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Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (37) Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir und will dich erretten ... Jeremia 1,8
von Burgen am 03.02.2017 09:14Wunderschönen guten Morgen
Losung
Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. /Psalm 34,3
Freuet euch in dem Herrn allewege,
und abermals sage ich:
Freuet euch !
Eure Güte lasst kund sein allen Menschen ! Der Herr ist nahe ! / Philipper 4, 4-5
Habt einen guten Tag.
Gerade war im Magazin ein Arzt im Ruhestand zu sehen, der über 40 Jahre für krebskranke Menschen da war.
Dieser hat im Garten seines Grundstücks, sein Gartenhäuschen in ein Kirchlein umgewandelt.
Das dauerte ein paar Jahre.
All die Fenster, Bilder und Gestühl kaufte er, tw. im Internet.
3x läutet sein Glockenspiel täglich und viele Menschen kommen vorbei um diesen Frieden im eigenen Herzen zu empfangen.
Jeden Tag ruht er selber dort in Zwiesprache mit Gott.
Auch äusserlich entstand der Eindruck auf einer fernen Insel ein Kleinod zu besuchen, eingebetet in verschlungenem Pfad und etlichen hohen Pflanzen.
Wunderschön, allerdings nicht schlicht wie im Protestantismus.
Gerade das rührt das Herz besonders an.
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Pavle am 02.02.2017 21:02Hier ist einiges durcheinander geraten. Zuerst sollte man klären, über welche Gesetze/Gebote man redet.
Es gab zu jesu Zeiten fünf Gruppen von Vorschriften:
- Das Moralgesetz – die Zehn Gebote.
- Die Zeremonialgebote (Opfer, Tempeldienst)
- Die Bundesgebote (Beschneidung, Feiertage, Neumonde)
- Die Reinheitsgebote (Hygiene-, Gesundgheits-, Speisevorschriften, ...)
- Die selbstauferlegten nachexilischen Vorschriften.
Was gilt für uns?
1. Ich denke es ist unstrittig, dass die Zehn Gebote nicht aufgehoben sind. Mord, Diebstahl und Vergewaltigung sind immer noch gegen Gottes Willen. Sie waren ja bereits vor der Gesetzgebung gültig (Kain & Abel, Noah, Josef, Abraham, ...); denn wo aber kein Gesetz ist, da gibt es auch keine Übertretung. (Römer 4,15). Also war der Dekalog bereits seit der Schöpfung gültig.
Also weiterhin GÜLTIG.
2. Diese wurden mit dem Tod Jesu obsolet. Sie waren ja bloße Symbolik. Niemand denkt ernsthalt, dass ein Totes Schaf meine Sünden wegnehmen kann. Folglich seit Jesu Tod UNGÜLTIG.
3. Die Bundesgebote waren ja speziell für das Volk Israel.
Natürlich UNGÜLTIG für uns.
4. Es hat sich nichts geändert. Eine Leiche anzufassen ist auch heute noch gefährlich. Natürlich sind dank unserer Lebensumstände einige obsolet geworden (z.B. benutzen wir keine Tontöpfe), aber das ändert ja nicht den Sinn. Diese Vorschriften waren ja im hygienischen/gesundheitlichen Sinne notwendig. Wenn sich heute noch die Menschen z.B. nach Katastrophen daran halten würde, würde es viel weniger Epidemien geben. Also für uns Wesreuropäer teilweise obsoltet, aber im Prinzip GÜLTIG.
5. Die waren nicht mal von Gott gegeben. Demnach UNGÜLTIG.
Noch drei Dinge:
- Das sechste Gebot heißt nicht, "du sollst nicht töten", sondern "du sollst nicht morden".
- Mitlwerweile nehmen immer mehr Hebraisten an, dass es nicht "du sollst nicht ..." heißt, sondern "du wirst nicht ..." heißt.
- Die Todesstrafe war nötig - und von Gott verlangt - weil der Staat Israel bzw. Juda Theokratien waren. Die gabs aber nur wegen Übertretung des Dekalogs. Mit Jesu Tod, änderte sich alles. Jesus sagte selber: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. (Johannes 18,36). Also ist es klar gegegn Gottes Willen, eine christliche Theokratie zu gründen.
Josua 24,15:
Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.
Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 02.02.2017 18:18Wohl denen,
die sich an seine Zeugnisse halten,
die ihn von ganzem Herzen suchen,
die auf seinen Wegen wandeln
und kein Unrecht tun.
(Psalm 119, 2-3; Lutherbibel 2017)
Merciful
Re: Kowalski - stellt sich vor :-)
von evmaios am 02.02.2017 14:53Hallo Kowalski,
Vielen Dank für Deine Antwort!
