Abendmahl

Erste Seite  |  «  |  1  ...  15  |  16  |  17  |  18  |  »  |  Letzte [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Cleopatra
Administrator

32, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 2886

Re: Abendmahl

von Cleopatra am 09.02.2018 07:55

Von daher muss ich davon ausgehen, das Jesus im Brechen des Brotes etwas veranschaulichen will. Uns ein Beispiel geben will (und hier führe ich wieder die Fußwäsche vor Augen - wo Jesus auch ein Beispiel gegeben hat, was wir aber nicht wortlich nehmen)

Lieber Thomas,

ich habe heute nicht so viel zeit, aber hierzu (ich glaube, ich habe das auch schonmal geschrieben):

Jesus sagte nicht "wascht einander die Füße". Er tat es, um etwas zu symbolisieren ja.

Aber Jesus sagte beim Brotbrechen "tut dies zu meinem Gedächtnis".
Da ist ein großer Unterschied.

Wenn Jesus es doch selbst sagte, dann denke ich, ist dies schon Grund genug, es im Gehorsam zu tun.

Lg Cleo

PS: Danke Burgen für das nochmal herauszitieren der Bibelstelle, dies zeigt mir auf jeden Fall nochmal ganz klar, was Jesu Wunsch war.


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 08:00.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3932

Re: Abendmahl

von solana am 09.02.2018 10:56

Nennmichdu schrieb:

Wir rudern zurück.

Ja, Thomas.
Du hattest mich nach Beweisen gefragt, dass man Jesu Worte konkret verstehen kann, und wenn ich das nicht beweisen könne, sei es also nur übertragen gemeint.
Ich habe dir den Ball zurück gegeben, weil so ein Vorgehen das Pferd am Schwanz aufzäumen würde: Alles Gesagte ist zunächst einmal konkret zu verstehen. Das kann und muss nicht bewiesen werden. Erst wenn wörtliches Verständnis nicht möglich, zB unsinnig wäre, dann geht man von einem übertragenen Sinn aus.

Dieses "Beweis" konntest du nicht erbringen und nanntest das nun einen unbefriedigenden Kompromiss: "Keiner kann seine Ansicht beweisen, also bleibt jeder bei seiner Auffassung und toleriert die des anderen."

Das ist eine seltsame Sichtweise: Du willst andere dazu bringen, das Abendmahl nicht mehr zu feiern und stattdessen sich deiner Interpretation anzuschliessen. 
Folglich musst du doch so überzeugende Argumente bringen, dass andere sich davon so überzeugen lassen, dass sie ihre Ansicht ändern.
Das ist bisher noch nicht geschehen.

Stattdessen läuft deine Argumentation immer darauf hinaus: "Ihr müsst beweisen, dass traditionelle Abendmahlsfeiern biblisch sind - und wenn ihr das nicht könnt, müsst ihr euch meiner Meinung anschliessen."

Verstehst du nicht, dass das so nicht geht?
Auf diese Weise werden wir uns nur weiter im Kreis drehen.

Aber deine Frage will ich dir schon beantworten, unabhängig vom Thema:

Wenn die Feier eines Abendmahls nun von Christen ausgeführt wird, die in Christus sind, aus dem neuen Bund ja schon leben --- schon trinken... vom Wort Gottes - von Jesus selbst als dem Brot des Lebens ja schon zehren, wieso bedarf es dann noch eines ausgegrenzten speziellen Ritus, in dem ein Stück Brot und ein Schluck Wein für Fleisch und Blut Jesu angesehen wird?

Aus dem selben Grund, aus dem es zB unserer Gebete bedarf. In Mt 6 steht ausdrücklich:

8 Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

Das ist trotzdem kein Grund, ihn nicht zu bitten, weil er es eh schon weiss.
Wir werden wiederholt aufgefordert zu beten, unsere Bitten und Sorgen ihm zu bringen, uns dabei sogar vom Heiligen Geist helfen zu lassen (Röm 8, 26).
Es ist nicht deshalb unnötig oder überflüssig, weil unser Verstand uns sagt: "Wozu soll das gut sein, wenn Gott das eh schon weiss".

