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Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von Henoch am 13.09.2017 16:54Hallo Burgen,
ich will nicht im Streit gehen, deshalb gehe ich jetzt, nicht später. Der Grund ist nicht eine bestimmte Person, sondern etwas anderes.
Ich denke, die Diskussionen werden am meisten dadurch verwirrend, weil die Motive des Schreibers ständig hinterfragt werden und dann geht es recht psychologisch und emotional darum, ob man etwas so oder besser so oder gar nicht schreiben sollte, statt sachlich um das Thema. Dabei wird nicht selten unterstellt, dass jemand nur Recht haben will und das wird gleichgesetzt damit, dass derjenige der Meinung sei, alles andere sei falsch. Es wird betont, dass statt dem Wort die Beziehung zum Herrn wichtiger wäre (dabei ist das Wort und der Herr so eng verbunden, dass er sagt: "Ich bin das Wort"). Wenn jemand "pingelig" in der Schrift forscht, dann, so heißt es, ist er ein Wortklauber und Besserwisser und es bedeutet auch automatisch, dass er andere Meinungen nicht gelten lassen würde. Nun. Wie oft hat Thomas und ich gesagt: "Jeder prüfe aber alles und das Gute behaltet". Das bedeutet eben nicht, nicht im geringsten: Nehmt unsere Meinung an.
Was die "richtige Kommunikation" betrifft, da gilt aber sehr wohl nur eine einzige Meinung.
So ist jedenfalls mein Eindruck.
Deshalb nicht böse sein. Ich mag nicht weiter in solchen Threads lesen, geschweige denn mitschreiben. Das ehrt den Herrn nicht, wenn wir uns "fetzen".
Ich denke, ich mache zumindest längere Zeit Pause.
Henoch
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von Burgen am 13.09.2017 16:16Hallo Henpch,
das ist seh schade, dass du dich vermutlich auf meinen Beitrag bezogen abmelden willst.
Die von dir eingestellte Seite ist wertvoll.
Sie liest sich gut, und hinterher weiss man immer noch welches Thema war.
Doch hier ist es seit längerer Zeit so, dass jeder Satz hinterfragt wird.
So kommt es, dass zu einem Thema es plötzlich viele andere Themen gibt.
Und dann wird gesagt, die Bibel legt sich mit Bibelsprüchen selbst aus.
Das ist natürlich grundsätzlich richtig, denn Gott ist, war und wird sein, immer derselbe.
Doch jeder von uns befindet sich woanders in seinem Glaubensstand.
Da ist es wenig hilfreich, jeden Satz auseinander genommen wieder mit anderem, vermutlich besseren
Gedanken geliefert zu bekommen.
Und so weiß man längst nicht mehr, worum es eigentlich ging.
Schon im vergangenen Jahr stiegen immer wieder einige der wenigen Schreiber aus so einer zerpflückenden Diskussion aus.
Und das ist doch schade.
Es sollten sich doch viel mehr Mitglieder trauen können, oder?
Burgen
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von solana am 13.09.2017 16:09Hier wird gerichtet und zwar das, was man nicht richten darf und dabei gegen das protestiert, was man darf, nämlich das Wort Gottes erörtern.
Tut mir leid, Henoch, ich kann das nicht nachvollziehen, wo hier jemand über einen anderen richtet.
Hier ist doch ganz allgemein formuliert worden, nicht auf irgendwen speziell, der zu verurteilen wäre.
Es sind allgemein Missstände beklagt worden und Tendenzen und es ist bedauert worden, dass manches in den Hintergrund getreten ist oder fehlt.
Und es wurde als "Meinung" formuliert, dh so wie derjenige, der es geschrieben hat, es sieht - nicht mit der Drohkeule in der Hinterhand: "wer eine andere Meinung hat als ich, kann kein echter Christ sein!"
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von Henoch am 13.09.2017 15:20Ich bin jetzt an einen Punkt angelangt, wo ich mich abmelden werde.
Hier wird gerichtet und zwar das, was man nicht richten darf und dabei gegen das protestiert, was man darf, nämlich das Wort Gottes erörtern.
Woher wisst ihr, welche Motive jemand hat, wenn er widerspricht? Woher wisst ihr, ob jemand Recht haben will, oder etwas nur präzisieren will?
Ihr merkt gar nicht, wie arg das ist.
Nun stelle ich eine Zusammenfassung ein, was "richten" bilisch alles ist, was man "richten" muss, und was nicht.
http://www.was-christen-glauben.info/liebe-und-beurteilen/
Und ich melde mich ab, ich kann einfach nicht mehr so weitermachen.
Henoch
PS: bitte meldet Ihr mich ab, ich finde nicht, wie das geht.
Re: Bibelklar
von Pal am 13.09.2017 14:45Der zweite Teil ist da:
Meine charismatischen Fehler 2.Teil
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von Burgen am 13.09.2017 13:21Genau, angel121.
Das ist d e r Punkt. Am liebsten pressen die Menschen anderen Menschen Gesetze und Forderungen auf. Oder liberalisieren soweit, dass niemand mehr weiss worum es eigentlich geht. Denn glauben kann man viel, sogar wenn davor das Wort Jesus steht.
