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Re: Gottes Willen tun?
von solana am 27.11.2017 11:05Nochmal zu den Diskussionen um "Gesetzlichkeit" unter Christen.
Dabei geht es in der Regel ja nicht um die 10 Gebote - ob die befolgt werden sollten oder nicht. Darüber sind wir uns doch alle einig, denke ich.
Wie Geli schon schrieb:
Und es kann eben leicht Streit um die Interpretation dieser Gesetze geben.
Die jüdischen Rechtsgelehrten haben ja sehr viele Ausführungsbestimmungen dazu erlassen und darüber diskutiert....
Auch heute noch gibt es genügend Streitpunkte - ich erinnere mich zB mal von der Streitfrage gehört zu haben, ob man am Sabbat einen Lichtschalter betätigen darf, oder ob das unter "Arbeit" fällt, die nicht getan werden darf ......
Hört sich für uns jetzt vielleicht sehr kleinkariert an.
Aber ich habe es auch schon erlebt, dass Christen sehr verbissen über das streiten können, was "noch erlaubt" ist und ab wann etwas unter ein Verbot fällt ....
Und dabei geht es meist nichtum die 10 Gebote selbst, sondern um alles, was im NT steht und auch im AT (die Opfergesetze ausgenommen).
ZB wird aus vielem, was Paulus an Ermahnungen an die Gemeinden schreibt, eine Art "Gesetz" abgeleitet und an der Einhaltung dessen "geprüft", ob es jemand wirklich ernst meint mit dem Glauben.
Ich erinnere mich bspw an heisse Diskussionen darum, ob die Frau ihr Haupt bedecken muss in der Versammlung.
Ein anderes - jetzt gerade wieder ganz aktuelles Beispiel ist Weihnachten.
Es steht nirgends in der Bibel, dass dieses Fest von Gott eingesetzt wurde und es wird von vielen mit einer völlig falschen Einstellung gefeiert; Nun kann man natürlich alle verurteilen als "Götzendiener" (wie im Parallelthread geschehen), die Weihnachten feiern .....
Wie immer wieder aus den Briefen des NT zu ersehen ist, gab es auch damals schon die Bestrebungen, feste Regelgeflechte zu erstellen, an die sich jeder halten muss, wenn er wirklich dazu gehören will, zB:
Kol 2, 20 Wenn ihr nun mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt:
21 »Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren« –
22 was doch alles verbraucht und vernichtet werden soll. Es sind menschliche Gebote und Lehren.
23 Diese haben zwar einen Schein von Weisheit durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, dass sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch.
Aber wir Menschen sind halt so.
Wir verbeissen uns oft in Äusserlichkeiten, die uns eine Scheinsicherheit geben und uns bestätitigen, dass wir alles "richtig" gemacht haben und wie gut unser Glaube ist. Und mit deren Hilfe wir auf andere herabsehen und sie verurteilen können.
Das ist natürlich nicht zwangsläufug so, wenn man versucht, sich an alles zu halten.
Aber die Gefahr besteht. Und man rutsch um so leichter da hinein, je mehr "Lasten" man sich selbst dadurch auferlegt, um so weniger kann man es ertragen, wenn andere unbeschwerter leben ....
Ich denke, dass auch diese Last der religiösen Vorschriften (und der Verurteilung dadurch) mit gemeint war, als Jesus rief:
Mt 11,28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Gottes Segen über alle Welt - Psalmen - Lieder u. Gebete
von Burgen am 27.11.2017 11:01Liedvers zur heutigen Losung, die mir besonders gefällt , heute
Dein Wort, Herr, nicht vergehet, es bleibet ewiglich, so weit der Himmel gehet, der stets beweget sich;
dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit gleichwie der Grund der Erden, durch deine Hand bereit'.
(Cornelius Becker)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (41) Herr, lehre uns beten ... Lukas 11,1
von Burgen am 27.11.2017 10:54Losung
Der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat die Erde darauf gesetzt. 1.Samuel 2.8
Gott hat den Sohn eingesetzt zum Erben über alles,
durch den er auch die Welt gemacht hat.
Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens
und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort. Hebräer 1,2-3
Hebräer 12,18-25
1.Thessalonicher 5,1-11
Überlegung
Was bedeutet es, Grundfesten des HERRN? Und worauf hat er die Erdkugel samt Universum draufgesetzt?
Und auch:
Abglanz Gottes Herrlichkeit? Sowie Ebenbild des Wesen Gottes zu sein.?
Wir sind ja auch geschaffen als Ebenbild Gottes ....
Und dann:
Das Wort - sein Wort (zwischen Buchdeckeln in 66 kleine Büchlein verpackt) trägt? alle Dinge.
Das Wort ausgesprochen, angewendet, ist derart kräftig, dass es ... tut.
Ich finde, dieser Text heute gibt grossartig Spielraum für Gedanken, Vorstellungen anhand der Schrift für
das tägliche und besondere Leben sowie heilsam für den ganzen Leib, Seele und Geist in umgekehrter Reihenfolge.
Gott segne uns durch dieses Dynamit seines Wortes.
