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Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Was versteht ihr unter "Geist"? Und was unter "Heiligem Geist"?
von Leah am 07.08.2022 12:42Hallo Nobse,
ich erlebe es so, dass mir meine Gedanken und Gefühle, ja sogar mein Verstand, die Menschen, Philosophie, Psychologie und andere Religionen, die Wissenschaften und äußere Umstände andauernd etwas " mitteilen", was dem Wort Gottes widerspricht.
Deshalb prüfe ich alles, ob es mit dem Wort Gottes vereinbar ist, und verwerfe, was ihm widerspricht. Das Ergebnis ist, dass ich mehr und mehr die lebendige Kraft Gottes erfahre.
Und tatsächlich lenkt er meine Aufmerksamkeit nicht auf bestimmte Dinge, sondern von allem weg, sogar von mir selbst weg, und nur noch auf sich und seine Herrlichkeit. Das, so sagt die Schrift, ist Heiligung. Und ja, das ist eine sehr reale Kraftwirkung des Hl.Geistes.
Leah
Re: Was versteht ihr unter "Geist"? Und was unter "Heiligem Geist"?
von nobse am 07.08.2022 12:30Da kann man mal sehen, wie schwierig es ist, mit Worten über himmlische Dinge zu kommunizieren.
Re: Was versteht ihr unter "Geist"? Und was unter "Heiligem Geist"?
von nobse am 07.08.2022 12:03Die Bedeutung von manchen Schriftstellen, besonders die, welche über Geistwirkungen handeln, werden in den verschiedenen Übersetzungen unterschiedlich dargestellt. Ich hatte auch den Eindruck, dass in den modernen Übersetzungen, die von ihren Übersetzern als "zeitgemäß" angesehen werden, manches ungeistlicher dargestellt wird, als in früheren Übersetzungen.
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Was meint die Schrift mit Friede von Gott
von Leah am 07.08.2022 11:28Ich denke, dass der Friede Gottes, der alle Vernunft übersteigt, aus dem Vertrauen zu Gott erwächst.
Je mehr ich Gott vertraue, desto mehr komme ich an seinem Vaterherzen zur Ruhe.
Ich sage "immer mehr", denn ich denke nicht, dass ich es schon völlig ergriffen habe, der Herr weiß es...
Was ist es also, was ich erlebe?
Innere Ruhe, wenn schwere Zeiten da sind, weil ich weiß, dass alles in Gottes Hand liegt.
Ich fürchte mich nicht vor Menschen, denn auch hier weiß ich alles aus der Hand Gottes anzunehmen.
Bei inneren Kämpfen, wenn Zweifel kommen, da weiß ich, da muss ich meinen Gedanken nicht zuhören. Sie kommen vom alten Menschen, von der Sünde, die in mir wohnt. Nein, Gottes Wort gilt, nicht meine Gedanken. Jesus Christus hat mit seinem Blut Friede gemacht zwischen mir, dem Sünder, und Gott.
Ich kann sagen, "Vater", alles was Du zulässt, auch schlimmes, dient mir zum Besten, ich muss das nicht verstehen, aber ich weiß es, denn Du lügst nie.
Das ist für mich die Ruhe und der Friede von Gott.
Leah
Re: Projekt Bibel 2022
von Merciful am 07.08.2022 11:18Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Wer ohne sünde ist, werfe den ersten Stein. Woher nimmt Jesus diese Aussage?
von Leah am 07.08.2022 10:12Hallo Weteyed,
Im Gesetz Mose war es Vorraussetzung für eine Steinigung, dass zwei oder drei Zeugen den Fall bestätigten. Diese Zeugen sollten ohne Sünde in der Sache sein, also rein in ihrem Zeugnis zur Strafsache.
Hier wurde eine Frau von einem aufgebrachten Mob vor den Herrn gezerrt.
Das Motiv war nicht, Recht zu sprechen, sondern den Herrn zu versuchen. Wo war der Liebhaber, der Hauptzeuge und Mitschuldige? Warum brachten sie nur die Frau? Wie sollte da gerechtes Gericht stattfinden.
Die Juden waren geschult und gebildet in dieser Frage, ein ordentliches Gericht zu ermöglichen. Ich kann mir Jesu bohrenden Blick so richtig vorstellen. Und ich denke, als Jesus auf den Boden im Tempel schrieb, dachten alle an das Gesetz Mose, dass ja auch mit dem Finger Gottes auf Stein geschrieben wurde.
Deshalb gingen alle, überführt vom heiligen Geist, weg, als Jesus sie aufmerksam machte, dass die Vorraussetzungen die Frau gerecht zu verurteilen, gar nicht vorlagen.