Wenn die Worte der Weisheit und Gnade ihre Kraft verliert, braucht man sich nicht darüber Wundern, wenn manch ein wunderschönes Gotteshaus anderen Interessen zugeführt wird.
Es wäre an der Zeit, den lebendigen Jesus wieder in das Leben der Menschen zu bringen.
Paulus warnt ja auch davor, zu viel diskutieren bringt nicht zu Jesus.
Er sagt es natürlich anders.
Gruß
Burgen
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von angel121 am 13.09.2017 11:52@solana
Den von Dir geposteten Satz lese ich immer mit demjenigen davor.
Wie viele Christen verbringen mehr Zeit mit dem Rest der Bibel statt sich mit den Reden Jesus Christus in den Evangelien eingehender zu befassen. Man kann sein Glaubenshaus auf Sand bauen, oder auf Fels. Ich finde, dass Jesus Christus Worten immer weniger Wert beigemessen wurde/wird, seit die Kirchenoberen sich das Christentum in frühern Jahrhunderten (Konzilen) zu eigen machten und bestimmten, welche Bücher als kanonisch zu gelten haben und welche nicht.Ob diese im Besitz der Wahrheit waren, oder in der Erkenntnis Gottes kann glauben wer will.
Ich gehe davon aus, dass Paulus hier mit Obersten dieser Welt, Hohepriester und die Angehörigen des Hohen Rates meinte, also sozusagen die Vorgänger der Päpste etc.
Von Jesus Christus ging Wahrheit, Erkenntnis und Weisheit Gottes aus. Wenn man jemand zu Jesus führen will, wäre doch in erster Linie der Hinweis, die Person Jesus von Nazareth und all seine Lehren in den Evangelien eingehend zu studieren um Gott durch ihn wahrhaftig kennenzulernen von höchster Wichtigkeit. Warum fehlt das eigentlich in allen "Wege zu Gott" "Persönliche Beziehung mit Jesus" "Menschen zu Jesus zu führen"?
gby angel121
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von angel121 am 13.09.2017 11:32@Henoch, ja wir sollen den Vater durch den Sohn erkennen, das fördert Heiligung und Wachstum.
Und weil Gott auch das Wort ist, erkenne ich sein wunderbares Wesen, wenn ich herausfinden will, was er sagt.
Das, was einer denkt, macht doch seine Persönlichkeit aus. Liebe will doch alles wissen vom Geliebten, deshalb drängt es mich, das Wort zu erforschen. Joh 17,3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Henoch
In den 4 Evangelien können wir den Vater kennenlernen, zeigt er uns durch seinen Sohn sein wunderbares Wesen, sein Wirken, sein Vergeben, seine Barmherzigkeit, seinen Willen, den Weg zum Einswerden mit ihm wie er mit Jesus, seinem Sohn eins war, also zur Versöhnung.
Jesus ist die Wahrheit, die Erkenntnis Gottes geschieht einzig durch Jesus und wem es Jesus offenbart(e). Niemand in der Bibel kann die Wahrheit über Gott wahrheitsgetreu zur Erkenntnis geben, als der, den der Vater eigens dafür in die Welt gesandt hat, von ihm zu zeugen und zu retten was verloren war.
gby angel121
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: kindlich, unmündig, erwachsen, reif = Vater und Mutter geistlich für andere
von Burgen am 13.09.2017 10:51Hallo ihr Lieben,
mich beschäftigt gerade "Frömmigkeit".
Und irgendwie gehört Frömmigkeit doch auch zu einer geistlichen Elternschaft, oder was meint ihr?
Geistliche Mutter, geistlicher Vater sein, dem geht ja einiges voraus.
Und fromm sein, zeugt das nicht auch von einem gewissen Lebensstil?
Ich denke da z.B. an Bücher, in denen früher davon erzählt wurde, z.B. ein Farmer.
Mit Handschlag wurde dies und das bekräftigt. Ein Kaufvertrag besiegelt.
Ein junger Auszubildender/Knecht lernte so, dass das Wort gilt und ein Versprechen nicht gebrochen wird.
Man ging sonntags in die Kirche, las zusammen am Frühstückstisch die Bibel, die Losung oder eine Andacht.
Sang einen Liedvers und betete um Schutz und Bewahrung u.a.
Diese Art hielten die Menschen bei über viele Jahrzehnte.
Oft waren die Männer im Dorf oder der Stadt angesehen und ihr Rat wurde bedacht, oft getan.
Die Frauen erledigten alles was mit Küche, Kindererziehung, Kleidung zu tun hatte.
Auch sie waren im Dorf angesehen und man holte Rat bei ihnen.
Mann und Frau hielten sich gegenseitig den Rücken frei. Ohne Gebet gingen sie nicht schlafen.
In der Kirche, besonders in Kommunitäten, Klöstern, hielt und hält man es so, dass es bestimmte Zeiten gibt,
in denen man zum gemeinsamen Gebet, einer Andacht oder Lobgesang zusammenkommt.