Unser Verstand könnte nun in derselben Weise argumentieren, wie du es schreibst: "Wir leben ja schon im neuen Bund - warum daran erinnern in einer Abendmahlsfeier?"
Und du selbst schreibst doch auch, dass wir uns mehr erinnern sollen und uns bemühen, immer tiefer zu verstehen. 
Aber eine traditionelle Mahlfeier zur Erinnerung lehnst du ab - warum?

Ich hoffe, es geht nicht weiter im Kreis.
Und ich bitte dich, wenn deine Argument nicht überzeugen, das doch einfach zu akzeptieren oder überzeugendere Argumente zu bringen.
Vor allem ein Argument dafür, dass es falsch ist, an der traditionellen Abendmahlsfeier festzuhalten.

Denn, das, was du "stattdessen" machen willst, wird doch sowieso von allen befürwortet und gut befunden. Das sollten wir auf alle Fälle tun.

Nur besteht doch überhaupt keine Notwendigkeit, dafür das traditionelle Abendmahl abzuschaffen, das hindert das doch in keinster Weise, im Gegenteil, es erinnert doch auch daran, dass wir durch Jesu Tod neues Leben haben und dass wir entsprechend leben sollen in unserem Alltag.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 11:08.

nennmichdu

53, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 699

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 09.02.2018 19:10

Hallo Solana,


wenn ich das Wort "Beweisen" benutze, ist das wohl in unserem Falle noch irreführend gewesen. 
Vielmehr hätte ich darauf hinweisen sollen, das wir - so wie Paulus es auch den Juden gegenüber tat - indem er ihnen aus den Schriften herleitete, das Jesus der Christus (der Messias) ist etwas schlüssig argumentativ ableiten können. Die Theologen haben hierfür einen extra Begriff geprägt, die Apologetik:


Apologetik (aus dem altgriechisch ἀπολογία apología, deutsch ‚Verteidigung, Rechtfertigung') bezeichnet die Verteidigung einer (Welt-)Anschauung, insbesondere die wissenschaftliche Rechtfertigung von Glaubenslehrsätzen, und jenen Teilbereich der Theologie, in dem man sich mit der wissenschaftlich-rationalen Absicherung des Glaubens befasst.

Dieses "Beweis" konntest du nicht erbringen


Sagen wir besser, ich konnte dir meine Gedanken noch nicht so verdeutlichen, das du sie hättest nachvollziehen können. Denn an deinen Antworten sehe ich, das du mich in vielen Punkten missverstanden hast. 


und nanntest das nun einen unbefriedigenden Kompromiss:

Dann natürlich nur für denjenigen, der hier daran interessiert ist, den anderen zu verstehen und ihm dort, wo er meint, er hätte etwas falsch verstanden, eines besseren zu belehren.


"Keiner kann seine Ansicht beweisen, also bleibt jeder bei seiner Auffassung und toleriert die des anderen."


Das trifft wohl dann auch auf die verschiedenen Abendmahlsverständnisse der protestantischen Kirche, der katholischen Kirche, der Freikirchen . etc... zu. Hier ist jede Kirche zu einem Verständnis gelangt, was seine tonangebenden Lehrer und Vertreter hier am glaubwürdigsten den Kirchenmitgliedern nahebringen konnten, und was dem aktuellem Verständnis der Lehrer betrifft.

Und dann hat es nun in der Kirchengeschichte immer wieder zu bestimmten Zeiten Reformatoren bedurft, die bestimmte Missverständnisse und Irrlehren anprangerten und daran mitwirkten, den Glanz des Evangeliums neu aufstrahlen zu lassen, in dem sie wichtige - verschütt gegangene Kerninhalte der Bibel neu herausgearbeitet hatten.

Und an solchen Männern und Frauen Gottes wird die christliche Gemeinde wohl bis zu Jesu Wiederkunft immer wieder Bedarf haben.

Du willst andere dazu bringen, das Abendmahl nicht mehr zu feiern und stattdessen sich deiner Interpretation anzuschliessen.


