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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Werkegerechtigkeit

von Burgen am 30.10.2016 11:07

ihr Lieben,

Stiftungen gründen ist in "aller Munde".
Danke für deine Erklärung, liebe Solana.
Sicher ist es so, wie du beschrieben hast.
Doch sehe ich zumindest viel Gutes darin. Warum? Weshalb? Stiftungskapital fließt immer wieder in Projekte hinein, die ein einzelner Mensch sonst gar nicht stemmen könnte.

Es ist daher wunderbar, dass das einst angelegte Geld die Grundlage dafür ist, dass das Projekt nicht austrocknet.
Und ja, jemand, der gerade so über die Runden kommt mit Einnahmen - Rente oder Gehalt - und Ausgaben, wie Miete, Strom, Telefon, Rundfunkgebühren, Hausratversicherung, Haftpflicht, Ernährung u. evtl. kleine Rücklage für neue Waschmaschine, Autovers. u. Autoreparatur, Nebenkosten an Vermieter usw. , also, da ist vermutlich der meiste Euro, Cent oder so, fest verplant. 

Gibt jemand davon den mtl. Zehnten in das Reich Gottes hinein, bleibt vielleicht nicht mal mehr die Summe für eine Eiskugel oder ein Paar neue Schuhe über. Wer weiß.
Da ist es doch nur gut, dass es die Stiftungen und Gründerhilfen, bei uns Sozialhilfe genannt, gibt.

Das ehemals christliche Land hat durch einige wenige Männer und Frauen damals wie heute, viel in die (Welt-) Gemeinschaft hineininvestiert.
Nur leider wird durch Kriege, Gier und so, etliches kaputt gemacht und verliert dadurch an Substanz.
Doch ein Christ gibt so schnell nicht auf, oder?
Daher, ich bin nicht neidisch auf die Spitze, da wo alles zusammemfließt.

Ich erinnere mich daran, Karl-Heinz Böhm verlor mal eine Wette im TV. Er glaubte nicht, dass viele 1 DM/1Euro spenden würden, damit er die Grundlage für eine lebensverbessernde Arbeit im fernen Land zusammenbekommen würde.
Er wurde eines besseren belehrt. Es kam ein Geldstock zusammen, der dafür sorgte, dass Frauen lesen und schreiben lernten, eine selbstständige Arbeit erlernten und dass es kleine Kommunen geben konnte, die verantwortungsvoll mit ihren Nachbarn umgingen. Usw.
Genau das bewirken die christlichen Hilfsorganisationen, die Millionenfache Gelder jeden Tag für millionenfache Waisenkinder und - Familien für eine Mahlzeit und Schulgeld ausgeben.
... während ich hier sitze und schreibe oder spazieren gehe usw. ...

Grüße
Burgen

 

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solana

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Werkegerechtigkeit

von solana am 30.10.2016 10:17

Ja, man kann gute Taten tun und ist doch mit dem Herzen nicht bei der Sache. Wenn man es bspw mit einem Hintergedanken tut, aus Berechnung - bspw wie Prominente oder Firmen eine Stiftung gründen und von jedem verkauften Artikel ein paar Cent in dieses Projekt fliessen lassen, um die Verkaufszahlen zu erhöhen. Oder ihr Image in der Öffentlichkeit zu verbessern .....

Dann können sie zwar mit diesem Guten auch etwas Gutes bewirken, aber es kommt nicht aus einem guten Herzen, sonder aus dem Motiv der "Gewinnmaximierung".
Sie verzichten auf ein paar Cent Einnahmen pro verkauftem Produkt (oder spenden öffentlich mit viel Presse eine Summe, die sich auf ihrem Konto kaum auswirkt) um dadurch am Ende noch mehr Geld zu verdienen.
Sie tun also nicht das Gute um des Guten Willen oder weil sie nach Gottes Willen fragen, sondern sie "investieren", um davon mehr zu ernten.

So eine Haltung haben auch viel Christen 
Sie sehen das Gute, das sie tun bzw den Gehorsam Gott gegenüber als "Opfer/""Investition "an, durch das sie sich beim ihm eine "Gegenleistung" erwarten. 
Sie verzichten darauf, das zu tun, was sie eigentlich gerne möchten und tun stattdessen das, von dem sie meinen, dass es sich später dann schon "auszahlt".

Nach diesem Prinzip funktioniert das "Wohlstandsevangelium": Man "sät" Spendengeld und erwartet dafür dann eine 30-, 60- oder 100fache "Ernte" an Geldsegen .... nur leider funktioniert das nur sehr einseitig, wie ein Schneeballsystem; die, die oben sind und die Spenden bekommen und "verwalten", werden immer reicher und können dann zeigen: "Seht, bei mir hat es auch geklappt!"