Und dieses über 24 Std ca alle drei bis vier Stunden.
Die Zwischenzeiten werden im Garten, Landwirtschaft, Bücherstudien, Gästehaus usw. verbracht.
Vieles, was wir heute so als Selbstverständlichkeit hinnehmen, z.B. den Zweig der Caritas, der Waisenhäuser,
auch das helfende Solidarsystem, wäre ohne Frömmigkeit von damals undenkbar.
***
Gerade in den Morgenstunden Bibellesen, Wortstudien und Beten, Fürbitte und Lobreis Gottes darbringen als Lobpreisopfer,
soll unglaublich segensreich sein.
... Frühmorgens rufe ich zu dir ...
Ehrlich gesagt, für mich überhaupt nicht einfach umzusetzen. Morgens ist meist Tiefschlafzeit bei mir.
Nun ist es ja so, dass jeder einen eigenen Schlafrhythmus sein Eigen nennt.
Im Kloster jedoch wird darauf keine Rücksicht genommen.
Alle treffen sich um drei Uhr, 6, 12, 15, 18, 21, usw. Vielleicht auch unterschiedliche Gruppen - das weiß ich nicht -:)
Jedenfalls, ein Frömmigkeitsstil, wie ihn auch die MichealisBruderschaft z.B. durchführt, segnet nicht nur den anderen,
sondern einen selbst.
Es lohnt, darüber nachzudenken.
Gruss
Burgen
Re: Wahrheit und Erkenntnis
von solana am 13.09.2017 10:33Wir werden geheiligt durch die Wahrheit und der Geist Gottes führt in alle Wahrheit. Was ist das Ziel der Heiligung? Die Einheit, das eins sein mit Gott, der das Wort ist und die Wahrheit.
Guten Morgen
Als ich das las, dachte ich spontan an den Vers: Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Du, Henoch, dachtest da eher an Joh 17 - und das gehört ja beides zusammen.
Jesus ist die Wahrheit - nicht unser Verständnis und unsere Erkenntnis.
Und Jesus ist die Grundlage unserer Eineit in der Wahrheit, wie du schreibst - nicht der Umstand, dass niemand von uns in seinem Verständnis, seiner Erkenntnis oder seiner Meinung von der des anderen abweichen darf und alle zu 100% konform denken.
So ein "zwangsweise konformes Denken" ist eher das Kennzeichen eines totalitären Staates, wo mit äusserlichen Mitteln die Einheit erzwungen werden muss, um das Bestehen des Staates in seiner bestimmten Form zu garantieren. Da gibt es keine Freiheit, anders zu denken (zumindest nicht "laut").
Gottes Wahrheit ist anders, sie macht frei - durch "Erkennen": Joh 8,32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Sie führt uns selbst in die Freiheit und befähigt uns, auch andere Freiheit zu geben - nicht von ihnen fordern zu müssen, dass sie ihr Denken dem unseren anpassen, mit uns in allen Punkte "konform" gehen, damit die Einheit und der Bestand der christlichen Gemeinschaft und Lehre gewährleiste bleibt.
Wir dürfen Vertrauen haben in unseren gemeinsamen Herrn - der die Wahrheit ist und der die Grundlage unserer Einheit ist - der uns auch in unserer Vielfalt tragen kann und auch mit unseren jeweiligen, noch bestehenden "Unvollkommenheiten in der Erkenntnis" (und die hat jeder!, der ehrlich ist).
Wenn wir meinen, andere unter Druck setzen zu müssen, um sie zu "zwangskonformen Denken" zu bringen - dann fehlt es uns an Erkenntnis und an Vertrauen in unseren Herrn. Er kann auch so grosse Meinungsunterschiede tragen und halten, wie sie in der Gemeinde in Rom herrschten, die eine Gemeinschaft fast unmöglich machen: Speisevorschriften und das Halten von Feiertagen. (schwierig, wenn sich einer frei fühlt, alles zu essen, was dem anderen "unrein" ist oder die Feiertagsruhe oa des anderen nicht respektiert).
Trotzdem ist die Einheit der Gemeinde nicht gefährdet, wenn sie sich bewusst sind, dass nicht die "Meinungskonformität" der Garant für die Wahrheit ist, sondern der lebendige Herr, der jeden hält:
Röm 14, 3 Wer isst, der verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, der richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen. 4 Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten. 5 Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei seiner Meinung gewiss. 6 Wer auf den Tag achtet, der tut's im Blick auf den Herrn; wer isst, der isst im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der isst im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch. 7 Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. 8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.
Wenn Christen anfangen, sich um Kleingkeiten in der Auslegung zu streiten und diese "Verständnisunterschiede" zu einem unüberwindlichen Hindernis für die Gemeinschaft werden - dann sehe ich darin ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Grundlage der Gemeinschaft nicht der Herr sein kann
, sondern dass "Meinungskonformität" an seine Stelle gerückt wird; statt Vertrauen auf diesen Herrn, der uns Freiheit bringt, herrschen dann Druck und Ausgrenzung. .....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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