Was wir ja jetzt hoffentlich nicht mehr annehmen dürfen, nachdem ich hier meine Intention aufgedeckt habe. Es kann immer nur darum gehen, sein Verständnis von Inhalten der Bibel dem anderen so zu veranschaulichen, das er selbst vielleicht hierin etwas wahres entdeckt, was er übernehmen kann.

Drum heißt es auch: Prüfet alles - und das Beste behaltet.

Nur prüfen müssen wir es schon, bevor wir es verwerfen können.

Denn sonst halten wir etwas für wahr und richtig - nur weil Pfarrer so dies immer wieder betont hat und der Papst das ja auch so sagt...


Stattdessen läuft deine Argumentation immer darauf hinaus: "Ihr müsst beweisen, dass traditionelle Abendmahlsfeiern biblisch sind


Dies ist eine Aufforderung sich doch einmal Gedanken zu machen, über das was ich hier einfach so übernommen habe. Warum es sich denn so verhält. Eine Kenntnis darüber kann oft wertvoll und entscheidend sein, ob ich in meinem Glaubensleben weiterkomme oder nicht.


- und wenn ihr das nicht könnt, müsst ihr euch meiner Meinung anschliessen."

Um Gottes Willen NEIN. Natürlich nicht. Prüfet alles - und das Beste behaltet. Nicht das, was ich zwar auch nicht nachvollziehen kann. Aber was mir vielleicht auch nicht ungelegen kommt. Denn der Pastor dort in dieser Kirche ist mir eigentlich viel sympathischer und nette Kaffeekränzchen gibt es dort auch...

Nein - ich bin kein Papst der von oben herab bestimmt - was zu glauben ist --- - allenfalls vielleicht ja noch ein Reformator. Aber auch wenn mir die Vorstellung, meine Thesen an die Türen der evangelischen Freikirchen zu nageln, schon schmeichelhaft vorkommt, geht es nicht darum, mir zu (blind) zu glauben (weil ich so freundlich spreche vielleich noch) und sich meiner Vorstellung anzuschließen, sondern sich zu fragen, was ist dran an dem was er sagt und was kann ich für mich dabei heraus ziehen - an positivem. Was meinen Glauben stärkt und nährt.


Aus dem selben Grund, aus dem es zB unserer Gebete bedarf. In Mt 6 steht ausdrücklich: 8 Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Das ist trotzdem kein Grund, ihn nicht zu bitten, weil er es eh schon weiss.


Gott bedarf unserer Gebet nicht. 1. Punkt. Er ist nicht auf uns angewiesen. Alsdas er ohne unsere Gebete nicht zum Ziel kommen würde. Ein schönes Beispiel für diese Wahrheit steht im Buch Esther:


Est 4,14 Denn wenn du zu diesem Zeitpunkt wirklich schweigst, so wird Befreiung und Rettung für die Juden von einem andern Ort her erstehen. Du aber und das Haus deines Vaters, ihr werdet umkommen. Und wer erkennt, ob du nicht gerade für einen Zeitpunkt wie diesen zur Königswürde gelangt bist?


Wir beten, weil wir uns dadurch mit dem Willen Gottes eins machen und so zu seinem Werkzeug werden können (und sollen) und auch ihn verherrlichen - an dem was er an uns und anderen tut. Wo er unsere Gebete erhört.


Dieses von dir angeführte Beispiel hilft aber nicht weiter, zu verstehen, was denn nun ein Gedächtnis wirklich ist.

Und - wenn wir uns hier überhaupt um ein Verständnis zum Abendmahl unterhalten wollen, dann wäre es hilfreich auch zu verstehen, wie denn das Abendmahlsverständnis anderer Kirchen aussieht, und wie diese hierzu gelangt sind.

Das kann ich aber wohl nicht von jedem hier verlangen. Dieses zu wissen und nachzuvollziehen. -- Um dann darauf eingehen zu können. Um verstehen zu können, warum aus der Schrift gerade dieses oder jedes Verständnis sich hat ableiten müssen. Und was die Hintergründe und Folgen davon sind.

