Neueste Beiträge
Erste Seite | « | 1 ... 2831 | 2832 | 2833 | 2834 | 2835 ... 6912 | » | Letzte
Die Suche lieferte 69118 Ergebnisse:
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von oldlangsyne am 08.09.2017 17:08Mit der "moralischen Schiene" würde ich auch nicht kommen wollen. Ich frage mich nur, ob das geistliche Leben in Ordnung bzw. existent sein kann, wenn man andererseits auf so unordentliche Art lebt. Gastfreundschaft kann ja hier kein Thema mehr sein.
Danke auch, @Burgen, für Dein Schreiben! Ja, kraft- und energielos trifft es schon. Allerdings nur in Bezug auf die eigenen vier Wände. Draußen sprüht dieser Mensch vor guter Laune und Lebenslust. Oder eben ich habe was übersehen.
Und für mich bleibt dennoch, dass Gott ein Gott der Ordnung ist und eben des Friedens.
Ich hoffe, Er wirkt an seinem Herzen.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von Burgen am 08.09.2017 16:38Ein interessantes Themengebiet.
In der Bibel mag das unordentliche Leben vielleicht von Trunksucht, nicht arbeiten wollen, Witwen ausnehmen oder so, gemeint sein.
In unserer Zeit gibt es manchmal TV -Sendungen, in denen Menschen gezeigt werden, die unter den Begriff "Messie" fallen.
Eine andere schlimme Entwicklung unserer Zeit, ist das animal hording.
...
Was ist das gemeinsame, in meinen Augen.?
Ursprünglich meinten diese Menschen es gut, jedenfalls diejenigen, die dies oder jenes Tier retten wollten,
oder einige wunderschöne Puppen, Steifftiere, alte Eisenbahnen usw. retteten, sammelten.
Wobei retten wollen sicher etwas anders ist als einfach nur sammeln wollen.
Und dann irgendwann ist das Haus , die Wohnung voll.
Und die Spirale beginnt. Alles wächst über den Kopf.
Kommt eine seelische Belastungsstörung hinzu, ist das Chaos perfekt.
Diese Menschen sind innerlich zerbrochen. Vielleicht sind sie innerlich blind geworden.
Auf jedenfall kraft-u. energielos.
Die Menschen der Tv-Sendungen hinterlassen jedenfalls diesen Eindruck.
Und ja. Das kann in den besten Familien eintreten, wie auch in einer Gemeinde.
Besonders dann, wenn untereinander kaum vernetzte freundliche Kontakte entstanden sind.
Auf der anderen Seite halte ich dies alles für ein Symptom unserer Zeit.
Nämlich Vereinzelung tief im Herzen.
Und Jesus? Er schützt evt. gerade so einen, kranken und verlassenen, Menschen davor, Selbstmord zu begehen.
Die Statistik zeigt auf, dass besonders Männer selbstmordgefährdet sind.
Und doch müsste das alles nicht so enden.
Zumindest bei uns kommen jedes Jahr unterschiedlich Handwerker in die Wohnung, sei es die Therme zu reinigen, sei
es Strom und Gas abzulesen, oder der Schornsteinfeger.
Wir jetzigen Christen leben nicht unter dem Gesetz.
Und auch im alten Bund waren die Gläubigen dazu aufgefordert,
Gott zuerst zu lieben
den anderen zu lieben - wie sich selbst zu lieben.
Das würde bedeuten, die Gemeinschaft, die Beziehungen untereinander und zueinander
durch Gnade Jesus heilen und wiederherstellen lassen.
Nicht nur in Gedanken, sondern in Tat.
Das ist sicherlich nicht so einfach, besonders, weil jeder eine ganz eigene Komfortzone hat 
Gruß
Burgen
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von solana am 08.09.2017 16:04Ok, und was, wenn sich derjenige nicht helfen lassen mag? Und wie gesagt Christ ist?
