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Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Cleopatra am 01.02.2017 14:37Liebe Henoch,
woher hast du die genaue Vorgehensweise bei der Todesstrafe?
Mir ist noch wichtig, das Thema Todesstrafe zu erklären, wieso diese nicht mehr aktuell ist:
Die Todesstrafe war ein Zeichen dafür, wie ekelhaft schlimm die Sünde ist.
Der Lohn der Sünde ist der Tod.
Aus diesem Grund mussten auch viele Opfertiere stellvertretend sterben, eben, weil die Sünde getilgt werden muss.
Nun aber ist Jesus gekommen und stellvertretend für unsere Schuld und Sünde gestorben.
Daher ist kein Tod mehr notwendig, denn den Tod gab es schon- bei Jesus.
In der Offenbarung wird er auch "Lamm Gottes" genannt.
Das ist der Grund, weshalb die Todesstrafe nicht mehr aktuell ist, es ist kein beenden eines Gesetzes, sondern ein Erfüllen. Jesus selbst trägt hier die Strafe.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Henoch am 01.02.2017 12:13Greg sieht es biblisch korrekt. Jesus hätte kein Problem gehabt, wenn eine Steinigung nach dem Gesetz hätte durchgeführt werden müssen. Denn er ist ja der Geber des Gesetzes. Und wie wir wissen, ist das Gesetz gut.
Woran scheiterte es? Nach dem Gesetz hätte es mindestens zwei Zeugen geben müssen und die hätten selbst ohne Schuld sein müssen in dieser Rechtsangelegenheit, sie hätten nüchtern, sachlich, unparteiisch und ohne Ansehen der Person richten müssen und den ersten Stein werfen müssen. Ferner durfte ein Todesurteil nicht vollstreckt werden vor Ablauf einer gewissen Zeitspanne (ich meine ein Tag, wenn ich mich recht erinnere).
Nun, Jesus schrieb mit dem Finger auf den Boden. Die Bibel erwähnt nichts Unbedeutendes. Was bedeutet das? Also, wann schrieb Gott mit dem Finger?
Als er das Gesetz am Sinai gab. Insofern denke ich, Jesus schrieb das Gesetz auf und das zum Zeichen und um das Gewissen der Beteiligten zu erreichen.
So, was war das Problem? Die Zeugen waren schuldig der Ungerechtigkeit. Wo war z.B. der Mann, der ja am Ehebruch beteiligt war? (Also richteten sie mit Ansehen der Person). Sie hatten die Steine schon in der Hand, also richteten sie ohne ordentliche Verhandlung und emotional, nicht nüchtern, sachlich und unparteiisch. Die Zeugen waren auch schuldig, denn die sprach Jesus an, weil sie zuerst hätten werfen müssen. Außerdem war die nötige "Bedenkzeit" noch nicht abgelaufen, das Urteil hätte also nicht vollstreckt werden dürfen. Der Mob verriet, dass er selbst schuldig war der Ungerechtigkeit und damit durfte er nach dem Gesetz die Tat nicht richten.
Deshalb warfen alle die Steine weg, als Jesus sagte, wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. Damit sagt er ja auch, dass der Stein geworfen werden darf, aber der erste halt nur von einem echten Zeugen der Tat, der sich in dieser Rechtssache nicht selbst schuldig gemacht hat. Gabs den nicht, durfte keiner werfen.
Jesus richtete dann, mangels glaubwürdiger Zeugen die Frau auch nicht (in seiner Rolle als Mensch!!!!!). In seiner Göttlichkeit richtete er sie sehr wohl, denn er sagte: "Sündige fortan nicht mehr, dass Dir nichts Ärgeres (immerhin als die Todesstrafe!!!) passiere". Hier muss ich daher Greg widersprechen, denn Jesus sagte nichts davon, er würde vergeben, sondern nur, dass er sie (als Mensch unter diesen Umständen gemäß einem irdischen Gericht nach dem Gesetz Gottes) auch nicht verurteilen würde.
Henoch
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Greg am 01.02.2017 12:13LOL!
Die Aussage Jesu war "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."
Und nicht: "Wirft keine Steine, damit Ihr euch nicht versündigt."
Die Geschicht geht doch nicht darum, das er die Aufgbrachte Menge vor Sünde bewahren wollte. Sie lebten in Sünde bereits, deswegen gingen sie alle weg!
Es geht um die Frau und um Jesus, der das Recht hat vor dem Gesetz Sie zu steinigen und sich entschied sie zu vergeben.
Ich bin eine fröhliche Knackwurst!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (37) Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir und will dich erretten ... Jeremia 1,8
von Burgen am 01.02.2017 11:53Monatsspruch für Oktober
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus ! / Lukas 10,3
kann auch das eigene oder ein "Kauf"Haus sein...
Losung
Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,
dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele. / Psalm 31,8
Bittet, so werdet ihr empfangen, dass eure Freude vollkommen sei. / Johannes 16,24
Hosea 2, 20-25
Lukas 8, 4-15
MarcusO
Gelöschter Benutzer
Re: Matthäus 27,52-53
von MarcusO am 01.02.2017 10:46Hab ich noch nie gehört werde ich mir aber mal gerne genauer anschauen. Danke für den Tipp! Ich arbeite gerne mir der Thompsen Studienbibel zum einen mag ich den Lutherwortgebrauch :) zum andern ist auch diese sehr umfangreich.
