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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott

von Burgen am 08.04.2017 08:46

Guten Morgen ihr Lieben,

heute ist die Feier des Sabbat, viele gehen in das freie Wochenende, erledigen die WE-Einkäufe oder suchen Zerstreuung und Entspannung vor den kaufhausfenstern in der Stadt.
In einem Monat, am Sonntag, befinden sich über 50T Menschen auf der Straße.
Es ist eine riesengroße Bombenräumung angesagt. Immer noch Reste des Schreckens vom 2. Weltkrieg.
Das soll die größte Räumungsaktion der letzten jahre sein.
Fast könnte man sich daran gewöhnen. Doch eigentlich kann man sich nicht sicher sein wieder zurück in seine
Wohnung zu kommen. Wir vertrauen einfach darauf, dass die Männer ihre Sache gut machen.

Aus dem Wochenpsalm 22, 1-22

20 Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!
21 Errette mein Leben vom Schwert, mein einziges Gut von den Hunden.
22 Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und vor den Hörnern der wildern Stiere -  du hast mich erhört!
(und errettete mich von den Einhörnern /Lutherübersetzung)



 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Weisheit - Sprüche-des-Lebens

von Burgen am 08.04.2017 08:30

aus der heutigen Tageslese Amos 6, 1-6 (6)
 
Weh! Die ihr sorglos seid zu Zion und die ihr voll Zuversicht seid auf dem Berge Samarias, ihr Vornehmen des Erstlings unter den Völkern, zu denen das haus Israel kommt,
geht hin nach Kalne und schaut was und von da nach Hamat, der großen Stadt, und zieht hinab nach Gat der Philister!
Seid ihr besser als diese Königreiche (Republiken von heute)?
Oder ist ihr Gebiet größer als das eure, die ihr meint, vom bösen Tag weit entfernt zu sein,
und trachtet immer nach Frevelregiment,
die ihr schlaft auf elfenbeingeschmückten Lagern und euch streckt auf  euren Ruhebetten?
Ihr esst die Lämmer aus der Herde und die gemästeten Kälber und spielt auf der Harfe (Klavier/Gitarre/Posaune)
und erdichtet euch Lieder wie David und
6 trinkt Wein aus Schalen und salbt euch mit dem besten Öl,
aber bekümmert euch nicht um den Schaden Josefs. (dem christlichen Abendland )


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott

von Burgen am 08.04.2017 08:10


Losung

Ihr trinkt den Wein (das Bier )kübelweise und verwendet die kostbarsten Parfüme;

aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt. / Amos 6,6


Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. / Galater 6,2

Herr, dir gehört die Welt. Was wir haben, hast du uns anvertraut.
Du wirst mich fragen: Wie bin ich mit meinen Gaben umgegangen?
Wen habe ich sie zur Verfügung gestellt?
Habe ich nur mir selbst gedient oder auch meinen Nächsten?
Meinen Angehörigen?
Denen, die in Schwierigkeiten geraten sind?
Hilf mir, das zu bedenken.
Lass mich erkennen, was heute geboten ist.
(Hans Roser)

Lukas 18, 31-43
Lukas 22, 54-62


 

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Schöpfungsbericht: Gottes Fakten und die Mythen der Welt

von nennmichdu am 08.04.2017 07:05

Guten Morgen liebe Leser,

nachdem hier nun manigfache Versuche unternommen worden, den Schöpfungsbericht einzuordnen, in unser "christlich" geprägtes Denken, Vertreter des Neuplatonismus (wie es auch ein Meister Eckhardt war) eine göttliche Seele in uns und ein göttliches allgegenwärtiges Sein postulieren, aus dem heraus wir abgebildet worden wären und somit unser humanistisch gegrägtes Menschenbild ausmalen, welches aus Körper, Seele und Geist hier eine Dreiteilung erfährt, die die Seele abgesondert vom Geist und vom Körper betrachten will, möchte ich nocheinmal auf die Entstehung von Zeit und die Ausprägung der Erde eingehen.