Aber eine traditionelle Mahlfeier zur Erinnerung lehnst du ab - warum? Ich hoffe, es geht nicht weiter im Kreis.


Es ging bislang für dich im Kreis. Darum lass uns fürs erste hier diese Diskussion - zumindest unter uns zweien - Solana - beenden.


Vor allem ein Argument dafür, dass es falsch ist, an der traditionellen Abendmahlsfeier festzuhalten.


An WELCHER tradionellen Abendmahlsfeier?  Welcher Kirche?  Und stelle ich hier die Frage, ob es falsch ist, sich an Traditionen zu halten - dann kann ich dir zur Beruhigung versichern  - nein - es ist nicht grundsätzlich falsch sich an Traditionen zu halten.

Nur wenn sich verschiedene Traditionen in ihrer Ausübung dann doch arg von einander in der Deutung und Bedeutung und Interpretation untereinscheiden, obwohl sie sich alle auf den selben Bibeltext berufen. Dann darf mich dieses stutzig machen und lehren, meine Tradition zu hinterfragen.


Gruss
Thomas

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3932

Re: Abendmahl

von solana am 09.02.2018 20:21

Nennmichdu schrieb:

Darum lass uns fürs erste hier diese Diskussion - zumindest unter uns zweien - Solana - beenden.

Guter Vorschlag, Thomas!
Wir sind hier wohl auch der falsche Adressat für deine Reformbestrebungen.

allenfalls vielleicht ja noch ein Reformator.

Hast du schon mal mit Verantwortlichen aus den Kirchenleitungen gesprochen? Wenn du dort jemanden überzeugen kannst, dann kannst du etwas bewirken.
Hier im Forum bleibt das ja sowieso alles nur eine theoretische Überlegung.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

nennmichdu

53, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 699

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 10.02.2018 05:43

Hallo Solana,


ich wollte gerade nocheinmal Bezug nehmen auf meinen letzten Beitrag an Dich, weil ich mir - in Gedanken darüber - klar wurde, was für eine Wirkung er auf dich nur entfalten konnte.

Und jetzt lese ich deinen letzten Beitrag, der mir dies dann auch bestätigt.


Deswegen wollte und werde ich nun meine Gedanken in einfachen Worten zusammenfassen, denn es sollte nicht der Eindruck hängen bleiben, "ihr - du - bist ja intellektuell und vom Wissenstand und der Bildung was geschichtliche Hintergründe anbelangt, in der Lage, mich zu verstehen - also höre ich ganz auf mit dir zu reden".

Ein anderer Forummoderator hat mir in einer privaten Nachricht hier schon einmal den freundschaftlich gemeinten Rat gegeben, doch in einem Forum zu schreiben, wo ein tieferes theologisches Verständnis und Wissen vorherrscht. Gleichzeitig hat dieser Forenmoderator dann auch ihren Eindruck mir nahe gebracht, ich würde von oben herab reden. Nicht auf Augenhöhe die Sprache des anderen treffen.

Und da gebe ich - ihr in diesem Falle - bezüglich ihrer letzten Beobachtung nicht auf Augenhöhe zu argumentieren - ausnahmslos recht. Zumindest was viele Gespräche hier in der der Vergangenheit betraf.

Einige Wochen später jedoch schrieb diese Forenmoderatorin auch, das sie erkennt, das ich mich hier bemüht habe und sichtbar geworden ist, stärker auf den jeweiligen Gesprächspartner eingegangen zu sein.

Wenn du also schreibst:


Wir sind hier wohl auch der falsche Adressat für deine Reformbestrebungen.


Darf ich dir darauf antworten, auch wenn diese deine Aussage mir ein wenig spöttisch anmuten muss -- und das werfe ich dir auch nicht vor --- das ihr - und auch du -- auf gar keinen Fall der falsche Ansprechpartner seit.

Wo kämen wir als Gemeinde und als Geschwister im Herrn auch hin, wenn wesentliche Wahrheiten des Evangeliums nur von hochgebildeten Theologen zu verstehen wären.


