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solana

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Beiträge: 4164

Re: Lobpreis - ein Event?

von solana am 13.06.2014 18:19

Ja, ich denke das ist auch ein wenig eine "Mentalitätsfrage".
Wir Mitteleuropäer "feiern" und "loben" eben doch wesentlich zurückhaltender als bspw afrikanische Gemeinden; auch schon in Nordamerika herrscht ein anderer Stil in den meissten Gemeinden.
Die Christen dort würden uns wahrscheinlich für steif und zugeknöpft halten.

Wichtig finde ich, dass es von Herzen kommt.
Ich sehe auch gern mal einen amerikanischen Gottesdienst im Fernsehen, aber wenn versucht wird, diese "Art" in Europa zu "kopieren", um ein wenig mehr "Schwung" herein zu bringen, kommt mir das verkrampft vor und ich fühle mich nicht wohl.

Wenn aber wirklich das Herz voll ist und der Mund übergeht, dann wirkt das auch ansteckend und befreiend, reisst mit. Das künstlich "einzudämmen" ist dann wieder ein Krampf in die andere Richtung.
Dem Ausdruck der Freude von vorn herein strenge Regeln aufzulegen, erstickt die Spontaneität.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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tefila
Gelöschter Benutzer

Re: Lobpreis - ein Event?

von tefila am 13.06.2014 17:43

....Hypnotischer, ektasischer Charkter schrieb Ciper.

 

Bis vor kurzem hatte ich da auch große Bedenken. Aber inzwischen freue mich mich total, wenn die "Lobpreisgruppe" in die Gemeinde kommt und eine kleine Zeit des Singens moderner Lieder mit Beamer, Gitarre, Schlagzeug übernimmt - ziemlich anders als die Heilsarmeelieder.

Auch hier werden Strophen und Lieder öfters wiederholt. Eine Gefahr von solchen größeren und längeren Events sehe ich nur darin, wenn unbekehrte Leute sich dann in "Stimmung singen oder singen lassen" und dann meinen "sie hätten was von Gott gespürt" - und kennen Gott und Jesus und Sein Wort gar nicht. Spätestens am nächsten Tag ist die "heilige Stimmung" dann wieder verflogen.

Wer aber Christ ist und um diese Gefahr weiß und von Herzen die teils schönen Lobpreis- und Anbetungslieder mitsingen kann, für den sehe ich das als Gewinn an. Und es scheint auch biblisch zu sein, wenn jemand betet - also mit Gott spricht - und dies wird noch untermalt mit Musik. Bevor ich diese Bibelstelle nicht kannte, bin ich da fast weggelaufen, weil ich dachte, hier soll nur eine Show-Stimmung erzeugt werden.

Aber auch die Bibel spricht von Musik.
Hier in positiver Weise:

Gott freut sich, wenn er "besungen" wird und wir sollen singen. (2. Chr. 20,1; 29,30 Ps. 28,7: 69,31; Eph 5,19, Kol. 3,16 und ganz viele Stellen mehr)

David spielte vor Saul mit der Harfe und es wurde besser mit Saul; sogar der böse Geist wich.
(1. Sam. 16,23)

Elisa bat um den Spielmann. Und als der Spielmann auf den Saiten spielte, heißt es, dass die Hand des Herrn über Elisa kam und Gott zu ihm sprach. (2. Kön. 3,15)

Und König David sonderte prophetische Männer aus, die Instrumente spielten und sangen. (1. Chr. 25,1 ff)

Aber auch hier in negativer Weise / negativer Beeinflussung:

König Nebukadnezar setzte auch auf diw Wirkung von Musik aber in negativer Weise. Musik wühlt die Gefühle der Menschen auf und kann sie manipulieren.
Wenn der Schall von Posaunen, Trompheten, Harfen...und aller anderer Instrumente zu hören sein würde, so sollte jeder niederfallen und das goldene Standbild von Nebukadnezar anbeten. (Dan. 3,5)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.06.2014 17:45.

Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?

von Henoch am 13.06.2014 16:45

...wie wahr, wetterwendische Gefühle gegen ewiges Wort, wir dürfen dem ewigen Wort mehr glauben, als unseren Gefühlen, ja...

und Cipher, ich hab unter PS noch was ergänzt, das Dich mitbetrifft....damit Du es nicht übersiehst.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.06.2014 16:46.

cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?

von cipher am 13.06.2014 16:42

Ja, dieses "angekommen" ist eine großartige Sache - und hier sage ich mit Vorsicht: Auch ein großartiges Gefühl. Mit Vorsicht, weil ich weiß, wie wetterwendisch Gefühl ist. In Bezug auf die Glaubens-/Heilsgewissheit muss ich mich auf die Zusagen Gottes verlassen, auf das, was ich da lesen kann in der Botschaft an uns Menschen. Ginge es nach dem, was ich fühle, wäre ich "verratzt" denn auf die Emotion ist kein Verlass. Weil der Teufel das weiß, lernt er auch, auf unserem Gefühlen zu spielen. Aber auch, als unsere Zweitälteste auf den Tod krank war mit nur vier Jahren - die Gewissheit der Zusagen Gottes hielt stand - meine Gefühle aber veranstalteten einen Eiertanz mit mir.

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?

von Henoch am 13.06.2014 16:35

Hallo Cipher,
ja so sehe ich das auch. Wie oft habe ich blind über diverse Bibelstellen hinweggelesen, ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das sein kann, dass mir völlig vergeben ist und die BEZIEHUNG NICHT MEHR BEEINTRÄCHTIGT werden kann.

Wie konnte es denn auch sein, ich FÜHLTE es ja anders.
Aber was ist denn die Wahrheit, mein Gefühl oder Gottes Wort?

Was sagt das Wort?

Röm 8,33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht.

34 Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.  

35 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

Warum beschuldige ich mich also selbst? Ist es nicht genug, dass ich Sünde erkenne, bekenne und lassen will?

1Joh 1,9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

Warum glaube ich, dass mich bekannte Sünde trennen kann, wenn mich Blöße (ein Synonym für offenbar gewordene Sünde in der Bibel) nicht scheiden kann?

Und wie sollte ich jemals das für mich sagen können?
1Joh 4,18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Ich bin noch nicht emotional ganz geheilt, aber es wächst in mir, diese Zuversicht in die Liebe des Herrn zu haben und das wünsche ich jedem und besonders Dir Merciful. Es fühlt sich an wie angekommen am Vaterherz.

Henoch

PS: Und diese Geschichte von Dir, Cipher, ist ein wunderbares Bild für unseren himmlischen Vater...sie hat mich sehr berührt.
Cipher

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.06.2014 16:43.

cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?

von cipher am 13.06.2014 15:58

Henoch schreibt: Ist es da wirklich so, dass unsere Beziehung zu Gott aus Gottes Sicht gestört ist? Ganz sicher?
Gott hat durch unsere Wiedergeburt das Verhältnis zwischen sich und uns auf die richtige Basis gestellt. Das betrifft unseren "inneren" Menschen. Was Gott gemacht hat, hat Ewigkeitswert. Darum denke ich nicht, dass unsere Beziehung zu ihm wieder gestört würde, denn sonst müssten wir ja pausenlos daran arbeiten, diese Beziehung wieder und wieder "zu kitten". Mein Eindruck ist vielmehr, dass wir dann mit uns selbst im "Clinch" liegen. Der wiedergeborene Mensch lebt im Konflikt mit seinem fleischlichen Anteil am Menschsein, der ja noch immer vorhanden ist. So könen wir auch kaum "Licht auf dem Berg" sein - die Lampe ist schmutzig, das Licht dringt kaum noch hinaus. Erst Jesus reibt das Glas wieder blank und lässt das Licht wieder scheinen. Doch je länger wir in seiner Nähe leben, desto weniger oft wird das Glas der Lampe schmutzig. Je ähnlicher wir Jesus werden, desto sauberer wird das Glas bleiben, desto heller wird unser Zeugnis für ihn.

