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Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Henoch am 15.08.2017 00:09Hallo Burgen,
Gnade bedeutet nicht, dass Gott über Sünde hinweg sieht. Erbarmen bedeutet nicht, dass man Sünde erlaubt, sondern dass man Mitgefühl hat mit dem Sünder, der sich schwer tut, sie zu lassen. Deshalb wird man ihn liebevoll behandeln, ich meine aber, trotzdem nicht am Abendmahl teilnehmen lassen, weil der, der in Sünde verharrt und teilnimmt, sich zum Gericht isst und trinkt....
Es ist keine Liebe, das zuzulassen.
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Henoch am 15.08.2017 00:01Hallo Lila,
stimmt, Ehebruch ist das falsche Wort. Es kam gar keine zustande. Die Tatsache, dass eine "wilde Ehe" vor Gott nicht gilt und er sich daher "enthalten muss" oder sie heiraten, befreit ihn nicht im Geringsten von der Pflicht zur Fürsorge und liebevollem Umgang mit der Familie. Woher willst Du wissen, dass ein korrekter Umgang mit dieser Situation durch ein starkes Zeugnis nicht zuletzt zu einer Bekehrung der Frau führt. In Sünde Verharren verhindert jedenfalls viel und betrübt den heiligen Geist.
Vieleicht hätte er keinen Arzt gebraucht, wenn er gehorcht hätte. Wer weiß?
Übrigens hatten die Juden ein Geschlechtsregister und da wurden Ehebunde eingetragen, auch Maria und Joseph waren verheiratet....
Henoch
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Lila am 14.08.2017 23:58Liebe Burgen!
Ja, gerade darum geht es. Und dass man mich nicht falsch versteht, finde ich auch die sog. wilden Ehen nicht in Ordnung. Hier aber waren sie schon vor der Bekehrung wie eine Familie zusammen, also nicht bewusst als Gläubige in eine wilde Ehe eingegangen. Das ist ein sehr großer Unterschied.
Ja und was mich auch erstaunt: Viele diesen richtenden Menschen sagen, die Buchstabe tötet, aber selber wollen nach der Buchstabe richten. Ohne Barmherzigkeit.
Denn wenn ein Mensch so fertig gemacht wird, dass er naher ärztliche Hilfe braucht, kann mir niemand erklären, dass es von laute Liebe ist.
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Burgen am 14.08.2017 23:46Liebe Lila,
dein Beispiel hat mich gerade 'umgehauen'.
Wir hier im Forum wissen auch um eine sogenannte wilde Ehe und auch etliche Singel leben miteinander ohne Trauschein.
Da Frage ich mich, haben Josef und Maria einen Schein vorgelegt. ?
In dieser Diskussion geht es um unterschiedliche Sachverhalte finde ich.
U.a. fällt auf, dass es ziemliche hartherzige Gemeindestrukturen gibt.
Wir leben unter dem neuen Bund, Paulus hin oder her.
Andererseits, warum sollte ein Nichtchristen am Abendmahl teilnehmen wollen, wo er doch überhaupt nicht versteht um was es geht?
In einer anderen Situation kann es durchaus sein, dass ein noch nicht "offiziell" wiedergeborener Mensch von Jesus selbst zum Tisch
des Herrn gezogen wird. Er kann total glücklich , gesegnet, zu seinem Platz zurückkehren.
Es kann anschließend durchaus noch etliche Zeit verstreichen bis er täglich mit Jesus weitergeht.
Gruß
Burgen
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Lila am 14.08.2017 23:43Henoch ich klicke hier aus! Ehebrecher wäre wenn er die Frau und Kinder verlassen hätte!
Gute Nacht!
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Jünger Jesu sein _ wie setzen wir den Befehl um? Was ist ein Jünger Jesu?
von Lila am 14.08.2017 23:39Lieber Merciful:
Jesus sagte: Lernt von mir! (Evangelium nach Matthäus 11, 29; Lutherbibel 2017)
Jünger Jesu zu sein bedeutet daher von Jesus zu lernen und seine Worte zu bewahren.
Genauso ist es, der Meister war der Rabbiner, und seinen Schüler die „Talmidim" als Schüler oder Jünger genannt werden. Damals waren nicht nur Schüler in heutigen Sinn, denn oft folgten die Rabbiner, ja sogar lebten in Gemeinschaft. Daher war es nicht nur einen „theoretisches" Wissen vermittelt worden, sondern sie lernten auch das Leben zusammen. Darum warnt Jesus andere ernsthaft:
Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.