Insofern ist deine nächste Fragestellung an mich natürlich nur zu interessant:


Hast du schon mal mit Verantwortlichen aus den Kirchenleitungen gesprochen? Wenn du dort jemanden überzeugen kannst, dann kannst du etwas bewirken.


Würde auf höchster Ebene dann bedeuten, sprich einfach mal mit dem Papst selber - vielleicht kann er deine Reformabsichten in die Tat umsetzten...




Hier im Forum bleibt das ja sowieso alles nur eine theoretische Überlegung.


Diese Übertreibung und Verzehrung wäre jetzt nicht nötig gewesen, Solana. Alles was irgendwann und egal wo gesagt oder geschrieben wird und gehört und gelesen wird - egal von wem, hat eine Wirkung. Entweder mehr oder weniger. Entweder das ich mich darüber entrüstet. Oder ob es mich vielleicht gar nicht berührt - an mir vorrüber geht. Oder ob ich es aufgreife.

Hier können wir schön das Gleichnis vom vierfältigen Fall des Wortes Gottes heranziehen. Wenn ich jetzt bezüglich meiner Worte hier mal unterstellen möchte, das sie aus Gottes Geist heraus gesprochen und inspiriert sind. 

Da fällt auch einiges auf den Weg und gerät in Vergessenheit. Wird weggenommen vom Teufel. Anderes fällt auf Felsen. Findet kurzen Anklang und kurze Begeisterung bei Menschen, ist dann aber auch genau so schnell wieder in Bedeutungslosigkeit versunken, weil es bei den betreffenden Menschen nur oberflächliche Frucht bringt. Anderes fällt in Situationen von Menschen, die in ihren Sorgen und Problemen es derzeit nicht fassen können, und wo es erstickt und  untergeht. Wieder anderes fällt dann auf fruchtbaren Boden eines Herzens, was es aufnimmt, bewahrt und bewegt im Herzen - auf das es Frucht bringen kann.

Dieses Gleichnis gibt uns also nicht allein Hinweise über das Wort Gottes. Es zeigt uns allgemein auf, wo und wann jemand empfänglich oder unempfänglich für das Reden des anderen ist.

Um zum Thema Abendmahl zurück zu kommen. Und auch auf deine Fragestellungen und Empfehlungen einzugehen.

Als ich im April/Mai 1989 erstmalig vom Worte Gottes durch einen Bibelvers aus einem kleinen neuen Testament, was mal an Schulen von den Gideons verteilt wurde, angesprochen wurde, so dass es mir ins Herz ging, den Wunsch erweckte und die Erkenntnis brachte - ja Jesus Christus ist der Herr und Gott selbst möchte mich durch seine Augen leiten und mir den Weg zeigen den ich gehen soll. Begann ein langer Weg für mich, wo ich im Rückblick immer tiefer und fester mich von Gott gehalten und geführt erfahren durfte.

Mein Vater - katholisch aufgewachsen - meinte mal zu mir, Thomas - mit deinen Ansichten hätten sie dich im Mittelalter verbrannt. An meiner Mutter - evangelisch ... ich bin in der evangelischen Kirche getauft und konformiert worden -- hatte sich immer als schon gläubig gesehen. Ohne das ich jetzt jedoch sagen könnte, die Bibel oder das Wort Gottes hätte ein Interesse oder ein Verständnis bei ihr gefunden. Nun gut - ich kann sowieso letztendlich keinen beurteilen, was er nun und warum glaubt oder nicht glaubt.

Langer Rede - kurzer Sinn. Ich bin mittlerweile 2x aus der evangelischen Kirche wieder ausgetreten, nachdem ich vorrübergehend - aus Enttäuschung über das Treiben einer ev. Freikirche wieder eingetreten bin, weil ich dann zur Mitarbeiterschaft in einer evangelischen Landeskirche kam , wo ich dann aber dort auch wieder ausgetreten bin, nachdem ein Pastor vom anderen "weggemoppt wurde", der dann am Ende "nur" noch Krankenhausseelsorger war - wo er dann übrigens dazu beitrug - wie ich später erfuhr - einer älteren Dame, bei der ich lange Jahre zuvor einen Besuchsdienst hatte - das Evangelium aufschloss. Was sie mir dann eines Tages erzählte - Du Thomas...du hast mir doch immer soviel von Gott erzählt -.... mich bekehren wollen... Jetzt habe ich es (dort gehört ..von diesem Pastor...) und verstanden... Sagte sie mir Freudestrahlend. Und sie hatte mir auch erzählt, das schon ihre Mutter immer für sie gebetet hatte als sie noch jung war. 