Aber der Feind macht sich gerne daran, uns "nach unten" zu ziehen, indem er uns solche Stolperfallen hinwirft, die uns an unserer neu gewonnenen Beziehung zum Allmächtigen zweifeln lassen sollen.

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Lobpreis - ein Event?

von cipher am 13.06.2014 15:48

StefanS schrieb: Schade, lieber cipher, dass du zwar die Frage stellst, ob Lobpreis ein Event sei, gleichzeitig aber schon quasi deine Meinung als Antwort gibst. Das nenne ich suggestiv, denn jeder muss dich für dein Erlebnis bedauern.
Na, "suggestiv" nenne ich etwas anderes. Wenn Du das wirklich ernst meinen solltest, wäre es ziemlich verfehlt, in einem Forum überhaupt "Meinung" zu präsentieren.

StefanS schreibt: Es gibt immer jemanden, dem etwas nicht passt.
Danke.

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Merciful
Gelöschter Benutzer

Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?

von Merciful am 13.06.2014 15:13

Henoch schrieb: Wenn jetzt die Gnade herrscht zum Leben, dann kann uns das nicht mehr passieren, wir sind mit Gott endgültig versöhnt und zwar auch dann, wenn wir sündigen. Nun erleben wir Gemeinschaft mit ihm, jeden Tag.

Ich erlebe es so, dass die Sünde meine Gemeinschaft mit Gott ganz erheblich stört, meine Freude ganz erheblich trübt. Auch der innere Friede wird stark beeinträchtigt. Ich denke nicht, dass dies darauf beruht, dass ich mir nicht genügend bewusst machen würde, dass ich dennoch mit Gott versöhnt bin. Sondern die Sünde wirkt tatsächlich trennend, so empfinde ich es.

Merciful

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StefanS

66, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: Lobpreis - ein Event?

von StefanS am 13.06.2014 15:13

Schade, lieber cipher, dass du zwar die Frage stellst, ob Lobpreis ein Event sei, gleichzeitig aber schon quasi deine Meinung als Antwort gibst. 
Das nenne ich suggestiv, denn jeder muss dich für dein Erlebnis bedauern.
Ich kenne auch zu laute Musik, oder eine Strophe wird zu oft wiederholt. 
Leider machen Menschen den Lobpreis. Wenn es dabei menschelt, ist er nicht automatisch verfehlt. 
Es gibt immer jemanden, dem etwas nicht passt. 
Meine ganz persönliche Meinung. 
LG StefanS
 

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?

von Henoch am 13.06.2014 14:51

Hallo Marjo,
ja Du hast recht, ich hab meine Frage an Euch schlecht formuliert.... Ich wollte mich nicht "überheben, deshalb hab ich "uns" verwendet. Ich meinte ja auch mich ebenso.

Und stimmt, ganz klar, wenn wir mutwillig sündigen, weil uns ja vergeben ist, dann ist die Beziehung gestört...der Herr erforscht die Herzen.
Hier scheitert die Beziehung an einer grundlegenden Haltung...das meine ich jetzt aber nicht.

Ich denke da eher an die Tage mit einem unguten Gefühl, oder einem schlechten Gewissen, wegen vergangener Sünden, die man nur schwer aufgeben kann und von denen man weiß, sie werden wieder passieren...
Rauchen, zuviel essen, dem Arbeitgeben gegenüber Gewohnheitsmauscheleien nicht verweigern (aus Angst vor Arbeitplatzverlust). Streit mit dem Ehepartner wegen Kleinigkeiten...

Ist es da wirklich so, dass unsere Beziehung zu Gott aus Gottes Sicht gestört ist? Ganz sicher? Und was schreibt da die Bibel drüber?

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.06.2014 15:01.
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