In den ersten drei Schöpfungstagen hören wir von den Grundlagen von Himmel und Erde. Himmel als eine räumliche Sphäre die sich auszeichnet durch ihre Feinstofflichkeit im Unterschied zu einer flüssigen Sphäre, hier auf unserer Erde dem Wasser als Beispiel, welches auf der Erde aus Tiefenwasser - bzw. flüssigen Bestandteilen unterhalb der "Erdkruste" besteht und "Höhenwasser", welches in Gasförmiger Form ein Teil unserer Athmosphäre mit ausmacht.

Nun gibt es aber auch noch einen anderen, weiteren Himmel - den Himmel, den wir allgemein hin als Aufenthaltsort von Gott bezeichnen und der in Offenbarung 4 beschrieben ist:

Offbarung 4
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel...

...Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer. 

...Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall,

eine Parralelle zur Schöpfungsgeschichte wo auch von einem Meer -- mit einer festen durchsichtigen Fläche gesprochen wird und wo etwas darauf (hier Gott) thront.. und unter dessen höherdimensionalem Raum unser Universum (hängt)...


In der Ausformung der Erde, die unter einem statischen Einwirken von Licht geschah, was Gott zuvor geschaffen hatte und dann in Trennung von der zuvorherrschenden Finsternis versetzt hatte, geschieht dann eine weitere Entwicklung in Vers 14 und 15 von 1. Mose 1. - die die nächsten 3 Schöpfungstage kennzeichnen.

Aus einer Interlinear Übersetzung:


Dann-sprach Gott:

Es-sei(en)  Leuchten am-Firmament der-Himmel um-zu-scheiden zwischen dem-Tag und-zwischen der-Nacht.

Und-sie-sollen-werden
zu-Zeichen und-zu-Zeiten und-zu-Tagen und-Jahren,
 
und-sie-sollen-werden  zu-Leuchten am-Firmament der-Himmel, um-zu-leuchten auf-die-Erde!  und-es-geschah-so.


Wenn wir nun die Schöpfungsgeschichte als Wort Gottes ernst nehmen und die Erde als Mittelpunkt unserer Blickrichtung nehmen, dann erleben wir eine Aufhängung der Erde im Kosmos/Universum, die einen Verlauf nehmen soll, welche dann vom Menschen als 24 Stunden Tag und als Sonnenjahr (der Umlauf der Erde um die Sonne --- oder bei einem Erdzentrierten Denken könnten wir auch das ganze Universum sich um die Erde drehen lassen) und als JahrMillionen/Milliarden im Blick auf das einfallende Licht ferner Sterne wahrgenommen wird.
---- Oder fallen wir vielleicht doch auf diese Sterne (r)ein ...?!  (wenn ich postuliere das nicht Licht eine Geschwindigkeit hat, sondern nur wir unsere Geschwindigkeit messen, mit der wir den Sternen näher kommen...?!) --- aber das ist eine andere Geschichte.

Ich wünsche allen noch einen schönen Tag. 

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Kowalski

52, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 126

Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?

von Kowalski am 08.04.2017 00:07

Also wenn ich die letzten Seiten so lese. Oh man..  da machen sich einige wirklich sehr viele Gedanken.
Ich finde das gut, denn es zeigt auf, dass es nicht DIE eine Möglichkeit gibt. Und für Gott gibt es sowie so unendlich viele Möglichkeiten. Es so aussehen zu lassen, als sei alles millionen Jahre alt. Als gäbe es eine Evolution. Als gäbe es einen Urknall. Das wäre nur ein möglicher Weg. Aber wir sollten aufpassen nicht zu arrogant zu sein und annehmen, wir würden die Wege und Pläne des Herrn mit unserem menschlichen Verstand begreifen. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, wie begrenzt unsere Denkfähigkeit, im Vergleich zu den Möglichkeiten des Schöpfers, ist. Wenn schon menschliche Augen den Herren nicht zu sehen vermögen, da man sonst erblindet, wird das Unterfangen die Göttliche Herrlichkeit begreifen zu wollen, erst recht zum scheitern verurteilt sein.

