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nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von nennmichdu am 06.06.2017 19:10Hallo Pal,
ehrlich gesagt nicht.... - wenn du ein praktisches Beispiel anführen könntest -?
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Pal am 06.06.2017 18:53Aber, wie gesagt, das ist etwas, das mich beschäftigt und wo ich "Handlungsbedarf" sehe....
und um was es dabei genauer geht:
Aber um Antworten geben zu können, müssen wir uns auch erst mal selbst darüber klar werden, indem wir uns damit auseinandersetzen und verstehen, was sich verändert bzw was sich nicht verändert und was die Veränderung blockiert hat.
Siehst du liebe Solana, das beschäftig auch mich sehr intensiv.
Nun ist die Bibel voll mit (unangenehmen) Auseinandersetzungen dieser Thematik.
U.a. heißt es da:
Die Bibel zeigt uns (auch negative) Beispiele, durch die wir direkt gewarnt werden sollen, damit es uns nicht auch vergleichbar ergehen möge.
So könnte man natürlich entgegnen: "Ich will mich mit den negativen, sündhaften Dingen gar nicht weiter auseinandersetzen, sondern nur noch den Blick auf Jesus festigen! - Ich guck mir das irdische Verderben gar nicht erst an sondern bin nur noch himmel-fokusiert!"
Doch erfahre ich, das gerade mit der Auseinandersetzung der menschlichen, negativen Problematik eine Menge von Heilung für mich zur Verfügung steht.
Weshalb ich diese (biblischen) negativen Informationen genauso auf mich wirken lassen möchte, wie die ausgesprochen positiven Beispiele.
Versteht ihr mich?
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 06.06.2017 15:13
zur Bewusstseinsänderung möchte ich noch sagen, was damit gemeint ist, wobei vielleichtein anderer Mensch darunter etwas anders versteht.
Zuerst, damit ist nicht Esoterik oder ähnl. gemeint.
Es ist einfach so, dass jemand, der viel in der Schrift Christi liest, glaubt und bedenkt, lernt und lebt,
plötzlich bemerkt, dass er vieles in der Schrift neu liest. Vielfach so, als hätte er die Worte, Absätze, Bücher noch nie vorher gelesen.
Hilfreich ist z.B. ein Datum daneben zu schreiben.
Jahre später kann man dann darüber ins Staunen geraten, denn nun liest man es wieder wie neu oder erlebt ein Aha, und findet sich damals wieder.
Das muss natürlich bei euch nicht so sein... 
Ausserdem ist es doch so, dass wir durch die Schrift uns im fortwährenden Zwiegespräch mit Gott - Jesus befinden.
Da sollte es trotz vieler oder gerade bei vieler Alltagsgeschäfte irgendwann zu schaffen sein, ins Bibelgespräch mit dem Vater zu kommen. Denn er hilft, gibt Kraft, bahnt unseren Weg frei, beglückt oder korrigiert.
Das gehört zur Ehe mit Jesus, mit ihm an der Seite den Tag zu meistern. Ihn einhaken und voranschreiten.
Zum Beispiel, wenn ich draußen bin und immer wieder Ausschau nach einem bekannten Gesicht halte, weiß ich, damit Gott eifersüchtig zu machen und kehre um, denn er ist ein eifersüchtiger Gott.
Andererseits, wenn ich an einen bestimmten Menschen dachte und die Gedanken beiseite lege, gar nicht mehr daran denke, kann es durchaus sein, diesem Menschen später zu begegnen.
Das hat nichts mit Telepathie zu tun. - Gottes Ehre, sie gehört nur ihm, danke dir.
Vielleicht erlebt ihr anderen knapp über 600 Mitglieder ja ähnlich Gott in eurem Leben?
Gruss
Burgen
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von solana am 06.06.2017 14:09Es bedarf ein Bewusstseinsänderung.
Hallo Burgen
Genau um diese Veränderung ging es mir.
Ja, oft erkennen wir erst im Rückblick, dass sich da etwas verändert hat.
Durch diese Veränderungen "lernen" wir. Und durch diesen Lerprozess erkennen wir auch immer mehr, was das Wirken des Heiligen Geistes in uns verhinder oder blockiert oder schwächt, womit wir ihn "betrüben", wie es an einer Stelle formuliert ist.
Es ändert sich bspw viel in unserer Einstellung und unserem Umgang mit Sorgen - da gab es bei mir zumindest sehr grosse Veränderungen.
Oder auch im Umgang mit dem, was mich an anderen Menschen ärgert, zB wenn mir jemand nicht wohlgesonnen ist und versucht, mir zu schaden, mich zu übervorteilen oa.
Solche Situationen können einen so aufregen, dass man den inneren Frieden völlig verliert und sich in ganz falsche Denkmuster hineinziehen lässt.
