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Re: Gebet ohne Erhörung
von Pal am 08.11.2016 10:30Hallo, ihr Lieben!
Ich möchte euch einmal ein Beispiel aus der Bibel zeigen.
Hier erfuhr König David, das sein Gebet direkt, wunderbar erhört wurde.
Bei einer späteren Gelegenheit betet David folgendes=>
Auch sein Sohn Salomo hatte krafvolle Erlebnisse aufgrund seines Gebetes =>
Man möchte annehmen, das nach solch kraftvollen Gotteserlebnissen, alles nur noch wunderbar enden würde!
Statt dessen finden wir, das jenes Gebet des Vaters, David, für seine Sohn Salomo sich nicht wunschgemäß erfüllte! =>
Auch hinsichtlich des Gebetes für das ganze Volk Israel stellt man fest, das es nicht so kam, wie es der Wunsch des geistgetriebenen Gebetes gewesen wäre.
Nun, was war los?
Wie war das möglich?
Re: Wurde Jesus wirklich verlassen?
von Beroeer am 08.11.2016 09:58Ich denke auch, dass man diese Frage nicht restlos beantworten kann.
Dennoch gibt es gnug biblische Hinweise für eine ausreichende
Beantwortung ohne einen "theologischen Kopfstand" machen zu müssen.
Geht aber leider nicht in der Kürze zu beantworten...
Fakt ist, dass Jesus Verlassenheit erlebte/verspürte, sonst hätte er es nicht gesagt.
Fakt ist aber auch, dass Gott seinen Sohn nie verlassen würde, im Sinne von
„im Stich lassen", weil Gott unzuverlässig wäre, oder weil Jesus das so
verdient hätte.
Und dennoch gab es einen Grund, weswegen Gott in diesem Moment nicht
bei Jesus sein konnte, Jesus allein diese Situation meistern musste.
Aufschluss gibt das Buch Hiob
Ich hab mal gefettet, worauf es mir ankommt.
Texte jeweils aus der Neue Evangelistische
Hiob 1
6 Eines Tages kamen die Söhne Gottes, um sich vor Jahwe einzufinden.
Unter ihnen war auch der Satan.
7 Da sagte Jahwe zum Satan: "Wo kommst du her?" – "Ich habe die Erde durchstreift",
erwiderte der Satan, "und bin auf ihr hin und her gezogen."
8 Da sagte Jahwe zum Satan: "Hast du auf meinen Diener Hiob geachtet?
Auf der Erde gibt es keinen zweiten wie ihn. Er ist mir aufrichtig und vollständig ergeben.
Er fürchtet Gott und meidet das Böse."
9 Der Satan erwiderte Jahwe: "Ist Hiob etwa umsonst so gottesfürchtig?
10 Du beschützt ihn doch von allen Seiten, sein Haus und alles, was er hat!
Du lässt ja all sein Tun gelingen, und seine Herden breiten sich im Land aus.
11 Versuch es doch einmal und lass ihn alles verlieren, was er hat!
Ob er dir dann nicht ins Gesicht hinein flucht?"
Hier wird deutlich, dass dem Teufel gottesfürchtige Menschen
ein Dorn im Auge sind.
Eine der zentralen Behauptungen des Teufels besagt:
Wie Hiob, so sei jeder Mensch Gott nur so lange treu,
wie es ihm gut ginge.
Es sei auch nicht „umsonst" wenn der Mensch treu wäre.
Gott würde die Treue seiner Geschöpfe mit seinem Schutz „bezahlen".
Nähme Gott aber seinen Schutz weg, sage sich der Mensch von Gott los.
Gott ließ Satan gewähren...
Nachdem der Teufel mit Angriffen auf Hiobs Besitz, seine Diener und Kinder
nichts erreicht hatte, erschien er wieder vor Gott, der dann wieder zu ihm sagte:
Hiob 2
3 ..... "Hast du auf meinen Diener Hiob geachtet?
Auf der Erde gibt es keinen zweiten wie ihn. Er ist mir aufrichtig und vollständig ergeben.
Er fürchtet Gott und meidet das Böse. Und noch immer hält er an seiner Rechtschaffen-
heit fest. Du hast mich aufgereizt, ihn ohne Grund zu verderben."
4 Da erwiderte der Satan Jahwe: "Haut um Haut! Alles, was der Mensch hat,
gibt er für sein Leben.
5 Taste ihn doch einmal selber an! Ob er dir dann nicht ins Gesicht hinein flucht?"
6 Da sagte Jahwe zum Satan: "Pass auf! Er ist in deiner Hand.
Nur das Leben musst du ihm lassen!"