Die Wissenschaft kratzt nur ganz vorsichtig an der Oberfläche von Etwas, das ohne Göttliche Hilfe, zu verstehen wahrscheinlich nie möglich sein wird. Theoretische Physiker und Mathematiker der heutigen Zeit wissen, dass es keine Vergangenheit und keine Zukunft gibt, oder anders ausgedrückt, alles passiert nur jetzt. Aber verstehen, tut das niemand. Genausowenig wie andere Dimensionen (die vielen Wohnungen in Seinem Haus).

So bleibt also nur der Glaube. Denn bei Gott ist alles möglich.  

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Wassertaufe - ein neues Ritual?

von Burgen am 07.04.2017 23:42


Hallo Daniel

Johannes als Levit und Priester zu sehen ist neu. Manche meinen, dass er zu den Essenern gehörte.
Das Priesteramt hat er sicherlich nicht im Tempel ausgeführt. Das würde sonst überliefert worden sein.
Er ernährte sich ja von Heuschrecken und trug Kamelhaarkleidung, lebte eher in der Wüste.

Die Schrift schweigt sich aus. Doch irgendwann begann er mit seinem Bußruf.
Dafür war er geboren worden. Das war sein Auftrag.

Auch jesus hat keine Tiere im Tempel töten lassen. Im Gegenteil, er ließ die Tauben frei und scheuchte die Händler aus dem Vorplatz. (fast wie eine Massentierhaltung inklusive Schlachthof)
Spätestens 70 n.Chr. war das alles vorbei.

Tauben wurden geopfert.
Lämmer trugen die Schuld des Menschen und wurden einerseits getötet und andererseits wurde ein Bock ausgewählt, das die Schuld des Volkes trug. Dieses wurde dann zum Sterben in die Wüste geschickt. Und das Volk war frei - bis zum nächsten Jahr.

Und geneu dafür kam Jesus als Mensch zur Welt. Er trat in den Riß.
Johannes war sein Wegbereiter.
Seit der Auferstehung Jesu braucht es die ganzen Opfer und die Sündenübertragung auf den Bock nicht mehr.
Wir können jetzt täglich, immer, zu Jesus kommen, bekennen, bereuen und Vergebung erlangen.
Und somit täglich neu beginnen. Jesus ist jetzt u.a. unser Fürbitter bei Gott, vor Gott, dem Ewigen ...

Das liest sich so nüchtern - aber es ist eben auch mit viel Emotion und Dankbarkeit verbunden.

Gruss
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Was du da suchst, gibt es nicht (mehr)

von Burgen am 07.04.2017 23:19

Hallo DANIEL

vielen Dank für dein Willkommen hier.
In der Tat, du suchst die Nadel im Heuhaufen.
Vieles kommt mir bekannt vor.

Allerdings gibt es auch zu bedenken, dass wir ein Kind unserer westlichen Kultur sind.
Und diese Prägung ist nur sehr schwer zu leugnen, da die westlichen Wurzeln eben vielfältig mit der rkk und evang. Werten zu tun hat.
Die Pietisten, die Brudergemeinden und andere versuchten, ein biblisch gegründetes Christsein innerhalb der Landeskirchen zu leben. Daraus entwickelte sich die Allianzgebetswoche, die jedes jahr stattfindet.

Auch die etlichen Missionswerke gründeten sich auf den lebendigen Glauben. Sie unterstützen noch heute vielfältig über den 10. geben hinaus andere menschen, andere Einrichtungen im Inland und Ausland. Z.B. ein Werk unterstützt 40 Kindergarteneinrichtungen, nicht nur mit Essen und Trinken, in Israel, speziell Jerusalem.

Und du nun, vielleicht, wenn du die Kraft und Freudigkeit hast, wäre es für dich vielleicht richtig, einen kleinen Hauskreis zu gründen? Gemeinsam in der Schrift forschen, einander erzählen, miteinander beten?