Durch den Heiligen Geist schenkt Gott aber gerade da Einsicht in das, was falsch gelaufen ist, wenn wir darum bitten und uns Erkenntnissen öffnen, die vielleicht auch manchmal ganz schön unbequem sind.
Aber das ist ein sehr hilfreicher Prozess und er ist sehr notwendig, wenn wir nicht immer wieder an derselben Stelle "aus der Bahn laufen" wollen.
Und gerade Menschen, die in solchen Situationen feststecken, erwarten von Geschwistern mehr Hilfe, als den Hinweis, sie sollen mehr Bibellesen und Beten - und der Rest kommt dann schon.
Aber um Antworten geben zu können, müssen wir uns auch erst mal selbst darüber klar werden, indem wir uns damit auseinandersetzen und verstehen, was sich verändert bzw was sich nicht verändert und was die Veränderung blockiert hat.
Ich habe schon oft von jungen Christen oder Menschen, die am Glauben interessiert sind, die Vorwürfe gehört, dass Christen eben keine praktischen Antworten haben. Dass es einerseits ein abgehobenes Leben iin der Gemeinschaft gibt, bei dem man über geistliche Themen spricht und sich gegenseitig "beflügelt".
Im Alltag ist dann aber nicht mehr viel davon zu spüren. und wenn man mit Fragen kommt, dann gibt es nur wieder abgehobene Antworten, Formulierungen in der "Sprache Kanaans", mit denen man "konkret" nichts anfangen kann .....
Aber, wie gesagt, das ist etwas, das mich beschäftigt und wo ich "Handlungsbedarf" sehe.
Wenn andere den nicht sehen und das für sie kein Thema ist, dann reite ich nicht weiter drauf rum. Denn um mich geht es hier ja nicht, sondern um das, was die Menschen interessiert, die hier am Austausch teilnehmen. Auch wenn das Thema von mir so gedacht war, kann das natürlich auch jederzeit anders diskutiert und weitergeführt werden, wenn in anderer Richtung mehr Interesse besteht.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 06.06.2017 13:42Dieses Wort >automatisch < ist irgendwie unglücklich formuliert.
Wir sind dankbar aus der Gnade leben zu dürfen. Doch damit ist kein Automatismus zu verstehen.
Öfter lesen wir, nehmt die Gedanken gefangen unter Gottes Gedanken.
Das 'funktioniert' nicht einfach so. Es bedarf ein Bewusstseinsänderung. Das kann man nicht 'machen'.
Es wird uns geschenkt, ja, wenn wir Situationen des Tages rückblickend durcharbeiten, zusammen mit Jesus.
Ich denke gerade - wie leben denn die Männer und Frauen im missionarischen Dienst draußen in der Welt?
Vorraussetzung ist wohl, in der Liebe, in Christus Wort gegründet sein und sich im Tagesablauf der Gnade Gottes bewusst sein.
Das trifft alles auch auf den geistlichen, erneuerten Menschen zu.
Also ist das erneuerte Herz sehr wichtig, baden in der Liebe Gottes. Auch wenn die Umstände schlimm erscheinen.
Das Herz inklusive Charakter durch die Gnade verändern lassen. Alles ohne automatische Ergebnisse zu erhalten.
Die Früchte sind für die anderen , die Gaben sind für das glaubende Gotteskind.
Gruss
Burgen
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Merciful am 06.06.2017 11:40Ich stimme auch dir zu.
Ich nehme an, mit 'automatisch' meinst du ja nicht, der Wandel im Geist Jesu fordere nicht deine Mitarbeit.
Sondern du schreibst ja, dass die Voraussetzung darin besteht, dass du mit Gott als deinem Begleiter bewusst lebst.
Ich erinnere mich an Aussagen von Professor Hallesby in einem seiner Bücher.
Dort schreibt er sinngemäß über die Bedeutung des Gebets, Jesus, dem Herrn, die Tür des Herzens zu öffnen.
Jesus, der Herr, steht vor der Herzenstür und klopft an diese an.
Indem wir ihn in unser Herz aufnehmen, auf ihn, den Gekreuzigten und Auferstandenen sehen, beten wir.
So beginnt alles Beten damit, Jesus in das eigene Herz aufzunehmen.
Und dies können wir dann bewusst in den Alltag hinübernehmen.
Auch im Alltag können wir auf Jesus sehen.
Dort, mitten im Alltag, will er unsere Füße waschen.
Spricht zu ihm Simon Petrus:
Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!
Spricht Jesus zu ihm:
Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein.
(Evangelium nach Johannes 13, 9.10; Lutherbibel 2017)
Merciful
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von solana am 06.06.2017 10:17Ich denke, das geht automatisch, wenn wir den Blick nach oben halten.
Hallo Cleo
Ja, und genau über dieses "den Blick nach oben halten" wollte ich gerne ein paar praktische Beispielen zusammentragen.