Also zog Gott seinen Schutz (seine Hand) noch weiter zurück (er „verließ" ihn)
und ließ den Teufel gewähren. Den Ausgang kennen wir.
Hiob war einer der wenigen, die Gott die Treue hielten.
Wie würde sich nun Jesus verhalten? Auf seine beispielhafte Treue
hatte es der Teufel ja auch abgesehen.
Da waren zuerst die drei Versuchungen, gleich nach Jesu Taufe,
dann das Angebot des Volkes ihn zum König zu machen.
Als der Teufel mit Verlockungen nicht weiter kam,
änderte er seine Strategie und begann Druck zu erzeugen,
z. B. durch den heftigen Hass der Schriftgelehrten und Pharisäer
Das ganze gipfelte dann in der ungerechten Verhaftung Jesu, einem
Scheinprozess mit Lügenzeugen, Spott, Schlägen und damit,
dass Jesus eine äußerst brutale Hinrichtung als Gotteslästerer vor Augen hatte.
Wie würde sich der Sohn Gottes, in Bezug auf die Behauptung des Teufels,
„..... Alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben....."
verhalten?
In der bedrängtesten Stunde, die Jesus erlebte, zog Gott seine schützende Hand
zurück, „er verließ ihn", damit dieser Vorwurf nicht gemacht werden konnte:
„Du beschützt ihn doch von allen Seiten...."
Wahrscheinlich deutete Jesus mit seinem Ausspruch darauf hin,
dass er sich jetzt ohne Schutz Gottes befände.
Seine Treue unter diesen Umständen, war von immenser Bedeutung.
Wozu also das Ganze?
Zum Ersten entlarvte Jesus den Teufel als Lügner.
Menschen, die Gott lieben, können Gott ohne Gegenleistung treu sein .
Zum anderen wurde Jesus für seine Aufgaben, die ihm übertragen
werden sollten vorbereitet. Er würde schließlich der Retter der Menschheit,
der geeignete himmlische Hohepriester sein:
Hebräer 5
7 Als Jesus noch hier auf der Erde lebte, hat er unter Tränen und mit lautem Schreien
gebetet und zu dem gefleht, der ihn aus der Gewalt des Todes retten konnte.
Und wegen seiner ehrerbietigen Scheu vor Gott wurde er auch erhört.
8 Obwohl er Gottes Sohn war, hat er an dem, was er durchmachen musste,
gelernt, was Gehorsam bedeutet. 9 Doch jetzt, wo er zur Vollendung gelangt ist,
wurde er für alle, die ihm gehorchen, der Begründer des ewigen Heils.
Und noch was:
Sein Zitat „Mein Gott, warum hast Du mich verlassen" aus Psalm 22
half denen, die ihn das sagen hörten, kurze Zeit später,
ihn als den Christus vollständiger zu begreifen,
an ihn zu glauben.
Das geht aus der Unterhaltung hervor, welche der Auferstandene
Jesus mit zwei Jüngern führte, die unterwegs nach Emmaus waren.
Lukas 24:
25 Da sagte Jesus zu ihnen: "Was seid ihr doch schwer von Begriff!
Warum fällt es euch nur so schwer, an alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben?
26 Musste der Messias nicht das alles erleiden, bevor er verherrlicht wird?"
27 Dann erklärte er ihnen in der ganzen Schrift alles, was sich auf ihn bezog;
er fing bei Mose an und ging durch sämtliche Propheten.
Liebe Grüße Beroeer
Tagwandler
Gelöschter Benutzer
Re: Wurde Jesus wirklich verlassen?
von Tagwandler am 08.11.2016 09:40@ Burgen @ Cleopatra
Ohne Zweifel wurde ER von außen (!) zum Sünder "gemacht",
aber die Sünde war doch nicht in IHM!
Denn was/wessen soll er sich denn schuldig gemacht haben?
ER wurde gerichtet von Menschenhand und alle menschlichen Kräfte wurden IHM "nach und nach, in Schmerzen und Vollbringung entzogen";
aber als Gottes Sohn war ER stets rein und im Geist; aus meiner Sicht.
Auch hier nochmal der Hinweis auf das "geistgewirkte" "Es ist vollbracht" UND die Schluss-Bitte um Trank ("in Erhabenheit").
Re: Irrlehre
von Cleopatra am 08.11.2016 07:50Liebe lighty,
ich selbst kenne diese Frau nicht, aber hier ging es ja eben auch um die Inhalte einer Lehre.