Re: Was ist der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretation?
von Cleopatra am 27.11.2017 07:59Also hierzu möchte ich unbedingt noch etwas sagen, weil solche Aussagen und Mentalitäten immerwieder vorkommen:
Es ist leicht, die "Schuld" abzuweisen, sich als Held zu fühlen, weil man ja "wegen der Wahrheit" gehasst oder milder ausgedrückt nicht gemocht wird. Fühlt sich weitaus besser an als die Wahrheit- nämlich dass es garnicht an der "Wahrheit" liegt, sondern am eigenen Auftreten.
Manche Menschen sogen durch ihr unfreundliches und sofort verurteilendes Auftreten dafür, dass man Abstand zu ihnen hällt. Das hat aber nichts mit der Wahrheit zutun, und auch in diesem Thema hat jeder selbst die Verantwortung und muss die "Schuld" nicht abschieben.
Das nur allgemein, weil mir dieser Satz gerade aufgefallen ist. Nicht nur auf dich elisha gemünzt. Aber das fällt mir immerwieder auf bei Menschen, die sich gerne als "Helden" sehen.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Was ist der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretation?
von Cleopatra am 27.11.2017 07:53Na, das ist ja mal ein Auftreten hier, liebe elisha,
kann es sein, dass du schonmal mit einem anderen Nicknamen hier warst? Ich erinner mich an einen User, der auch so vehement gegen Weihnachten geschrieben hat.
Einmal kurz eine Erklärung zum Thema Diskussionsforum: Es dient nicht dazu, "auszuteilen"; sondern zu diskutieren und auf Augenhöhe über unterschiedliche Meinungen sich auszutauschen.
Wenn ein Thread vorhanden ist, dann bespricht man in diesem Thread das Thema der Überschrift und kein anderes.
In diesem Thread hier geht es über das Thema "der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretationen".
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von SMart am 27.11.2017 04:49... David.
(Das ist sehr anmaßend von mir, aber ich mag den Kerl dahinter.
Und doch haben mir meine Eltern einen wunderbaren Namen gegeben!)
Diese biblische Frau in der Bibel bewundere ich am meisten ..., weil ...
Re: Gottes Willen tun?
von solana am 26.11.2017 22:18Liebe Burgen, was du schreibst, erinnert mich an diese Stelle:
Gal 4, 1 Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, ist zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr ist über alle Güter;
2 sondern er untersteht Vormündern und Verwaltern bis zu der Zeit, die der Vater bestimmt hat.
3 So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir geknechtet unter die Mächte der Welt.
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
5 auf dass er die, die unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Kindschaft empfingen.
6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Zuerst kommt der Gehorsam, auch wenn es einem manchmal gegen den Strich geht.
Und dieser Gehorsam mündet immer mehr in die Liebe, je mehr Erfahrungen wir mit Gott machen und darin wachsen.
Dann tun wir das Richtige nicht mehr, weil es halt so in den Geboten steht, sondern aus Liebe. Aus der Liebe, die er selbst uns schenkt.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Gottes Willen tun?
von Burgen am 26.11.2017 21:29Vielleicht kann ich einen Versuch starten?
Früher lernten wir die beiden Tafeln auswendig. Das kann dann helfen in besonderen Situationen an das eine oder andere
Gebot zu erinnern. Und das ist gut und kann helfen, so wie pray beschrieb.
Es kann auch dazu führen, mitten im Satz inne zu halten, weil vielleicht Rechthaberei oder negative beleidigende Worte
in aufgebrachter Weise aus dem Munde käme.
Das sind, glaube ich schon 2 Gebote ...
Und so wie ich das gerade verstehe, schenkt Jesus durch den Geist Gottes, Kraft "gehorsam" zu sein.
Man könnte auch sagen, so sieht die "Liebes - Erziehungs - Schule" Gottes aus.
Da hat dann Ehebruch, Lüge, usw keinen Platz mehr.
Gruß
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Was ist der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretation?
von Burgen am 26.11.2017 21:10Hallo Elischa,
eine recht seltsame Einführung von dir mit uns im Forum in einen Austausch einzutreten.
Du hast dich nicht einmal vorgestellt.
Ich frage dich daher auch, was willst d u uns mit deinen Texten mitteilen?
Nimmst du Anstoß an all unsere Gedanken zu den Themen hier im Forum?
Was oder wie sollten wir unsere Gedanken zu den Bibelstellen und dem Leben formulieren?
Fragen über Fragen.
Doch du hast ja schon sogleich "ade" gesagt ...
Gruß
Burgen
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Gottes Willen tun?
von geli am 26.11.2017 19:45Dabei geht es oft um die Frage, ob wir die 10 Gebote "halten müssen" - wo wir doch aus Gnade und aus Glauben gerettet sind. Oft werden dann die Leute, die "pro" Gebote sind, als "gesetzlich" gebrandmarkt, als "Pharisäer" betitelt.
Viele meinen, die "Gebote" hätten für uns neutestamentliche Christen keine Bedeutung mehr. Nur Glaube und Gnade zählen...
Hast Du noch nie mit Menschen gesprochen, die in Missverständnissen über diese Frage gefangen waren?
LG, geli


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