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Re: Clownis Welt
von pausenclown am 17.02.2026 08:23Hallo.
Jetzt habe ich eine Idee, wie ich das Thema Israel beginne, zurück ins Jahr 1860
Am 2. Mai 1860 wurde Theodor Herzl geboren.
Herzl wuchs als assimilierter Jude in Wien auf, wie viele Juden in dieser Zeit glaubte Herzl, dass der Antisemitismus durch Bildung und Anpassung verschwinden würde. Doch genau um 1880 radikalisierte sich der Judenhass.
Kurz nach 1880 änderte sich die Situation radikal:
Pogrome in Russland: Die Ermordung von Zar Alexander II. im Jahr 1881 löste eine Welle antisemitischer Pogrome im Russischen Kaiserreich aus.
Beginn der Migration: Diese Ereignisse führten 1882 zum Start der Ersten Alija, bei der bis 1903 etwa 25.000 bis 35.000 Juden einwanderten und erste
landwirtschaftliche Siedlungen gründeten.
landwirtschaftliche Siedlungen gründeten.
Die Situation in Palästina damalig:
Bevölkerung: Man schätzt, dass um 1880 etwa 20.000 bis 23.000 Juden in Palästina lebten. Dies entsprach etwa 5 % der Gesamtbevölkerung, die mehrheitlich aus rund 400.000 Muslimen und 42.000 Christen bestand.
Bevor das falsch verstanden wird, das Gebiet wurde Palästina offiziell verwendet, die dort lebenden Gruppen wurde:
Arabische Palästinenser.
Christliche Palästinenser
Jüdische Palästinenser.
Der Begriff Palästinenser, hat im laufe der Zeit einen Wandel verzogen.
Um die Stellung und Bedeutung von Herzel zu würdigen.
Um die Stellung und Bedeutung von Herzel zu würdigen.
Zitat:
Theodor Herzl gilt als der Vater des modernen politischen Zionismus. Als Visionär legte er den organisatorischen und theoretischen Grundstein für die spätere Gründung des Staates Israel.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 12:56Hallo.
Eins der ersten positiven Ereignisse nach dem Holocaust.
Dir Ökumenische Marienschwesternschaft aus Darmstadt l.
Diese evangelische Gemeinschaft wurde 1947 in Darmstadt gegründet.
Basilea Schlink und Martyira Madussa gründeten diese Gemeinschaft mit dem Zweck:
Die Gründung war eine direkte Reaktion auf die Schuld der Deutschen während des Nationalsozialismus und des Holocaust.
Sühne und Gebet: Die Gemeinschaft widmet sich seither intensiv der christlich-jüdischen Versöhnung und dem Gebet für Israel. Sie betreiben in Israel das Gästehaus „Abraham’s House“ in Jerusalem als Ort der Begegnung und Versöhnung.
Weiter gibt es zahlreiche christliche Organisationen und Werke, die Israel auf unterschiedliche Weise unterstützen von humanitärer Hilfe und Sozialprojekten bis hin zu politischer Solidarität und theologischer Bildungsarbeit.
Eine möchte ich hervorheben: Die internationale Christliche Botschaft Jerusalem, kurz ICEJ.
Einige werden die regelmäßigen Sendungen, Faszination Israel kennen.
Weniger bekannt ist ihr Einsatz für Mobile Schutzräume in Israel.
Israel wurde ja nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 beschossen.
Bis 2026 hat die ICEJ insgesamt über 230 mobile Bunker in gefährdeten Gebieten platziert.
Weiter engagieren sie sich für uns im Holocaust Heim, wo Überlebende im Alter ein Zuhause gefunden haben.
Falls jemand das Bedürfnis hat, aktiv etwas für Israel zu tun, wendet euch einfach an eine der Organisationen.
Viele Juden sind dankbar, dass es euch da draußen gibt, Danke
Tja, ich tippe und lösche und schreibe und lösche, ich werde etwas über die Gründung des heutigen Staates Israel schreiben, noch fehlen mir die richtigen Worte….
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 10:43Hallo Nusskeks.