In der Tat mußte etwas Einschneidendes passieren, bis ich endlich begriffen habe, daß Gott sich an mich wendet und meine Aufmerksamkeit wollte! Ich habe in einem andren Thread im Forum "Wie ich zum christlichen Glauben gefunden habe" schon geschrieben. Zuerst mußte ich in eine Lebenskrise kommen, die mich letztendlich zur Erkenntnis geführt habe, daß ich als eigener Herr über mein Leben denkbar ungeeignet bin, und folglich kapitulieren mußte und wirklich schmecken mußte, was es heißt, ein Sünder zu sein. Eine mir damals sehr nahestehende Person ist sehr gläubig und hat mich durch ihre Lebensweise sehr beeindruckt, auch schon vor meiner eigenen Bekehrung, quasi wie ein "wortloses Missionieren". In einem Urlaub in Siena in Italien hat Gott mich dann "erwischt" in einer Seitenkapelle im Dom, das war im Sommer 2014. Ich weiß nur noch, daß ich in diesem Augenblick auf eine Gruppe Gläubige geschaut habe, die vor dem Seitenaltar in tiefem Gebet verharrt waren, und ich habe plötzlich gemerkt, daß Er mit mir spricht, und habe im erstmals, ebenfalls im stillen Gebet, geantwortet. Kurz darauf habe ich mich intensiv mit dem Matthäus-Evangelium befaßt, und wiederum kurze Zeit später gegenüber dem Herrn meinen Glauben bekannt. Da ich ziemlich allein war in Glaubensfragen hier auf dieser Welt, ist einige Zeit vergangen, in der ich erst einmal gelernt habe zu beten, die Bibel zu lesen, eine Geisteshatung der Buße einzunehmen, und auch die Wichtigkeit zu begreifen, eine passende Gemeinde für mich zu finden. Als ich den Herrn gebeten habe, mir den Weg zu zeigen, hat er mir den Weg in die katholische Kirche gezeigt. Das war im März letzten Jahres.
Ich habe in der Tat den Wunsch, mich so schnell es geht taufen zu lassen, deshalb bin ich für Deine Antwort sehr dankbar. Bisher habe ich Gott vor allem betend und lesend gesucht, aber auch das Zusammensein mit anderen Brüdern und Schwestern und in voller Gemeinschaft in der Kirche ist wichtig, man kann nicht alleine Christ sein. Wieso also kann ich nicht etwa jezt schon mich taufen lassen? - Nun, auch hier wäre ich Dir dankbar, wenn Du mir Deine Meinung mitteilen könntest zu meinen Gedanken zu dieser Frage, die ich hier jetzt wiedergeben will. Ich habe mich noch nicht an einen Priester gewandt mit dieser Frage.
Die große Frage ist diese: Kann man sich denn taufen lassen, wenn man - noch - im Zustand schwerer Sünde lebt? Kurzversion im Telegrammstil: Ich lebe unverheiratet zusammen, die oben beschriebene Lebenskrise hat mit dieser Beziehung zu tun, Heirat mit ihr ist für mich jetzt ausgeschlossen, schnelle Trennung ist aus bestimmten Gründen nicht möglich, das braucht definitiv Zeit, ich muß hier Verantwortung wahrnehmen für Entscheidungen, die ich in meinem vergangenen Leben gefällt habe, ein "nur weg, ab durch die Mitte" wäre hier wiederum eine Sünde. Mehr will ich hier nicht schreiben. Außerdem bin ich noch nicht so weit, meinen Glauben öffentlich (in meinem doch sehr atheistisch geprägten Umfeld) zum Glauben zu bekennen - ist aber nicht sowohl der Glaube mit dem Herzen als auch das Bekenntnis mit dem Mund Voraussetzung für die Taufe als Erwachsener?
Es stellt sich für mich also die Frage: Kann man sich in einem Zustand schwerer Sünde, den man nicht von heute auf morgen beenden kann, überhaupt taufen lassen? Erwachsenentaufen finden ja üblicherweise in der Osternacht statt, zusammen mit Firmung und Erstkommunion. Natürlich wäscht der Herr durch das Sakrament der Taufe die Sünde von mir ab, wie es später auch durch das Beichtsakrament geschehen wird, und vielleicht kann ich unmittelbar nach der Taufe, wie es in der Osternacht ja vorgesehen ist, sogar bedenkenlos zur Erstkommunion gehen (ist das eigentlich so?). Aber im Zustand schwerer Sünde kann man eben - zu Recht - nicht zur Kommunion gehen, bevor man nicht vorher das Bußsakrament empfangen hat. Sollte ich nicht zuerst die notwendigen Veränderungen in meinem Leben vornehmen, damit ich den Zustand der schweren Sünde hinter mir lassen kann, und mich dann taufen lassen? Denn selbst wenn schwere Sünden vergeben werden, so muß doch der Entschluß glaubhaft sein, daß man von nun an von der Sünde läßt? Was nun, wenn diese Bedingung allein aufgrund meiner jetzigen Lebensform noch nicht erfüllt werden kann? Bevor ich über diese, hoffentlich berechtigte Frage mit einem Priester spreche, würde ich mich gerne mit Katholiken darüber beraten. Denn im Iternet habe ich über diese Problemstellung bisher nichts gefunden.