Ich selbst frage mich das auch manchmal. Jeder ist ja aufgefordert, seine eigene Zone zu verlassen und anderen Liebe, Respekt zukommen zu lassen. Dazu ist es hilfreich, sich selbst mit den Grundlagen des christlichen Glaubens zu befassen.

Es gibt nie die perfekte christliche Kirche, Gemeinschaft.
Ich weiß noch wie schockiert ich vor einigen Jahren war, als jemand den Mantel von den Bischhöfen lüfteten, denn in deren Familie gab es einige Würdenträger. Auch sie sind nur Menschen, die aber auch einen festen Lehrplan durchlaufen müssen.
Und das wird eben in Predigten, Vorträgen weiter gegeben.

Das Theologiestudium ist keine Gewähr dafür, dass jemand mit Jesus sein Leben lebt.
Und wir alle brauchen manchmal andere Menschen, die uns bewusst oder unbewusst weiterbringen. Manchmal auch neue Gedanken ermöglichen.

Erwachsen werden im Glauben und als Mensch.

Gottes Frieden dir, und einen gesegneten Sabbat

Gruss
Burgen


 

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Joh832
Gelöschter Benutzer

Re: Wassertaufe - ein neues Ritual?

von Joh832 am 07.04.2017 22:58

Eine ursprüngliche Frage wurde hier noch (fast gar) nicht diskutiert:


Was mich aber weiter beschäftigt ist, dass Johannes die Taufbereiten zur Umkehr und Busse aufgerufen hatte, und dabei aber nicht auf den Tempel und das Ritual dort mit den Opfertieren hinwies. Johannes war ein Levit, und wie sein Vater Zacharias wohl auch ein Priester. Ein Priester im AT aber würde doch das Sündenritual im Tempel mit den Opfertieren predigen - und dies hat Johannes hier scheinbar nicht getan. Oder gehe ich falsch in der Annahme, dass auch schon im AT die Sündenbereuung und die Bitte bei Gott um Vergebung nicht primär durch dieses Ritual geschah, sondern wie wir es heute kennen im offenen Gebet zum Vater?

Den Juden des AT wird ja oft "unterstellt", dass sie nur durch diese Opfer, wie sie bei Mose beschrieben sind, Sündenvergebung erwirkt hätten. Das aber war noch so was, das mich auch beschäftigt hatte, als ich mich um das Taufritual vom Täufer Johannes interessierte. Johannes, ein Levit und wahrscheinlich wie sein Vater auch ein Priester, ruft nun nicht zu diesem Ritual auf betreffend der Sünden? Er stand doch noch unter dem alten Bund - kann es sein, dass wir Christen heute den Juden der damaligen messianischen Zeit etwas unterstellen, was gar nicht ist....?

Shalom...............DANIEL
 

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Joh832
Gelöschter Benutzer

Was du da suchst, gibt es nicht (mehr)

von Joh832 am 07.04.2017 22:31

Eine kurze Sache wird das hier schon nicht, davor sein jeder gewarnt, der nur was kurzes lesen will?

Eigentlich wollte ich hier kein "mich Vorstellen" machen, das aus der Erfahrung vor einigen Jahren in einem anderen Forum. Damals stellte ich mich dort kurz vor, wer ich bin und was ich glaube - und dies löste damals eine regelrechte Welle an Mahnprediger, Sektenwarner und Propheten aus, die alle mich bekehren oder vor mir warnen wollten! Dabei wollte ich nur sagen, was mir in Glaubensfragen wichtig wurde - und dann in anderen Foren mich an Diskussionen beteiligen. Dazu kam es aber praktisch nicht, weil man fast nur an meiner Vorstellung herumschrieb; von den anderen Themen kam praktisch kein Echo zurück. Ja, so kam ich dann vor kurzem hierher und dachte erst nicht schon wieder so eine Flut von Diskussionen auszulösen, indem ich mich vorstelle, was mein Glaube heute ist - und hauptsächlich was ich hoffe hier zu finden! Und was suche ich? Gleich- oder Ähnlichgesinnte. Welche denen es ähnlich ergangen ist, die heute auch nicht mehr zu einer Ortsgemeinde gehören und wie ich, sich primär im Internet informieren oder sich daraus Predigten anhören!