Nun gut, meine anfänglichen Versuche die Welt um mich herum zu überzeugen und bekehren gingen halt oft und meist erstmal ins Leere. Aber der Samen, den wir so vielfältigen zu streuen aufgefordert sind:

Prediger 11

1 Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche! - denn du wirst es nach vielen Tagen wieder finden!
2 Gib Anteil sieben anderen, ja, sogar acht, denn du weißt nicht, was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird!

auch unter Tränen gestreut, kann oft dann erst sehr viel später mit Freuden als wirksam geworden zurück verfolgt werden.

Und hier habe ich es jetzt sogar unbeabsichtigter Weise geschafft zum Thema zurück zu kommen. Dein Brot....

Wir sind beim Abendmahl und wie wir es nun verstehen können.

Erinnere ich mich beim Brechen des Brotes - des Wortes Gottes an etwas?  Kann einem Stück Brot und einem Schluck Wein ein symbolische Bedeutung von Jesus zugesprochen worden sein, oder geht es vielleicht doch um noch etwas gänzlich anderes hier.

Ich will es jetzt - meine Frühschicht fängt gleich an - für heute mal so dahin gestellt lassen.


Gruss
Thomas

Antworten

pausenclown

94, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 205

Re: Abendmahl

von pausenclown am 10.02.2018 10:16

Hallo Thomas und OT,

natürlich sind die anderen schuld deine wirren Worten nicht folgen zu können.
Du siehst dich wohl tatsächlich als Reformat zu sehen ... das ist in meinen Augen lächerlich.
Mir scheint du suchst Menschen,  die zu deinen Füßen sitzen, damit du dein geistliches Knäckebrot verteilen kannst, in meinen Augen ist das pathologisch.

Pausenclown

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3932

Re: Abendmahl

von solana am 10.02.2018 10:36

Nennmichdu schrieb:

auch wenn diese deine Aussage mir ein wenig spöttisch anmuten muss
....
Diese Übertreibung und Verzehrung wäre jetzt nicht nötig gewesen,

Hallo Thomas

Nur ganz kurz dazu: Das, was ich schrieb, war weder spöttisch gemeint, noch als Übertreibung.

Es war ein gut gemeinter Ratschlag. Mit "Verantwortlichen der Kirchenleitung" waren Mitarbeiter gemeint, die in Bezug auf die Organisation der Abendmahlsfeiern in Gemeinden tatsächlich etwas bewirken können - nicht der Papst .

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

nennmichdu

53, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 699

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 10.02.2018 19:56

Hallo Pausenclown,


natürlich sind die anderen schuld deine wirren Worten nicht folgen zu können.


Ich bin mir eigentlich nicht bewußt mit welchen "wirren Worten" ich hier hätte eine Schuldzuweisung treffen können?

Vielleicht fügst du ja ein Zitat von mir ein nächstes Mal, das ich auf dich eingehen kann.


Aber um zum Thema zu kommen.

Wir tauschen uns aus hier über unser Abendmahlsverständnis.

Du hast einige Querverweise hier aufgezeigt - und ich zitiere sie gerne hier noch einmal:


Ich möchte mal 1 Teil aus der Sederfeier raus picken. Das Brot oder Matzenbrot.

 

3 Eigenschaften musste das Brot erfüllen.

1. Es musste ungesäuert sein. Das ist ein Bild für die Sündlosigkeit Jesu.
2. Es musste Streifen haben. Das ist ein Bild für das Auspeitschen Jesu.
3. Es musste Löcher haben. Das ist ein Bild für die Kreuzigung und die Wunden.