Matth 23,8
Jesus ist unsere Meister, wir lernen in Ihm das Leben, durch gehorsam. Darum sagt Jesus:
Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!
Joh 8,31-32
Ja, liebe Burgen, dieses hinausgehen, und Menschen ansprechen habe ich auch miterlebt. Es ist wirklich schön! Und Jesus hat auch seinen Jüngern befohlen: Gehet hinaus! Sind wir heute nicht manchmal zu sehr darauf aufgerichtet in der Gemeinschaft uns wohl zu fühlen? Sicher ist es ein Segen in der Gemeinschaft der Gläubigen zu sein, aber Jesus wollte mehr. Er wollte, dass wir unsere „Wohlfühlzone" verlassen und schickt uns als Lämmer zu den Wölfen.
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
Matth 10,16
Ich denke das gehört auch zu Jüngerschaft.
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Henoch am 14.08.2017 23:38Hallo Lila,
an diesem Beispiel sieht man sehr schön, wie schrecklich Sünde ist. Ehrich gesagt verstehe ich die Gemeindeleitung und die Not der Familie. Fest steht, dass "Georg" im Ehebruch lebt und daher als Gläubiger zwar getauft werden darf, aber nicht am Abendmahl teilnehmen, solange er in einer wilden "Ehe" lebt.
Zu deinem Vers: Hier geht es im Kontext um heuchlerisches Richten, also Richten, obwohl man einen Balken im Auge hat. Es geht nicht darum, dass wir gar nicht richten dürfen. Immerhin muss der Balken und der Splitter raus, das tut weh und macht blind.
Es gibt zweierlei "Gerichte". Das eine, das aus dem Gesetz verurteilt und das andere, das unter der Gnade richtet und so überführend für die Seele sorgt. Was ist der Unterschied? Der Unterschied ist der: In beiden Fällen geht es um Sünde. Einmal verurteilt man den Anderen, ohne zu merken, dass man es selbst tut. Das ist (heuchlerisches) Richten nach dem Gesetz. Da muss erst durch Selbstgericht der Balken raus durch Buße und Bekehrung. So dürfen wir nicht richten. Dann gibt es Richten nach der Gnade. Da spricht man den Nächsten auf seine Sünde an und wenn er sie anerkennt und lassen will, bedeckt man sie und betet für denjenigen, wissend, dass man selbst ebenfalls immer wieder fällt und wissend, dass der Herr den Gefallenen aufrichten und von aller Ungerechtigkeit reinigen muss. Würde ich ihn nicht ansprechen, würde er geistlich am Wachstum gehindert, denn die Beziehung zum Herrn wird durch Bekennen wieder bereinigt. Splitter entfernt man mit SalzWasser, also dem Wort Gottes (Wasser) mit Salz gewürzt, so dass der Gestrauchelte Durst nach dem lebendigen Wasser bekommt.
Im Gericht am Ende der jeweiligen Zeitalter werden die einen nach dem Gesetz und die anderen nach der Gnade, also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt und die uns der Herr durch sein Blut erworben hat, gerichtet, je nachdem, nach welchem Gericht sie selbst gewohnheitsmäßig gerichtet haben.
Henoch
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Lila am 14.08.2017 22:59Dann stellt man nun die Frage wonach man richten will. Ist es die Gemeinde Vorschrift, oder die eigenen Auslegung oder ist es wirklich in Gottes Willen.