Ich habe kein Problem, Menschen oder dir zu vergeben, was ich längst getan habe.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 10:16Hallo Nusskeks.
Ich habe überhaupt keine Lust auf sowas.
Natürlich ist es mein Fehler, eindeutige Formulierungen falsch zu verstehen.
Dazu ziehen sich solche Aussagen wie ein roter Faden durch.
Ich habe keine Lust mehr, Kontakte für dich herzustellen, am Ende fällt es auf mich zurück.
Bitte lass mich in Ruhe.
Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 10:02Hallo.
Luther nimmt in seinem Schriften auch Bezug auf die seit dem 13. Jahrhundert verbreiteten Legenden von jüdischen Ritualmorden und Hostienfrevel, die zu Gewaltausbrüchen und Pogromen anstachelten.
Ein angeblicher Ritualmord an dem Winzerjungen Werner von Bacharach löst 1287 eine Welle von Pogromen aus wie in weiteren ähnlich gelagerten Fällen.
Jetzt ein Sprung nach Eisenach ins:
Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben.
Das Institut wurde im Jahr 1939 aus der zuvor gegründeten Kirchenpartei Deutsche Christen (DC) gegründet.
Mitgetragen wurde das Institut von elf evangelischen Landeskirchen.
Ich fasse die Ziele grob zusammen:
Theologische „Entjudung“: Tilgung aller Hinweise auf das Judentum aus der Bibel, der Liturgie und dem kirchlichen Leben.
Konstruktion eines „arischen“ Jesus: Verbreitung der pseudowissenschaftlichen These, Jesus sei kein Jude, sondern ein „arischer Galiläer“ gewesen, der gegen das Judentum gekämpft habe.
Revision kirchlicher Texte: Herausgabe einer „entjudeten“ Bibel (das „Volkstestament“) sowie eines Gesangbuchs, aus denen Begriffe wie „Hallelujah“, „Hosianna“ oder „Sion“ entfernt wurden.
Eins der Resultate war das Volkstestament mit dem Titel: Die Botschaft Gottes.
Die meisten, die sich mit der Theologie und Theologen beschäftigt haben, dem wird der Name Walter Grundmann etwas sagen.
Grundmann war die zentrale wissenschaftliche Figur des Eisenacher Instituts.
Noch weitere namhafte Theologen waren darin verstrickt, auch ging ihre kirchliche Karriere nahtlos weiter.
Und alles ist in der Shoa/Holocaust gendet.
Vieles davon hat sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt.
In meiner Familie herrschte und ich spüre es selbst das Gefühl von nicht auffallen, irgendwie unter dem Radar zu fliegen. Seit dem 7. Oktober betrachte ich mich im Spiegel anders, ich prüfe wie sehr sieht mein Spiegelbild jüdisch aus…..
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 09:37Hallo.
Und Nusskeks.
Ganze Ehrlich? Was willst du eigentlich….
Schau mal, für mich waren viele deiner Worte ein Paradebeispiel.
Du hast vielleicht ne Idee, wie messianische Juden leben und im Grunde weißt du es nicht.
Als ich anfing darüber zu schreiben, war deine Meinung und Urteil, ich sei hier um zu verwirren und weitere wenig nette Dinge in meine Richtung.
Weil ich nicht so bin wie du erhoffst?
Weil messianische Juden einen jüdischen Weg leben, auch in vielen Gemeinden und sich das von einem christlichen Gottesdienst unterscheidet.
Und das ist etwas der Subtext von meinem Thread, weil wir nicht sind, wie ihr hofft und beurteilt, was ihr nicht kennt.
Kleines Beispiel. Letztes Jahr schrieb ich an Pessach, ich war an einer KZ-Gedenkveranstaltung. In meiner Kindheit lernte ich einen Überlebenden aus diesem KZ.
Ich habe letztes Jahr viel Zeit damit verbracht, etwas Licht in meine Familiengeschichte zu bringen. Ein Onkel meines Vaters wurde fast zur gleichen Zeit aus einem KZ befreit.
Dein Kommentar fasse ich zusammen: Ist Jesus nicht dein Messias? Ernsthaft?