Dann wird es wohl schwer, Oldlangsyne, jemandem gegen seinen Willen zu helfen, geht kaum und jemanden gegen seinen Willen dazu zu bringen, Dinge wegzuwerfen, geht wahrscheinlich auch nur mit Gewalt-Anwendung
.Ich denke, ein erster Schritt wäre vielleicht, ihn erst mal überhaupt dazu zu bringen, zu erkennen, wo sein Problem genau liegt.
Und wenn das Wegwerfen zu schwierig ist, dann vielleicht mal als Zwischenlösung versuchen, immer nur dann etwas Neues zu kaufen, wenn man dafür Platz geschaffen hat, also sich von etwas Altem getrennt hat - also zB nur dann eine neue Zeitung mit in die Wohnung zu nehmen, wenn man dafür eine von den alten in den Altpapier-Container wirft - so hat man nicht wirklich etwas "weniger" durchs Wegwerfen, sondern nur etwas Altes durch etwas Neues ersetzt und damit immer noch genau so viel wie vorher.
Und mit der Zeit fällt dann das Wegwerfen vielleicht leichter.
Oder eine andere Möglichkeit: man kann mit vielen Dingen, die man nicht mehr wirklich braucht, auch sehr viel Gutes tun, ohne dass sie direkt weggeworfen werden müssen. ZB als Kleiderspende an eine soziale Einrichtung. Der Gedanke daran, dass man etwas Gutes tut, indem man etwas weggibt, erleichtert sicherlich die Trennung von den Dingen.
Ich würde eher nicht über "die moralische Schiene" argumentieren, zB dass man als Christ kein messie sein darf oä.
Das schafft nur zusätzlichen Druck und hilft nicht, meine ich.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von oldlangsyne am 08.09.2017 15:47Solana, herzlichen Dank für Deine Gedanken dazu.
Auf diesen Zusammenhang mit dem inneren Nicht-Loslassen-Können bin ich noch gar nicht gekommen. Stimmt, es geht hier tatsächlich nicht nur um die sichtbare Unordnung im Äußeren.
Ok, und was, wenn sich derjenige nicht helfen lassen mag? Und wie gesagt Christ ist?
Solch ein Mensch wird sich auch schwer von Gott helfen lassen, denk ich. Die innere Bereitschaft auch hier zur Umkehr sollte doch zuvor da sein. Nur eben, wie geht das zusammen mit dem Glauben? Solches Festhalten an viel zu vielen Dingen. Würde Jesus da auch sagen, "Geh und verkaufe, was du hast...."? Oder wäre das zu brutal?
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von solana am 08.09.2017 15:18Hallo Oldlangsyne
Ich denke, Messietum ist ein Phänomen unserer modernen Gesellschaft, bei dem es nicht in erster Linie darum geht, dass der Betroffene nicht fähig ist, Ordnung zu halten.
Es kommen vielmehr 2 fatale Fakten zusammen: Unsere moderne Wegwerfgesellschaft, die auf der Basis funktioniert, dass alle immer das "Neueste" haben wollen und das Alte nach kurzer Zeit wegwerfen einerseits und andererseits die Unfähigkeit, sich von irgendetwas zu trennen, auch wenn es völlig nutzlos ist auf Seiten des Messies andererseits.
Messies horten auch das, was andere als "Abfall" ansehen: leere Joghurtbecher, Altpapier usw, man könnte es ja vielleicht irgendwann einmal doch noch brauchen, und dann ärgert man sich, dass man es weggeworfen hat ..... 
Eine Zeit lang geht das sicher gut ..... aber irgendwann ist die Wohnung dann so vollgestopft und zugemüllt, dass selbst bei bestem Willen keine Ordnung mehr zu halten ist .... und dann gibt ein Messie eben auf und lässt alles laufen.
Das eigentliche Problem ist aber nicht seine Unordentlichkeit, sondern die Unfähigkeit, etwas wegzuwerfen bei gleichzeitig ungebremster Neuanschaffung ....
Auf der anderen Seite zu deiner Frage: Ich denke schon, dass äussere Unordnung etwas mit innerer Unordnung zu tun hat, bzw äusseres nicht-wegwerfen-Können auch mit einem inneren nicht-loslassen-Können zusammenhängt.