Ein Fallbeispiel:
In unsere Bekanntenkreis lebt ein Mann, nennen wir mal Georg* (Name geändert). Er lebte mit seiner Partnerin seit 16 Jahre zusammen wie eine Familie, und hatten zusammen 2 Kinder im Alter etwa 6 und 8 Jahre. Nun Georg nahm Jesus in seinem Herzen an während einer Evangelisation. Er kam in die Gemeinde, wo verschiedene Alfa und Beta Kurse teilnehmen müsste, und die Seelsorger wühlten in seinem Leben herum. Er machte alles mit, und liebte Jesus innig. Seine Frau (Partnerin) liebte ihren Mann, aber wollte sie jetzt nicht einfach heiraten, weil es die Anderen es so wollten. Dennoch hatte sie nichts dagegen, dass Ihr Mann gläubig geworden ist, und auch das Sein Leben veränderte. Nach 3 Jahre war die Gemeindeleitung immer noch nicht bereit Ihn zu taufen und an der Abendmahl teilnehmen zu lassen. Er sollte entweder heiraten (wie das alleine geht, weiß ich nicht), oder die Familie verlassen. Solange in wilde Ehe lebt, wird nicht in den Gemeinde aufgenommen. So wurde Georg in einen schwersten Gewissenkonflikt hinein manipuliert, so dass er später auf ärztliche Hilfe angewiesen war. Ich sprach mit einem Gemeindeleiter. Wollt Ihr wirklich eine Familie auseinanderbrechen, nur um eure Gemeindevorschriften einzuhalten? Ist eine Frau, der bereit ist mit einem Gläubigen zu leben, nicht gesegnet durch ihren gläubigen Mann? Ist das wirklich Gottes Wille?
Ach ja, und nicht vergessen:
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. 2 Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.
Matth 7,1-2
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Henoch am 14.08.2017 22:16Hallo Lila,
Ich denke, es gibt über 50 Bibelstellen im NT, die uns erklären, was wir prüfen, beurteilen und richten sollen.
Da hilft jetzt eine einzelne ohne Zusammenhang nichts. Ich würde sagen, ein jeder prüfe aber alles und das Gute behaltet.
1 Kor 4,5 erklärt, dass wir das Herz nicht beurteilen sollen, also Motive etc...
Matth 13, 28-30 erklärt, dass sich viele Namenschristen und falsche Christusse in die echte Gemeinde Christi einschleichen werden und unerkannt bleiben, ja, aber das hebt nicht auf, dass wir "erkannte Ungläubige" mit einem falschen Bekenntnis nicht am Abendmahl teilnehmen lassen dürfen.
Nun ist das nicht der Schwerpunkt der Threadfrage. Ich wollte nur erklären, dass eigentlich im Wesentlichen die Gläubigen unwürdig am Abendmahl teilnehmen können, denn Ungläubige können den Leib des Herrn nicht beurteilen. Die Verantwortung tragen daher zumindest großen Teils wir. Andererseits nehmen Ungläubige natürlich völlig unwürdig teil, weil sie das Sühenopfer Christi gering achten und damit dem Herrn in seinem Todesleiden verspotten. Sie sind, so sagt die Schrift, Feinde des Kreuzes. Das dürfen sie gerne sein, aber warum sollen sie dann am Abendmahl teilnehmen? Nun möchte ich sie lieben, weshalb ich sie warne und nicht teilnahmslos zuschaue, wie sie in ein Gericht hineingeraten, das nicht weniger als Krankheit und Tod beeinhaltet nach der Schrift.
Ich hab nur aufgeschrieben, wie ich das sehe und handhabe. Wenn ich mit einem Neuen spreche und merke, dass er Ungläubig ist, werde ich ihn seelsorgerisch begleiten und die Ältesten informieren, damit sie mit ihm reden. Denn wenn Du einen "Bruder" (also auch einen, der sich Bruder nennt) sündigen siehst, dann geh hin und rede mit ihm unter 4 Augen. ......
Und es heißt, Gott richtet die, die draußen sind, richtet ihr die, die drinnen sind. Drinnen sind alle, die sich Bruder nennen lassen. Richten bedeutet viel: Beurteilen, zurechtweisen, ermahnen, ermutigen, die Schrift auslegen, überführen, etc....Was und wann und wer und wen, das regelt die Schrift recht genau.
Henoch
Re: Kann ein Gläubiger unwürdig am Abendmahl teilnehmen?
von Lila am 14.08.2017 21:52Liebe Henoch!
Nirgendwo steht es in der Bibel, dass unsere Verantwortung ist, nach dem wir auf die Ernsthaftigkeit des Abendmals hingewiesen haben, zu entscheiden wer an Abendmahl teilnehmen darf oder nicht. Eher umgekehrt ist der Fall:
Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und den Rat der Herzen offenbaren wird; und dann wird einem jeden das Lob von Gott zuteil werden.
1Kor 4,5
Und das ist genau das, was auch Jesus lehrte von den Unkraut und den Weizen:
Da sagten die Knechte: Willst du das wir hingehen und es ausjäten? 29 Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet. 30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer.
Matth 13,28-30
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114

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