Den Spruch, "was du da suchst, gibt es nicht (mehr)" musste ich von einem Seelsorger in meiner ersten Gemeinde hören, wo ich zum Glauben kam - das war vor über 10 Jahren. Ich konterte diese Kritik mit der Bemerkung, dass es das Gesuchte einmal gegeben haben muss, denn es wird ja in der Bibel beschrieben. Was suchte ich damals? Eine familiäre, brüderliche Gemeinschaft, die sich auch um den Willen Gottes interessieren würden. Das war auch der Grund, warum ich kurz nach dem Ende des Alphalive und des nachfolgenden Betakurses diese Gemeinde verliess - keiner hatte dort wirklich Zeit für mich und wenn ich wo aushelfen wollte, drückte man mir nur den Besen in die Finger mit dem Spruch: Such dir den Dreck vor unserer Türe selber, genug davon hat's ja. Doch hatte ich ein seelisches Anliegen, so brauchte ich beim Seelsorger unheimlich lange (einige Wochen) Geduld, bis der endlich mal auch für mich Zeit hatte! Ja, dieses Gemeindebild las ich nicht in der Bibel - dort las ich von der brüderlichen Nächstenliebe und der Lehre vom Willen Gottes.

Dass ich dort aber ging, hatte auch noch den Grund eines theologischen Streites, den mein Wunsch nach der Taufe auslöste: bei einem Beichtspiegel - mit den 10 Geboten als Vorlage - kamen wir grad mal bis zum vierten Gebot, bevor die hitzige Diskussion losbrach. Ja, vom Sabbat las ich einiges in der Bibel - und auch weniges vom Sonntag. Doch steht es nicht in der Bibel, dass der Sonntag den Sabbat abgelöst hätte? Das aber wird von den Theologen so gelehrt! So endete damals meine Taufvorbereitung mit diesem Streitpunkt um den Sabbat, wobei ich dort noch den Spruch einfangen durfte, mit solchen Ansichten hier in dieser Gemeinde nix zu diskutieren hätte - wolle ich über den Sabbat debattieren, dann solle ich doch zu den Adventisten gehen. Nun, das war dann zuviel und ich verliess diese Gemeinde - und ging kurze Zeit später auch zu diesen Adventisten. Nun ja, den Sabbat haben die dort - ähnlich wie sonst die meisten Christen den Sonntag haben! Ich lernte also bei diesen den Sabbat kennen, wobei mir die tiefere Bedeutung des Sabbat's erst später in einer jüdisch-messianischen Gemeinde so richtig klar wurde. Und der Sabbat ist mir heute noch wichtiger als der Sonntag!!

