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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von nennmichdu am 28.05.2017 17:55

Hallo Pal, hallo Burgen,


nach der Frage, was "das Böse" ist, taucht in der Bibel zuerst der Baum von der Erkenntnis des Guten und des Bösen in Eden auf. Und hier erlebte der Mensch das Böse in der vollzogenen Rebellion gegen seinen Schöpfer.
Indem er sein eigener Gott sein wollte, war er seinen erwachten Begierden nach Macht, Genuss und Ansehen in einem vom Tode gekennzeichneten Daseinskampf haltlos ausgeliefert. Weil er keine völlige Befriedigung hier finden konnte. 

Denn unseren Lebenshunger, unseren Lebensdurst kann nur Gott selbst, kann nur Jesus stillen. 

Im Neuen Testament werden die Werke des "alten Adams", des (bösen) Fleisches dann in ihren Auswirkungen beschrieben:

Galater 5
19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,
21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.


Als Christ sind wir dann gefordert, Gott Raum zu geben um dadurch diese Werke des Fleisches - des alten Adam - im Tode zu halten und damit nicht zu vollbringen.

Und das ist ein anhaltender Prozess. Was ich interessanter weise auch in der Taufe - dem in den Tod geben - wiederfinde, wenn es heißt:

Matth. 28
19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie (wörtlich sie taufend) auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie (wörtlich sie lehrend) alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.


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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 28.05.2017 17:16

Nachtrag:

Epheser 4, 21-24

Ihr habt doch von ihm (Jesus) gehört und seid in ihm unterwiesen , wie es die Wahrheit in Jesus ist.

22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel,
     der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.

23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn

24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

♡♧♡ ♡♧♡ ♡♧♡

Dazu noch die geistliche Waffenrüstung anziehen, einen Schutz vor Gedanken und besonders das Herz behüten.

Das alles "funktioniert" sozusagen nur, wenn wir in die Ruhe Gottes eintreten und Zeit sich nehmen.

Gott helfe uns und behüte uns

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 28.05.2017 16:50

Ist es denn nicht so, anstatt der Egolust nachzugeben, sich auf Jesus zu besinnen und sich mit Jesus zu beschäftigen?

Ich würde sagen, dass Jesus die Hilfe durch sein Wort ist.

Das ist z.T. mit ignorieren des Verlangens gemeint.

Anstatt wie eine Katze vor dem Mauseloch auf die Maus zu warten, sich von der 'Lust auf', abzuwenden

und etwas Gott wohlgefälliges tun.

Ein Wasserbad des Wortes klärt auch Vieles und nacht neu und erfrischend.

Denn, der Teufel geht umher und sucht wen er verschlingen kann. Das kann sehr subtil beginnen und in Niederlage enden.

Und Gottes Augen, Offb 4, sich bewusst machen, kann in so einer aufwühlenden Situation helfen und sogar abkühlend sein.

Ignorieren wird überschrieben. Und so verliert das jeweilige Ungetüm langsam seine Macht über einen.

Es kann sogar eine fortwährende Belohnung geschenkt werden.

Alles dient uns ja bekannterweise zum Guten, zur Geduld, zur Freude.

Es geht wie immer um Beziehung.

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 28.05.2017 16:04

Hallo nennmichdu und natürlich @ alle, die hier lesen, nachdenken, mitschreiben

ja, was ist das Böse, böse, in einem Menschen?
Ich denke, dass jeder diese Erfahrung dessen, was alles in einem steckt, machen wird.
Es ist wie ein Blick durch ein Kaleidoskop.

Und was Begehrlichkeiten anbelangt, die gibt es zuhauf.
Bestimmte Literatur, interessant, aber nicht gottwohlgefällig.
Süchte, dazu gehört auch Zuckersucht, Fettsucht, Sammelsucht (-wut)

Ich denke alles das, was über ein solalahabenwollen (Gier und Habsucht, Sexsucht, Alkoholsucht, Rechthaben wollen, 
Drogensucht usw.) hinausgeht.
Und dann gibt es noch soviele innermenschliche ungute Gedanken, Gefühle.
Kranke Familien, eigene Begrenzungen, Behinderungen, Unfreundlichkeit, Egoismus, Selbstverliebtheit, allen es rechtmachen wollen,
seelische Verletzungen, Gefühle nicht erwachsen werden zu können, irgendwie stecken zu bleiben und und und.

Ja, wie gut, dass wir ganz knapp die Aufzählung der 10 Gebote Gottes von ihm durch Mose erhalten haben.
Sie sind wie ein Treppengeländer, geben Sicherheit und Orientierung.
Helfen Gott zu vertrauen, ihn immer besser kennenzulernen.
Und ja, das alles kann durchaus Jahre inanspruch nehmen. 

Gott hat unendlich Geduld uns wiederherzustellen. 
Das sieht für jeden anders aus. Wüstenzeiten werden zum Geschenk.
Oasen sind Labsale und Nahrung.