Sicherlich nicht pauschal immer gleich gelagert, aber ich denke, da gibt es Zusammenhänge.
Und wenn man etwas im Äusseren bewirken will (nachhaltig), dann ist es am effektivsten, zuerst an den inneren Barrieren zu arbeiten, die verhindern, dass man sich zB von nutzlosen Dingen trennt.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung dazu.
Und ich würde mich nicht von einem Messie zurückziehen, weil er vielleicht auch "innere Unordnung" hat, sondern versuchen, ihm zu helfen - falls er bereit ist, sich helfen zu lassen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von oldlangsyne am 08.09.2017 14:56Hallo liebe Foristen,
ich mache mir gerade Gedanken zu 1. Korinther 14, 33. Dort steht "Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.".
Darin ist ja so viel enthalten, z.B. dass Gott Ordnung und Frieden zusammen sieht und dass da, wo der Frieden nicht ist, wohl auch Unordnung zu finden ist. Ich persönlich gehe davon aus, dass hier nicht "nur" die Ordnungen Gottes gemeint sind, im Sinne von Gesetz und Anweisungen etc.
Diese Zeilen kann man sicher auch ganz wörtlich nehmen und schauen, wie es bei jemandem zu Hause aussieht. Das bringt mich zu der Frage, ob das zusammengeht, dass jemand ein Christ ist und aber wie ein sog. Messie lebt (um mal das krasseste Beispiel zu nehmen). Eine vorübergehende Unordnung wegen Krankheit und dabei noch Kleinkinder zu Hause ist jetzt nicht gemeint.
In 2. Thessalonicher 3, 7 liest man davon, dass man sich zurückziehen soll von jedem Bruder, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die er empfangen hat. Ist dies eher "geistlich" gemeint? Und kann man das überhaupt trennen?
Wie seht Ihr das?
LG,
Oldlangsyne
Re: Briefabschlüsse
von solana am 08.09.2017 12:31Die Gewohnheit des Küssens ist, je nach Kultur, sehr unterschiedlich.
Wir Deutschen, die sich nur die Hand geben zur Begrüssung, wirken auf Menschen aus einer "Kuss-Begrüssungskultur" sehr distanziert und eher kalt.
Umgekehrt können wir Deutsche es uns kaum vorstellen, dass nichts Sexuelles mitschwingt, wenn sich (fremde) Männer und Frauen mit Küsschen begrüssen .....
Das muss man mit im Hinterkopf haben, wenn man überlegt, ob Paulus damals gemeint haben könnte, dass auch Männer und Frauen sich küssend begrüssen sollten.
Als Beispiel, wie man anderswo küsst - und wie man als Deutscher da ins Fettnäpfchen treten kann - hier ein amüsanter Beitrag zum Küssen in Frankreich:
https://www.treffpunkteuropa.de/Kussen-will-gelernt-sein,04702
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?
von solana am 08.09.2017 12:20In den Psalmen steht eine Bitte:
Ps 19,13 Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!
Dahinter steckt eine wichtige Erkenntnis: Wir fehlen oft, ohne es zu bemerken.
Und es gibt auch Sünden, bei denen es uns so halb bewusst ist, wir ein ungutes Gefühl dabei haben ..... und wenn wir dann da dran bleiben, dann erkennen wir später, wo genau der Hase im Pferffer lag, zB dass wir aus einer falschen Motivation heraus gehandelt haben, uns vielleicht selbst etwas vorgemacht haben, was für gute Absichten wir damit hatten - und merken dann, beschämt, dass da auch sehr "unedle" Motive beteiligt waren, vielleicht sogar überwiegend ....
Wer sich dessen nicht bewusst ist - dass er auch fehlt, ohne es zu merken und dass er "verborgene Sünden" hat - der verschliesst sich auch der Aufdeckung und Korrektur.
Diese Aufdeckung ist ein erster, ganz wichtiger Schritt, um zu einer Änderung zu kommen.