Generell eine Frage, die ich von dir öfters gelesen habe.
Mehrfach habe ich dir das Angebot gemacht, hey, ich stell dir Kontakte zu anderen messianischen Juden her, du hast es nicht angenommen.
Von meiner Seite aus ist es, wie es ist, wann immer jemand Fragen hat und ich Zeit habe, Versuche, diese zu beantworten.
Was ich nicht möchte, sind Fragen, die als Türöffner genutzt werden, um seine Sicht der Dinge darzulegen und zu belehren.
Dafür habe ich keine Zeit und Lust.
Wie ich es davor geschrieben habe, in Ruhe dies oder jenes…..
Wie auch immer Shalom
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.02.2026 07:05Hallo.
Ja, ein sehr verstörender Thread, oder?
Trotzdem dienen diese Fakten, um den Juden Hass heute zu verstehen.
Viertes Laterankonzil (1215)
von Papst Innozenz III. einberufen, schrieb Juden bestimmte Kleidungsvorschriften vor, damit sie in der Öffentlichkeit als Juden erkannt und gemieden werden konnten.
In der Folgezeit wurden in europäischen Ländern den Juden ein gelber Fleck oder ein Ring aus Stoff vorgeschrieben, der deutlich sichtbar zu tragen war. Die Farbe „Gelb" symbolisiert Neid, Missgunst und Bösartigkeit.
Kleine Anmerkung: Der Vorläufer des gelben Davidsterns.
Es Folgen die Vertreibung der Juden aus Spanien (1492) und Portugal (1496/97) war ein zentrales Ereignis der frühen Neuzeit.
Mit dem Aufkommen der Pest 1348/49 wurde Juden der Vorwurf der „Brunnenvergifter" gemacht und sie damit als verantwortlich für Seuchen hingestellt.
Die Geburtsstunde der Verschwörungserzählungen, die Juden sind schuld. Der Sündenbock-Mechanismus.
Antijudaismus und Antisemitismus in der Neuzeit: Martin Luther
Von anfänglich freundlichen Äußerungen zu Juden positionierte sich Luther im Laufe seines Lebens zunehmend judenfeindlich.
Seine Schrift „Von den Juden und ihren Lügen" (1543)
Zitat:
„Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke und, was nicht verbrennen wil, mit erden uber heuffe und beschuette, das kein Mensch ein stein oder schlacke davon sehe ewiglich. Und solchs sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien und solch oeffentlich liegen, fluchen und lestern seines Sones und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilliget haben."
(Martin Luther, WA 53, 523)
Kleine Anmerkung:
Es ist ziemlich erschreckend, wie viel davon eingetroffen ist.
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 14.02.2026 18:23Hallo Argo.
Ich fasse hier die Geschichte des Antijudaismus etwas zusammen, dein Posting hat was damit zu tun?
Deine Meinung in allen Ehren, sie ersetzen nicht Fakten.
Meinungen, die wiederholt werden, bleiben, was sie sind, Meinungen.
Deshalb fällt es mir schwer, einen Dialog zu führen, Fakten vs. Meinung.
Wir haben hier Meinungsfreiheit, du kannst sie unabhängig vom Thema schreiben, das ich mich an Fakten halte und nicht deiner Meinung bin, bin ich deshalb ein schlechter Mensch, oder ich bin für Krieg?
Du schreibst:
Der Glaubens-Dialog zwischen Christen und Juden besteht seit Entstehung,
Die Geschichte widerspricht deiner Meinung.
Die Geschichte widerspricht deiner Meinung.
Aber wie immer Argo, es ist unser Fehler , wir sind nicht Kompromissbereit, nicht Dialogbereit usw, natürlich unser Fehler.
Weißt du, was die meisten Juden eigentlich wollten und wollen?
In Ruhe leben, in Ruhe lieben, in Ruhe Familien gründen, in Ruhe ein Zuhause/Heimat haben, in Ruhe in die Synagoge…
Für meine Familie: nicht vertrieben zu werden, immer und immer werden, nicht verfolgt, keine Shoa.