Ja, jeder Mensch durchlebt diese Entwicklungsschritte zum und in den Frieden Gottes hinein.
Sein, das Gottesreich hält noch viel im Leben für jeden bereit, denke ich mir.

Gruß 
Burgen



 

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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Pal am 28.05.2017 15:50

Thomas:
Hallo Merciful, ich habe ein wenig Schwierigkeiten zu verstehen, was du eigentlich mit "dem Bösen in dir" konkret meinst? Und mit der Vorstellung etwas "auszublenden" oder zu ignorieren kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen. Indem ich etwas "lediglich" ausblende ist es doch weiterhin da und Bestandteil meines Lebens.

Ja, mit dem Ignorieren kann ich auch nichts anfangen!? Bei mir geht es um einen reallen Kampf gegen meine Egolüstet, denen es gilt abzusterben...Oder?

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von nennmichdu am 28.05.2017 15:05

Hallo Merciful,


ich habe ein wenig Schwierigkeiten zu verstehen, was du eigentlich mit "dem Bösen in dir" konkret meinst?

Und mit der Vorstellung etwas "auszublenden" oder zu ignorieren kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen. Indem ich etwas "lediglich" ausblende ist es doch weiterhin da und Bestandteil meines Lebens.


Für mich wäre "das Böse" ein sich haltloses Übergeben an die eigenen selbstsüchtigen Begierden, die ihre Hoffnung und Erwartungen nicht auf Gott richten, sondern auf sich selbst, auf andere Menschen oder andere idellle oder materielle Ziele, die ich zu verwirklichen suche.

Das Gute besteht dann ja im halten der Gebote Gottes, zusammengefasst in der selbstlosen reinen Liebe zu allen Menschen - die ich nur dort haben und pflegen kann, wo ich mich versorgt und geborgen in Gott weiß.

Also ist es dann so, das ich dort, wo ich mir diese Liebesbeziehung die Gott zu mir hat, vergegenwärtige, dann darin oder daraus lebe, ich das "Böse" nicht ignorieren brauche, sondern diese Begierden dann gar keinen Raum mehr in meinem Leben finden können.

Allerdings erlebe ich dieses auch als einen täglichen Kampf, wo ich allenfalls noch im jahrzehnte langen Rückblick feststellen kann, das es insgesamt eine Entwicklung nach oben geht. Die mich im Glauben und der Zuversicht dann gefestigter sein lässt.


lg,
Thomas

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2499

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Merciful am 28.05.2017 13:12

Ich möchte gern noch einmal auf das ursprüngliche Thema dieses Threads zurückkommen.

Wie gehen wir damit um, wenn wir als wiedergeborene Christen dennoch das Böse in uns wahrnehmen?

Paulus schrieb an die Korinther, der Mensch in Christus sei eine neue Kreatur, das Alte sei vergangen.

Was aber nun, wenn die neue Kreatur in Christus die Erfahrung macht, dass das Böse noch immer da und vorhanden ist?

Ich persönlich habe rund 2 Jahrzehnte gebraucht, um zu lernen, das Böse zu ignorieren.

Vielleicht trifft es die Sache, wenn ich schreibe, dass ich das Böse dulde; aber ich schenke ihm keine Beachtung.

Über Jahre hinweg irritierte es mich sehr, das Böse in mir wahrzunehmen.

Ich untersuchte es, setzte mich damit auseinander, dadurch aber wurde es nur noch schlimmer.

Es war zum Verzweifeln.

Dann lernte ich, das Böse zu ignorieren.

Bei der kleinsten Wahrnehmung blendete ich es aus, gab ihm keine Nahrung.

Vielmehr lernte ich, auf Jesus zu sehen und mich an sein Gebot zu halten.

Mehr und mehr machte ich die Erfahrung, dass der Friede in mein Herz einzog.

Das Böse in mir nehme ich nach wie vor wahr, aber eher so, wie aus der Ferne.

Ich gestatte ihm nicht mehr, mein Denken, Wollen und Fühlen zu vereinnahmen.

So achte ich darauf, in Christus zu bleiben.

Ich bin mir aber stets der lauernden Gefahr bewusst, dass ich falle, dem Bösen verfalle.

Daher wird mir momentan das Wort Jesu bedeutsam, wenn er mahnt, wachsam zu sein und im Gebet nicht nachzulassen.

Im Glauben zu bleiben, verankert und gegründet im Gebot Jesu und seiner Kraft.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.05.2017 14:16.

solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von solana am 28.05.2017 11:30

Noch eine Nachtrag, abgetrennt, damit's nicht wieder so lang wird:

 

Wir Menschen haben ja nicht sehr viele Möglichkeiten, Gott auf seine Liebe zu antworten und unseren Dank iauszudrücken, die über Worte hinausgehen.
Die wichtigste Möglichkeit sehe ich darin, dass wir ihm vertrauen und dieses Vertrauen zeigen, indem wir uns von Sorgen, Ängsten und Zweifeln distanzieren.