Ich glaube nicht, dass Jesus etwas gegen die Steinigung bei Ehebruch hatte, denn das Gesetz war ja von Gott gegeben und der neue Bund galt noch nicht.
Aber er hatte etwas gegen ein ungerechtes Urteil aus falschen Motiven.
Leah
Re: Was meint die Schrift mit Friede von Gott
von Weateyd am 07.08.2022 09:45Ich möchte noch zu Mercifuls Beitrag vom 06.08.22 22 Uhr ergänzen:
"Friede von Gott" ist von Paulus eine Grußformel.
Eine ähnliche Grußformel gibt, ist auch im AT zu finden: "Friede sei mit dir/euch/deinem Haus/..."
Spricht ein Engelswesen, Gott o.ä. diese Grußformel, steht zuvor meist auch noch "Fürchte dich nicht. Friede sei mit dir".
Bei der Frage "Was meint die Schrift mit Friede von Gott" würde ich sagen, es ist eine Grußformel. Eine Grußformel, um den anderen zu zeigen, ich bin dir wohlgesonnen. Ich würde da nicht zu viel hineininterpretieren.
Der wahre Frieden kommt dann im Reich Gottes.
Wahrscheinlich, wenn man von Frieden spricht, meint man wohl eher eine Art Zuversicht.
"Wenn dieser Friede von Gott ist und Jesus Christus sagt zu seinen Jüngern und nicht zu allen Menschen, meinen Frieden gebe ich Euch, dann müsste es so sein, dass diesen Frieden nur seine Jünger erfahren, oder? Würdest Du sagen, das ist eine durch und durch christliche Erfahrung?"
Ich würde sagen, ja. Es ist an und für die Jünger, und eine christliche Erfahrung.
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Was meint die Schrift mit Friede von Gott
von Leah am 07.08.2022 09:31Ja, Merciful, das ist auch meine Erfahrung.
Re: Was meint die Schrift mit Friede von Gott
von Merciful am 07.08.2022 09:23Wer ohne sünde ist, werfe den ersten Stein. Woher nimmt Jesus diese Aussage?
von Weateyd am 07.08.2022 09:22Der werfe den ersten Stein
Die Geschichte steht in
Johannes 8,3- Johannes 8,11
Warum hat Jesus so reagiert?
Gott hat ganz klar in Mose (3.Mose 20,10 und 5.Mose 22,22) gesagt, wie zu verfahren ist, wenn jemand beim Ehebruch erwischt wird.
Jesus hat gesagt: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie."
Ja, Jesus hat Gott nicht direkt widersprochen und gesagt, das ist falsch. Aber er hat es auch nicht befürwortet - was ich an dieser Stelle aber erwarten würde.
Gott hat nicht gesagt, wer sündfrei ist, soll den Stein werfen. Gott hat gesagt: "Die Zeugen sollen als Erste Ihre Hand erheben, dann das ganze Volk.", "Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen." (5.Mose 17), "Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, hat den Tod verdient, der Ehebrecher und die Ehebrecherin.",...
Hat Jesus damit sich selbst nicht in Sünde gebracht? Weil er nicht das getan hat, was Gott eigentlich gefordert hatte? Er hat die Anweisungen Gottes, verdreht?
Gilt das (bzw. dieses) Gesetz zu Jesus Zeiten nicht mehr?
Man könnte daraus eine Gnade ableiten. Dann stellt sich aber die Frage, worauf diese sich beruht bzw. mit welchem Worte Gottes das oder dieses Gesetz revidiert wird.
In Joh 8,11 sagt Jesus: "Auch ich verurteile dich nicht." Jesus verurteilt, wenn kein anderer verurteilt? Worauf beruht das denn? Das steht doch so auch nicht geschrieben.
Wenn man konsequent danach ginge, wäre das ein Weg zur Sünde und Zügellosigkeit.
Oder geht es hier primär gar nicht um die Frau, sondern um die Schriftgelehrten und Pharisäer, die einen Grund suchten, Jesus anzuklagen? (Joh 8,6)
Wobei dann oben genannten Fragen trotzdem noch offen blieben.
Was ich mich auch Frage: Es steht von keiner Steinigung zu Lebzeiten Jesus geschrieben, im Sinne des Gesetzes. Das finde ich auch komisch. Ob das, dass jüdische Volk auch "dürfte" ist ja auch eine Frage. Und zwar vonseiten der römischen Regierung, die ja auch Gesetze und Regelungen hat. Da konnte ja auch nicht jeder wahllos töten wegen eines Gottes oder eines anderen Grundes?! Wobei ich hier noch nicht die Gesetze des römischen Reiches recherchiert habe.
Vielleicht war das auch legal möglich, aber dann sollte davon mehr in der Bibel stehen, oder?!

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