Aber Gott will nicht unser Opfer, sondern unser Herz.
Und wenn wir geben oder etwas Gutes tun, dann sollen wir das mit Freude tun, aus Liebe - nicht aus Berechnung. Unser Herz soll mit seinem Willen übereinstimmen und nicht eigentlich etwas anderes wollen ....

Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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chestnut
Administrator

63, Weiblich

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Chatleitung

Beiträge: 743

Re: Hauskreis-Miteinander aktuell

von chestnut am 30.10.2016 06:57

Wer mir Dank sagt, bringt mir ein Opfer, das mich wirklich ehrt. Wer auf dem Weg bleibt, der erfährt meine Rettung.
Psalm 50.23 (Neues Leben Übersetzung)



Liebe Hauskreisteilnehmer

Über diesen Vers wollen wir heute Abend miteinander nachdenken. Gott danken ist einfach, wenn es uns gut geht. Aber Dank als Opfer? das heisst ja irgendwie, dass es uns etwas "kostet".
Hier noch der Vers in der traditionellen Übersetzung: Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.

Heute abend wollen wir darüber nachdenken.

20.30 Raum Hauskreis-miteinander.

Cosima und Chestnut freuen sich auf den Abend mit euch


Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.10.2016 18:40.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Werkegerechtigkeit

von geli am 29.10.2016 20:07

Ja, es ist eben das Motiv, das zählt!

Ich glaube, deshalb wollte Gott auch nicht, dass wir vom Baum der Erkenntnis (des Guten und des Bösen) essen.
Er wußte, dass wir einfach nicht imstande sind, zu erkennen, was wirklich gut ist - und was nur gut aussieht.

Das Problem von uns Menschen ist, dass wir ja noch nicht einmal imstande sind, unsere Motive so ganz genau zu erkennen.

So kann man z.B. etwas "Gutes" (etwas, das zumindest in den Augen der anderen Menschen gut aussieht) tun, und doch damit etwas Böses bewirken.

Zum Glück gibt es den Heiligen Geist, der unsere Motive genau kennt, und der uns korrigiert, wenn wir ihn darum bitten! Und zum Glück vergibt uns Gott unsere "krummen" Sachen, wenn wir ihn darum bitten.

Lg, geli

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Pal

68, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Werkegerechtigkeit

von Pal am 29.10.2016 19:50

Ja, liebe Geli, und dann ist es mir so beachtenswert, das es nur so um eine gewisse, gedankliche Herzenseinstellung geht.
Da könnte es geschehen, das zwei Personen fatze genau das Gleiche tun.

# Der eine mit einer selbstherrlichen Pharisäer-Werks-Gesinnung - und er verliert sein Heil!
# Und der andere mit der bedürftigen Gesinnung eines hilflosen Kindes - und erhält dafür sein Heil!

Obwohl beide das Gleiche tun, ist es im Grunde völlig unterschiedlich und womöglich heilsbringend bzw. heilsverderbend!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2016 19:51.

Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Am Unangenehmen trennen sich die Geister

von Pal am 29.10.2016 19:37

Sehr richtig, liebe Geli!
Dabei ist es keinesfalls so zu verstehen das, wenn es heißt:

Röm 9:22 Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen
Röm 9:18 So ... verstockt ER, welchen ER will.
wir Menschen uns die Schuldzuweisung erlauben könnten:

Röm 9:19 So sagst du zu mir: Was beschuldigt er uns denn? Wer kann seinem Willen widerstehen?

So als ob Gott nicht Gott wäre. So als ob ein Töpfer den Ton nicht hantieren könnte.
Was ER tut ist immer recht und gerecht in seiner absolutesten, göttlichen Art und Weise.
(Wer es nicht glaubt, wird folgerichtig aus dem Allerhöchsten einen Teufel machen, weil derjenige Gottes gutes Recht verteufeln wird!)

Als Paradebeispiel wird dann ja auch der Pharao gebraucht. (Röm 9:17) Wie übel ist er gegen die "Betonwand seines Verderbens" gerannt!
Weil Gott ein böser Gott wäre? - Nein, niemals!
Denn es gibt nur einen bösen Gott, und das ist der Pseudogott dieser Welt, der Erzlügner Satan!