Bitte akzeptiere, dass wir hier nicht über Personen sprechen, sondern über Themen.
Mein Teil bezog sich auf allgemein diese "Piep piep piep"- Lehren. Ob diese Frau sie vetritt, weiß ich nicht.,
Ich kann und will nur immer wieder ermutigen, allles anhand der Schrift zu prüfen.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Der neue Bund
von Cleopatra am 08.11.2016 07:47Ich erkläre den Begriff "Bund" gerne mit einem Vetrag.
Auch Menschen haben gegenseitig Bünde geschlossen, zB, indem sie sich an die Hüfte hielten und etwas schworen.
Der Vetrag enthällt ein Versprechen, wenn sich der Gegenüber an den Vetrag hällt.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Wurde Jesus wirklich verlassen?
von Cleopatra am 08.11.2016 07:45Lieber Pal,
du selbst schreibst auch immer, was Sünde bedeutet- Gottesferne.
Denn Gott ist heilig und kann nunmal nicht mit Sünde gemeinsam sein.
Jesus wurde zur Sünde gemacht. Dies allein erklärt mir, wieso Jesus tatsächlich alleine sein musste.
Es war nicht nur ein verzweilfeltes Ausrufen. Jesus war schon öfters in ekeligen Situationen gewesen.
ZB, als er im Garten getsemaneh wusste, was auf ihn zukommt.
Da hat er sich nicht verlassen gefühlt, denn da hat er selbst noch mit seinem Vater gesprochen.
Ich finde es immer gut, wenn man sich gezielter Gedanken macht über Inhalte der Bibel.
Ich finde es aber auch gefährlich, Zwelfek zu säen an der Echtheit Jesu Worte.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Der neue Bund
von Burgen am 07.11.2016 22:19Paulus spricht voller Schmerzen über den Bundesschluss
Römer 9, 4
4 Sie sind Israeliten, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen,
5 denen auch die Väter gehören und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch. Gott, der da ist über allem, sei gelobt in Ewigkeit. Amen
Mathäus 26, 26 u. 28
26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach:
Nehemet und esset; das ist mein Leib.
27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus;
28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird/ist für viele zur Vergebung der Sünden.
30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. ...
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wurde Jesus wirklich verlassen?
von Burgen am 07.11.2016 21:44Hallo Tagwandler,
Sünde trennt vvon Gott.
Spekuliert haben wir ja nicht.
Wir bemühen uns, einerseits zu verstehen, was Jesus erlebt hat mit Gott, ausgehend von seinem Ausruf
Warum hast du mich verlassen?
Und andererseits Gottes Wirken in unserem eigenen Leben zu erfahren, zu wissen.
Mit dem Sterben, Tod und Auferstehung begann etwas ganz Neues.
Dafür können wir Gott und Jesus nur dankbar sein.
LG
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Gebet ohne Erhörung
von Burgen am 07.11.2016 21:29Da fällt mir sogleich ein, dass Gott nicht dazu da ist, unsere Wünsche zu erfüllen.
Ich meine, Gebet ist total wichtig, es ist ebenso wie die Worte der Schrift,
der Kommunikationsweg für uns.
Gleichermaßen ist es wahr, dass es wirklich sehr viele Bücher gibt, die uns gerade zu dem Thema eine Hilfe sein dürfen.
Das Gebet in den Bibelbüchern könnte eine Lehrstunde für das Beten sein und werden.
Ich bin jedenfalls immer wieder neu sehr angetan beim Bibellesen auf Gebete zu stoßen, die Psalmen sind
natürlich besonders.
Ich bin davon überzeugt, mit Worten der Schrift ehrlichen Herzens zu beten, gehen nicht ungehört an Gottes Ohren vorbei.
Das hat nichts mit Routine oder so zu tun.
LG
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Der neue Bund
von Burgen am 07.11.2016 21:17Gott hat wunderbare Bünde mit seinem hebräischen Volk geschlossen.
Bis heute hat der Regenbogenbund nichts an seiner Schönheit und Kraft verloren.
Gott hat versprochen, niemals mehr soll es so eine Wassertragödie geben wie damals.
Auch sein Versprechen bezüglich der Wechsel der Jahreszeiten hat nichts von seiner Kraft verloren.
Unser menschliches Verhalten und die Gier tragen zum Klimavandel bei.
Und der neue Bund, das Blut Jesu, die Gabe des Abendmahls und Eucharistie lohnen, ihn in seiner Tiefe
Immer besser kennenlernen zu wollen.
Wir können die Kraft von Wein und Brot täglich feiern und einnehmen.
LG
Burgen


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