Dein Rat, eine persönliche Beziehung zu Jesus zu haben, ist aber goldrichtig. In der Tat bitte ich ihn auch hier um Führung, jeden Tag im Gebet. Seine Aufforderung an mich ist, nicht mehr allein im stillen Kämmerlein zu grübeln, sondern unter Christen zu sein und Gemeinschaft zu suchen.
Ich würde mich freuen, falls Du Zeit und Lust hast, noch einmal zu antworten.
Gruß, evmaios
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Burgen am 02.02.2017 13:17Zum besseren Verständnis sei hier die von Beröer genannte Bibelstelle zitiert:
1. Korinther 6, 9-10 (NLB)
09 wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden?
Lasst euch nicht verführen!
Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lüstlinge oder Knaben u. (Mädchen) Schänder,
10 weder Diebe noch Habsüchtige, Trinker, Lästerer oder Räuber (Einbrecher) werden das Reich Gottes ererben.
*******
11 Und das sind einige von euch gewesen;
aber ihr seid abgewaschen,
Ihr seid geheiligt,
Ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus
und durch den Geist unseres Gottes.
Gruß
Burgen
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Beroeer am 02.02.2017 12:08der vielleicht sogar eure Zustimmung hat 
Da gibt es noch eine interessante Differenzierung
zwischen Gebot und Gebot:
Da gibt es Gebote, welche mit ganz schweren Sanktionen
bei nichteinhaltung belegt sind (z.B. 1.Korinther 6:9,10)
und andere, bei denen das nicht so der Fall ist.:
der und der Gesinnung sein, mit Freude und Danksagung tun,
........ die Zeit auskaufen, usw....
Erstere prüfen den Gehorsam - sie sind für alle gleich anwendbar.
Letztere sind eher Leitprinzipien und berücksichtigen auch die individuelle
Situation und Person. Diese prüfen die Herzenstreue,
die ja auch im Laufe der Zeit inniger werden sollte.
LG Beroeer
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (37) Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir und will dich erretten ... Jeremia 1,8
von Burgen am 02.02.2017 09:57Guten Morgen liebe Oasies
Es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Land. / Jesaja 35,6
Jesus bietet uns an:
Wen dürstet, der komme;
wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. / Offenbarung 22,17
Jesus hat das Wasser des Lebens schon bezahlt mit seinem Blut für dich/uns.
Nahum 1, 2-6
Lukas 8, 16-22
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Henoch am 02.02.2017 07:54Zitat von Sister o. J.:
Die 10 Gebote werden einmal als Gesetze und ein anderes Mal als Gebote in der Bibel erwähnt.
Paulus schrieb ja, dass die Liebe dazu verhilft, die Gesetze zu befolgen. Dabei handelt es sich klar um die Gebote, du sollst nicht.
Hallo Sister,
ich hab das grad entdeckt. Das ist leider überholt durch die neutestamentlichen Gebote.
So heißt es nicht mehr nur, was wir alles nicht sollen (andere Götter haben, den Namen Gottes missbrauchen, sich ein Bildnis machen, nicht falsches Zeugnis geben, nicht begehren, Vater und Mutter ehren, nicht töten... etc, sondern wir sollen nicht nur unterlassen was falsch ist, sondern tun, was Gott will.
Es heißt also stattdessen Gott über alles lieben, ebenso den Nächsten, die Wahrheit reden (also nicht nur nicht falsches Zeugnis wider dem Nächsten geben), statt "begehren" alles den Armen geben...Die Dinge müssen aus dem Herzen kommen, sonst zählen sie nicht, die Gedanken sind der Tat gleich (wer zürnt ist schon ein Totschläger, wer begehrt, hat die Ehe schon gebrochen...etc)die), wir sollen nicht nur "nicht...tja, das ist also der neue Anspruch.
Es gibt einige hundert neutestamentliche Gebote, da heißt es nicht mehr "Du sollst...", denn das würde nicht zählen, weil es aus einer knechtischen Gesinnung wäre und daher ungültig. Da heißt es lasst uns dies uns das tun, wachsen, nachstreben, ausstrecken, der und der Gesinnung sein, mit Freude und Danksagung tun, den Nächsten höher achten als sich selbst, in Gott bleiben, auf Gott schauen, den Lauf vollenden, die Zeit auslaufen, usw....
Also, auf eine neue Herzenshaltung kommt es an: 1Kor 4,5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. ...
Henoch
Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen
von Cleopatra am 02.02.2017 07:51Vielen Dank liebe Henoch.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 01.02.2017 21:01Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln!
(Psalm 119, 1; Lutherbibel 2017)
Merciful

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