Ja das ist ein Vers mir starker Aussage! Wir brauchen keine großen Bekehrungsprozesse und müssen uns auch nicht "eine Zeit lang beweisen" was manche Christen tatsächlich glauben. Jesu Vergebung und Gnade ist unbeschreiblich !
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von solana am 01.02.2017 10:31Das ist Unsinn, Sisterofjesu.
Deiner Annahme liegt ein Missverständnis zugrunde, das durch eine ungnaue Übersetzung entstanden ist.
Lies dazu bspw dieses Artikel: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/6703
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Greg am 01.02.2017 10:26Nebenbei: Jesus hatte kein Problem mit Steinigungen. Sie waren teil des Gesetzes.
Wer die Geschichte der ehebrecherin dahingehend interpretiert, das Jesus Steinigungen grundsätzlich abgelehnt hat, versteht die Geschicte nicht.
Ich bin eine fröhliche Knackwurst!
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Greg am 01.02.2017 10:23Nein. Der allein wahre und dreieinige Gott war Menschen vor Jesus schon bekannt.
Nein. Das verstehst Du falsch. Feindesliebe gab es Bereits im AT.
Für den den Einstieg empfehle ich mal Jona zu lesen.
Kleine Starthilfe für Biblisches Verständinis:
Sprüche 25:21
Vom Paulus zitiert:
Römer 12:20
2. Mose 23
Gott warnt davor, über den Unglück der Feinde sich zu freuen (hier geht es um Edom):'
Obadja 1:12
Sprüche 24:17
Und zum Schluss ne Story von Elisha, König Jeroham und der König von Syrien. Israel und Sysrien waren im Krieg, und mit Gottes Hilfe konnte der Prophet Elisha dazu beitragen, das der König und seine Gefolgshaft gefangengenommen werden konnten.
Jeroham wollte sie hinrichten lassen, doch Elisha sagte folgendes:
Das Konzept der Feindesliebe war im AT wohl bekannt. Den gelehrten Juden zur Zeiten Jesu auch. Das ist nicht ein Konzept, das vom Himmel gefallen ist als Jesus auf Erden war. Das hat ihm keine Taube zugeflüstert.
Vielmehr gibt er das wieder, was bereits in der Schrift belegt war und was bereits andere Rabbiner gelehrt haben vor Ihm. Er hat es auf den Punkt gebracht, worum es schon immer ging.
Ich bin eine fröhliche Knackwurst!
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von sisterofjesus am 01.02.2017 09:12Hallo Henoch
In der Bibel gibt es viele Anordnungen die sogar im Judentum längst nicht mehr gelten, wie z.B. die Steinigungen und Ausrottungen, für Christen nie relevant waren, wurde man durch das Ausführen/Halten derjenigen zu unwissentlichen Sündern, durch eigentlichen Verstoss gegenüber dem Gebot du sollst nicht töten.
Also finde ich es sehr hilfreich, dass die gelebte, aufrichtige, wahrhaftige Liebe zu Gott und den Mitmenschen dazu verhilft, die Gesetze des Vaters im Himmel intuitiv? zu erfüllen, somit gottgefällig zu handeln. Liebe ist Bestandteil der Frucht des Heiligen Geistes:
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von sisterofjesus am 01.02.2017 08:54Hallo Stefan: Jesus lehrte, was er unter Erfüllung der Gesetze und Propheten verstand, und dass die Gültigkeit der Gesetze und Propheten von der gelebten Liebe abhängig ist.
Wie erfüllt man die Gesetze und Propheten in Christi Sinn, er lebte es vor:
Auch Paulus lehrte ja, dass durch gelebte Liebe die Gesetze des Vaters Jesu sozusagen selbstverständlich erfüllt werden
Dann lehrte Paulus auch noch, wie man das Gesetz im Sinne Jesus erfüllt:
Also immer wieder steht die Liebe im Mittelpunkt, betreffend Erfüllung der Gesetze und Propheten. Und wer Jesus Wirken und Reden vom Jordan bis Golgatha genau betrachtet, erkennt diese Liebe. Jesus Christus hat ja sein Leben geopfert um den Vater im Himmel, der laut Jesus seinem Sohn allein wahrer Gott ist bekannt zu machen.
Ich verstehe das so, dass Jesus gekommen ist die Gesetze und Propheten im Sinne seines Vaters im Himmel zu erfüllen. Einige Gesetze im AT widersprechen ja dem Gebot: Du sollst nicht töten. Darum hielt er ja die Steiniger davon ab, sich an einem Mitmenschen zu versündigen, wandte er sich gegen die Steinigung bei gewissen Tätigkeiten am Sabbat. Die Feindesliebe gab es vor Jesus Erscheinen ebensowenig, wie der Verzicht auf Vergeltung, also kein Auge um Auge Zahn um Zahn. An jedwelchen Opfern hatte der Vater im Himmel gemäss Jesus auch keinen Wohlgefallen, sondern an Liebe und Barmherzigkeit. Matth.9.13 und Matth 12.7
Also zählt aus meiner Sicht gemäss den erwähnten Bibelstellen, für alle Christen und auch Andersgläubige, (da der Vater Jesu, ja allein wahrer Gott von allen ist) die gelebte Liebe, siehe Galater 5.14 im Sinne von 1.Korinther 13, (von einem einstigen Pharisäer also AT-Gesetzeslehrer) Christenverfolger sehr treffend und einleuchtend erklärt.


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