Doch was ich schon bei der ersten Gemeinde vermisste, fand ich nun auch bei den Adventisten nicht - auch hier war die freie Zeit für die Geschwister eine echte Mangelware. So führte mich der Weg zu diesen Jüdisch-Messianischen! In dieser Zeit etwa geschah es, dass ich verstandesmässig nicht so recht begriff, was eigentlich Jesus für mich am Kreuz getan hatte - ständig musste ich nur die Lehre hören, dass ich Jesus annehmen solle und ihm dankbar sein müsste, dass er mich am Kreuz erlöst hat. Schön und gut, doch verstehen konnte ich weder dies, noch diese Lehre aus der Bibel so recht begreifen. So begann ich über dieses "Problem" zu beten und nach einiger Zeit sagte mir unser Herr: lies zuerst die 5 Bücher des Mose (die Torah) und danach den Hebräerbrief! Erst war ich ab dieser Antwort schockiert. Die 5 Bücher Mose waren kein kleines Volumen und der Hebräerbrief war damals jener Brief, den ich von allen aus dem NT am wenigsten verstand. Doch ich tat dann was mir unser Herr gesagt hatte, und als ich dieses ganze Volumen durchgelesen hatte, begriff ich auch, was etwa ein Hoherpriester ist - bislang dachte ich dabei immer an einen Bischof oder so. Aber nicht nur dass ich jetzt den Hebräerbrief besser verstand, auch der Rest vom NT schloss sich mir immer mehr auf. Aber noch etwas weiteres wurde mir aus diesem ganzen Stoff auch klar: die Torah (das Gesetz des Mose) ist mehr als nur eine Ansammlung unbegreiflicher Opfergebote und Rituale - da stehen ja Sachen drinnen, wovon wir heute keine Ahnung mehr haben! Wie etwa dass ein Wanderer unterwegs für seinen Hunger zu stillen sich am Feld des Bauern bedienen darf - aber nur was er grad so braucht und nicht zum mitnehmen. Oder dass man einem Bruder nicht gegen Wucherzins Geld ausleihen solle. Und könne dieser den Zins nicht mehr zurückbezahlen, so sei ihm dieser Zins zu entlassen, aber ihm weiterhin Geld leihen - ja, wo gibts denn sowas heute noch? Und noch vieles mehr. Wer etwa auf diese Hirnrissige Zahl von den 613 Gesetzen gekommen ist, weiss ich nicht - aber allein diese Zahl ist schon erschlagend. Dabei muss man die Torah aufgliedern in rituelle und moralische Gebote. Die Rituellen sind heute vergeistigt, dies ist aber witzigerweise nicht mal eine christliche Erfindung, sondern eine Jüdische; nachdem die Juden 70 n.Chr. den Tempel verloren, überlegten sie sich, wie sie die rituellen Gebote, die ja den Tempel voraussetzen, nun praktizieren sollen und so kam dieses vergeistigen. Und die moralischen Gesetze? Ja, leider gibt es auch bei den Christen noch welche, die sogar diese als aufgehoben und ans Kreuz genagelt bezeichnen. Aber stimmt das wirklich? Irgendwo in den Johannesbriefen heisst es, wie wir erkennen können, in Christus zu sein - indem wir "seine" Gebote halten. Und hat nun Jesus irgendwelche Gebote aus der Torah abgeschafft oder durch Neue ersetzt? Matthäus 5,17 und die nächsten 3 Verse geben dazu deutlich ne Antwort. So ist mir diese Treue gegenüber der moralischen Torah bis heute geblieben. Doch dies ist wie der Sabbat auch, oft ein rotes Tuch für viele Christen....