Wenn Gott mein Begleiter ist, ich eben ganz bewusst, mit ihm lebe, dann wird es automatisch kommen.
Bibellese findet ja zu einer bestimmten Zeit des Tages statt und ausformuliertes Gebet geht auch nicht in jeder Situation, zB wenn die Alltagspflichten volle Konzentration verlangen.
Dennoch wirkt Gott durch den Heiligen Geist auch bis in die banalsten Alltagsdinge hinein, verändert unser Erleben und hilft uns, anders damit umzugehen.
Und darum ging es mir.
Natürlich sind Bibellesen und Gebetszeiten unverzichtbar.
Aber ich denke schon, dass wir von Gottes Kraft und Wirken in unserem Leben mehr erkennen können, als nur, dass es "automatisch" kommt.
Wir kennen es doch alle, dass es Situationen gibt, in denen wir uns eben nicht vom Heiligen Geist leiten liessen und und erkennen oft im Nachhinein, ab wo da etwas falsch gelaufen ist. Oder wir erfahren Gottes Wirken ganz besonders stark und erkennen dadurch auch sehr viel.
Dieses "Erkennen" hilft uns, immer mehr zu "wachsen" und Gott zu vertrauen.
Mir ist das besonders deutlich geworden beim Lesen von Kol 3, wo es darum geht, den alten Menschen aus- und den neuen Anzuziehen.
Und Paulus beschreibt das so, dass die Kolosser, verstehen, was die geistliche Grundlage ihres neuen Lebens ist. Und gleichzeitig wird er dabei auch ganz praktisch.
Und er schreibt: 10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.
Diese Erkenntnis, die uns geschenkt wird, sollten wir nicht gering schätzen, denke ich.
Nur wenn wir verstehen, können wir auch Antwort geben, wenn uns jemand fragt, der es schmerzlich vermisst, Gottes Gegenwart im Alltag zu erfahren.
Ich kenne da nicht wenige und ich selbst hatte früher auch oft das Gefühl, dass mein Leben zerfällt in einen "geistlichen Bereich" und in einen "weltlichen Bereich", in dem mein Denken nach den Anforderungen des Alltags funktionieren musste .... und ich habe das auch als schmerzliche Mangel empfunden.
Mit der Antwort: "Du musst halt mehr beten und Bibellesen, dann kommt das schon automatisch", hätte ich mich irgendwie ein bisschen abgespeist gefühlt ....
Aber es ist nicht leicht, solche Erfahrungen und die daraus erwachsenden Erkenntnisse anderen "rüberzubringen", die vielleicht ganz andere Erfahrungen auf ihrem ganz anderen Lebensweg gemacht haben.
Daher meine Idee, aus den unterschiedlichen Blickwinkel das zusammen zu tragen, was wir im praktischen Leben mit Gott erfahren und erkannt haben über das "Wandeln im Geist", wodurch es bspw gehindert wird.
Dabei muss niemand zu private Dinge ausbreiten; in der Bibel gibt es auch genügend Beispiele, bei denen man das auch wiederfindet und anhand derer man das beschreiben kann.
Wenn aber kein Bedürfnis danach besteht und "automatisch" allgemein zur Zufriedenheit ausreicht, soll's mir auch recht sein.

Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Mk 9, 24)
von Burgen am 06.06.2017 09:23Danke sehr für eure Gedanken.
Ich dachte eher, festen Sinnes, daran, in Jesus zu sein und zu bleiben. Ähnlich wie Petrus mit einemmal auf das Wasser blickte anstatt auf Jesus, und als Folge darauf drohte zu versinken, ertrinken.
Also auf die Umstände schauen und zu denken, das schaffe ich nie.
und ja, Jesus ist die Hilfe, also hebe ich die Augen zu den Bergen, von wo Hilfe kommt.
Ps 121
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
In dieser Gewissheit bleiben.
Auch wenn es 'scheinbar' nicht so läuft wie gedacht und erhofft.
Gruss
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 06.06.2017 09:08
Losung
HERR, sei du mit mir um deines Namens willen;
denn deine Gnade ist mein Trost: Errette mich!
(Psalm 109,21)
Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn;
er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
(Lukas 15,20)
1. Korinther 14, 1-5.27-40
Apostelgeschichte 6, 1-7
Heiliger Geist voll Mutterliebe, das erbitte ich von dir:
Wenn ich wo dein Herz betrübe, sei so gut und sag es mir,
oftmals hab ich mehr versprochen als erfüllt zu deiner Freud;
manches hab ich dir zerbrochen, das ist mir von Herzen leid.
(BG: Martin Dober)
Re: ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Mk 9, 24)
von Pal am 06.06.2017 08:01Der Satz dieses Themas entspricht mE dem scheinbaren Paradox von: Meine Kraft wird in eurer Schwachheit vollbracht!

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