So wie es im AT immer wieder heisst: Ps 27,14 Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Oder im NT: 1Thess 5,16 Seid allezeit fröhlich,
17 betet ohne Unterlass,
18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

Nicht dass wir das aus unserer eigenen Kraft schaffen würden - aber indem wir wenigstens nicht noch die Handbremse anziehen und uns von Zweifel, Unsicherheit und Ängsten gar nicht wirklich distanzieren wollen ....

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9

von Burgen am 28.05.2017 11:30

Sonntagsbedeutungsvers
Exaudi (HERR, höre meine Stimme! Psalm 27,3

Wochenvers
Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. / Johannes 12, 32
(Wer ist gemeint mit "alle"? - Die, die Gott-Jesus lieb haben, zu ihm rufen?)

Losung
 
HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. / Psalm 10,14

Jesus ließ die Menge zu sich und sprach  zu ihnen vom Reich Gottes
und machte gesund, die der Heilung bedurften. / Lukas 9,11

Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und einem jeden als Freund begegnen ist deine Lust. / BG: Christian Gregor/

Evangelium   Johannes 15, 26-16,4
Epistel            Epheser      3, 14  -21
Predigt           Johannes   7,  37 -39                       Psalm 27 

**********************************************************************************
Gestern fand ich für Seele, Körper und Geist die Tageslese hochinteressant.
Offebbarung 4, 1-11
Es wird alles so wunderschön beschrieben wie es ist und einmal sein wird.

Besonders ansprechend war die Beschreibung der Wesen mit Gottes Augen, selbst die Flügel waren voll von Gottes Augen.
Die Augen Gottes waren ständig in Bewegung, voller Energie, wie wir heute oft sagen.
Im Gegensatz zu einem blinden Menschen, deren Augen leblos erscheinen.

Und was können die weltlichen Augen alles sehen? In der TV-Zeitung wurden Satelliten beschrieben,
die derart hochauflösende Bilder liefern, dass das Wachstumder Bäume zu sehen ist, oder bei den Wolkenkratzern (welch ein Ausdruck!) die Bewegungen, Risse, Schieflagen usw. festzustellen sind.
Es wurde so beschrieben, dass festgestellt werden kann, wo und ob irgendetwas, mit menschlichen Augen unsichtbar, repariert werden sollte.
Dabei war letztendlich eine ähnliche Bilderfolge wie bei einer Aufnahme des Gefäßsystems des Menschen oder Tiere zu sehen.

Wenn ich soetwas lese und höre, kommt mir immer in den Sinn das 'Vater unser' :
wie im Himmel  - so auf Erden

Lob Dank, Preis und Ehre sei unserem Gott, Herrn und Heiland Jesus Christus !!!


 

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von solana am 28.05.2017 11:26

Pal schrieb:

Ja, ich verstehe die Gefahr! Thanx!

 

Hallo Pal
Ich möchte noch ein bisschen genauer erklären, warum ich es so schlecht finde, Zweifel als "gut" zu bezeichnen.

Was wir als gut empfinden, davon distanzieren wir uns nicht, das akzeptieren wir und dem geben wir Raum in uns, so dass es wachsen und unsere Gefühle beherrschen kann und unsere Gedanken steuern .....

Paulus hat ja auch die "Bedrängnisse" gerühmt, die ihm seine Schwachheit vor Augen geführt haben und die ihn ganz auf Gottes Kraft zurückgeworfen haben (Röm 5,3 ff).
Aber, was er daran rühmt, ist nicht, dass sie ihn an Gott zweifeln lassen, sondern dass sie Geduld, Bewährung und Hoffnung bringen - denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Und diese Liebe wird in den Bedrängnissen und der eigenen Schwachheit erfahren.
Deshalb sind sie gut und "rühmenswert".

Aber Paulus rühmt nicht die Zweifel, die dabei aufkommen können. Sondern die Beständigkeit und den um so mehr gefestigten Glauben, der aus dieser Erfahrung (dass Gottes Kraft gerade in unserer Schwachheit besonders mächtig wirkt) entsteht.

Um dahin zu kommen, müssen wir die Zweifel und die Unsicherheit loslassen. Was wir aber gutheissen, bei dem tun wir uns schwer, loszulassen (s.o.) ....

Du hast diese Stelle angesprochen: Mk 9,24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Ja, so hat der Vater des Kindes gebeten. Aber Gott kann nur dem "Unglauben" helfen, wenn jemand auch bereit ist, die Zweifel loszulassen.
Wir können nicht bitten: "Gott, bitte bring mich vorwärts" - und gleichzeitig die Handbremse anziehen und sie nicht lösen wollen ....

Wir schaffen es von uns auch nicht, Ängste, Zweifel und Unsicherheit zum schweigen zu bringen.

Aber wenn wir uns mit der Bitte an Gott wenden, dass er unserem Glauben helfen soll - gegen alle Zweifel und Unsicherheit - dann müssen wir auch innerlich bereit sein, sie wirklich loszulassen und die "Bremse" nicht umklammern.
Und dafür müssen wir uns innerlich distanzieren, was bedeutet: sie nicht gutheissen.
So sehe ich das.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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