Propheten lt NT war, den wertvollen Einschub, dass Elia ja nach Mose der größte (auch von seiner Wirkweise) im AT war. Das sieht man daran, dass Mose und Elia bei der Verklärung Jesu auf dem Berg waren.
Re: Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias
von pray am 19.03.2018 14:39Vielen Dank fürs Mitdenken.
Weiß auch noch nicht, Geli, ich sammel erstmal alles zusammen.
Ja, das steht so in Lk. 7,28 (ergänze ich mal mit der Bibelstelle). Das verstehe ich so, weil von ihm im Geist Gottes vorhergesagt wurde, dass er dem Herr vorangehen wird und seinen Weg bereitet und Seinem Volk die Erkenntnis des Heils in der Vergebung der Sünden gibt. (steht so in Lk. 1,76-77)
Er predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden (Lk. 3,3) und kündigte klar den Herrn Jesus an. (z.B. Lk. 3,4.6)
Ich wüsste nun ad hoc keine Stelle, in der die AT-Propheten so klar einen Heilsweg genannt haben, der über das Halten der Gebote hinaus ging.
Aber trotzdem ist bei mir noch immer nicht der Groschen gefallen, warum ausgerechnet die Kraft und der Geist Elias mit Johannes dem Täufer verglichen wurde. (Das kann doch z.B. nicht an den Ähnlichkeiten der Kleidung liegen?) Die anderen Propheten des Alten Bundes hatten doch auch einen großen Geist und Kraft.

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