Zum Sederessen gehört der Afikoman (Mattzatasch) dazu, dieser ist ein Beutel, in dem es 3 Fächer gibt. In diese Fächer kommen jeweils ein Stück Matzebrot.

Jedes Stück Brot ist getrennt durch ein Stück Stoff, aber alle in einem Beutel.

Am Abend des Seders, wird das Matze aus der Mitte entnommen und in zwei geteilt und die hälfte wird in Leinen eingewickelt und versteckt.
Später wird die hälfte wieder hervorgeholt, weiter zerteilt und verteilt.
Ein Beutel mit 3 Fächer, ein Gott mit 3 Personen, nur ein Stück wird raus genommen und das ist ein Bild für die Fleisch Werdung Jesus, nur eine Person der Gottheit kam auf die Erde und wurde Mensch.
Das Zerbrechen ist ein Bild seines Todes, das Einwickeln in Leinen, Jesus wurde selber in Leinen gewickelt, dass verstecken ist ein Bild für sein Grab und das her verholen ein Zeichen seiner Auferstehung, dass zerbrechen und verteilen, steht für das ihn essen und trinken, du kennst es unter, Abendmahl.


Woraus ich schließe, das du die Feier zum Passahfest jetzt eins zu eins überträgst auf die Feier des Abendmahles wie es heute in vielen Kirchen - als Gedächtnismahl gefeiert wird?

Meinst du, das Jesus also nur dieser Passahfeier einen neuen Bezug geben wollte. Den Bezug auf ihn. Und das wir jetzt als Christen dann auch die Passahfeier halten sollten - nur das wir jetzt wissen, das wir darin Jesu Tod verkünden?


Antworten

pausenclown

94, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 205

Re: Abendmahl

von pausenclown am 11.02.2018 10:34

Nein, Christen müssen kein Pessah feiern, da sie nicht unter dem Gesetz Mose stehen, standen. 

Was bleibt in Zeiten wo der Glaube schwach ist , man krank ist, Sünde gross ist?
So wie der Sabbat für den Menschen da ist, so daß Abendmahl. Brot brechen und trinken als praktische Hilfe für einen Menschen im handeln sich bewusst werden.
Jesus ist gestorben und auferstanden, für mich.

Antworten

nennmichdu

53, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 699

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 12.02.2018 07:13

Nein, Christen müssen kein Pessah feiern, da sie nicht unter dem Gesetz Mose stehen, standen.


Und trotzdem erfüllen sie das ganze Gesetz - dort wo sie den Nächsten lieben ... - 

Ist ihr Leben nicht selbst ein Zeichen dafür, das wie Gott die Israeliten aus der Knechtschaft der Sklaverei geführt hat nun auch Christus sie vor der Knechtschaft der Sünde befreit hat?



Was bleibt in Zeiten wo der Glaube schwach ist , man krank ist, Sünde gross ist?


GNADE - aber wenn wir trotz aller Gnade noch tot in unseren Sünden wären, würden wir nicht Anteil an Christus haben. Fehlte uns das Auferstehungsleben in dem wir dann aufgerufen sind - siehe die Sendschreiben in der Offenbarung - zu überwinden.




So wie der Sabbat für den Menschen da ist, so daß Abendmahl.


NEIN 
Wieder ein neues Thema. Der Sabbat veranschaulicht nur die Ordnungen Gottes, die auch dem Menschen helfen, dort wo sie darin wandeln.

Im Mahl des Herrn erleben verkörpern wir aber dann - an unserem Leibe  - das wir der Sünde gestorben sind  --- und verkünden dadurch den Tod des Herrn - bis das er wiederkommt.

Und das Mahl des Herrn zu halten - einander das (geistliche wie materielle) Brot zu brechen - ist eine lebenslange Aufgabe und Haltung eines jeden Christen.
Im Leben (dem Kelch) aus dem neuen Bund.


Jesus ist gestorben und auferstanden, für mich.


Dann lebe darin - und schöpfe daraus, was er für dich getan hat.

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  ...  15  |  16  |  17  |  18  |  »  |  Letzte

« zurück zum Forum