Als ich zum Glauben kam, bemerkte ich bald, dass mein Interesse für die Bibel zu mangelhaft ist. So gab man mir den seelsorgerlichen Rat, unseren Herrn um "Durst" zu bitten - Durst nach seinem Wort. Nun, das hat auch geklappt und ich bekam ein Interesse am Bibellesen; zwar kaufte ich am Anfang viele verschiedene Bibeln, bis ich endlich eine fand, dessen Inhalt ich auch gut verstand. Es war dann ne Zink-Bibel, die mir endlich das Verstehen der biblischen Botschaft aufschloss - eine Bibel, die ich heute nicht mehr empfehlen würde; sie ist zu ungenau und die Übertragung ist sehr weit ausgeholt. Doch bald konnte ich auch die genaueren Bibeln wieder lesen und verstehen, denn nun hatte ich ja eine gewisse Grundlage. Der einfache Kontext erschloss sich mir bald, doch stiess ich dabei immer wieder an eine Hürde, die mir Steine in den Weg legten, den Kontext noch besser zu verstehen! Dies war, dass ich vorallem im NT ständig vom Herrn las - doch wer ist gemeint mit diesem "Herrn"? Im AT war mir diese Frage recht klar, dort war Gott der Vater klar der Adressat. Doch nun im NT, war das immer noch der Vater, oder trug nun auch sein Sohn Jesus diesen Titel? Aus der Apg 2,36 wurde mir dann klar, dass dieser Titel vom Vater auf seinen Sohn überging und 1Kor 8,6 zeigte mir, dass wir nur EINEN Herrn haben - und dies ist fortan Jesus. Doch warum konnte man dies nicht in der NT-Bibel auch so schreiben. Ja, so begann ich zu forschen und fand in einigen Jahren einige wenige Bibeln, die in ihren Texten klar erkennen lassen, „wer" mit dem Herrn gemeint ist. Ich sage heute, man erkennt den Kontext der NT-Bibel viel besser, wenn man weiss, von „wem" da geschrieben wird. Eine dieser Bibeln nannte sogar Gott den Vater im AT "Jahwe" und das war die NeÜ des Vanheiden. In seinem NT aber kommt dieser Gottesname gar nicht mehr vor und so schrieb ich ihm ne Mail mit der Frage warum. Zwar war es einleuchtend was er mir als Erklärung schickte, doch machte er auch die kritische Bemerkung, dass wenn man im NT einen erkennbaren Unterschied zwischen Jahwe dem Vater und dem Sohn Jeschua machen würde, man damit eine der Grundlagen der Trinitätslehre wegreissen würde. Nun diese Lehre war mir schon immer ein Rätsel, und fragte ich mal nach verständlichen Bibelstellen bekam ich die Antwort, dass weder diese Lehre, noch der Begriff in der Bibel vorkomme. Das sei mehr eine Lehre der Theologen und da diese schon seit vielen Jahrhunderten gelehrt wird, sei diese weder zu hinterfragen, noch anzuzweifeln. Ja, man sagte mir sogar, dass diese Lehre ein Mysterium sei, das man nicht völlig erklären könne. Nun, einige Christen erklären diese Lehre zur Grundlage, ob man errettet sei oder nicht - wenn das aber stimmt, warum lehrt die Bibel dies nicht? Und einzelne Verse sind doch keine Lehre! Ja, als ich bei den Messianischen verkehrte, lernte ich nebst dem Sabbat auch die Sicht gegen die Trinität kennen. Es mag Bibelstellen geben, die von einer Mehrzahl Gottes berichtet - allerdings gibt es auch welche, die deutlich gegen die Trinität sprechen. Nebst diesen gibt es noch Passagen in der Bibel, die gar nicht logisch verständlich sind, nennt man Jesus als Gott oder einen Teil von einer Gottheit. So etwa dass Gott nicht zum Bösen verführt werden kann und der Teufel genau das mit Jesus versuchte - doch um diesen Widerspruch zu erklären, kommt man nun auf die Zwei-Naturen-Lehre! Wieder so eine Lehre, die nirgends in der Bibel nachzulesen wäre, von den Theologen aber uns lang und breit als dringend notwendig erklärt wird. Ja, als ich dann die wenigen Bibeln zusammen hatte, woraus der klare Akteur im Herrn des NT erkennbar wurde, eröffnete sich mir auch ein klares Verständnis für die Bibel ganz erfrischend: „Alle die den Namen des Herrn anrufen, werden gerettet" - und welcher Herr soll das nun sein? Jahweh oder Jesus? Kann man dieses nicht klar erkennen, so kommt der Christ heute auf „Jesus" - doch die Quelle dieser wichtigen Aussage steht im AT und dort ist klar vom Vater Jahweh die Rede. Ja, so ist mir auch diese Einstellung zur Trinität bis heute geblieben!

Eingangs fragte ich, ob es diese Gemeinde oder die Ähnlichgesinnten wohl noch geben würde, die ich heute noch suche? Auch hier in diesem Forum? Gute Frage! Oder hatte jener Seelsorger damals doch recht, dass es diese nicht (mehr) gibt?

