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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Pal am 28.05.2017 20:31

Merci:
Das Böse in mir stirbt nicht dadurch, dass ich es ansehe.

Es stirbt aber auch nicht dadurch, das ich wegsehe, sondern dadurch das ich mich bekehre! - Und das werde ich erst dann, wenn ich den Schmerz des "Schlangenbisses" so ätzend empfinde, das ich zur "ehernen Schlange" blicke. Selbstverständlich kann keiner sich vom "achten auf die Bosheit" selbst frei machen. Nur Jesus kann uns erlösen, das ist ja ABC.

Merci:
Auch stirbt das Böse in mir nicht dadurch, dass ich mit ihm kämpfe.

Sondern? Soll ich nicht "kämpfen"? - selbstverständlich nicht in eigener Kraft, sondern in der "Kraft des Glaubens" (Jesu).
Ist es bei dir, lieber Merci, sozusagen nur ein "Kampf des Ignorierens" - nur nicht darauf achten? -
Das verstehe ich nicht?

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Forenleitung

Beiträge: 5516

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Cleopatra am 28.05.2017 20:14

Sehr schön gesagt lieber merciful, dieser Meinung bin ich auch.


LG Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2512

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Merciful am 28.05.2017 19:35

Ich halte es für wichtig, dass ich mich nicht um die eigene Achse drehe.

Das Böse in mir stirbt nicht dadurch, dass ich es ansehe.

Auch stirbt das Böse in mir nicht dadurch, dass ich mit ihm kämpfe.

Das Böse in mir ist die Macht der Sünde in meiner Natur.

Vielmehr wende ich mich Jesus zu und suche Zuflucht bei Gott.

Einen anderen Weg gibt es für mich nicht.

Gottes Gebote sind ein schützender Raum.

Merciful

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von nennmichdu am 28.05.2017 17:55

Hallo Pal, hallo Burgen,


nach der Frage, was "das Böse" ist, taucht in der Bibel zuerst der Baum von der Erkenntnis des Guten und des Bösen in Eden auf. Und hier erlebte der Mensch das Böse in der vollzogenen Rebellion gegen seinen Schöpfer.
Indem er sein eigener Gott sein wollte, war er seinen erwachten Begierden nach Macht, Genuss und Ansehen in einem vom Tode gekennzeichneten Daseinskampf haltlos ausgeliefert. Weil er keine völlige Befriedigung hier finden konnte. 

Denn unseren Lebenshunger, unseren Lebensdurst kann nur Gott selbst, kann nur Jesus stillen. 

Im Neuen Testament werden die Werke des "alten Adams", des (bösen) Fleisches dann in ihren Auswirkungen beschrieben:

Galater 5
19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,
21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.


Als Christ sind wir dann gefordert, Gott Raum zu geben um dadurch diese Werke des Fleisches - des alten Adam - im Tode zu halten und damit nicht zu vollbringen.

Und das ist ein anhaltender Prozess. Was ich interessanter weise auch in der Taufe - dem in den Tod geben - wiederfinde, wenn es heißt:

Matth. 28
19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie (wörtlich sie taufend) auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie (wörtlich sie lehrend) alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.


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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 28.05.2017 17:16

Nachtrag:

Epheser 4, 21-24

Ihr habt doch von ihm (Jesus) gehört und seid in ihm unterwiesen , wie es die Wahrheit in Jesus ist.

22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel,
     der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.

23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn

24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

♡♧♡ ♡♧♡ ♡♧♡

Dazu noch die geistliche Waffenrüstung anziehen, einen Schutz vor Gedanken und besonders das Herz behüten.

Das alles "funktioniert" sozusagen nur, wenn wir in die Ruhe Gottes eintreten und Zeit sich nehmen.

Gott helfe uns und behüte uns

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 28.05.2017 16:50

Ist es denn nicht so, anstatt der Egolust nachzugeben, sich auf Jesus zu besinnen und sich mit Jesus zu beschäftigen?

Ich würde sagen, dass Jesus die Hilfe durch sein Wort ist.

Das ist z.T. mit ignorieren des Verlangens gemeint.

Anstatt wie eine Katze vor dem Mauseloch auf die Maus zu warten, sich von der 'Lust auf', abzuwenden

und etwas Gott wohlgefälliges tun.

Ein Wasserbad des Wortes klärt auch Vieles und nacht neu und erfrischend.

Denn, der Teufel geht umher und sucht wen er verschlingen kann. Das kann sehr subtil beginnen und in Niederlage enden.

Und Gottes Augen, Offb 4, sich bewusst machen, kann in so einer aufwühlenden Situation helfen und sogar abkühlend sein.

Ignorieren wird überschrieben. Und so verliert das jeweilige Ungetüm langsam seine Macht über einen.

Es kann sogar eine fortwährende Belohnung geschenkt werden.

Alles dient uns ja bekannterweise zum Guten, zur Geduld, zur Freude.

Es geht wie immer um Beziehung.

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 28.05.2017 16:04

Hallo nennmichdu und natürlich @ alle, die hier lesen, nachdenken, mitschreiben

ja, was ist das Böse, böse, in einem Menschen?
Ich denke, dass jeder diese Erfahrung dessen, was alles in einem steckt, machen wird.
Es ist wie ein Blick durch ein Kaleidoskop.