Und diese Änderung ist nur dann wirklich effektiv und eher dauerhaft, wenn sie ander "Wurzel" passiert, dh an der Motivation.
Zu erkennen, warum man etwas falsch gemacht hat und dann diesen Grund zu ändern, ist viel effektiver als sich selbst unter Druck zu setzen und sich zu sagen: "Das ist verboten, das darf ich nicht .... und jetzt habe ich es schon wieder getan ....."
Auf diese Weise gewinnt die Sünde erst recht an Macht, weil das Verbotene naturgemäss um so mehr reizt, so wie Paulus es in Röm 7 anschaulich beschreibt: Röm 7,6 Denn ich wüsste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2. Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!« 8 Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden jeder Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.
Ein Leben ohne Sünde und im Gehorsam gegenüber Gott wäre also ein ständiger Kampf gegen die durch die Verbote geweckten Begierden .... ein Kampf, den wir eigentlich nur verlieren können: 14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. ... 18 Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
Nun bietet uns Gott aber eine andere Lösung an: Er beschenkt uns zuerst mit seiner Fülle - mit der Fülle dessen, wonach unser Herz sich in Wirklichkeit seht, stillt so unseren Durst.
Und lässt uns erkennen, was uns wirklich fehlt/gefehlt hat.
Satte und zufriedene Menschen sind dann nicht mehr (oder wenigstens viel weniger
) anfällig für Verlockungen, die nur einen minderwertigen Ersatz bieten können, trotz aller Versprechungen.
Wer erkannt hat, dass hier die wahre Quelle des Lebens ist, der kann auch erkennen, dass die "rissigen Zisternen" die uns die Welt anbietet, kein lebendiges Wasser geben können.
Und wer erfahren hat, wie in der Quelle des Lebens sein Duirst gestillt wird und er zu wahrem inneren Frieden findet, der ist viel weniger anfällig für falsche Verlockungen und der sucht auch nicht mehr nach der Fülle - denn er hat sie gefunden!
Ist unser Gott nicht wunderbar?!
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Briefabschlüsse
von Burgen am 08.09.2017 12:16
Kuss
Diese gewöhnliche Art der Begrüßung zwischen Angehörigen wird durch die Anwendung in der Versammlung geheiligt.
Fünf der Briefe enden mit der Ermunterung, einen anderen mit heiligem Kuss der Liebe zu grüßen
(Röm 16,16; 1.Kor 16,20; 2.Kor 13,12; 1.Thess 5,26; 1.Petr 5,14).
Als Paulus Abschied von den Ältesten von Ephesus nahm, weinten sie sehr und fielen ihm um den Hals und küssten ihn.
Die Erlaubnis, die Hand eines Vorgesetzten zu küssen, ist ein Zeichen der Ehre.
Die Heiden küssten ihre Götter (1.Kön 19,18; Hos 13,2).
Im Fall eines weit entfernten Gegenstandes der Anbetung wie der Sonne und dem Mond, küssten sie die Hand
(Hiob 31,26.27).
Das häufigste griechische Wort für "Anbetung" ist im N.T. ........von ....."küssen".
Könige und Fürsten der Erde werden aufgefordert, des Sohn, also den Herrn Jesus, zu küssen, wenn er seine Herrschaft antritt,
damit er icht zürnt und sie umkommen (Psalm 2,12).
(abgeschrieben aus dem Bibel-Online-Lexikon)
Re: Bücher und Kaffeeflecken
von Merciful am 08.09.2017 11:07Es ist etwa ein Jahr vergangen seit der ersten Anwendung.
Bisher gibt es keinerlei Anzeichen für Löcher.
Ich werde Wasserstoffperoxid daher auch weiterhin verwenden.
Jene Internetseite macht auf mich auch einen zuverlässigen Eindruck.
Falls in 10 Jahren Löcher auftauchen sollten, kann ich die Bücher ja dann entsorgen.
Dann habe ich immerhin 10 Jahre lang mit diesen Büchern arbeiten können.
Merciful


Antworten