Aber unser Schöpfer ist ein guter Gott und liebender Vater für diejenigen, die auf ihn eingehen.
Weil so ein völlig guter Gott einem bösen Pharao seine unsagbaren Sünden (man denke an ihn, als Babykiller) auf den Kopf brachte. Er sollte derart "auflaufen", wie es auch der Teufel in Kürze tun wird.
So ist es gerecht und so harmoniert Zorn und Verstockung mit der absoluten LIEBE.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2016 19:45.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Werkegerechtigkeit

von geli am 29.10.2016 19:34

"Werkgerechtigkeit" - Jesus hat dazu gesagt:

"Wie könnt ihr glauben, die ihr noch Ehre von Menschen sucht?" (Joh. 5,44)

Mit "eigenen Werken" suchen wir für uns selbst Anerkennung, Lob und Bestätigung bei Menschen, und damit wird uns der Blick auf Gott verdunkelt, unser Glaube wird behindert.

In einem Tischgebet heißt es: "Alles, was wir haben, kommt von dir, o Gott, wir danken dir dafür".

Alles kommt von Gott - wenn wir mit eigenen Werken und somit auch mit unseren eigenen Zielen beschäftigt sind, und dabei vielleicht auch noch einen gewissen Erfolg haben - dann vergessen wir leicht, von wem alles kommt!

Lg, geli

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2016 19:34.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Am Unangenehmen trennen sich die Geister

von geli am 29.10.2016 19:23

Jesus hat gepredigt, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist.
Jesus wird auf diese Erde zurückkommen und die Regierung übernehmen.
In seiner Regierung hat absolut nichts Böses, Unreines Platz. Jeder ist eingeladen, in diesem Reich zu leben - aber dazu ist es nötig, sich von Jesus reinigen zu lassen - indem man um Vergebung bittet für das, was Gott nicht gefällt.
Wer das nicht tun will, (oder meint, es nicht nötig zu haben), der "klebt" sozusagen an dem Bösen, Unreinen.

Wer aber an Bösem, an Unreinem, an Sünde "klebt" - der hat mitsamt seiner Sünde keinen Platz in diesem Reich, der wird mitsamt seiner Sünde, an der er hängt und von der er sich nicht lösen lassen will, von Gott und seinem Reich hinweg verbannt  und landet in dem "Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt" - wie es in Off. 21,8 ausgedrückt wird.

Jesus hat diese Tatsache im Gleichnis von der "königlichen Hochzeit" in Matth. 22 sehr verständlich ausgedrückt.

Lg, geli

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Tagwandler
Gelöschter Benutzer

Re: Werkegerechtigkeit

von Tagwandler am 29.10.2016 16:28


"sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!" (2.Tim 3,5)

Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden
"Darum denkt daran, dass ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von denen, die äußerlich beschnitten sind,
dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.
Denn er ist unser Friede, der aus beiden "eines" gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in "einem" Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir alle beide in "einem" Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist." (Eph 2,11-20)

Die neue unverdiente Kraft des Glaubens UND die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, der und führt.

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Am Unangenehmen trennen sich die Geister

von Pal am 29.10.2016 15:27

Röm 9:21 Hat nicht ein Töpfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Gefäß zu Ehren und das andere zu Unehren?

Wir sind oft geneigt zu denken, ein Gott der Liebe dürfe, als Schöpfer, nur paradiesische Gegebenheiten erlauben.
Nun ist unsere heutige Welt jedoch dabei aus allen Fugen zu geraten und gleicht immer mehr einer irdischen Hölle.
In dieser Not wünschten wir uns nur Gefäße der Ehre und finden allerdings ein Übermaß an "Gefäßen der Unehre".
Das empfinden wir natürlich als wenig, oder sogar gar nicht, liebevoll.
Da könnte man fragen: "Was hat das hier auf Erden noch mit Liebe zu tun?" - Unsagbar viel!

Denn für uns wird sich die Gesamt-konstellation wie folgt entwickeln:
Röm 8:18 Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden.

Wir, als "Gefäße der Ehre", werden unsere irdischen Leiden nur noch einen Pfifferling wert halten, für das, was wir in der Auferstehung erlangen.

Aber von den Gefäßen der Unehre lese ich:
Röm 9:22 Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit großer Geduld getragen die Gefäße des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis

Gott will seinen Zorn und seine machtvolles Vermögen zeigen, indem er den Haupt-übeltäter (Satan) mitsamt allen denen, die ihm nachfolgen, in eine unbeschreiblichen Hölle bringt.
Dann kommt die Folgefrage: "Wie kann ein Gott der Liebe so etwas wollen?"
Meine Antwort lautet: Weil ER das Böse haßt!

Das ist Bibel pur.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2016 16:00.
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