Und was Begehrlichkeiten anbelangt, die gibt es zuhauf.
Bestimmte Literatur, interessant, aber nicht gottwohlgefällig.
Süchte, dazu gehört auch Zuckersucht, Fettsucht, Sammelsucht (-wut)

Ich denke alles das, was über ein solalahabenwollen (Gier und Habsucht, Sexsucht, Alkoholsucht, Rechthaben wollen, 
Drogensucht usw.) hinausgeht.
Und dann gibt es noch soviele innermenschliche ungute Gedanken, Gefühle.
Kranke Familien, eigene Begrenzungen, Behinderungen, Unfreundlichkeit, Egoismus, Selbstverliebtheit, allen es rechtmachen wollen,
seelische Verletzungen, Gefühle nicht erwachsen werden zu können, irgendwie stecken zu bleiben und und und.

Ja, wie gut, dass wir ganz knapp die Aufzählung der 10 Gebote Gottes von ihm durch Mose erhalten haben.
Sie sind wie ein Treppengeländer, geben Sicherheit und Orientierung.
Helfen Gott zu vertrauen, ihn immer besser kennenzulernen.
Und ja, das alles kann durchaus Jahre inanspruch nehmen. 

Gott hat unendlich Geduld uns wiederherzustellen. 
Das sieht für jeden anders aus. Wüstenzeiten werden zum Geschenk.
Oasen sind Labsale und Nahrung.

Ja, jeder Mensch durchlebt diese Entwicklungsschritte zum und in den Frieden Gottes hinein.
Sein, das Gottesreich hält noch viel im Leben für jeden bereit, denke ich mir.

Gruß 
Burgen



 

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Pal am 28.05.2017 15:50

Thomas:
Hallo Merciful, ich habe ein wenig Schwierigkeiten zu verstehen, was du eigentlich mit "dem Bösen in dir" konkret meinst? Und mit der Vorstellung etwas "auszublenden" oder zu ignorieren kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen. Indem ich etwas "lediglich" ausblende ist es doch weiterhin da und Bestandteil meines Lebens.

Ja, mit dem Ignorieren kann ich auch nichts anfangen!? Bei mir geht es um einen reallen Kampf gegen meine Egolüstet, denen es gilt abzusterben...Oder?

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von nennmichdu am 28.05.2017 15:05

Hallo Merciful,


ich habe ein wenig Schwierigkeiten zu verstehen, was du eigentlich mit "dem Bösen in dir" konkret meinst?

Und mit der Vorstellung etwas "auszublenden" oder zu ignorieren kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen. Indem ich etwas "lediglich" ausblende ist es doch weiterhin da und Bestandteil meines Lebens.


Für mich wäre "das Böse" ein sich haltloses Übergeben an die eigenen selbstsüchtigen Begierden, die ihre Hoffnung und Erwartungen nicht auf Gott richten, sondern auf sich selbst, auf andere Menschen oder andere idellle oder materielle Ziele, die ich zu verwirklichen suche.

Das Gute besteht dann ja im halten der Gebote Gottes, zusammengefasst in der selbstlosen reinen Liebe zu allen Menschen - die ich nur dort haben und pflegen kann, wo ich mich versorgt und geborgen in Gott weiß.

Also ist es dann so, das ich dort, wo ich mir diese Liebesbeziehung die Gott zu mir hat, vergegenwärtige, dann darin oder daraus lebe, ich das "Böse" nicht ignorieren brauche, sondern diese Begierden dann gar keinen Raum mehr in meinem Leben finden können.

Allerdings erlebe ich dieses auch als einen täglichen Kampf, wo ich allenfalls noch im jahrzehnte langen Rückblick feststellen kann, das es insgesamt eine Entwicklung nach oben geht. Die mich im Glauben und der Zuversicht dann gefestigter sein lässt.


lg,
Thomas

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2512

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Merciful am 28.05.2017 13:12

Ich möchte gern noch einmal auf das ursprüngliche Thema dieses Threads zurückkommen.

Wie gehen wir damit um, wenn wir als wiedergeborene Christen dennoch das Böse in uns wahrnehmen?

Paulus schrieb an die Korinther, der Mensch in Christus sei eine neue Kreatur, das Alte sei vergangen.

Was aber nun, wenn die neue Kreatur in Christus die Erfahrung macht, dass das Böse noch immer da und vorhanden ist?

Ich persönlich habe rund 2 Jahrzehnte gebraucht, um zu lernen, das Böse zu ignorieren.

Vielleicht trifft es die Sache, wenn ich schreibe, dass ich das Böse dulde; aber ich schenke ihm keine Beachtung.

Über Jahre hinweg irritierte es mich sehr, das Böse in mir wahrzunehmen.

Ich untersuchte es, setzte mich damit auseinander, dadurch aber wurde es nur noch schlimmer.

Es war zum Verzweifeln.

Dann lernte ich, das Böse zu ignorieren.

Bei der kleinsten Wahrnehmung blendete ich es aus, gab ihm keine Nahrung.

Vielmehr lernte ich, auf Jesus zu sehen und mich an sein Gebot zu halten.

Mehr und mehr machte ich die Erfahrung, dass der Friede in mein Herz einzog.

Das Böse in mir nehme ich nach wie vor wahr, aber eher so, wie aus der Ferne.

Ich gestatte ihm nicht mehr, mein Denken, Wollen und Fühlen zu vereinnahmen.

So achte ich darauf, in Christus zu bleiben.

Ich bin mir aber stets der lauernden Gefahr bewusst, dass ich falle, dem Bösen verfalle.

Daher wird mir momentan das Wort Jesu bedeutsam, wenn er mahnt, wachsam zu sein und im Gebet nicht nachzulassen.

Im Glauben zu bleiben, verankert und gegründet im Gebot Jesu und seiner Kraft.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.05.2017 14:16.
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