Die Zeit für Dialogbereitschaft war selten vorhanden und an keinem Punkt der Geschichte hätte Verfolgung und Vertreibung und Tod, hätte Dialog uns gerettet.
LG
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 13.02.2026 11:42Hallo.
Mal ein kleines Zwischenfazit von mir.
Ich weiß nicht, wie es euch mit den Postings geht.
In zahlreichen Diskussionen, in denen ich verwickelt war, kamen reflexartig Sätze wie: Haja, gerade die Kreuzzüge, waren keine richtigen Christen. Ich kann diesen Reflex verstehen, aber ich finde das nicht zu Ende gedacht.
Es impliziert die Frage: Was ist ein richtiger Christ und wurde es in jeder Epoche anders verstanden und definiert?
Wo die Reise hingeht, wird immer deutlicher.
Im Laufe der Zeit wurde der theologische Rahmen verlassen und die Aspekte Gewalt, Verfolgung und Tod kamen dazu.
Und ehrlich, ich kann das nachvollziehen, was es nicht bedeutet, zu tolerieren.
Wenn die Identitätsbildung des Christentums in Abgrenzung zum Jüdischen passierte und zum Fundament dazugehört.
Dieses Fundament wurde ja über die Jahre verfestigt.
Bevor ich falsch verstanden werde, ist die Abgrenzung als Merkmal ein Teil der Identitätsbildung.
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 13.02.2026 06:53Hallo
Nachdem das Christentum im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion aufgestiegen war, änderte sich der Status der Juden grundlegend.
Das Konzil von Nicäa überspringe ich und die weitreichenden Maßnahmen wurden gegen die damaligen Juden getroffen zusammen.
Diese lassen sich in drei Bereiche unterteilen.
1. Rechtliche Degradierung:
Ausschluss von Staatsämtern.
Verbot von Mischehen.
2. Religiöse Unterdrückung.
Um die Ausbreitung des Judentums zu verhindern und Übertritte zum Christentum zu fördern, wurden drakonische Strafen eingeführt.
Christen, die zum Judentum konvertierten, verloren ihr Erbe und ihre bürgerlichen Rechte. Der Bau neuer Synagogen wurde untersagt.
3 Soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung.
Sklavenverbot, Juden war es untersagt, christliche Sklaven zu besitzen.
Durch die Predigten der Kirchenväter wurden Juden gesellschaftlich als „Gottesmörder“ gebrandmarkt, was zu einem feindseligen Klima und gelegentlichen Übergriffen wie Synagogenbränden führte, die oft straffrei blieben.
Kleine Anmerkung von mir.
Die Gesetzgebung zielte darauf ab, das Judentum in einem Zustand der Schwäche und Erniedrigung zu halten, um die Überlegenheit des Christentums sichtbar zu machen. Die Juden sollten nach der Zeugnistheorie des Augustinus zwar überleben, aber als gedemütigtes Beispiel für die Folgen des Unglaubens dienen.
Mit dem ersten Kreuzzug um 1096 fingen zahlreiche Pogrome gegen Juden in Europa an. Das eigentliche Ziel des Kreuzzuges war die Befreiung Jerusalems von den Muslimen.
Paradoxerweise fingen gleichzeitig massivsten Ausschreitungen, bekannt als Gezerot Tatnu, konzentrierten sich auf das Rheinland. Besonders betroffen waren die Städte Speyer, Worms und Mainz sowie Köln, Trier und Xanten.
Weitere Regionen: Auch in Prag und in jüdischen Siedlungen entlang des Weges nach Ungarn kam es zu Massakern.
Die geschätzten Opferzahlen belaufen sich
Auf 2000 bis 12000 Juden. Viele Juden wählten den Freitod (Kiddush HaShem), um der Zwangstaufe oder Ermordung zu entgehen.
Die Zahl der zerstörten jüdischen Gemeinden in der Zeitspanne der Kreuzzüge beläuft sich auf ca. 500, darin eingeschlossen auch die Pestpogromen.
Tut mir leid, aber das wird insgesamt erst einmal nicht besser.
Shalom Pausenclown


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