Doch mit diesen drei Spezialitäten - Sabbat, Torah und Trinität - ecke ich bei den meisten Christen an. Es ist wie ein rotes Tuch für die meisten, wenn sie sowas lesen und einige fühlen sich dann auch noch genötigt, unbedingt diesen Irrgeleiteten zu bekehren oder vor ihm zu warnen. Doch hat Gott mich in den über 10 Jahren nun diesen Weg geführt und ich denke, dass er auch seinen guten Grund dazu hat. Ob ich aber welche finde, die ähnlich denken, das weiss ich jetzt noch nicht zu beantworten? Mir fällt dazu aber der Prophet Elija ein, der auf dem Karmel viele falsche Priester tötete und dann in die Wüste flüchtete. Auch er hatte bedenken, dass er einer der Letzten wäre, der Jahweh noch kennen und nachfolgen würde? Aber Jahweh gab ihm den Trost, dass er sich immer Heilige bewahren werde - Elija war also nicht allein. Und Jahweh sagte, dass er diese Heiligen in jeder Generation sich bewahren würde, also auch in der heutigen Zeit. Somit muss es doch jene noch geben, die ich da suche....

Shalom wünscht euch allen.........DANIEL

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Hyperion

51, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 228

Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?

von Hyperion am 07.04.2017 19:55

Hallo Thomas,

nur ganz kurz, weil ich gleich weg muss, aber ich habe deinen Post schon in voller Länge gelesen. Trotzdem hatte ich beschlossen ab einem gewissen Punkt abzubrechen, weil es für mich einfach keinen Sinn mehr machte. Deine Ausführungen propagieren für mich einfach viel zu viele Beschreibungen von Phänomenen, die es auf diese Weise, wie du sie beschreibst und verstanden haben möchtest (nämlich einerseits naturwissenschaftlich/physikalisch und andererseits wortwörtlich/biblisch) und in dem Kontext, in den du sie stellst, einfach nicht gibt.

Weißt du das Problem ist, dass du wohl zu denken scheinst, dass sich auf deine Weise die Erkenntnisse der Naturwissenschaft mit dem biblischen Text harmonisieren lassen, aber das tun sie eben leider gerade nicht, weil du die naturwissenschaftlichen Begrifflichkeiten auf eine Art und Weise umdeutest (damit sie irgendwie zum biblischen Text passen), dass sie letztlich ihres Sinns beraubt werden. 

Ich habe jetzt schon mehrmals versucht dir diesen Umstand zu erklären und bewusst zu machen, aber du siehst das einfach nicht, oder verstehst es nicht. Einen letzten Versuch mache ich aber noch. Du schreibst aktuell:

Und erst in Vers 3-5 tritt das Licht - und damit auch die Zeit auf - so wie wir sie kennen -- in der Ausbreitung von Licht/Energie. Welches sich dann sowohl auf das Geschehen auf der Erde als auch auf das Universum als ganzes bezieht. Denn woher kommt sonst der Pflanzenwuchs am dritten Tag auf der Erde. Hier war die Sonne ja auch noch nicht "da".

Der fettgedruckte letzte Teil des Zitats beschreibt nun z.B. so eine naturwissenschaftliche Unmöglichkeit. Du kannst diese Aussage als reine Glaubensaussage ja sehr gerne treffen, aber du kannst dann eben nicht mehr behaupten, dass das irgendetwas mit Naturwissenschaft zu tun hätte. Denn die Naturwissenschaft vermittelt ein völlig anderes Bild von der Entstehung des Universums, das musst du doch zugeben. Pflanzenwuchs ohne das Licht der Sonne ist einfach unmöglich. Erst ist die Sonne da und dann sehr, sehr viel später bilden sich vielleicht auch Pflanzen, wenn die übrigen Rahmenbedingungen erfüllt sind.

Deshalb sind deine Ausführungen eben letztlich ganz einfach "nur" Glaubensaussagen und du kannst die Erkenntnisse der Naturwissenschaft für deine Art der Argumentation einfach nicht in Anspruch nehmen. Verstehst du?

LG
Daniel

Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.04.2017 21:41.
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